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Werten und Bewerten

10 Feb 2013 14:56 #18991 von Batory
Ich habe hier ein Video im Netzt gefunden, was ich gerne mit euch besprechen wollen würde.

Mir geht es darum, wie ihr zum Thema "Werten und Bewerten" steht.



Ich freue mich auf eure Antworten.
LG Batory
10 Feb 2013 20:50 - 10 Feb 2013 20:52 #18993 von Richard179
Hallo Batory,

danke für das Video. Ich finde hier wird ein ganz wichtiges Thema aufgearbeitet.

Nach meiner Meinung ist das (Be)werten einfach notwendig, um klar zu sehen. Ich habe meine eigene Wahrheit zu den Dingen. Vieles kann ich nicht gut heissen, was ich sehe, wahrnehme und erfahre. Vieles erkenne ich als etwas, das uns nicht dienlich ist. Anderes finde ich gut und bewerte es als dienlich. Dies ist eine Funktion unseres Verstandes in der polaren Welt, in der wir nun mal leben und in der wir das Denken gebrauchen. Auf das Bewerten folgt die Tat (oder auch nicht). Auch Ignorieren oder Wegschauen ist eine Entscheidung und hat eine Wirkung.

Nun stellt sich die Frage, wie ich reagiere in einer Situation, die ich nicht gut heissen kann. Am Besten ist wohl, wenn ich die Situation ändern kann und dies dann auch beherzt tue. Kann ich die Situation nicht ändern, dann sollte ich vielleicht als nächstes ins Auge fassen, die Situation zu verlassen und die Konsequenzen zu akzeptieren.Ist dies auch nicht möglich, dann sollten wir einfach akzeptieren was ist und sich der Situation hingeben und das Unwohlsein oder die unangenehmen Gefühle annehmen und sie ausleben, um dann im Frieden sein zu können mit der Situation. Mit der Akzeptanz haben wir vielleicht bereits einen Schritt zur Seite getan, sind Beobachter geworden, haben das Thema vielleicht schon zum Teil höheren Geistigen Mächten überlassen, uns vom Verstand etwas entfernt. Doch wir haben es nicht weggeschoben und in uns gespeichert, sodass es sich später wieder auswirken würde.

So ein Werten mit der Bereitschaft zu akzepieren verstehe ich als ein Werten im Sinne von Ordnen ohne Urteil. (Ver)Urteilen würde bedeuten, etwas abzulehnen und zu isolieren. Dem so Abgetrennten haben wir uns dann scheinbar entledigt. Doch dies ist Illusion. Wir können es so nicht loswerden. Wir können es nur annehmen, sodass es sich im Strom von Hingabe und Liebe auflösen möge.

Alles Liebe,
Richard
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12 Feb 2013 14:02 - 12 Feb 2013 15:05 #19000 von Batory
Hallo Richard,

Eigentlich finde ich BewusstTV (und gerade Alexander Wagandt) nicht gerade sehr seriös, aber diesmal musste ich ihm beim Thema Werten und Bewerten einfach recht geben. Zu oft kommen die Leute zu mir und sagen, dass ich mich doch nicht immer so aufregen und fluchen solle, denn alles sei ja nach Auffassung gut so wie es ist (aber wenn die Umstände für mich eben nicht so sind, dann empfinde ich sie als schlecht und bewerte nunmal, was mein eigene Entscheidung ist). Ja, und auch der Kindsmisbrauch in den Nachrichten oder der Holocaust werden auf einmal in ein rosanes Licht gehüllt. Die Seele hat es sich ja angeblich in ihrem früheren Leben so ausgesucht, damit sie an ihrem Schicksal lernen und sich weiterentwickeln kann und "zum globalen, spirituellen Erwachen gehört nunmal auch das Aufkommen von negativen Schwingungen, damit sich die Erde reinigen kann" etc. :S Sorry, für mich klingt das eher nach Augenverschließen, Wegschauen und dient hauptsächlich dazu, die Schuld daran nicht spüren zu müssen, was wir der Erde und der Menschheit jeden Tag aufs neue antun.

LG Batory
15 Feb 2013 15:57 #19033 von nanabosho
Um mich mal wieder zu beteiligen, denn dieses Thema finde ich ziemlich interessant:

Da in uns - selbst wenn wir versuchen, nicht mehr zu werten - eine Menge unbewusste Wertungen leben, ist es fast aussichtslos, mit einem Schlag aus dem Werten rauszukommen. Ganz gleich, was die großen Meditationsapostel sagen.
Aber es ist möglich, allmählich und Stück für Stück (Be-)Wertungen loszulassen, die mich herunterziehen, mir immer wieder Lasten und schlechte Gefühle verschaffen und mich außerdem am Außen allzusehr festhalten. Es ist möglich, immer öfter zu sagen: Es ist. Anstatt: Es ist gut. Oder: Es ist schlecht.
Es ist möglich zu sagen: Ich verstehe nicht, wozu etwas da ist, was ich davon haben soll oder nicht... Anstatt zu unterstellen, dass ETWAS oder JEMAND mich fertig machen will. Dadurch kann ich mich einer neuen Herangehensweise an viele Situationen öffnen. Die mich wiederum freier macht, mit ihnen umzugehen.

Hoffentlich ist das einigermaßen verständlich.

Herzliche Grüße,
nanabosho
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15 Feb 2013 20:37 #19038 von Karu
Hallo nanabosho,

ich kann mich deiner Meinung 100%ig anschließen:) . Es ist auch manchmal schwierig seinem Gegenüber seine Nichtbewertungshaltung zu erklären, ohne dabei verständnislos angeschaut zu werden. Habe schon oft zu hören bekommen. "Du musst doch eine Meinung haben!" oder "Nun sag schon findest du es gut oder nicht so!":laugh:
Ich finde solche Situationen immer sehr spannend. Es gelingt mir, wie du schon schreibst, auch nicht immer. Aber ich bin dran;) !

LG Karu
16 Feb 2013 12:36 - 16 Feb 2013 13:41 #19040 von Batory
nanabosho schrieb:

Da in uns - selbst wenn wir versuchen, nicht mehr zu werten - eine Menge unbewusste Wertungen leben, ist es fast aussichtslos, mit einem Schlag aus dem Werten rauszukommen.


Darf ich euch einmal eine neutrale Frage stellen? Warum wollt ihr denn unbedingt aus dem Werten hinaus kommen? Also was versprecht ihr euch davon? Ich verstehe ja, dass man sich Gedanken machen sollte, wenn bestimmte Gefühle zu einem Thema oder einer Situation immer wieder hochkommen und einen belasten, weil man gewisse Dinge noch nicht verarbeitet hat und die es jetzt anzugehen gilt. Aber völlig und ganz aus dem Bewertenwollen weg? Wo bleibt denn da noch die natürliche Kritikfähigkeit?

Es ist möglich, immer öfter zu sagen: Es ist. Anstatt: Es ist gut. Oder: Es ist schlecht.


Im Grunde verstehe ich, was du damit sagen willst. Aber nach meiner Erfahrung kann mein Verstand zwar immer denken "es ist, wie es ist", aber das Bauchgefühl hat dennoch seine eigenen Meinungen und kategorisiert schon in "das fühlt sich gut an" oder "das fühlt sich nicht gut an", noch bevor der Gedanke "es ist, wie es ist" da ist. Und ja ich weiß, nun werdet ihr sagen, es sei ja kein Gedanke, sondern ein "Ist-Zustand" aus dem ihr dieses Gewahrsein wahrnehmt, doch m.E. ist das Be-/Werten einfach ein ganz natürlicher Vorgang, der in den Genen gespeichert ist. Sonst hätten wir Menschen bis heute nicht überleben bzw. uns in der Evolution durchsetzen können. Es war damals überlebenswichtig, die Situationen genau einschätzen zu können, um gegebenenfalls nicht erbeutet zu werden und auch selbst erbeuten zu können, um die Art zu erhalten. Und nun, zig Sommer später, haben wir es noch immer im Blut und reagieren noch genau so wie unsere Vorfahren es getahn haben. Nur mit dem Unterschied, dass wir uns heute als so hochentwickelt ansehen und es nicht mehr wahrhaben wollen, da der Mensch sich eben nie gerne auf die Stufe eines Tieres hat stellen lassen ;)

LG Batory