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Sterben, Tot und Geister.......

09 Nov 2008 12:46 #3221 von Farbenfee
Hallo liebe Julia,

ich kann Deine Situation sehr gut nachfühlen und habe es selbst auch schon erlebt.

Dieses Frühjahr ist mein Opa gestorben. Wir haben gewußt, dass es früher oder später so weit sein würde und er sich verabschieden wird.
Und als es soweit war, war es dennoch ein Schock für mich, da es das erste Mal in meiner nächsten Umgebung war.
Ich konnte die ersten Tage nicht damit umgehen (Gefühlschaos) und fing an mit ihm zu reden und bat ihn, nicht so weit weg zu gehen, da ich noch nicht so weit war, mich völlig von ihm zu verabschieden. Es hat mir sehr geholfen.
Bei der Trauerfeier und der Aussegung war ich völlig am Ende, doch es war ein Teil des Abschied nehmens.
Eine Woche später fand die Urnenbeisetzung statt und meine Ängste und tiefe Trauer waren plötzlich verflogen.
Es war ein sonniger Tag, die Vögel zwitscherten und ich freute mich, an so einem herrlichen Tag meinen Opa endgültig zu verabschieden.

An dieser Stelle möchte ich Martin-Heinz für den Vorschlag eines Verabschiedungsrituals meine Anerkennung zeigen.
Toll, dass Du für so was bereit bist!
Für Dich liebe Julia: wenn es sich für Dich gut anfühlt und Du glaubst, dass es an der Zeit ist, würde ich Martin-Heinz Angebot annehmen.
Ich selbst habe es in ähnlichen Situationen mit einer helfenden Hand an meiner Seite durch geführt. Es ist ein wunderbares Gefühl und ich fühlte mich sehr befreit.

Mir hat in dieser Zeit das Buch "Über den Tod und das Leben danach" von Elisabeth Kübler-Ross sehr geholfen.
Es ist ein kleines und feines Buch, das sich auf eine sehr liebevolle Art und Weise mit dem Tod beschäftigt.
Ich denke, es hat viel dazu beigetragen, damit ich meinen Opa gehen lassen konnte.

Ich wünsche Dir, Deinem Freund und dessen Familie viel Kraft, um mit der Situation umzugehen und wünsche Euch alles Gute!

Liebe Grüße

Farbenfee
09 Nov 2008 14:17 #3223 von Martin
Liebe Farbenfee,

ja, ich durfte es selbst bei meinem Großvater erleben (ein Pfarrer), der im Alter von 98 Jahren gestorben ist.
Es ging ihm gesundheitlich sehr schlecht, und am Tag vor seinem Tod wurde ich benachrichtigt, dass er sich verabschieden wolle. Ich fuhr hin und traf ihn in einem erbärmlichen Zustand: Er betete gemeinsam das Vater Unser und dann schrie er förmlich zu Gott, endlich sterben zu dürfen. Aber er konnte nicht gehen.

Am nächsten Tag hatte ich das ganz dringende Gefühl, zu ihm fahren zu müssen. Ich nahm meine Frau und meine Tochter (damals gerade 2 1/2 Jahre alt) mit. Meine Tochter war seine über alles geliebte Urenkelin, und beide spürten eine tiefe Liebe füreinander.
Mein Großvater war kaum bei Bewusstsein und hatte erheblich viel Wasser in der Lunge. Annika, meine Tochter gab ihm die Hand, um sich zu verabschieden, und er drückte sie ganz zart. Er hatte es bewusst mitbekommen und freute sich. Für Annika selbst war dies ein ganz natürlicher Vorgang, den sie voller innerer Ruhe und Gelassenheit erlebte. Sie wusste, dass ihr Urgroßvater nun zu Gott geht, und dass es ihm dort gut gehen wird. Sie wusste auch (und weiss es auch heute), dass ihr Urgroßvater nicht weg ist, sondern dass er immer da ist.

Dann stellten wir eine Duftlampe mit Rosenöl auf und ich betupfte die Schläfen meines Großvaters mit dem Öl - eine Hilfe, die es Sterbenden erleichtert, den Körper loslassen zu können.
Ich verabschiedete mich von meinem Großvater, dankte ihm für alles und wünschte ihm eine gute Reise zu Gott. Ich spürte seine Dankbarkeit und innere Ruhe.
Dann gingen wir. Wir fuhren noch mit unserem Hund in den Wald und machten einen 30-minütigen Spaziergang. Als wir beim Auto ankamen, spürten wir alle plötzlich ganz deutlich meinen Großvater neben uns, seine unendliche Liebe und auch seine Dankbarkeit und Freude. Wir wussten, dass er den Übergang in das Licht geschafft hatte, dass er jetzt glücklich und frei war.
Wir fuhren glücklich nach Hause.

Später erfuhren wir, dass dies genau der Zeitpunkt seines Todes gewesen war.

In der Zeit danach - bis heute - kommt die Seele meines Großvaters uns kurz besuchen, wenn er spürt, dass es uns gerade nicht gut geht. Er lässt uns dann ganz intensiv seine Anwesendheit und seine Liebe spüren und teilt uns mit "Es ist für Euch gesorgt. Habt keine Angst und vertraut. Gott liebt und beschützt Euch!". Dann geht er wieder.
Auch gerade jetzt, wo ich dies schreibe, spüre ich intensiv seine Liebe.

Noch vor seinem Tod schrieb er eine wundervolle Ansprache, die der Pfarrer zu seiner Beerdigung verlesen sollte. Das Thema war nicht der Tod, sondern die Auferstehung! Wir haben das ewige Leben, der Tod ist eine Illusion! Alles Bewusstsein bleibt erhalten, ist immer und überall da.

In diesem Sinne wünsche ich allen, die sich von einem geliebten Menschen verabschieden müssen viel Trost.

Alles Liebe

Martin
10 Nov 2008 08:45 - 10 Nov 2008 18:00 #3232 von hope
Hallo Zusammen,

auch ich habe mir unvergessliche Erlebnisse, die mich noch heute berühren, mir aber auch sehr viel gegeben haben. Ich möchte sie euch gerne erzählen, vielleicht können sie ein Beitrag sein, mit den Erfahrungen umzugehen...

Mit 15 wurde meine beste Freundin durch einen Autounfall getötet. Das war wir ein schrecklich böser Traum und ich hatte das Gefühl, dass sich das gesamte Leben in Nichts auflöste. Alles schien plötzlich surreal, bedeutungslos.
Als ich mich mit meinen Eltern am Tag nach ihrem Tod auf den Weg zu einem Kondulenzbesuch bei ihren Eltern machte, saß eine Krähe auf dem Treppengeländer unseres Hauses - als hätte sie auf uns gewartet. Und sie begleitete und ganz nah, teils hüpfend, teils fliegend bis wir beim Elternhaus meiner Freundin angekommen waren. Dann flog sie weg.
Ich bin mir sicher, dass das kein Zufall war. Ich habe so etwas nie vorher und nie wieder erlebt. Es war mächtig unheimlich, gleichzeitig auch tröstend - warum, weiß ich bis heute nicht.
Ca. 3 Wochen später - ich kam über die Ereignisse einfach nicht hinweg, erschien sie mir in einem Traum. Sie sprach mit mir, teilte mit mit, dass ich aufhören könne zu trauern, weil es ihr wirklich gut ginge und forderte mich auf zu leben....
Für mich war es kein Traum, aber ihr könnt euch vorstellen, dass ich sehr schnell aufhörte, dieses Erlebnis zu erzählen, weil ich spüren konnte, dass mich alle für durchgeknallt hielten. In meinem Herzen habe ich diesen Kontakt dennoch bewahrt.

Es sind noch einige Menschen in meinem Umfeld gestorben und ich muss sagen, dass mich das nie wieder mit der Verzweiflung erfüllt hat, wie das damals der Fall war. V.a. das Mitgefühl für die Trauer der Hinterbliebenen rührt mein Herz, auch vermisse ich den einen oder anderen - aber für die Peronen selbst, konnte ich mich auf gewisse Weise sogar freuen.

Vor wenigen Jahren passierte das: ich wachte nachts auf mit den Gedanken an meine Oma, mit der ich sehr verbunden war. Mich überkam eine unglaubliche Trauer und ich weinte...
Ich wußte wohl, dass es ihr nicht sonderlich gut ging, der Tod nicht in allzu weiter Ferne lag, aber ich konnte meine starken Emotionen zunächst gar nicht einordnen...
Dann kam mir der Gedanke, dass sie mich ruft.
Ich fuhr am nächsten Tag zu ihr hin. Sie lag in ihrem Bett, war scheinbar nicht mehr bei Bewußtsein, sah nicht mehr aus, wie die Frau, die ich kannte.... ich hatte das erwartet - und auch nicht.
Ich nahm ihre Hand und dankte ihr - für all das, was sie mir gegeben hat und sagte ihr, dass sie gehen kann.
Ich war nicht lange dort - es war gesagt, was zu sagen war. Wenige Stunden später ist sie gestorben.
Trauer empfand ich gar keine. Nun, auch keine Freude - es war einfach `in Ordnung`
Schlecht habe ich mich dann aber dennoch hie und da gefühlt, mir Vorwürfe gemacht, weil ich dachte, dass es vielleicht sehr unschön von mir war, dass ich nicht bei ihr geblieben bin, bis ihr Herz aufgehört hat zu schlagen.
Aber in diesem Moment fühlte es sich richtig an, wie ich gehandelt habe - es war, als hätte sie das vorgegeben.
Ich glaube von ganzem Herzen, dass sie mich in dieser Nacht gerufen hat und ich glaube von ganzem Herzen, dass es wichtig für sie war ( und auch für mich), dass wir uns verabschieden konnten und v.a - dass ich ihr dankte.

Alles Liebe

Sylvie
10 Nov 2008 12:43 #3237 von Sonnenstrahl
Liebe Juls85,

ich finde es sehr schön,das man auch darüber frei und offen reden kann.Auch ich habe sehr viele geliebte Menschen verloren,die ich über alles geliebt habe.Es gibt Dinge im Leben,die sehr schwer zu verstehen sind.Einen lieben Menschen gehen lassen,ist sehr schwer,weil durch ihm/ihr das Leben noch lebenswerter war und es einem Glücklich gemacht hat,jedes Lächeln,jedes gesprochendes liebes Wort,jedes Streicheln,das soll aufeinmal alles nicht mehr sein"Hmmmm,ich konnte es auch nicht verstehen,ich habe 17 Jahre,damit zu kämpfen gehabt,ich wollte einfach nicht loslassen,weil ich sie so sehr geliebt habe,ich konnte es nicht verstehen,das mir das liebste genommen wird............einfach so.Ich möchte dir einbißchen davon erzählen,von meinen Erlebnisen und Erfahrungen,die ich dadurch gemacht habe.Ich habe als junge Frau,früh meinen über alles geliebten Mann verloren,mein Kind war erst zweieinhalb Jahre alt.Ich habe meine überalles große Liebe verloren,für mich war/ist mein Mann ein Engel,er war so lieb,konnte keinem was zu leide tun,ich konnte es nicht verstehen,mein Kind hatte aufeinmal kein Papa mehr,:( es war eine sehr schwere Zeit für mich.Dann vergingen ein paar Jahre,und dann starb meine Mutter sowie mein Vater,usw...........ich konnte es nicht fassen.......ich fragte nach dem Warum........ich hatte aufeinmal keine Tränen mehr,ich war total erschrocken darüber,ich habe soviel Geweint das mein Körber mein Ich meine Seele mir meine Tränen nahmen,ich habe zwar den Gesichtsausdruck gehabt eines Weinenden Menschen,aber ohne Tränen.........................................Hmmmmmmmm,ich habe sie verloren"einfach so.............Dann fing ich an ,an mir zu Arbeiten,ich sah meinem Kind in die Augen ,kniete mich nieder und streichelte es lieb,mein Kind öffnete seine Arme und sagte zu mir,Mama,ich hab dich ganz ganz doll lieb,und gab mir ein Küßchen auf meine Augen,ich bemerkte,das mein Kind mir mit seinen Blicken zeigen wollte,das es meine Tränen suchte,aber nicht fand,mein Kind hatte Tränen in den Augen,nahm seine kleine Hand und wischte sich seine eigenen Tränen aus dem Gesicht,und dann berührte mein Kind mich mit seine Hand,die die Tänen aufingen,mein Kind sagte,hier Mama bitteschön,die schenk ich dir.Ich fühlte wieder einbißchen Leben in mir,und begann,an mir zu Arbeiten,ich setzte mich mit meiner Trauer auseinander,und begann,mich nocheinmal von jedem zu verabschieden,als wenn es gerade gestern geschehen währe.Ich bedankte mich bei jeden meiner Lieben,das sie mir das Geschenk gemacht haben,das sie mich ein Stück meines Lebens begleitet haben.Dann sagte ich mit einem kleinen Lächel,ich lasse euch jetzt gehen,habt vielen Dank für alles,ich Liebe euch......Jaaaaaaaaa,ich Liebe euch......................ich ließ sie in Liebe gehen.Meine Seele,mein Ich,gab mir meine verlorenen Tränen wieder zurück,und jetzt habe ich es verstanden.Ich habe sie frei gehen lassen mit Liebe und habe als Geschenk,die wunderbare Erinnerung an ihnen,meine überalles geliebten Wegbegleiter.

Ja,liebe Juls85,das waren meine Erfahrungen.

Ich wünsche dir viel Kraft und Liebe auf deinem Weg,und das du nie dein liebes Lächeln verlierst,alles gute für Dich,sei ganz lieb von mir gegrüßt.


Licht und Liebe an alle
euer Sonnenstrahl Angelika
10 Nov 2008 20:14 #3240 von Juls85
Vielen Dank schon mal für eure lieben Beiträge, die haben mir schon ganz shcön weiter geholfen.
Ich arbeite in einem Pflegeheim und habe daher schon sehr viel Erfahrung mit dem Thema Stwerben gemacht. Oftmals wachsen mir auch im Job die Menschen so sehr ans Herz, dass es schwerfällt sie gehen zu lassen.
Aber wenn man den sterbenden Menschen ehrlich sagt dass sie gehen dürfen und es in Ordnung ist, dann geht es meistens ganz schnell.
Den Vater meines Freundes habe ich immer noch ab und zu gespürt aber ich nehme immer mehr wahr dass er nicht mehr da ist. Als ich noch vor ein paar Tagen an ihn dachte habe ich ihn immer gesund und lebendig vor mir gesehen. Jetzt kommt langsam das Bild des Abschiedes dazu, ich denke das ich ein gutes Zeichen.
Gestern habe ich im Auto die Anwesenheit einer Frau gespürt und kurz ein verschwommenes Bild im Rückspiegel gesehen, mir hat das im ersten Moment Angst gemacht. Dann habe ich der mir unbekannten laut gesagt dass es mir Angst macht. In dem Moment ist mir klar geworden dass ja überall Wesen und Engel um uns sind, manchmal nehmen wir sie wahr, manchmal nicht. Aber was sicher ist... sie wollen uns nie etwas böses. NMir ist klar geworden dass es etwas besonderes und schönes ist diese Wesen wahrzunehmen, sie haben immer eine Botschaft für uns.
Momentan befasse ich mich intensiv mit Themen wie Aura, Engel, Reiki usw. vielleicht reagiere ich deshalb momentan so sensibel auf gewisse Zeichen.

Viele Liebe Grüsse an euch alle.
Eure Julia
11 Nov 2008 09:48 #3246 von Martin
Liebe Julia,

ich glaube, Du hast die besondere Gabe, diese Wesenheiten und Engel wahrzunehmen. Ich sehe das als Zeichen für die Aufgaben und Fähigkeiten, die noch auf Dich zukommen. Dies ist ein ganz besonderes Geschenk an Dich! Sei einfach offen auf das, was kommt und habe keine Angst, denn es gibt nichts, außer GOTT.

Sei herzlich gegrüsst

Martin