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Ein "Geschäft" machen ! ?

14 Okt 2012 14:26 #18535 von Nirvana
Liebe Freunde,

ich bin der Meinung, Geschäfte sind immer dann "schlecht gemacht", wenn ich mehr "herausholen" möchte, als ich selbst wirklich ge- und verbrauchen kann!

Liebe Grüße
Dirk Nirvana
Folgende Benutzer bedankten sich: Schelm
15 Okt 2012 06:36 #18536 von Manni
Was den Verkauf von Büchern angeht, dazu kann ich nicht viel sagen, denn ich verkaufe selbst keine. Daher nur soviel, wie es bei mir ankommt, von dem was ich darüber so erfahre.

Der Autor muss zunächst einmal einen Verleger von seinem Werk überzeugen, damit dieser es dann auch produziert. Doch Verlage haben offenbar auch eigene Interessen und Vorstellungen davon, was deren Kunden so lesen möchten. Also wird an dem Werk schon mal gefeilt, bevor es gedruckt wird und der Autor muss aufpassen, dass das Ergebnis dann noch dem entspricht, was er damit sagen wollte. Er steht also vor der Entscheidung gewisse Veränderungen mitzugehen oder weiter zu suchen.

So kann ich mir auch nicht wirklich vorstellen, dass der Autor den Wert seines Buches allein bestimmt und festlegt. Er wird sich wieder mit dem Verleger einigen und darauf vertrauen müssen, dass dies ein gutes Geschäft wird. Insofern sehe ich weniger das Geschäft beim Autoren sondern schon mehr beim Verleger.

Dann unterliegen die fertigen Bücher auch nicht diesem Wettbewerb, so wie andere Produkte ihn kennen, denn es gibt eine Buchpreisbindung für neue Bücher. Sie kosten also überall gleich viel. Erst wenn sie schon älter sind, fällt das weg. Wieder hat der Autor keinen Einfluss darauf.

Ich finde diesen Vergleich also nicht sehr passend, was ein Geschäft in der freien Marktwirtschaft betrifft, denn das ist nicht frei, aus meiner Sicht.

Wir hatten früher einen Brennstoffhandel und da wurden die Preise auch vorgegeben. Doch schon bald kamen fliegende Händler ohne Geschäft und verkauften diese Ware direkt aus dem Wagon vom Lkw. Sie hatten weder eine geeichte Waage noch sonstige Zulassungen dies zu tun und taten es trotz dem, mit zunehmenden Erfolg, da sie schwer zu fassen waren. Das drückte dann die Preise und die seriösen Händler mussten sich anpassen, wenn sie nicht pleite gehen wollten. Zumindestens haben sie das geglaubt. Aber dennoch waren sie dem Untergang geweiht, weil sie einfach mehr Festkosten durch ihr Geschäft usw. hatten. Den Kunden war das egal, denn die wollten nur weniger bezahlen für die Brennstoffe. Also machten auch wir bald dicht, weil wir da nicht mithalten konnten und außerdem gab es immer mehr Wohnungen mit Zentralheizung, sodass zudem auch die Nachfrage immer weiter zurückgegangen ist. Das Geschäft, welches über 60 Jahre Bestand hatte und eine Familie ernähren konnte, war vorbei.

Es ist also auch die Frage wieviel Einfluss wir auf das jeweilige Geschäft wirklich haben und wie sich der Markt dazu entwickelt. Haben wir keinen Einfluss darauf, dann würde ich auch nicht von einem Geschäft sprechen.
16 Okt 2012 07:47 - 16 Okt 2012 08:50 #18539 von Samarpan
Ein spannendes Thema, sicher. Und dann wieder denke ich, wo bin ich hier gelandet? Worum geht es in diesem Forum? Um Geschäfte? In einem perfiden System zu überleben, ohne allzuviel Schaden anzurichten?

Ist das Universum* blöd?
(* Universum, Gott, das Leben, die Liebe...)
Einerseits wird angenommen, daß das Universum das alles schon vernünftig regeln wird. Andererseits glauben wir auch, das wir schon eingreifen müssen, wenn subjektiv etwas in Schieflage geraten ist. Warum? Kein Vertrauen? Angst, zu kurz zu kommen? Sich nicht über den Tisch ziehen lassen?
An den richtigen Seminare teilgenommen, viele Bücher gelesen, Arbeitsläden besucht... wochenlang 10 cm über dem Boden geschwebt und dann wieder hart aufgeschlagen. Einfach so, aus heiterem Himmel. Aus heiterem Himmel? Bestimmt nicht. Es sollte wohl so sein.

Warum versuchen, dieses (Wirtschafts-)System zu verstehen und sich einzufügen (...machen doch alle so)?
Warum nicht einfach vertrauen? Vielleicht bekommt man nicht immer das, was man sich erträumt. Aber immer das, was gerade notwendig und hilfreich ist. Und es ist sehr entspannend, nicht permanent darauf achten zu müssen, daß gerade ich nicht zu kurz komme.

Diese schöne Häuschen mit Steg an einen kleinen, einsamen Ort inmitten wunderbarer Natur bewohne ich immer noch nicht, obwohl ich schon der Meinung bin, daß es mir gut anstehen würde... aber objektiv betrachtet, lebe ich ein erfülltes Leben in einem der schönsten Landstriche Norddeutschlands. Und wenn es denn gut für mich ist, werde ich irgendwann auf diesem Steg sitzen, die Füße ins Wasser hängen und bei einem guten Glas Wein über Gott und die Welt nachdenken...
Nur eins ist ziemlich sicher: wenn ich für dieses Häuschen "kämpfen" würde, wäre es hinterher vielleicht etwas größer und mit viel unnützem SchickMicki, aber ich wäre (noch nicht) zufrieden, da schon hier und da noch etwas fehlen würde, die Alarmanlage noch nicht perfekt funktioniert, die Garage zu klein ist, dringend noch die neue Solaranlage finanziert werden muß und ich schon ewig nicht mehr einen langen Urlaub gemacht habe...

Die andere Seite...
Ein gutes Geschäft ist, wenn beide etwas davon haben. Beispielsweise das Hemd für 9,90. Ich freue mich über das günstige "Geschäft" und der Händler ist zufrieden mit seinen 300% Aufschlag auf den Einkaufspreis. Und dann freut sich auch noch der Staat, der mit den eingenommenen Steuergeldern diese tollen neuen Waffensysteme kaufen kann...
Das das Hemd nur so günstig ist, weil es mit Kinderarbeit erstellt wurde und die Fabrik keine Rücksicht auf die Gesundheit der Mitarbeiter legt sieht man dem Hemd ja auch nicht wirklich an. Aber günstig. Und ein gutes Geschäft.

Genau hinsehen...
Wann hast Du das letzte Mal einen glücklichen, zufriedenen in sich ruhenden "erfolgreichen" Geschäftsmann gesehen? Oder heißt erfolgreich sein einfach nur, sein Leben auf später zu verschieben - wenn genug Geld verdient ist, der Machthunger gestillt und die Angst, alles zu verlieren unerträglich wird...

Umdenken?
Medizinische Versorgung, Bildung, Kultur... alles wird zum Geschäft gemacht und alle haben Verständnis. Die Banken verzocken rücksichtslos und ohne Skrupel fremde Gelder und lassen sich vom Volk retten. Wenn man so drüber nachdenkt, wundert man sich schon über diese Ruhe & Gelassenheit der 99%...
Ein Ausrutscher. Genau wie die perfide Waffenindustrie, die Waffen an alle verkauft und mit dem Hinweis auf soundsoviele Arbeitsplätze Staaten erpresst... und durch die vielen Waffen werden hier und da auch noch einige Arbeitsplätze frei. Auch wenn die vielleicht nicht mehr besetzt werden können, da komplette Regionen einfach nicht mehr bewohnbar sind. Aber egal. Wer schon einmal die Hochglanzprospekte der Waffenindustrie und das Leuchten in den Augen der Kriegsminister & Politiker gesehen hat... wo gehobelt wird, da fallen Späne...
Und noch ein Ausrutscher. Bildung. Wenn ein Staat an gut ausgebildeten, interessierten & engagierten Bürgern Interesse hätte, gäbe es auch ein entsprechendes Bildungssystem. Und das hat nichts mit Geld zu tun. Andererseits lassen sich ungebildete besser führen... besser ausbeuten... besser manipulieren...

Umdenken!
Wenn nicht jetzt, wann dann? Vielleicht ist ja genau jetzt die richtige Zeit, sein Leben selber in die Hand zu nehmen. Über andere Möglichkeiten des Zusammenlebens nachzudenken. Andere nicht als Konkurrenten zu sehen, sondern als Freunde, die mit auf dem gemeinsamen Weg sind...

T'schuldigung...
das kam jetzt mal alles so ungefiltert und so landet es hier im Forum. Ja, aber wo denn sonst...?
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16 Okt 2012 09:07 - 16 Okt 2012 09:12 #18540 von Manni
Ich glaube nicht, dass das Universum alles regelt, vielmehr denke ich, dass es alles bereit hält. Wir regeln und versuchen darüber zu bestimmen, was wie geregelt wird, wollen die Kontrolle darüber erlangen und behalten. Doch genau das geht schief! Warum?

Ich kann nur vertrauen auf das was mir angeboten wird und das was ich daraus mache. Ich kann aber auch darauf vertrauen, dass ich die richtigen Zeichen erkenne und meinen Weg entsprechend gehe. Und ich kann auf das Universum vertrauen, dass es mir immer wieder anbietet, worin ich noch nicht gestärkt hervor gegangen bin, um mich zu stärken und mir die Möglichkeit nicht zu verwehren mich weiter entwickeln zu können.
16 Okt 2012 09:49 #18542 von Samarpan

Mannimen schrieb: Ich glaube nicht, dass das Universum alles regelt, vielmehr denke ich, dass es alles bereit hält...
Und ich kann auf das Universum vertrauen, dass es mir immer wieder anbietet, worin ich noch nicht gestärkt hervor gegangen bin, um mich zu stärken und mir die Möglichkeit nicht zu verwehren mich weiter entwickeln zu können.


Was ist zu tun, wofür muß ich gestärkt werden, stehe ich Wettstreit oder im Leben?
Kann ich mich weiterentwickeln? Und wenn ja, wohin?

Es gibt nichts zu tun, denn da ist keiner, der etwas tun könnte. Das Leben geschieht und wir sind "nur" Beobachter. Warum träumst Du von Freiheit, glaubst Du denn, Du wirst sie lieben?

Wer sich für etwas entscheidet, entscheidet sich zwangsläufig auch gegen die anderen Möglichkeiten. Mit der Freiheit kommen die Zweifel. Was wäre, wenn ich die Alternative gewählt hätte? Wenn ich mich der Wahl verweigert hätte?

Das Ende des Suchens. Das Leben selbst ist der Sinn des Lebens. Alles löst sich auf. Nichts ist wichtig. Einfach da. Sein. Geschehen lassen. Das Leben. Die Freiheit. Mach Dir keine Gedanken. Es ist alles in Ordnung. Und es muß auch keinen Sinn ergeben. Das Ende des Suchens. Grenzenlose Freiheit. Einfach so. Und Gott lächelt...
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16 Okt 2012 18:16 #18544 von Richard179
Hallo Ihr Lieben,

im Grunde geht es doch um unsere Ängste, die sich in den Beiträgen in verschiedenen Formen zeigen.

Ich meine, dass die Themen Geld und Geschäfte nur in dem Masse unsere Themen sind, in dem Ängste mitspielen. Neid ist z.B. die Angst, weniger zu haben/zu gelten als andere. Welche Ängste treiben mich in Überheblichkeit? Hemmungen, einen Preis zu nennen, den ich für mich als angebracht halte, kann die Angst sein, als Ausnutzer zu gelten, oder Vertrauen in den Augen anderer zu verspielen. Ängste sind weltliche Dinge, Themen des Denkens, Vergleichens, der Sorge, das eigen Bild aufrecht zu erhalten. Auch hinter perfidem Verhalten und Korruption steckt das Ego mit seinen Ängsten, oft sogar in Ausprägungen als zwanghaftes Verhalten und getrieben von Süchten. Ja, solche Befriedigung ist nur für den Augenblick und es braucht sogleich wieder etwas in der Art.

Auch Wut auf das Verhalten anderer ist eine Art Angst, die wieder nur mehr Angst hervorruft und kaum etwas ändern kann.

Ich habe mal versucht, mir die möglichen Ängste hinter dem einen oder anderen Absatz bewusst zu machen und dann zu schauen, wie es sich anfühlt, wenn die Ängste weichen, sich stille Akzeptanz und Zuversicht einstellt und dann vielleicht sogar übergeht in bedingungsloses Wohlwollen und … Liebe.

Ohne die Angst, zu wenig zu bekommen oder jemanden zu enttäuschen, fällt es auf einmal viel leichter zu fragen, wie ich jemandem behilflich sein kann, bzw. mit etwas zu dienen. Und nach der Gegenleistung gefragt, kann ich auch leichter ehrlich jenen stimmigen Preis nennen, der bei meinem Gegenüber Schuldgefühle vermeidet und mich selber zufrieden stimmt.

Ganz meine Meinung, Samarpan, den Sinn des Lebens werden wir nicht mit Suchen erfahren. Die erstaunliche Erkenntnis ist, dass das Leben ohne Sinn ist, und dies ist Gottes größtes Geschenk an uns. Das Leben ist ohne Sinn, damit wir den Sinn unseres Lebens selbst erschaffen können und diesen Sinn können wir dann vom Tun in das Sein übersetzen (aus „Bring Licht in die Welt“, Neale Donald Walsch).

Alles Liebe Euch,
Richard
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