Lieber Gast. Du befindest dich im alten Forum der Celestine Community. Ein Teil des Forums ist öffentlich. Mitglieder, die sich bis 2016 registriert haben, können sich weiterhin einloggen und den Mitgliederbereich betreten.

Unsere neue Community ist nun online. Wir laden dich herzlich ein, dich mit uns auf unserem Campus zu vernetzen.

Zur neuen Community

×

Hinweis

Das Forum ist schreibgeschützt.

"Wie die Bescheidenheit eine neu geglaubte Sicherheit beschert!"

12 Mai 2012 19:56 - 12 Mai 2012 19:59 #17702 von Sillisunshine
www.focus.de/finanzen/news/commerzbank-b...zent_aid_751292.html


Interessanter Artikel aus dem Focus:
Sind wir nun alle save???? Europa save???
Gibt es überhaupt eine Sicherheit?
Brauche ich einen Zweitwagen ......Was genau ist unser Bedarf?
Wer spielt hier mit ein, wenn man sich mit dem Titel Weltretter schmückt?
Vielmehr muss man sich wohl die Frage stellen, wer trägt die Last?
Einsparung hin oder her, wo und wie eingespart wird ist doch jedem klar oder?
Wie Gewinn erwirtschaftet wird,ist nicht nur das 1x1 der Finanzexperten, denn der ein oder ander bekommte es stärker denn je zu spüren. Fakt ist doch aber immer, dass die höchste Summe stets über Headcountreduktion geht und für viele andere Mitarbeiter die Arbeitsverdichtung zunimmt.Ein Wunder wenn wir krank werden und ausgebrannt sind?
Die Arbeitsverdichtungsmaschinerie erlaubt es überhaupt mit diesen genau kalkulierbaren Spielgeldern Gewinne zu traden und somit weiter das Rad des Schicksals zu drehen.
Also nochmals meine Frage: Wer genau hat die Last eigentlich getragen und wer steht hinter dem Erfolg????
Wer streicht die Lorbeeren ein? Wer kassiert Anerkennung und Gehaltserhöhung? Der Familienvater mit den 2 Kindern, der am Schalter sitzt?
Der Hausmeister der COBA mit seiner kranken Frau?
Schau genau hin und überlege Dir genau ob Du weiter rein Hauen wirst um den Profit zu steigern!:cheer:

13 Mai 2012 11:24 #17705 von Sillisunshine
Seid wachsam!!!! ;)


Was einer der reichsten Männer von sich gibt, ist Lebensverachtend oder? :sick:

info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostr...uebernahme-der-.html


Selbst die Pharmaindustrie zeigt nun das wahre Gesicht:




Unser täglich Gift geb uns heute:
13 Mai 2012 14:40 - 13 Mai 2012 14:40 #17706 von nanabosho

Sillisunshine schrieb: Seid wachsam!!!!


Um mal einen antwortähnlichen Beitrag daraufhin zu bringen, Sillisunshine:

Ja, es werden ständig lauter spektakuläre Sachen bekannt, die jedem, der gern Fragen stellt, das Weltgeschehen als reine Verschwörungen erscheinen lassen. Und die Bücher des KOPP-Verlages setzen gern noch einen drauf.
Man kann sich damit beschäftigen. So wie ich es auch eine ganze Weile getan habe. Doch als ich begann, ehrlicher zu mir selbst zu werden, habe ich gemerkt: All diese "Enthüllungen" bedienen dieselbe Sensationslust wie die Berichte etwa der BILD-Zeitung. Und beide - KOPP-Verlag und BILD-Zeitung - erreichen damit ein und dasselbe Ziel (ich stelle es mal dahin, ob sie es a n s t r e b e n): Diejenigen, die das lesen, werden im Außen festgehalten, in der Betrachtung der Welt von außen. Und finden auf diese Weise nie und nimmer zu ihrer eigenen Kraft! - Abgesehen davon, dass Emotionen gefördert und bedient werden, die kopfgesteuert sind und eben keine echten Gefühle (vom Herzen her). Z. B. Wut, Trotz, Hass, Empörung, Ärger, Ohnmacht.
Ich gebe zu bedenken, dass ich hier speziell von meiner eigenen Erfahrung und Beobachtung schreibe.
Wenn wir jedoch unsere Kraft entdecken wollen, können wir nicht mehr im Außen bleiben, sondern müssen uns selbst wahrnehmen. Vielfach helfen Meditationstechniken, aber noch viel besser helfen bestimmte Ereignisse, die einen zwingen, sich selbst zu sehen. Wenn ich z. B. sage (und glaube!) : "Hier stehe ich und dort ist die Welt! Die Welt ist gefährlich, voller Verschwörungen, voller Tücken und Hinterlist, gönnt mir nicht, was ich brauche und möchte!", dann erlebe ich es immer stärker so und bleibe vor allem in der Trennung. Und das eben führt nicht weiter. (Lange war genau das mein Programm!)
Wachstum wäre: Durchlässig werden! "Gut, ok, das darf sein, vielleicht gibt es Verschwörungen, vielleicht gibt es Bosheiten usw., sie dürfen sein, sie gehören zum Leben dieser Welt. Ich akzeptiere sie, ich akzeptiere all das als Teil des Lebens! Ich selber gehe indessen einfach meinen Weg."
Haltungen des "Draußenbleibens", des Trotzes und der Wut, sind sehr verständlich und sie werden auch gern von vielen geschürt und geteilt. Aber wenn ich - entsprechend meiner wahren Sehnsucht - teilnehmen will, dabeisein will, wenn ich in Wahrheit gar nicht "draußen" sein will, sollte ich diese Haltungen bei mir erkennen, sie ganz und gar fühlen (die Mauer, die sie zwischen mir und dem Leben aufrichten!!!) und dann loslassen.
Auch wieder meine Erfahrung, speziell in letzter Zeit: Es geht, aber es geht durch zuweilen heftige Schmerzen (Kissen dabei haben, in das man mal reinschreien kann!). Selbst die scheinbare Leere, die danach eintritt (der Verstand hat für eine Weile nichts, woran er sich klammern kann), ist unwahrscheinlich viel friedvoller und angenehmer als das Verbleiben in den Ablehnungsemotionen...

Herzliche Grüße,
nanabosho
Folgende Benutzer bedankten sich: Martl
14 Mai 2012 05:04 - 14 Mai 2012 05:13 #17710 von Sillisunshine
Hallo mein Freund

Danke für Deine gute Rückmeldung dazu.

Ich denke eher , dass es daran krankt, dass nicht genug Menschen hinsehen, Mitgefühl zeigen und aktiv werden.

Es wird einfach nur hingenommen, so lange es mich nicht direkt betrifft und stehen nicht auf und sagen Stop, so nicht mehr.
Vielmehr sehe ich eine Gefahr darin , alles von dem Universum richten zu lassen und Vertrauen zu haben.Ich denke vielmehr, dass wir durchlässig sind und die Chance darin begreifen können aufzustehen und dem Einhalt versuchen zu gebieten.
Eine deutsche, französische, afrikanische Veränderung, Flughafen Demos, Stuttgart 21,Occupy Demos,Friedensbewegung, Anti Atom Bewegung dies alles wäre sonst nie ins Rollen gekommen und würde nicht leben, wenn wir uns nur alleine auf das Universum verlassen.Aufstehen tut gar nicht weh! Engagement ist zwar anstrengend aber am Ende des Tages lohnt es sich.
Auch würden wir noch mit Donnerkeil und Keule in den Höhlen sitzen, wenn wir uns nicht bewegen und versuchen zusammen Dinge zu vollbringen. Siehe in dem Buch die Proph.d.Celestin.:)

Jeder kann es handhaben wie er es möchte, dies ist schließlich unser freier Entschluss. So wie innen so außen! Da gebe ich Dir recht, deshalb ist es absolut richtig, dass jeder seinen Beitrag dazu leisten kann. ;)

Ich sehe meinen Beitrag darin aufzuklären und die Menschen reagieren zu lassen. Wie man auch an Deiner Mitteilung sieht ,gelingt mir das.

Keiner soll sagen können:" woher soll ich mich informieren und ich habe es nicht gewußt!"
Jeder hat jeden Morgen die Chance dazu sich zu entscheiden. Dies ist mein kleiner Beitrag , den ich auch an einem wunderschönen Sonntagnachmittag imstande bin zu leisten.

Juhuhu ich liebe das Leben! :kiss:
Folgende Benutzer bedankten sich: nanabosho
15 Mai 2012 05:51 - 15 Mai 2012 05:55 #17714 von nanabosho

Sillisunshine schrieb: Ich denke eher , dass es daran krankt, dass nicht genug Menschen hinsehen, Mitgefühl zeigen und aktiv werden.

Es wird einfach nur hingenommen, so lange es mich nicht direkt betrifft und stehen nicht auf und sagen Stop, so nicht mehr.
Vielmehr sehe ich eine Gefahr darin , alles von dem Universum richten zu lassen und Vertrauen zu haben.Ich denke vielmehr, dass wir durchlässig sind und die Chance darin begreifen können aufzustehen und dem Einhalt versuchen zu gebieten.
Eine deutsche, französische, afrikanische Veränderung, Flughafen Demos, Stuttgart 21,Occupy Demos,Friedensbewegung, Anti Atom Bewegung dies alles wäre sonst nie ins Rollen gekommen und würde nicht leben, wenn wir uns nur alleine auf das Universum verlassen.Aufstehen tut gar nicht weh! Engagement ist zwar anstrengend aber am Ende des Tages lohnt es sich.
Auch würden wir noch mit Donnerkeil und Keule in den Höhlen sitzen, wenn wir uns nicht bewegen und versuchen zusammen Dinge zu vollbringen. Siehe in dem Buch die Proph.d.Celestin.:)


Jein, sillisunshine,
die Sache hat eben mehrere Seiten. Wenn ich nicht selbst glücklich bin, kann ich niemandem sonst zum Glück verhelfen. Ich m u s s bei mir anfangen! Sonst ersetze ich nur das eine Chaos durch ein anderes.
Ich war immer sehr aktiv, bin es z. T. sogar noch. Bin damals - als es auch noch sehr gefährlich war - mehrmals um den Leipziger Ring demonstriert in der Hoffnung auf Veränderung. Die Veränderung kam, aber nicht die erträumte (denn den Leipziger Demonstranten ging es bis zum November 1989 niemals darum, die Mauer zu Fall zu bringen bzw. in die Bundesrepublik "eingemeindet" zu werden). Für mich und viele andere habe ich Arbeitslosigkeit, Depressionen und Resignation herbeidemonstriert und für sehr wenige nur das, was man gemeinhin "besseres Leben" nennt. (Dafür hatte ich am 9. Oktober - dem eigentlichen Entscheidungstag - sogar riskiert, erschossen zu werden!) Ich bereue es nicht, denn es war ein Prozess und völlig in Ordnung so, und glücklicherweise lief er außerordentlich gewaltlos ab. Der e i n z i g e Unterschied, den ich aber nun zwischen einer direkten Diktatur und einer indirekten (denn Demokratie ist das, was wir haben, nach meinen Beobachtungen keinesfalls, es ist genauso eine Herrschaft der Privilegierten wie wir im Sozialismus auch hatten) ist der, dass sich bei einer indirekten die Machtpositionen so aufteilen, dass das Volk mehr Freiraum empfindet und die Versklavungsmechanismen subtiler ablaufen. Was dazu führt, dass man in den Ländern einer indirekten Diktatur mehr Selbstentfaltungsmöglichkeiten hat. Das hat es immerhin gebracht. Was werden die arabischen Revolutionen bringen, die viel blutiger abliefen? Voraussichtlich einige fundamentalistische Herrschaftssysteme und härtere Unterdrückungen für Frauen... Wo also ist der Gewinn?
Politik und Wirtschaft beruhen (bisher) auf den Gesetzen der Angst und werden so durchgesetzt. Weil die meisten Menschen sich von der Angst leiten lassen. Das Neue, das beginnen will, beginnt damit, sich von der Angst zu lösen und sich in Richtung Liebe zu orientieren. Das ist eine neue Grundlage, und sie kann nur von innen her wachsen.
Ich m u s s zu mir zurückkehren und bei mir selbst anfangen. Sehen, was m i c h glücklich macht und welche Wege ich finden oder mir ebnen kann, die für mich gangbar sind. Nichts mehr von dem abhängig machen, was irgendwelche anscheinend Mächtigen irgendwo tun oder beabsichtigen. Ins Hier und Jetzt kommen.
Oder: Wenn jemand mir etwas befehlen will und ich kämpfe gegen ihn, wird dieser Kampf meine Kräfte verschleißen und sein Ausgang ist ungewiss. Wenn ich mich aber überhaupt nicht um seine Befehle kümmere und einfach meinen Weg gehe, wird die Situation schon interessanter und hat mehr Chancen, etwas Neues hervorzurufen.
Mitgefühl, wegschauen, hinschauen?
Noch ein Beispiel, ist mir persönlich passiert: Größte Busstation Barcelonas. Ein Bus aus dem Maghreb kam an. Eine Familie stieg aus, drei Kinder, zwei noch ziemlich klein. Die Frau quälte sich mit einem Koffer ab, der zwar Räder hatte, aber doch die Größe eines halben VW Golf. Damit musste sie dann noch zwei Treppen nach oben zur Straße. Der Mann ging neben ihr und kontrollierte ihre Bewegungen. Als sie die Treppe erreichte, war ich kurz hinter ihr, hatte Mitgefühl, sah hin und wollte gerade zupacken, um ihr die Last zu erleichtern. Glücklicherweise kam mir ein hastig herbeieilender Spanier zuvor. Und der bekam den vollen Zorn des Ehemannes der Frau ab, der dermaßen ausrastete, dass ich glaubte, er werde gleich ein Messer zücken und den Helfer abstechen. Der Spanier lief rot an und flüchtete dann erschrocken. Den Rest der Schimpfkanonade und einige Hiebe bekam die Frau ab, die außer dem Koffer noch zwei Kinder an ihren Händen die Treppe hinaufgeleitete...*
Was hätte also eine Einmischung gebracht? Eine Extremauseinandersetzung mit dem Mann, der später, allein mit der Frau, diese noch mal kräftig verprügeln würde... Wem hätte ich helfen können? Wem hätte da überhaupt jemand helfen können? - Solange die Frau selbst nicht aufwacht und ihr Opferdasein beendet, kann von außen nichts getan werden. Im Gegenteil: Einmischung macht alles noch schlimmer für die Beteiligten!
Möchte ich wirklich zu bedenken geben.
Herzliche Grüße,
nanabosho

* Was ich später erfuhr: Aktive Hilfe durch einen anderen als den Ehemann wird in islamischen Kulturen als "Anmache" gewertet, als "Anbaggern". Der Mann hat also Berechtigung zur Eifersucht.
Folgende Benutzer bedankten sich: Ulli
15 Mai 2012 08:21 #17715 von Ulli
Lieber Nanobosho,

diese unterschiedliche Denkweise findest du auch in Spanien, Italien, und in Tschechien.

Ich will damit nicht sagen, dass es so extrem ist, wie in islamischen Familien, aber es sind deutliche Trennungen zwischen dem was Mann oder Frau betrifft, zu finden.

Die alte Arbeits- und Pflichteinteilung in den Familien ist auch in Deutschland noch nicht sooo lange her.

Kinder, Küche, Kirche...... Wie lange ist das Denksystem in dieser Hinsicht in D-Land anders? Vllt. 50 Jahre?

Wenn du im Ausland bist, stellst du fest, wie stark die althergebrachten Formen teilweise noch existieren und ich habe merken müssen, dass diese nicht immer schlechter waren. ( ich spreche jetzt nicht davon, dass ein Recht besteht, diese Rolleneinteilung mit Gewalt durchzusetzen). Dies ist in jedem Fall abzulehnen.

Aber ich gebe Dir Recht, Freiheit muss stückweise von jedem Selbst erarbeitet werden und auch in D-Land gab es eine Alice Schwarzer und Frauen, die für ihre Selbstverwirklichung viel aufgeben mussten.

Also, bei sich SELBST anfangen und durch sich Selbst den ANDEREN überzeugen.

Liebe Grüsse ULLI
Folgende Benutzer bedankten sich: nanabosho