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Weisheit eines Indianers

17 Apr 2012 13:51 #17542 von Lolle
Hallo Ihr Lieben,
ich bin Ingrid, 46 Jahre alt, alleinerziehend mit 2 Kindern und seit dem 1.April auf der Celestine Seite angemeldet.
Vor 10 Jahren fiel mir ein Text in die Hände den ich heute mit Euch teilen möchte. Ich habe zu dem Zeitpunkt eine Spiritualität leben können ohne mir wirklich bewußt darüber zu sein. Materiell waren wir sehr gut gestellt. Uns fiel alles in die Hände.
Dann kam der Moment der alles veränderte. Trennung von meinem damaligen Mann, Tod meiner Mutter Tod meiner damals 21jährigen Tochter, Verlust aller materiellen Werte, die Feststellung das ein Hypophysenadenom in meinem Kopf sitzt und der Verlust meiner Achtung vor mir selbst. 12 Jahre hat dieser weg gedauert. Ich war mir immer bewußt das dieser Weg einen Sinn macht doch das Ego hat mich immer wieder als Versager hingestellt.
Vor 2 Monaten fiel mir der Text den ich mit euch teilen möchte wieder in die Hände.
Hier ist er: Weisheit eines Indianer


Es interessiert mich nicht, womit Du Deinen Lebensunterhalt verdienst.
Ich möchte wissen, wonach Du innerlich schreist
und ob Du zu träumen wagst, der Sehnsucht Deines Herzens zu begegnen.

Es interessiert mich nicht, wie alt Du bist. Ich will wissen, ob Du es riskierst,
wie ein Narr auszusehen, um Deiner Liebe willen, um Deiner Träume willen
und für das Abenteuer des Lebendigseins.

Es interessiert mich nicht, welche Planeten im Quadrat zu Deinem Mond stehen.
Ich will wissen, ob Du den tiefsten Punkt Deines eigenen Leids berührt hast,
ob Du geöffnet worden bist von all dem Verrat,
oder ob Du verschlossen bist aus Angst vor weiterer Qual.
Ich will wissen, ob Du mit dem Schmerz - meinem oder Deinem -
dasitzen kannst, ohne zu versuchen, ihn zu verbergen oder zu mindern oder ihn zu beseitigen.

Ich will wissen, ob Du mit der Freude - meiner oder Deiner - da sein kannst,
ob Du mit Wildheit tanzen und Dich von der Ekstase erfüllen lassen kannst,
von den Fingerspitzen bis zu den Zehenspitzen, ohne uns zur Vorsicht zu ermahnen,
zur Vernunft oder die Grenzen des Menschseins zu bedenken.

Es interessiert mich nicht, ob die Geschichte, die Du erzählst, wahr ist.
Ich will wissen, ob Du jemanden enttäuschen kannst, um Dir selber treu zu sein.
Ob Du den Vorwurf des Verrats ertragen kannst und nicht Deine eigene Seele verrätst.
Ich will wissen, ob Du vertrauensvoll sein kannst und von daher vertrauenswürdig.

Ich will wissen, ob Du Schönheit sehen kannst, auch wenn es nicht jeden Tag schön ist
und ob Du Dein Leben aus Gottes Gegenwart speisen kannst.

Ich will wissen, ob Du mit dem Scheitern - meinem und Deinem - leben kannst
und trotz allem am Rande des Sees stehen bleibst und zu dem Silber des Vollmondes rufst: "Ja!"

Es interessiert mich nicht, zu erfahren, wo Du lebst und wie viel Geld Du hast.
Ich will wissen, ob Du aufstehen kannst nach einer Nacht der Trauer und der Verzweiflung,
erschöpft und bis auf die Knochen zerschlagen, und tust, was für Deine Kinder getan werden muss.

Es interessiert mich nicht, wer Du bist und wie Du hergekommen bist.
Ich will wissen, ob Du mit mir in der Mitte des Feuers stehen wirst und nicht zurückschreckst.

Es interessiert mich nicht, wo oder was oder mit wem Du gelernt hast.
Ich will wissen, was Dich von innen hält, wenn sonst alles wegfällt.
Ich will wissen, ob Du allein sein kannst und in den leeren Momenten wirklich gerne mit Dir zusammen bist.

Als ich ihn diesmal las wußte ich warum mein Weg sich ab 2000 so dramatisch Verändert hat.
Ich war nicht ich selbst Ich habe ein Leben für die anderen gelebt. Ich habe funktioniert.Ich war nicht authentisch. Ich suchte selbstlose Liebe und Frieden in dem ich versucht habe alle Erwartungen der anderen zu erfüllen und mich nicht Wert schätzen konnte. Ich wollte nur geliebt werden. Am Ende waren alle enttäuscht von mir ganz besonders ich selbst. Doch jetzt wo die Täuschung weggefallen ist, ist das Neue möglich.
Ein Leben in Agape. Ich stolpere noch ein bißchen.......
Tief in meinem Herzen habe ich eine Erinnerung wie Agape sich anfühlt, dafür lohnt es sich weiter zu machen.:kiss:

Mit lieben Grüßen und Licht und Liebe
Ingrid
Folgende Benutzer bedankten sich: Rita, Ulli, guddy
17 Apr 2012 16:19 #17543 von nanabosho
Ich kenne diesen Text, Ingrid!
Aber im Zusammenhang mit Deiner Geschichte - es gibt einige Parallelen zu der meinen - ist er noch einmal intensiv berührend. Hab Dank, dass Du ihn so eingestellt hast.

Herzliche Grüße,
nanabosho