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Was mir sinnlos erscheint!?

26 Feb 2011 13:44 - 26 Feb 2011 13:56 #12272 von Miakoda
Lieber Manfred, erstmal schön wieder das von Dir zulesen.
Vielleicht lenkst Du deine Aufmerksamkeit gerade auf das alles hat seinen Preis und kostet was, oder alles was nichts kostet taucht auch nichts. Ich denke das Du es jetzt nicht gerade bewusst tust aber das da das Unterbewusste Dir da dazwischen krätscht. Hatte als ich noch besser Verdiente auch so ähnlich gedacht und es war schwer das zu durch brechen. Álles was ich brauchte war teuer wenn ich hilfe brauchte ja musste ich löhnen, irgendwie kenne ich das Spiel. Aber dann kamen Menschen auf mich zu die mir zeigten schau mal dahin und dort da gibt es es auch und garnicht so teuer oder um sonst.
Wie lange habe ich rumgejammert ich möchte ein Bildbearbeitungsprogram aber Fotoshop ist mir einfach zu teuer und das andere taugt nichts. Ja und dann kam jemand und der holte mir GIMP und das war umsonst mit dem Program kann man alles machen ist fast so stark wie Fotoshop, das selbe ging mir mit einem Schreibprogram jetzt habe ich OpenOffice und das kostenlos.
In meinem Bad habe ich ein ganz altes Fenster (ich brauch es garnicht mehr zu öffen frische Luft ist auch so immer drin) da kam mein Personalchef auf mich zu und sagt zu mir wenn ich ein passentes Fenster gefunden habe macht er es mir rein umsonst! Ich fragte ihn warum er mir das anbietet jetzt und mit schon früher, da hat er mir gesagt,"früher hättest Du es nicht angenommen doch jetzt hast Du es gesagt das Du da hilfe brauchst!" Ich muß da auch umdenken.

Lieben Gruß Miakoda
27 Feb 2011 08:58 - 27 Feb 2011 09:00 #12276 von Manni
Hmm Mia,

wenn ich sage, dass ich Hilfe brauche, bekomme ich sie auch meist. Dann ist dieser Punkt oftmals auch erledigt, doch das was mich dazu bewegt nach Hilfe zu fragen ja eben nicht.

Als Geschäftsmann darf ich all diese kostenlosen Angebote beruflich auch nicht nutzen. Also bitte ich jemanden es für mich zu tun, der über so ein Programm verfügt. Oder wir tauschen eben gegenseitig unsere Hilfsmittel aus. So borge ich einem Kollegen oftmals mein Feuchtemessgerät und er hilft mir dafür bei der CAD-Anwendung wenn ich mal Hilfe benötige. Das ist ja auch durchaus sinnvoll.

...

Sicher würde mir der Sinn einer Sache schon aufgehen, wenn ich sie einfach nicht mehr tun würde. Aber das geht nicht immer so einfach, denn wenn ich eine Rechnung nicht bezahle, deren Leistung ich nicht anerkannt habe, dann muss ich spätestens dem Richter erklären wieso und warum. Da kann ich dann auch nicht einfach der Verhandlung fern bleiben, weil sie mir sinnlos erscheint. Irgendwann würden sie mich schon abholen kommen etc.

Gerechtigkeit zu erlangen ist für mich etwas sinnvolles nur sie zu erreichen erscheint mir oft völlig sinnlos. Entweder sie siegt oder nicht. Und ich muss mich damit abfinden, ganz egal was passiert, denn das entscheiden andere und nicht ich. Nur wie ich damit umgehe, liegt noch in meiner Hand. Meist nehme ich es gelassen hin aber auch das hat seine Grenzen, denn ich muss meinen Verpflichtungen ja auch nachkommen und kann sie nicht einfach links liegen lassen.

Klar ich könnte aus dieser Gesellschaft einfach aussteigen, doch dann müsste ich auf viele immer noch ganz angenehme Dinge verzichten. Insofern macht es schon Sinn weiter zu kämpfen und entsprechende Energie aufzubringen. Nur wenn man dies tut und nichts damit erreicht, wird es wieder sinnlos. Insofern ist es wohl auch eine Gratwanderung zu erkennen, wann etwas Sinn macht und wann nicht. Um Gerechtigkeit zu kämpfen macht offenbar wenig Sinn, denn ich kann sie mir nicht erstreiten. Aber mein Geld könnte ich schon bekommen, nur muss ich dazu weiteres investieren. Hier stellt sich somit die Frage, ob sich dieser Aufwand wirklich lohnt. Geht es um kleine Beträge, sind sie verloren und ich könnte in dieser zeit sicher neues Geld verdienen. Aber genau das wird schamlos ausgenutzt und das wurmt mich eben. Das kann doch nicht sein! Und doch ist es so. Muss ich wohl akzeptieren und als gegeben annehmen. Ich bin insofern gut genug, um ausgenutzt zu werden.

Eine tolle Erkenntnis ;)
Manfred
27 Feb 2011 12:12 #12280 von Miakoda
Lieber Manfred, gerade in diesem Punkt ist es schwer einen Rat zugeben, weil bei Dir bestimmt um höher Beträge geht als bei mir! Aber wenn ich was mache ohne den vorher bestimmten Lohn zubekommen, dann frage ich einmal oder auch zweimal nach, so kann er nicht später ich hätte ihn nichts gesagt. Wenn dann nichts kommt entlasse ich ihn in Frieden, löse mich von ihm, so nach dem Moto " ich schenke es dir, ich habe es gerne gemacht! Auch wenn ich das versprochene nicht vo dir bekommen habe, die Quelle wird mir meinen Lohn auf einer anderen Weise geben! nichts ist um sonst getan, auch wenn man es nicht gleich bekommt!" Gesundheit z. B. ist mit nichts zu bezahlen!

Lieben Gruß Miakoda
27 Feb 2011 14:12 #12283 von sunshine
Sali Manfred,

Beim Durchlesen Deiner Berichte, stellt sich mir die Frage, ob Du nicht "Vorauskasse" machen kannst? Wenigsten für einen Teil?
Ich nehme an, dass Du auch Offerten machend musst und da wäre dies vielleicht möglich.

es liebs grüessli
julia
27 Feb 2011 19:42 - 27 Feb 2011 19:51 #12292 von Manni
Ja Julia,

eine Vorauskasse könnte dieses Problem etwas abmildern. Doch unsere Honorarordnung lässt diese Option einfach nicht zu, da sie sich auf das Werkvertragsrecht stützt. Es geht da sogar soweit, dass wir die letzte Rate erst nach Ablauf der Gwährleistungsfrist bekommen und die beträgt in der Regel 5 Jahre nach dem BGB. Also müssen wir, um dies zu umgehen, unsere Verträge schon splitten und eine solche Leistung zusätzlich vereinbaren, was dazu führt, dass viele Kunden deshalb schon wieder abspringen, denn wer will schon gerne jemanden beauftragen, der von vornherein keine Gewähr übernehmen möchte.

Dann kommt noch hinzu, dass im Bauträgergeschäft meist für das jeweilige Bauvorhaben extra Firmen gegründet werden, über die dieses Projekt dann abgewickelt werden soll. Das bedeutet natürlich auch, dass es mit Ablauf des Projektes diese Firme nicht mehr geben wird und somit ist der jeweilige Vertragspartner, gegen den man dann noch Ansprüche geltend machen könnte eben nicht mehr da ist.

Wie gerne wird man unter solchen Umständen noch einen Werkvertrag schließen wollen? Es macht keinen Sinn! Man müsste also einen Weg finden schon vorher sein ganzes Honorar aus diesem Vertrag rauszuziehen, bevor der Laden dicht macht. Den Letzten beißen dann die Hunde und ich bin immer einer von ihnen, weil ich erst alles bis zum Schluss zu betreuen habe und erst dann meine Ansprüche stellen darf.

Liebe Grüße
Manfred

PS. Selbst eine Bankbürgschaft konnte mir nicht weiter helfen, weil der Schuldner, mit der Auflösung seines Unternehmens natürlich auch solche Schuldscheine an Dritte abtritt. Da gehen dann z. B. Personalkosten vor und die fließen nicht selten auf Umwegen in seine Tasche zurück. Das ganze System ist so ausgeklügelt, dass Du als ehrliche Haut schon verloren hast, wenn Du an den Start gehst. Keine Chance!
28 Feb 2011 12:31 #12296 von Silvie
Hallo Manfred,

bei deinen Zeilen kommt mir spontan in den Sinn, dass es bei dir in vielem darum geht, ist es sinnvoll oder sinnlos und wie siehst du deinen Wert/ den Wert deiner Arbeit?

Hinterfrage deine Überzeugung, die in dir ist.

Grüßle
Silvia