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"Wolfs-/Giraffensprache "

08 Aug 2011 20:15 - 08 Aug 2011 20:55 #15139 von nevercover
Die Wolfssprache
Rosenberg nennt euren „normalen“ sozialen Umgangston „Wolfssprache“. Sie ist gekennzeichnet durch:
- Analyse: „Wenn du das beachtet hättest....“
- Kritik: „so ist das falsch, das macht man so...“
- Interpretationen : „ du machst das, weil....“
- Wertungen: „du bist klug, faul, richtig, falsch...“
- Strafandrohungen: „ wenn du nicht sofort, dann...“
- Regeln und Normen
- Sich im Recht fühlen

Die Wolfsprache...
...benutzt also häufig Verallgemeinerungen wie „Immer, nie, alle“
...richtet ihre Aufmerksamkeit vorwiegend auf Fehler
...verwendet Diagnosen und Urteile als Tatsachen: „Du bist aggressiv..., du bist faul..., du bist unmöglich.“
...hält Urteile und Diagnose für Beschreibungen von Gefühlen, z.B. „Ich fühle mich von dir ausgenutzt!“
...benutzt Gefühle, um andere Menschen durch Schuldgefühle zu kontrollieren und zu manipulieren
...versteckt Gefühle und Bedürfnisse hinter Entschuldigungen und Rechtfertigungen
...glaubt, dass andere Menschen die Ursache der Gefühle sind: „Ich fühle mich..., weil DU..“
...glaubt, dass man für die Gefühle der anderen verantwortlich ist: „Du fühlst dich..., weil ich...“
...die eigenen Bedürfnisse sind schlecht. „Kinder, die was wollen, kriegen was auf die Bollen!“
...sich durchsetzen und manipulieren sind Strategien, um die eigenen Bedürfnisse zu erfüllen
...drückt Bedürfnisse unklar und verschwommen aus, weiß oft nicht, was man genau will,
aber erwartet vom anderen: „Mach mich glücklich und lese mir die Wünsche von den Augen ab!“
...benutzt eine Sprache, die anderen keine Wahlmöglichkeiten lässt: „Du hast zu..., Du solltest..., Du musst...“
...sagt meist, was man nicht will
...Sprache der Forderungen: „Bitte tu das und wenn du es nicht tust, dann sorge ich dafür, dass du es bereust“
...fordert von anderen, dass sie bestimmte Gefühle haben sollen
...wenn jemand etwas tut, was man nicht mag, dann beurteilt und diagnostiziert man, was mit dem anderen nicht stimmt
...hört die Bitten von anderen als Forderungen, Zwang und Verpflichtung
...denkt, dass Verständnis für andere Menschen bedeutet, die eigenen Bedürfnisse aufzugeben
...hört in allem, was gesagt wird, Urteile, Ablehnung und Kritik
..lebt in einer Welt der Konkurrenz und des Mangels: „Ich muss kämpfen, um meine Ziele zu erreichen!“

Resultat der Wolfssprache ist in der Regel, dass der andere sich schlecht fühlt, sich wehrt
oder ausweicht. In jedem Fall provoziert die Wolfssprache gegenseitige Aggressionen.

Die Giraffensprache
Ist die Sprache des Herzens.
Kennzeichen:
- auf Gefühle achten
- Versuch, die Bedürfnisse des anderen herauszufinden
- Trennung von Beobachtung und Bewertung
- Bitten statt Fordern
- Übersetzung von Angriffen , Vorwürfen, Beleidigungen und Forderungen in Gefühle und Bedürfnisse

Die Giraffensprache...
...richtet ihre Aufmerksamkeit auf die eigenen und fremden Bedürfnisse im Moment und versucht eine
gemeinsame Lösung zu finden, wo möglichst alle Bedürfnisse erfüllt werden.
...benutzt eine Sprache, die es ermöglicht klar auszudrücken, was im Herzen vorgeht
...spricht in Werturteilen, was einen wichtig ist (Ich-Botschaften)
...richtet ihre Aufmerksamkeit vorwiegend auf das, was gut ist
...beschreibt, was man wahrnimmt, ohne zu bewerten, trennt Wahrnehmungen von Interpretationen
...trennt die Beschreibung des Verhaltens von den Gefühlen
...offenbart Gefühle, um anderen Menschen Gelegenheit zu geben, sie zu verstehen
und mit Mitgefühl zu reagieren
...Gefühle und Bedürfnisse werden mitgeteilt und offen gelegt
...Glauben, dass jeder für seine Gefühle selbst verantwortlich ist: „Du fühlst dich..., weil du brauchst...“
...Meine Bedürfnisse sind die Ursache meiner Gefühle: „Ich fühle mich..., weil ICH ...“
...die eigenen Bedürfnisse sind göttlich, ein Geschenk für mein Gegenüber
...drückt Bedürfnisse in klaren, jetzt machbaren Bitten aus, die positiv formuliert sind und
konkret machbares Verhalten beschreiben
...sagt genau, was man will und stellt klar, dass dies eine Bitte ist oder ein Wunsch.
Dabei lässt sie dem anderen die Verantwortung für seine Entscheidung
...sagt, was man will (positive. Handlungssprache)
...Sprache der Bitten: „Bitte tu das, aber nur, wenn du es mit Freude tun kannst,
ohne Angst vor Bestrafung oder Schuld- und Schamgefühlen.“
...Bittet andere um etwas, was sie tun können (konkretes Verhalten)
...Wenn jemand etwas tut, was man nicht mag, dann teilt man seine Gefühle, Bedürfnisse und Bitten mit
...hört auch Forderungen als Bitten
...hört die Gefühle, Bedürfnisse und Bitten anderer Menschen, unabhängig davon, was gesagt wird
...redet wenig, hört zu, stellt Fragen, um besser die Gefühle/ Bedürfnisse zu verstehen: Fühlst du..? Brauchst du...?
...lebt in einer Welt der Kooperation und des Überflusses: „Ich bin innerlich reich und es ist genug für alle da!“

Nun übersetzen wir die verbalen „Wolfsattacken“ in die „Giraffensprache“ und nehmen
auf diese Weise den Gesprächen die Spitze und die implizite Aggression:

1. Schritt: die Situation möglichst objektiv erkennen und wiedergeben
2. Schritt: Gefühle artikulieren
3. Schritt: erkennen, welche Bedürfnisse dahinter stecken
4. Schritt: Formulierungen von Wünschen und Bitten In der Kommunikationspraxis

Beispiel:
Wolf:
„Du warst heute schon wieder zu faul, den Müll rauszubringen (Bewertung).
Ständig muss ich darauf achten, dass hier alles läuft – du kümmerst dich um nichts (Kritik).
Du machst das nur, um mich zu ärgern (Interpretation).
Wenn sich das in Zukunft nicht ändert, dann werde ich für dich auch nicht mehr .....“(Strafandrohung).

Giraffe (Übersetzung):
„Du hast den Müll nicht rausgebracht. (Objektiver Sachverhalt – Situation)
Ich bin verärgert und habe das Gefühl, für alle Aufgaben im Haus allein verantwortlich zu sein. (Gefühle)
Gerne möchte ich im Haushalt entlastet werden (Bedürfnisse)
und wünsche mir deshalb allgemein mehr Entgegenkommen und Mitwirkung von deiner Seite (Wünsche)

Es empfiehlt sich, mit „Giraffenohren“ herauszuhören, welche Gefühle, Bedürfnisse und
Wünsche angesprochen werden und entsprechend darauf zu reagieren.

1. Wiederholen des Gesagten mit eigenen Worten
2. Gefühle ansprechen („Ich habe den Eindruck, du fühlst dich.....)
3. Bedürfnisse erkennen und ansprechen („Wenn ich dich richtig verstehe, hast du das Bedürfnis nach...)
4. Wünsche und Bitten formulieren („Möchtest du in Zukunft, dass....?)

Ziele der Gewaltfreien Kommunikation:
- befriedigende Beziehungen aufbauen und erhalten
- unsere Bedürfnisse befriedigen, ohne anderen (verbale) Gewalt anzutun
- schmerzliche Kommunikation verändern
- Konflikte positiv wandeln

Wenn wir lernen, eher “giraffisch” zu kommunizieren, haben wir viele Vorteile:
- Verbessertes Verständnis auf beiden Seiten
- Transparenz von Absichten und Motivation, so dass eine Abwehrreaktion oder Aggression unnötig wird
- Positive Bearbeitung von Konflikten



gefunden: www.dayalemoon.de/krafttiere/giraffe.htm
Ich hab das Buch von Rosenberg selber gelesen. Ich kann es nur empfehlen.

Alles Liebe
Tristan
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