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Wenn die Zeiten kriegerisch werden

17 Nov 2015 17:47 #20472 von Martl
Grüß Euch,

ich weiß, viele von uns möchten dieses Thema gerne ausblenden, da sie ihm keine Energie geben wollen. Doch wegschauen ist auch keine Lösung. Wir können uns ja auf den Wandel, der dadurch entsteht, konzentrieren.

Ich glaube, dass jetzt eine Zeit angebrochen ist, die uns herausfordert. Bei einer andauernden Gefährdungslage, müssen wir uns unseren Ängsten bewusst stellen, ob wir nun wollen oder nicht. Es ist Zeit des friedvollen Kampfes. Uns einsetzen für das was uns wichtig ist. Jeglichen Hass und Groll überwinden, und mutig aufeinander zugehen. Aber auch keine falsche Toleranz, die auf Angst beruht.

Diese Zeit wird uns viel abverlangen, aber wir sollten sie meistern, denn am Ende des Tunnels wartet das Licht echten Lebens. Ich wünsche uns allen, dass wir dafür die nötige Kraft finden, und niemals den Mut verlieren.

Mich wundert die Ruhe, die hier im Forum eingekehrt ist. War doch vor dem ominösen Datum 21.12.12 hier so richtig was los. Nun sind wir im Wandel angekommen, und es scheint sich fast sowas wie ein wenig Resignation breit gemacht zu haben. Wir wurden doch auf heftige Geburtswehen hingewiesen.

Was meint ihr, was können wir konkret tun?

Alles Liebe,

Martl
Folgende Benutzer bedankten sich: Richard179, nanabosho
18 Nov 2015 20:17 #20476 von nanabosho
Danke für Deinen Beitrag, Martl!
An anderer Stelle habe ich einen Tag nach den Pariser Ereignissen Folgendes geschrieben:

"Habe erst spät davon erfahren, weil wieder unterwegs. Und eine Weile überlegt, ob ich mich dazu äußere. Denn bei allem Mitgefühl mit den Betroffenen glaube ich eine Entwicklung zu beobachten, die unsere ganz besondere Wachsamkeit erfordert.
Erst die Flüchtlinge - vorwiegend muslimischer Herkunft -, dann die Anschläge. Es geht aber nicht um Islam oder europäische Lebensweise; diese Themen sind bestenfalls Mittel zum Zweck. Es geht darum, dass wir alle ordentlich Angst bekommen sollen. Denn wenn das gelingt, können sie die totale Diktatur errichten und die Leute werden sich darüber freuen. Vielleicht kommt sogar ein neuer “Führer”, den sie dann ebenfalls jubelnd begrüßen. Dann wird endlich Sicherheit mehr gefragt sein als Freiheit und sie haben uns dort, wo sie uns haben wollen.
Und sämtliche Geheimdienste der westlichen Welt sind wieder legitimiert...
Hoffe, dass die Europäer diesmal wach genug sind, diesen Knoten aufzudröseln, aber es ist nicht einfach. Besonnen bleiben also und sich - wenn irgend möglich - von der Angst lösen!"

Ich glaube also im Grunde nur wenig von dem, was uns da Tag für Tag eingehämmert werden soll, ich halte es für eine Inszenierung. Damit das Kaninchen weiter wie gebannt auf die Schlange starrt. Die Welt hat auch die Version von 9/11 damals wie in Hypnose akzeptiert, obwohl sie von unglaublich vielen physikalischen Ungereimtheiten strotzte. Die Anschläge dienen schlicht und einfach zwei Zielen:
1. Schüren der Ängste überall in unserem Umfeld
2. Wenn irgend möglich, zwei oder mehrere Volks- bzw. Menschengruppen aufeinander zu hetzen.
Auf diese Weise wird Macht erhalten und ausgebaut. Bürgerrechte verschwinden, eines nach dem anderen, und die Diktatur wird zementiert.
Ich wuchs in der DDR auf und war 1989 dabei. Man hat uns vor einigen Jahren verlacht, wenn wir nicht glauben wollten, dass die BRD eine "Demokratie" wäre, in der wir gelandet waren. Wir haben schon lange gesehen, dass es alles Andere ist als das. (Wir hatten schließlich und ursprünglich die DDR verändern wollen und wussten in unserer Naivität nicht mal, dass sie völlig pleite war.) Demokratie wäre neu in der Welt, die gibt es eigentlich noch gar nicht. Man könnte höchstens zwischen "harter und weicher Diktatur" unterscheiden; und der Westen, das sind alles Länder, die einfach nur eine "weiche Diktatur" haben. Und bald eine harte bekommen werden. Man sieht solche Sachen nicht, wenn man satt ist und viel Geld hat, mit dem man sich unausgesetzt "Brot und Spiele" verschaffen kann.
Mir fällt es schwer, mitanzusehen, wie in den sogenannten "westlichen Demokratien" eine tatsächliche Demokratie oder die tatsächliche Freiheit nichts gilt. Das Hamsterrad verspricht noch immer so viel scheinbaren Wohlstand, dass die meisten Menschen meinen, es sei eine Karriereleiter.
Wir müssen wohl einsehen, dass wir das, was in der Welt geschieht, nicht schlagartig ändern können, schließlich setzt es sich aus den Energien vieler zusammen. Da ich nun schon seit Monaten ohne Fernsehen lebe und die meisten Informationen aus dem Internet bekomme, merke ich, dass tatsächlich nur das für mich echte Bedeutung hat, was ich in 3D erlebe. Die Ereignisse in Paris beschäftigen viele Menschen, mich aber nur als theoretisch zu betrachtendes Thema. Mich umgibt anderes. Vielleicht sprach Jesus daher mal davon, dass wir einfach nur "den Nächsten" lieben sollten und nicht irgend jemanden, der in weiter Ferne lebt und den ich vielleicht niemals treffe.
Zuerst also: Ich bleibe bei mir und dem, was jetzt - hier und heute - für mich Bedeutung hat. Dem gebe ich weiterhin Energie. Die Menschen in Paris oder sonstwo kann ich nicht erziehen, aber wenn ich das Beste für mich tue, sollte es - zumindest im Kleinen - Wellen schlagen. Diese Wellen unterschätzen wir meistens.
Weiter: Stets und ständig sterben Menschen auf diesem Planeten eines gewaltsamen Todes. Niemand regt sich darüber auf, weil wir uns an dieses Wissen gewöhnt haben. Zu behaupten, wir trauerten um Leute, die wir nicht kennen, ist in meinen Augen mindestens zum Teil Heuchelei. Meine Gedanken nehmen diese Ereignisse wahr und ich weiß, dass es u. U. Anerkennung bringt, wenn ich mich trauernd zeige, doch mein ehrliches Gefühl ist ganz woanders. Ich halte es für besser, das auch ehrlich zuzugeben.
Und: Je weniger ich fernsehe und je weniger ich mich mit den Dingen beschäftige, von denen ein paar mächtige Leute wollen, dass ich daran festhänge, desto weniger wird mich die Angst beuteln. Und desto mehr bin ich in der Lage, bei mir zu bleiben und an der Welt zu arbeiten, die ich mir vorstelle.
Ich kann kriegerische Zeiten wie Krieg erleben, aber es ist auch möglich, sie wie Frieden zu erleben...
Herzliche Grüße,
Andreas

P.S.: Warum hier nur selten jemand schreibt? Ich glaube, weil nur selten jemand wagt, das zu schreiben, was er tatsächlich denkt. Denn die Spirituellen-Szene ist ein bisschen wie die Kirche: Wenn Du an manchen Dogmen kratzt, weil Du etwas Anderes erlebt hast, behandeln sie Dich wie einen Ketzer. Das ist nicht immer angenehm. Also schreibe ich in den Beiträgen immer nur das, was schon in tausend Büchern steht und von dem ich glaube, dass es mir Anerkennungspunkte bringt. Dafür aber ist kein Gedankenaustausch, keine Auseinandersetzung nötig. Und dann wird es langweilig.
Natürlich hat bei einer zielgerichteten Argumentation auch der Verstand seinen Anteil. Der ist jedoch allgemein verpönt unter den Spirituellen. Auch ich weiß, dass Fühlen mehr bringt, aber über Gefühle kann ich nicht gut reden... oder schreiben... die sind da oder eben auch nicht.
(Ach so, Martl: Ich soll Dich von Barbara grüßen!)
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20 Nov 2015 14:10 #20478 von Martl
Danke Andreas,

ich weiß zwar nicht, ob es DIE gibt, die da irgendwo an einem ominösen Rad drehen. Und ich denke, dass es letztendlich auch keinen Unterschied macht.

Die Menschheit will sich "einen". Und dazu wird wegbrechen, was dem entgegensteht. Ich glaube echt, dass Unsicherheit uns Freiheit schenkt. Ich denke da an das Lied von "Jenesse Joplin" Freiheit ist ein anderes Wort für "nichts zu verlieren haben". So ist es auch in meinem Leben, immer dann, wenn ich nichts mehr zu verlieren hab, ist mein Mut am größten. Dann wag ich den Schritt in völliges Neuland. So ging manchem persönlichen Wandel, ein Verlust voraus. Besonders dann, wenn der Umbruch recht extrem sein sollte.

Ja, und dann gibt es auch noch das Leid. Ich denke hier nicht nur an die Opfer von Paris. Ich denke an all die Abertausende, die teilweise grausamst weggemetzelt werden.
Ich durfte einmal beim Celestine Sommercamp den Sinn des Leides ganz Nah erfahren. Ich wollte auf spielerische Weise - in einer Art Leientheater - die verschiedensten Formen der Ängste aufzeigen, und deren Lösung durchspielen. Doch alle meine Teilnehmer waren in einer solch tiefen Offenheit, dass sie sich wie in einer Familienaufstellung absolut mit ihre Rolle identifizierten. Und ich hatte von so was überhaupt keine Ahnung. Ich kam nicht mehr an sie ran. Die Situation war absolut festgefahren, und mir stand der kalte Angstschweiß auf der Stirn. Ich dachte nur noch: "Oh Gott was hab ich angerichtet?" Bis dann eine Frau so zu weinen begann, und dieses Leid nach und nach die einzelnen Teilnehmer dazu bewegte, aus ihrer Angst herauszutreten, und etwas zu Lösung der Situation beizutragen. So löste sich alles in echte Freude auf, und wir alle waren sehr dankbar für das was wir erleben durften.

Und ich bin wirklich beschämt, dass wir angesichts der brutalen Folterungen des IS (Kreuzigungen, Verbrennungen bei lebendigem Leib ...), den Menschen nur mit ein paar Maschinengewehren zur Seite stehen. Die Zerstörung von Kulturgut, wird mehr erwähnt, als diese Grausamkeit. Und so wundert es mich nicht, dass der Leidensdruck bei uns erst noch ansteigen muss, um endlich mal in Wallung zu kommen.

Könnte da nicht einmal ein professioneller Familien - Gruppenaufsteller, die Oberen der Welt einladen, und die verschiedensten Gruppen aufstellen? Ich glaube, da würde sich tatsächlich was bewegen.

Wer kennt da jemanden? Es ist an der Zeit, das Leid ist zu groß!

Alles Liebe,

Martl
Folgende Benutzer bedankten sich: nanabosho
21 Nov 2015 08:16 #20485 von nanabosho
Ja, Martl,
auch ich glaube, dass die Menschheit sich einen will und wird. Allerdings gebe ich zu, dass ich bezüglich der dafür notwendigen Zeiträume einigermaßen skeptisch bin.
Für mich erschiene es schon als erhebliches Wunder, wenn die derzeit extrem gespaltene Gesellschaft der Bewohner unseres Landes sich wieder "einen" würde. Wahrscheinlich passiert auf der übrigens Welt "der Rest", wenn es dazu kommt. Denn ungeachtet dessen, was täglich tatsächlich passiert, läuft der verbale Schlagabtausch, der z. B. in den sogenannten "sozialen Netzwerken" tobt, nicht gerade mitfühlend und unglaublich ideologisiert ab. Es kommt mir manchmal so vor, als habe es bei uns seit Jahren eine geheime Religion gegeben, die tief unter den Decken "Katholik, Protestant, Atheist" schwelte, und die bestand in zwei wild verfeindeten Gruppen, benannt in RECHTS und LINKS. Die Fähigkeit, eine Situation von mehreren Seiten zu betrachten, ist vermutlich vielen vollkommen abhanden gekommen, von Empathie ganz zu schweigen.
Unsicherheit an allen Enden führt zu Freiheit, da stimme ich Dir ebenfalls zu. Nur leider nicht zwangsläufig. Mir scheint, sie ist für viele auch erst einmal der Hauptgrund, sich erst recht in einen der "rechten" oder "linken" Schützengräben zu begeben. Bemerkenswert ist dabei auch, dass es kaum möglich ist, eine Angelegenheit für sich zu nehmen und Lösungen für verfahrene Situationen zu suchen, weil die Verwendung bestimmter Worte im Gespräch allein schon Gegner auf den Plan ruft, die von diesen Worten her ihre Feindbilder bestimmen.
Mir erschiene es da eben doch einigermaßen schwierig, die "Oberen der Welt" zu einer Art Familienstellen zusammen zu rufen. Wenn es gelänge, die erbittertsten ideologischen Gegner in unserem eigenen Land zu so etwas zusammen zu bringen, wäre schon sehr viel erreicht. (Und in diesen Tagen brechen - nur wegen Ideologien - Freundeskreise und Familien auseinander!)
Und so fürchte ich, dass noch viel mehr passieren muss, bis die Fronten aufweichen. Deshalb bleibe ich einstweilen dabei, das Nächstliegende zu betrachten und zu beachten und all dem Aufmerksamkeit zu geben, was meine Hoffnung - auch für das große Ganze - beflügelt.
Heute morgen ist es z. B. der Schnee. Die Bergspitzen kann ich nicht sehen, die liegen noch in den Wolken, aber hier ringsum hat er bereits die Welt verwandelt. Es ist ein völlig anderes Gefühl, auf eine von frisch gefallenem Schnee bedeckte Landschaft zu blicken als immer nur das Trübgrau des fortgeschrittenen Herbstes vor Augen zu haben...
Auf mich wirkt das sehr stark, denn ich habe seit Monaten nicht ein einziges Mal mehr ferngesehen.
Herzliche Grüße,
Andreas
21 Nov 2015 20:55 #20486 von Richard179
Gut dass du es erwähnst Martl, das Jahr 2012, das als Wendejahr prophezeit wurde, dem auch Turbulenzen folgen sollten. Hatten wir vielleicht mehr und schnelleres erwartet? Ich glaube eher nicht an Resignation hier im Forum. Eher liegt die Flaute darin begründet, dass die treibende Kraft von uns gegangen ist, die sich um den laufenden Betrieb und technische Dinge wie Anmeldefunktion und Email-Service gekümmert hatte und von der auch wesentliche Initiativen ausgingen.

Laut Vorhersagen befinden wir uns derzeit mitten in der Phase der Turbulenzen, der Reinigung und auch der Ablösung von überholten Systemen. Die Schwingung der Erdenergie wurde bereits kontinuierlich angehoben. Unstimmiges in den Menschen und in der Gesellschaft kann so immer weniger verborgen und auf Wartestellung zurückgehalten bleiben. Die schlafenden Konflikte offenbaren sich, um aufgelöst zu werden. Die Menschen werden bewusster. Die Völker vermischen sich und wachsen zunehmend zusammen. Mancher schlafende Konflikt wurde wohl bereits von unseren Vorfahren verursacht, anderes verursachen wir selber mit unserem selbstgefälligen Herabsehen auf Fremdes und mit nahezu dogmatischem Ausgrenzen und Erschaffen von Gräben.

Oder wir machen es schlimmer mit unseren Ängsten und Phantasien, bis hin zum Verfolgungswahn, wo ja doch letztlich nur das liebevolle Annehmen und Aufnehmen in uns helfen kann. Wer uns vereinnahmen wollte, kann dies ja nur bei Gelegenheiten tun, die wir ihm lassen. Ich meine, das kriegerische Denken war immer vorhanden. Es wurde gesät wo Menschen sich über andere erhoben, sich materiell bereicherten, ein Anderssein nicht akzeptieren wollten, schlicht gesagt, wo Liebe fehlte. So erleben wir Jahre, in denen wir uns selber und unsere Systeme transformieren und solche Ursachen zunehmend vermeiden, allein aufgrund der zunehmenden Bewusstheit. Diese Phase soll nun anhalten bis in den Anfang der 20er hinein. Und bis zum Anfang der 30er sollen dann auch die Menschen, die dieser Transformation nicht folgen, den Erdball verlassen haben, sodass die verbleibenden in der neuen Zeit ankommen und den Übergang durchlebt haben werden.

Wenden wir uns also den Menschen zu und öffnen wir uns mit dem Herzen. Ich bin sicher, dass die Angst abnimmt mit jedem Fremden, dem wir unser Herz öffnen. Meine persönliche Arbeitswelt ist zum Beispiel bereits multi-kulturell. Arbeitsbesprechungen finden per Telefonkonferenz in englischer Sprache statt und Menschen aus Indien und Afrika sitzen neben mir. Wie verwöhnt sind wir denn nun als Europäer? Und woran halten wir so ängstlich fest? Was haben wir zu verlieren? 60 Millionen Menschen könnten sich auf den Weg zu uns machen, nach Europa, im Verlauf der nächsten Jahre, vielleicht bis Mitte der 20er Jahre. Das bedeutet einen Anteil von etwa 10% der Bevölkerung. Die Zuwanderer werden sich bald gegenseitig helfen können bei der Integration. Und sie werden arbeiten und ihren Beitrag leisten. Allein die Gräben und Ängste sprechen gegen ein Gelingen. Doch sie werden verebben. Die Schwingung der Erde wird sich noch deutlicher auswirken.

Und was hat es nun wirklich auf sich, mit der Angst vor einer „Islamisierung“? Es ist uns wohl oft lieber, die Gewaltbeispiele unter dem Deckmantel dieser Religion kämen uns nicht zu nahe, verblieben besser dort, wo sie herkommen. So gestalten wir das doch auch mit den Konflikten in uns. Was wir nicht bewältigen oder nicht haben wollen, verschieben wir in das Unbewusste. Nun wissen wir es doch aber eigentlich, was wir da tun. Das Unkraut gedeiht im Verborgenen. Und wenn es hervorbricht, ist die Krankheit oft gar heftig. Alles, weil uns das zu unbequem ist, es auszuhalten, solange es sich noch moderat zeigt. Was nicht heißen soll, dass wir einen Virus nicht ausmerzen und auch nicht dass wir nicht authentisch bleiben sollten.

Doch nun, da eine Krankheit hervorbricht, wenden wir uns ihr zu, um sie zu heilen. Sicher werden auch die Moslems ihren Beitrag leisten. Sie werden sich deutlicher gegen Gewalt wenden in ihren Reihen, besonders mit zunehmender Unterstützung und Europäisierung. Und sie werden auch manches im Koran klarstellen und im Licht unserer Zeit relativieren. Und unsere Berührungsängste mit dieser Religion? Ich finde, es geht im Grunde um Spiritualität, dem zunehmenden Gewahr Werden und Erspüren des Göttlichen, das über alles Vernunftdenken hinaus geht, das nicht in Worte zu fassen ist. Eine Religion kann uns hier dienen. Sie ist nicht Selbstzweck. Und so haben die Religionen doch Gemeinsamkeiten, die auch gemeinsam gelebt werden können.

LG, Richard
26 Nov 2015 22:48 #20651 von Martl
Danke Richard,

dieses mal kann ich Dir nur zu hundert Prozent zustimmen.

Ich weiß zwar nicht, ob ich mich bis Anfang der 30er Jahre schon völlig transformiert haben werde - ein paar Prozent von mir hegen auch Gewaltfantasien - , aber vielleicht machen die sich ja doch noch vom Acker :P

Ich hatte mal sowas wie eine Vision, da tanzte ich mit Menschen verschiedenster Herkunft, und wir alle waren überglücklich, lagen uns in den Armen und lachten Tränen darüber, wie dumm wir uns doch die letzten Jahrtausende angestellt haben.

Das war einfach mal so da, wie aus heiterem Himmel. Und ich glaube, dass wir in solchen Momenten ein wenig in die Zukunft blicken dürfen.

Alles Liebe,

Martl