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Du, ein Schöpfer?

24 Sep 2012 17:49 #18365 von nanabosho
Viele propagieren dieser Tage ihr Schöpfertum. Du erzählst mir von göttlicher Macht, die du besäßest, erzählst davon, deine Wirklichkeit zu erschaffen mittels deiner Gedanken. Jeder Gedanke, so sagst du, weil es d
ir jemand gesagt hat, dem es jemand erzählt hat, der es von einem anderen gehört hat, der darüber gelesen hat, wäre machtvoll und könne Realität erzeugen. Du müsstest einfach nur dein Denken und Glauben ändern und dann würde sich dein Leben wandeln zu einer Erfahrung von Liebe, Fülle, Reichtum und Glück. Und so denkst du und denkst, tagein und tagaus, bist ständig am Denken und Visualisieren.

– Wieso aber läuft dann dein Leben nicht rund? Wieso wird nichts so, wie du es wünscht, wie du es denkst, wie du es glaubst?

Weil du "falsch" denkst, sagt dir jener, der dir über die Macht der Gedanken erzählt hat, weil es ihm jemand gesagt hat, der es von jemand erzählt bekam, der es von einem anderen gehört hat, der darüber gelesen hat. Du mühst dich dem gemäß ab und hoffst darauf, schon bald das gewünschte Ergebnis durch deine Gedanken erlangt zu haben – bald wird sich dein Leben wandeln zu einer Erfahrung von Liebe, Fülle, Reichtum und Glück.

Das ist aber nicht deine unmittelbare Erfahrung von der Wirklichkeit. Du erfährst immer noch ein ähnliches Dilemma in deinem Leben wie damals, bevor dir einer von der Macht der Gedanken erzählt hat, weil es ihm jemand gesagt hat, der es von jemand erzählt bekam, der es von einem anderen gehört hat, der darüber gelesen hat – du erreichst mit deinem Denken schlicht und einfach nicht das, was du dir versprichst.

– Woran liegt das wohl?

Nun, ich habe da für dich eine kleine leicht bittere, dafür aber interessante und heilsame Antwort:

Die wahren Schöpfer wissen genau, dass sie nicht die Schöpfer sind – sie waren und sind nur ein Instrument, ein Medium, ein Kanal. Gewiss, etwas geschah und geschieht durch sie, aber sie haben es nicht gemacht. Du in deinem Ich-Bewusstsein bist nicht der Schöpfer. Du wirst niemals der Schöpfer sein, denn dazu reicht dein Blick nicht weit genug, dazu wandeln sich deine Wünsche und Begierden zu rasch – sie sind flüchtig wie Morgennebel bei der ersten Berührung mit den Sonnenstrahlen. Sie schmelzen dahin wie Schnee im lauen Märzwind.

Zur Verwirklichung gelangt nur jene Realität, die im Einklang mit dem Großen Ganzen steht – niemals aber deine auf den Illusionen des Egos basierten Vorstellungen von der Welt und deinem Leben in ihr. Du bist nicht der Schöpfer – du bist sein Instrument. Wenn du dich vollkommen der Liebe öffnen kannst, wenn du zu einem klaren und reinen Kanal für den Schöpfer wirst, indem du dich hingibst, dann wird die Melodie, die er durch dich spielt, für dich eine liebliche sein, selbst dann, wenn sich nicht verwirklicht, was dein Ego, dein Ich-Bewusstsein begehrt.

In deiner Seele wartet ein Lied, das gesungen werden will, in deinem Herzen schlummert ein Bild, das gemalt werden möchte – doch das Bild ist unsichtbar und das Lied hat noch niemals jemand vernommen. Es ruht tief verborgen in der heiligen Lotusblüte deines Herzens. Du darfst es an die Oberfläche bringen, darfst es ausdrücken, indem du dein Ich, dein Ego beiseite treten lässt – so bekommst du einen Geschmack vom totalen Leben, so wirst du zum Instrument des Schöpfers, so erfährst du Selbstverwirklichung.╰დ╮❤╭დ╯

text: David P. Pauswek – Der Andersmensch, © 2012



Lange habe ich gesucht, bis ich zu diesem Thema etwas fand, was mich wirklich anspricht. Was ich unterschreiben kann, wo mein Grundgefühl stimmt. THE SECRET - ein hinterlistiges Machwerk, BESTELLUNGEN BEIM UNIVERSUM - ein Glücksspiel, WÜNSCHEN UND BEKOMMEN - schön wär's! - Aber diese Zeilen aus DER ANDERSMENSCH (schon mal ein herrlicher Titel!), die haben es in sich. Die kann ich nachvollziehen, die sind in mir drin! Die kann ich doppelt und dreifach unterschreiben!

Herzliche Grüße,
Andreas
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24 Sep 2012 21:13 #18366 von Schelm
Das, was Du unterschreiben kannst, kannst Du vergesse - nicht von Interesse.
Deine eigene Unterschrift ist das, der größten Wert, der den Wert der Welt vergrößert.
25 Sep 2012 06:20 #18367 von Ulli
@nanabosho,

ein wunderbarer Text, den ich auch als richtig und passend finde., alles was wir Selbst uns in unserem Eigenlob zuschreiben, sollte noch einmal durchdacht und nach dem eigentlichen Schöpfer gesucht werden.

Die Künstler, die wundervolle Werke erschaffen haben, waren meist in meditative, in versunkener Stimmung und konnten die Energie des Schöpfers ungehindert durch sich hindurch in ihr Werk fliessen lassen.

Danke Andreas, wenn Du erlaubst, möchte ich den Text an anderer Stelle verwenden.

Grüsslis ULLI
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25 Sep 2012 06:54 - 25 Sep 2012 06:55 #18368 von KeepOnSmiling
Hallo Andreas,

Dein Beitrag den Text von David P. Pauswek mit uns zu teilen, bewegt und beschäftigt mich.
Ich kenne Dich ja ein wenig und möchte Dir gerade ein wenig "den Kopf rasieren", damit Dein Blick frei und Deine Gedanken gelüftet werden...
UND: Mir fehlen die Worte, auf dass ich auch einfach mal mit Zitaten um mich werfe:

Als ich Deinen Beitrag eben las, kam über die Zitateleiste: "Glaub nicht alles, was Du denkst!" von www.filousophie.de
Und damit bestätige ich gerne, die Worte von Ulli: "...sollte noch einmal durchdacht werden..."
Wenn Du nicht daran glaubst, dass Du der/ein Schöpfer bist, dann schlage ich Dir vor, darüber noch einmal nachzudenken.

"Wähle immer was Du tust, dann tust Du immer, was Du gewählt hast!", dieses Zitate wird den alten Chinesen zugeschrieben.
In der Tat kann ich Dir viel erzählen, was mir jemand gesagt hat, der es von einem anderen gehört hat, der darüber gelesen hat. Und ich werde es auch tun!
Denn egal was ich Dir Zeige (Sehsinn) oder sage (Hörsinn), Dir gebe (Tastsinn), womit ich Dich füttere (Geschmackssinn) oder Dir unter die Nase reibe (Geruchssinn) spielt alles gar keine Rolle, allein Deine Hirnzellen entscheiden, was und wie sie "durch- und hineinlassen" und wie sie es verarbeiten.

In meinem Leben ist viel geschehen, was ich mir so nicht gewünscht oder bestellt hatte. Da brauche ich Dir nichts von zu erzählen. Und mein Leben lief immer rund!
Ehrlich gesagt, kann ich das allerdings nicht bezeugen oder beschwören. Ich kann nur eines sagen, was ich weder gesagt, gelesen oder erzählt bekommen habe: Vieles von dem, was ich in dem Augenblick, als es geschah, "echt scheiße" fand, was mir in diesem einen Augenblick ganz und gar nicht geholfen hat, er-LEBE ich heute ganz anders:
So schmerzhaft und grausam die Trennung von meiner EX-Frau war. Ohne diese Trennung wäre ich möglicherweise nicht auf die Idee gekommen nach sieben Jahren endlich mal die Prophezeiungen von Celestine zu lesen. Mensch - wir zwei hätten uns niemals kennengelernt, zumindest noch nicht. Und da ich nicht ganz sicher bin, ob Dir das ausreicht: Es sind auch noch viele andere tolle Dinge aus meiner Scheidung hervorgegangen - nicht nur, dass ich Dich kennengelernt habe :lol:

Und da ich jetzt doch einiges geschrieben habe, obwohl mir die Worte fehlen, schließe ich mit dem geilsten Zitat von allen... ist nämlich von mir:
"Göttlich allein ist die Entscheidung gott zu sein!"
[/size]

Dabei schreibe ich gott ganz bewußt klein und fordere alle heraus, darüber nachzudenken, was der "eigentliche", "alleinige", "großartige", "allmächtige", "außenstehende" und "schöpferische" und weiß der :evil: noch alles seiende Schöpfergott ohne das ganz Gewürm und Gewimmel (also auch uns) hier auf Erden wäre?

KeepOnCreating
:) lliKöhl
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25 Sep 2012 09:48 #18369 von nanabosho

Ulli schrieb: Danke Andreas, wenn Du erlaubst, möchte ich den Text an anderer Stelle verwenden.


Dieser Text ist ja nicht von mir, Ulli,

sondern er stand einfach so im Internet. Nehme an, dass Du ihn dann auch an anderer Stelle verwenden kannst.

Herzliche Grüße,
Andreas
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25 Sep 2012 10:16 #18370 von nanabosho
Um vielleicht ein wenig auf Deine Zeilen einzugehen, Olli,

so hast Du möglicherweise einiges missverstanden. Meine Einstellungen zum Thema "Schöpfer" sind in erster Linie von den Erfahrungen auf der Kampfsportmatte geprägt. Und ich habe immer versucht, sie mit dem in Einklang zu bringen, was ich manchmal las, hörte oder auch erlebte.
Deshalb fand ich, dass die meisten, die die "Schöpferkraft in uns" predigen, nicht klar sagen, wie sie tatsächlich entwickelt werden kann, wie sie wirkt. Sondern sie versprechen nur viel, als ob irgendetwas schon automatisch wirksam wäre. - Was ich jedoch immer und immer wieder beim Ki-Training erlebte, war, dass, wenn etwas tatsächlich in meinem Sinne geschah, es fühlbar ohne mein Zutun geschah. Es war immer ein Erlebnis von "Ich hab überhaupt nichts gemacht!", auch nicht mental. Später erkannte ich, dass es maximal eine leise Empfindung war, die einen Mechanismus in Gang setzte, der mich nur erstaunen konnte. Und das ist ganz einfach ein Geschehen-Lassen und in Wahrheit absolut nicht kausal-logisch zu erklären oder zu erfassen.
Im Leben geschahen die Dinge dann entsprechend meiner Empfindungen, die ich leider nicht immer rechtzeitig wahrnahm. Aber das ist auch alles. Es würde immerhin bedeuten, dass dem Menschen das geschieht, was er im tiefsten Inneren - nicht oberflächlich - will und erstrebt. Weshalb die meisten Wunscherfüllungen nicht ohne inneres Wachstum möglich sind.
Nun lerne ich immer viel an und von Naturvölkern; habe mich seit vielen Jahren mit Völkerkunde beschäftigt. Und ausnahmslos alle Naturvölker, von denen ich bislang hörte oder las, sind davon überzeugt, dass es so etwas wie "das große Ganze" gibt, einige Prärieindianer nennen es bekanntermaßen Wakan-Tanka, was man am besten mit "das Große Geheimnis" übersetzen kann. Und sie wissen, dass man g e g e n die Rhythmen und Fließbewegungen jenes Geheimnisses überhaupt nichts bewirken kann, bestenfalls die Erde, das Klima und die Natur überhaupt zerstört.

Die wahren Schöpfer machen eben auch kein Gewese um das, was sie bewirken, und versuchen auch nicht, ihre Umwelt zu missionieren.

All diese Zusammenhänge - die GANZHEIT also! - sparen die aufgezählten "Wunschbücher" nämlich aus oder gehen höchstens marginal darauf ein, so dass beim Leser der Eindruck entsteht, er brauche nur "auf richtige Weise" ABRAKADABRA sagen und bekäme die gebratenen Tauben mundgerecht serviert. Sie verabreichen also nichts weiter als eine Droge. Und zwar ohne Beipackzettel.

Ich glaube also schon daran, Schöpfer zu sein, aber nicht gegen das große Ganze oder außerhalb davon. Also genau so, wie in jenem Anfangstext beschrieben.


Herzliche Grüße,
Andreas
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