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Ein "Geschäft" machen ! ?

10 Okt 2012 07:37 #18489 von nanabosho
Hab Dank für Deine Zeilen, Olli!

Ja, dazu kann ich ganz und gar JA sagen! Geschäfte so zu betrachten! Ist indessen ungewohnt für mich, denn kein Mensch hat je zu mir gesagt, was Du da schreibst. Wenn beide Teile gewinnen, ist es ein Geschäft, und auch das mit dem Hans im Glück. (Es könnte sogar eine Inspiration sein, denn ich wollte dieses Märchen mal zu einem Roman machen, der in der heutigen Zeit spielt.)
Da ertappe ich mich dabei, dass ich über Geschäfte insgesamt noch so denke wie ich es als "Ossi" eben lernte und offenbar folgerichtig erlebte. Allmählich wird es Zeit, ganz neu an dieses Thema heranzugehen, will mir scheinen...

Herzliche Grüße,
Andreas
Folgende Benutzer bedankten sich: Lois
10 Okt 2012 13:30 #18491 von Lois
Hallo,

meine Gedanken zu diesem Thema sind vielfältig und ich kann sie gar nicht so in Schriftform bringen. Deshalb lasse ich es einfach mal fließen:

Ich bin auch ein Ossi durch und durch und habe auch so meine Probleme mit dem Kapitalismus, denn leider geht es ja oft nicht um ein anständiges Geben und Nehmen, sondern nur um Profitgier.

Ich habe mal bei einem Finanzdienstleister gearbeitet. Und was da die Leute verarscht wurden, arme Schweine, die so schon kein Geld mehr hatten, denen wurde der letzte Rest auch noch aus der Tasche gezogen - für Nichts.
Einmal hatte ich eine Frau am Telefon, die nur noch sagte, sie bringe sich jetzt um und legte auf. Ich habe eine halbe Stunde versucht zurückzurufen bis ich die Frau wieder dran hatte. Ich war fix und fertig. Zwischendurch fragte mich mein Chef allen Ernstes, warum ich das mache. :ohmy:
Das war auch so einer, der mal als anständiger Geschäftsmann angefangen hat und dann konnte man mit der Zeit beobachten, wie die Dollarzeichen in den Augen immer größer wurden.
Man sagt nicht umsonst "Geld verdirbt den Charakter"! Traurig!

Und zwischen diesem Job und meinem jetzigen Job habe ich auch von Hartz IV gelebt. Es war eine Erfahrung, aber eine, die ich nicht nochmal machen möchte. Ich sage nur "Mensch zweiter Klasse".

Und nun arbeite ich in einem Zeitschriftenverlag. Ich will nicht sagen, dass hier nicht auch eine gewisse Profitgier im Vordergrund steht, aber hier "bescheißen" sich wenigstens nur die Unternehmen gegenseitig. Da wird mich sicher nicht der Marketing Manager von Samsung anrufen und mir mit Selbstmord drohen.

Aber mal ernsthaft, Geschäfte machen, ja. Eine Leistung erbringen und dafür entlohnt werden, ja.
Aber wer entscheidet denn, wieviel wert meine Leistung ist?
Wo endet ein moderates Preis/Leistungsverhältnis und wo fängt die Profitgier an?

LG Lois
10 Okt 2012 16:28 #18492 von Arafna
hallo,

zu dem thema fallen mir nur wenige worte ein:

gibt man nur in erwartung etwas dafür zu bekommen, wird man auch bekommen was man gibt

nämlich einen machtkampf wer mehr bekommt...

gibt man selbstlos vom herzen, einfach um zu geben, ohne erwartung und angst zu kurz zu kommen, wird man auch bekommen...

und zwar genau das was du brauchst, um zu leben, zu erkennen, daran zu wachsen

denn es kommt immer was man gibt zurück zu einem, so oder so :p


geben ist SEELIGER, denn nehmen...


alles liebe
stefan
Folgende Benutzer bedankten sich: Lois
10 Okt 2012 21:52 #18495 von Manni
Nee Stefan,

wenn ich nur gebe und keine Entlohnung dafür nehme, dann ist das ein Geschenk und kein Geschäft.

Hier ging es aber um das, was ein Geschäft ausmacht.;)
10 Okt 2012 23:26 - 10 Okt 2012 23:27 #18496 von Manni

Lois schrieb: Aber wer entscheidet denn, wieviel wert meine Leistung ist?
Wo endet ein moderates Preis/Leistungsverhältnis und wo fängt die Profitgier an?


Das, denke ich, wird an dem bemessen, was dir deine Leistung selbst wert ist und nicht in welchem Verhältnis sie zu den marktüblichen Preisen steht.

Ich mache gerade die Erfahrung, dass die üblichen Preise für mich nicht mehr auskömmlich sind. Und nun muss ich mich entscheiden, ob ich das noch so weiter machen möchte oder nicht.

Das letzte Geschäft, was mir angeboten wurde, sollte ich für meine Leistungen entsprechend beziffern. Der genannte Preis war dem Kunden zu hoch und er wollte einerseits den Preis senken und andererseits auch noch die Leistung verdoppeln. Da habe ich ihm den Preis genannt, den ich gerne haben möchte und der war deutlich höher. Er überlegt noch.
11 Okt 2012 06:44 #18499 von Manni
Es ist ja auch nicht so, dass nur Angebot und Nachfrage der Maßstab für ein Geschäft sind.

Da steht ja erst einmal der eigene Aufwand, den man damit schon mal hat. Alle Kosten müssen durch dieses Geschäft abgedeckt sein und darüber hinaus soll noch ein Gewinn erwirtschaftet werden. Dieser wiederum wird auch nicht durch mein Gehalt bestimmt, sondern entspricht dem, was darüber hinaus bei diesem Geschäft übrig bleibt.

Schnell wird klar, dass zunächst die eigenen Aufwendungen minimiert und der Preis für die jeweilige Leistung maximiert werden muss.

Der Geschäftspartner hingegen möchte maximale Leistung für einen minimalen Preis erzielen, um für sich ein gutes Geschäft getätigt zu haben. Es geht also nicht nur um einen Tausch dabei sondern darum was darüber hinaus erwirtschaftet wird. Nur so entsteht Wachstum.

Wenn Wachstum jedoch nicht gewollt ist, dann bleiben wir bei Stillstand durch reinen Austausch. Doch das ist dann kein Geschäft mehr, nach diesem Verständnis, weil der Gewinn dabei fehlt. Er wird 1:1 durch den Verlust nur ausgeglichen. Insofern wäre dabei auch kein Gehalt mehr drin (Aufwand gegen Produkt).

Laufen die Geschäfte gut und befinden sich im Fluss, kann natürlich dadurch auch eine gewisse Gier nach immer noch mehr entwickeln. sie bewirkt dann den dadurch erzielten Wohlstand, weil ein Überfluss erwirtschaftet wird. Doch dieser geht in aller Regel dann zu Lasten derer, die ihn erwirtschaften müssen. Und schon sind wir bei der Ausbeutung, die letztlich die Schere zwischen arm und reich ausmacht.

Das würde es nicht geben, wenn nur getauscht werden würde, weil dabei der Gewinn ausbleibt. Doch so funktioniert unser System nicht mehr. Wir könnten nur das geben, was wir haben und bekommen nichts mehr dazu. Also müssen wir uns aus anderen Quellen etwas nehmen um mehr zu haben und damit tauschen zu können. Wir müssten z. B. von der Natur nehmen, doch was geben wir ihr zurück? Scheiße alleine dürfte da wohl kaum ausreichen.;)