6. Die Klärung der Vergangenheit

Die 6. Erkenntnis
Durch dieses Wissen werden wir erkennen, dass nicht die Kontrolle uns Kraft schenkt, sondern eine tiefere Wahrheit - die Erkenntnis, dass Mitgefühl und Menschlichkeit die einzig reale Kraftquelle darstellt.
"Je länger es uns gelingt, die Verbindung aufrechtzuerhalten, desto deutlicher spüren wir, wenn wir diesen Kontakt wieder verlieren, was meistens in Stresssituationen geschieht. In solchen Augenblicken erkennen wir, auf welche Weise wir anderen Menschen Energie stehlen. Sind uns unsere Manipulationen erst einmal bewusst geworden, wird unsere spirituelle Verbindung beständiger. Dann können wir unseren Wachstumspfad, die spirituelle Bestimmung unseres Lebens entdecken, jenen persönlichen Weg, auf dem wir unseren Beitrag für die Welt leisten."
(James Redfield "Die 12. Prophezeiung von Celestine", S 284-285)

Diese Erkenntnis beschäftigt sich mit dem Verlust unserer Inneren Verbindung zur schöpferischen Quelle.

Geschieht dies, so versuchen wir uns oftmals zu retten, indem wir unbewußt darangehen, anderemanipulativ um ihre Energie zu bringen. Diese Manipulationen sind gewöhnlich entweder passiver oder aggressiver Natur.

Am passivsten ist dabei das auch als »Armes Ich« bekannte Opfer: Es stellt sämtliche Ereignisse in einen negativen Kontext, sucht Hilfe bei anderen und beschreibt Ereignisse vor allem mit der Absicht, anderen Schuld zu suggerieren (um sie auf diese Weise zur Abgabe von Aufmerksamkeit und Energie zu erzwingen).

Weniger passiv ist die Distanzierung von anderen oder die Strategie des »Unnahbaren«: Ausweichende Antworten und lose Zusagen bringen andere Menschen dazu, ihn zu verfolgen, um ihn zu verstehen. Bemühen andere sich auf diese Weise herauszubekommen, was er im Schilde führen könnte, so gewinnt er Aufmerksamkeit und somit Energie.

Aggressiver als diese beiden Typen ist der Kritiker oder »Vernehmungsbeamte«: Er ist vor allem damit beschäftigt, Fehler im Verhalten anderer aufzufinden. Ertappt er die anderen bei einem Fehler, so werden sie unsicher, übervorsichtig und machen sich Sorgen darüber, was andere von ihnen halten. Ständig beobachten andere ihn aus den Augenwinkeln und lassen ihm auf diese Weise Aufmerksamkeit und Energie zukommen.

Am aggressivsten ist der »Einschüchterer«-Typus: unberechenbar, explosiv, gefährlich und streitlustig. Ständig verfolgen andere diesen Typus mit ihrer Aufmerksamkeit und lassen ihm so Energie zukommen.

Was ist Celestine? Da wir dazu neigen, diese Manipulationen mit jedem Menschen, der uns begegnet, zu wiederholen und unser Leben um diese Energie-Krükken herum zu strukturieren, kann man sie als Kontroll-Dramen begreifen - sich wiederholende Muster, die immer wieder die gleichen Lebenssituationen produzieren. Werden wir uns dieser Kontroll-Dramen bewußt und erkennen, in welchen Situationen wir uns ihrer bedienen, wird es auch einfacher, mit unserer inneren Energie in Verbindung zu bleiben.

Eine Analyse der frühen Kindheit verdeutlicht, woher unsere Kontroll-Dramen stammen; ist der Grund für die Entstehung der Dramen einmal bearbeitet und vergeben, können wir auch den tieferen Grund für unsere Anwesenheit in unserer Familie erkennen. Anhand der Stärken unserer Eltern und aus bestimmten von ihnen unerledigt gelassenen Wachstumsfragen können wir unsere Lebensfrage sowie unsere Aufgabe oder »Mission« auf dieser Welt ableiten.

    

Was kann ich tun, um aus meinen Kontroll-Drama auszusteigen? Was sind die ersten Schritte?

- Mache Dir dein eigenes Verhalten bewusst. Der erste Schritt auf dem Weg zur Brechung deines Musters besteht in der Bewusstmachung des Kontroll-Dramas, das Du als Kind gelernt hast.

- Mache Dir bewusst, welchen Typus Du anziehst. Höre damit auf, ergänzende Dramen zu liefern. Achte darauf, wie Du im Alltag interagierst, und sei willens, sich gegebenenfalls aus dem Spiel zurückzuziehen.

-Rufe Dir ins Gedächtnis, dass ihre Reaktionen aus den Unsicherheitsgefühlen ihrer Kindheit resultieren und dort tiefe Wurzeln haben.

- Nehme Verbindung mit deinem Körper auf. Achte darauf, ob Du unter Kritik oder Befragung dazu neigst, dich zu versteifen. Steifheit, Kälte und Angstgefühle bestätigen den Verdacht, dass Du dich im Wettstreit um Energie befindest und dein inneres Zentrum verloren hast.

- Benenne das Kontroll-Drama beim Namen.

- Habe Nachsicht mit Dir.

Wenn Du wirklich das Gefühl hast, dein Herz habe sich geöffnet und Du in der Lage bist, deinen jeweiligen Lebensumständen mit Frieden und Gelassenheit entgegenzusehen, dann bist du mit deiner eigenen Energie verbunden. Sollten Zweifel aufkommen, so atme tief durch, suche nach dem Humor innerhalb des Geschehens und unternehme etwas, um dein Energielevel anzuheben.

 

Fortschritt statt Perfektion. Das Leben ist eine Reise und kein Endresultat, und es ist wichtig, uns und andere so zu akzeptieren, wie wir sind. Auch wenn wir andere nicht mögen und uns ihr Verhalten missfällt, geht es im Leben letztlich darum, Erfahrungen zu machen und uns selbst in eine liebende Verbindung mit anderen zu bringen. Schuldzuweisungen, Verurteilungen sowie unseren Fortschritt oder unser Stadium der Erleuchtung mit den anderen Menschen zu vergleichen, ist wenig hilfreich. Behalte das in Erinnerung und verliere deinen Humor nicht, während Du daran arbeitest, dein Kontroll-Drama zu erarbeiten. Wann immer Du dazu Gelegenheit hast, solltest Du versuchen, in deinem Inneren einen Zustand friedlicher Ganzheit herzustellen.

 

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