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Werten und Bewerten

20 Feb 2013 07:45 - 20 Feb 2013 07:46 #19077 von Batory
Hallo Richard und all die Anderen,

Klar spielt hier die Auffassung eine Rolle, wie wir die Begriffe definieren.


Für mich sind "Urteilen" und "Verurteilen" eigentlich ein und das Selbe. Lediglich spielt beim "Urteilen" ein wenig mehr Toleranz mit, wie schon in einem meiner Beispiele beschrieben.

Für mich ist nichts geregelt. Ich darf urteilen, wenn ich will. Und ich darf auch darüber hinwegsehen (mir vergeben im spirituellen Sinn), dass ich urteile. Doch ist für mich klar, dass ich mir selber weh tue mit den Gefühlen und Mustern, die dem Urteilen folgen, auch wenn sich momentan ein gewisses Hochgefühl dabei einstellen kann


Meiner Meinung nach ist das mit dem "Sich selber vergeben" so eine Sache. Warum darf ich nicht zu meinen Gefühlen stehen? Warum muss ich Schuldgefühle haben, nur weil ich etwas nicht gutheiße und nicht sofort eine (spirituelle) Erklärung für mein Empfinden bereit habe?
Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass gerade spirituelle Menschen sich sehr oft selbst kasteien beim Thema Werten und Bewerten - und es selbst nicht einmal bemerken. Und ja, noch vor einigen Jahren habe ich ähnlich gedacht und hatte viel mit Leuten zu tun, die sich mit Bewusstseinsarbeit im "esoterischen" Sinne beschäftigen. Leider fällt mir jetzt keine passendere Beschreibung dafür ein, ohne dass es abwertend klingt, denn so ist es definitiv nicht gemeint, aber ich weiß nicht, mit welchen Begriffen ich es besser erklären soll. Es war immer eine Art Ernsthaftigkeit dabei. Wenn zB. ein brisantes gesellschaftliches oder politisches Thema aufgegriffen worden ist, hat sich nie wirklich jemand getraut, mit seiner Meinung seinen Mann zu stehen. Natürlich haben sie gesagt, dass sie etwas gut oder nicht gut finden, sich doch gleich die Hand vor dem Mund gehalten und schnell dazu gefügt: "Aber ich weiß ja, dass es etwas mit mir zu tun hat" (unbewusste Schuldgefühle). "Da ist noch was, das ich bearbeiten muss. Die Welt ist schon gut zu wie sie ist" (Machtlosigkeit, ich kann nichts ändern, denn die Welt ist größer als ich). "Wir sollten nicht urteilen, das ist nur unser Ego" (Angst, unter ihresgleichen als arrogant und "noch nicht so weit" eingestuft zu werden).

M. E. wurden in der modernen New-Age-Bewegung die christlichen Tugenden einfach übernommen, d. h. invertiert. Und auch in der Gesellschaft, die sich als so aufgeklärt sieht und mit monotheistischen bzw. spirituellen Gedankengut nichts am Hut haben will, zieht sich dieser Faden aufgrund der immer noch vorhandenen christlichen Wertvorstellungen wie ein Rattenschwanz durch unsere ach so aufgeklärte Erziehungsmethodik.

"Richtet nicht, so sollt auch ihr nicht gerichtet werden"
"Wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein"
"Wenn dich einer auf die eine Wange schlägt, dann halte die andere hin"
"Gebet, so soll euch gegeben werden"
"Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Vieh noch alles, was dein Nächster hat"...

etc.

Das sind nur einige der populärsten Aussagen. Und ja, wer nun meint, er wurde als Kind nicht
mit diesen Wertvorstellungen konfrontiert und geprägt (wenn schon nicht unbedingt im christlichen Kontext, dann aber sicherlich in einer moralischen, abgewandelten Form, die uns sagte, was sich schickt und was nicht), der kann mich gerne eines Besseren belehren.
Es sind die immer noch festverankerten Schuldgefühle der Erziehung, die uns ein schlechtes Gewissen machen, wenn wir uns des Neides, des Zornes, der Wollust, der Gier, der Eitelkeit usw. hingeben, welche ja einfach nur ganz natürliche und wichtige Emotionen sind.

Deswegen dränge ich meine Empfindungen auch nicht beiseite, wenn sie hochkommen. Deswegen lebe ich sie vollkommen und ohne Schuld aus. Wenn sich meine angestaute Energie dabei entladen kann, bis nichts mehr da ist, dann fühle ich mich frei und geklärt. Ich habe meinen ganzen Körper von destruktiver Ladung befreit, die sich sonst autoaggressiv gegen meine eigenen Zellen gewandt und mich irgendwann krank gemacht hätte. Wo ist die Wut hin? Sie ist nicht mehr in mir. Sie ist jetzt da draußen, wo sie hingehört. Jetzt sind Herz und Kopf auch frei, darüber nachzudenken, weswegen ich so wütend gewesen bin und eventuell bereit, mir Lösungsansätze für meine Weiterentwicklung anzubieten.

Darum finde ich Werten, Urteilen und das Ablassen der demzufolgenden Gefühle (Energie) so wichtig. Wenn man es nicht tut, schlägt es irgendwann auf einen selbst zurück, denn Energie geht niemals verloren.

LG Batory
20 Feb 2013 10:58 #19080 von Richard179

Batory schrieb: Meiner Meinung nach ist das mit dem "Sich selber vergeben" so eine Sache. Warum darf ich nicht zu meinen Gefühlen stehen? Warum muss ich Schuldgefühle haben, nur weil ich etwas nicht gutheiße und nicht sofort eine (spirituelle) Erklärung für mein Empfinden bereit habe?


Hallo Batory,

Beim „Vergeben“ wie ich es meine geht es nicht um Schuldgefühle. Hier sind sich die bekanntesten spirituellen Lehrer unserer Zeit einig: Schuld ist allein ein Konstrukt der Institutionen und Schuldgefühle sind überflüssig und schädlich. Verantwortung ja, Schuld wie sie allgemein (noch) verstanden wird nein. So verstehe ich Vergebung einfach als ein Akzeptieren und das Absehen von Ablehnung, oder das Vermeiden von Gräben (auch gegenüber einem Teil von mir selber). Doch Gefühle, die da sind, sollen gelebt werden, wenn sie nun mal da sind. Gerade das Akzeptieren und Sein Lassen besagt ja, dass wir unsere Gefühle leben sollen, wo sie ja bereits vorher verursacht wurden und deshalb nur gelebt oder verdrängt werden können.

Doch deine Erfahrungen in der „esoterischen“ Szene mit aufgeführten Missverständnissen kann ich nachvollziehen und ich habe diese in ähnlicher Form auch festgestellt. Nach meiner Auffassung liegt es in den meisten Fällen an der Herangehensweise über den Verstand anstelle des Zugangs durch Erfahren. Gerade Menschen mit wachem Verstand und Intellekt gehen oft in diese Falle. Sie lesen begeistert die Bücher und besuchen Seminare, konstruieren dabei Erwartungen im Kopf und sind am Ende nur frustriert. Denn die spirituellen Erfahrungen, denen dann Wissen und Glauben folgen kann, stellen sich meistens erst in einem Zustand ohne Erwartungen bei Gedanken- und Bewegungslosigkeit ein.

Ich erinnere mich noch an die ersten Sätze, die ich insofern auf mich wirken ließ: „Ich bin einmal vollkommen bewegungslos. Ich konzentriere die Vielfalt meiner Gedanken auf einen Punkt. Ich beobachte meinen Atem. Nichts verändern, nur beobachten …“.

Alles Liebe,
Richard
27 Feb 2013 09:59 #19097 von Batory
Hallo Richard,

Du schriebst:

Doch deine Erfahrungen in der „esoterischen“ Szene mit aufgeführten Missverständnissen kann ich nachvollziehen und ich habe diese in ähnlicher Form auch festgestellt.


Ganz ehrlich, genau so war es bei mir auch. Nachdem ich mich einige Zeit mit diesen Themen beschäftigt habe, bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass mir der "spirituelle Weg" nichts bringt. Ich bin einfach nicht der Typ dafür und lebe nun - für mich - gesünder.
Nun gibt es aber auch in dieser Szene ein paar interessante Ansätze, die ich gerne in meinem Alltag vereine, aber eben auf meine Art und Weise.

Doch Gefühle, die da sind, sollen gelebt werden, wenn sie nun mal da sind.


Doch wer tut das wirklich aufrichtig? Wer sagt schon noch zur angemessener Zeit seine Meinung? Mir ist schon klar, dass man nicht vor dem Cheff stehen und sagen kann: "Cheff, ich finde Sie scheiße!" (Ausser, man hat vorher gekündigt oder möchte gekündigt werden). Aber gerade in spirituellen Kreisen gilt es als Tabu. Oder ich habe einfach einen falschen Einblick erhalten, zu meiner Zeit. Aber dafür hab ich mich ja hier angemeldet, da ich die Prophezeiungen vor etlichen Jahren selbst gelesen habe und mir ein Bekannter sagte, dieses Forum wäre nicht so missionarisch, wie andere Plattformen (wo er, jetzt, da ich eineinhalb Monate dabei bin, wohl recht gehabt hatte :) ), um eine andere Sicht zu bekommen.

Kennt sich hier jemand vielleicht mit der "intellektuellen Unterdruckkammer" aus?
Man zieht sich zurück in einem Raum, wo man vorrübergehend ungestört ist. Dann lässt man seinen Gefühlen einfach freien Lauf. Egal ob Wut, Trauer, Freude etc. Solange, bis wirklich keine Emotionen mehr vorhanden sind. Das klärt ungemein. Jedes Hilfsmittel kann dazu verwendet werden. Es ist gesund und stärkend. Man wird ausgeglichener, vor allem, weil man in dieser bestimmten Zeit einfach LEBEN darf. Es ist egal, ob man schreit, flucht, springt, sich auf den Boden rollt, weint oder sich einfach seiner sexuellen Regungen hingibt. Es sieht und hört einem ja keiner. Viele Krankheiten (auch psychische) könnten damit geheilt werden oder gar nicht erst entstehen.

LG Batory
28 Feb 2013 07:16 - 28 Feb 2013 07:31 #19099 von Ulli
ganz kurz an dieser stelle aus der christl. sicht, ein wort das in der bibel steht und in kürze zusammenfasst, worum es geht.

RICHTE nicht, auf dass du nicht gerichtet wirst...

heisst....

verurteile nicht, bestrafe nicht,

heisst ABER......

erkenne für dich, was für DICH in dem moment richtig ist
kümmere dich um DICH selbst
reiche die Hand, wenn der andere aus seiner situation heraus will

und den rest überlasse göttlicher gewalt.


liebe grüsse
ULLI
Folgende Benutzer bedankten sich: Arafna
28 Feb 2013 13:24 #19100 von Richard179

Batory schrieb:

Hallo Batory,

Ich finde, es geht nicht direkt um den Chef, sondern um meine Gefühle in mir, die er auslöst. Gefühle leben heißt auch nicht für mich, alles nach außen zu leben und auf (vermeintliche) Übeltäter abzuladen. Aufrichtig sollte ich zu mir selber sein, wenn in mich horche und dort die Gefühle finde, die ich nicht gut heiße, aber doch annehmen und somit leben sollte (da ich sie sonst nur verdrängen kann). Erschwert wird uns dies von allen Seiten, wobei heftig mit Schuldgefühlen gearbeitet wird. Doch Schuldgefühle sind überflüssig und dienen nur Organisationen, um sich am Leben zu erhalten. Ich bin niemandem sonst etwas schuldig, um als „aufrichtig „ gelten zu dürfen. Gefühle leben heißt für mich auch nicht, in mich zu bohren. Denn dies ist ein Fass ohne Boden. Einfach annehmen, was da ist. Oft helfen hier alternative Techniken. Für mich ist EFT (Akku Klopf Pressur) eine der derzeit vielversprechenden.

Alles Liebe,
Richard
Folgende Benutzer bedankten sich: Arafna
28 Feb 2013 14:31 #19101 von Karu
Hallo Richard,

also für mich sind deine Ausführungen total stimmig.
Eines meiner Wegbegleiter ist ein Buch von Lise Bourbeau " Heile die Wunden deiner Seele".
Wenn ich nicht mit irgendwelchen (meist negativen) Gefühlen umzugehen weis, hilft es mir ganz gut weiter, dort nachzulesen. Es werden dort 5 Seelenwunden beschrieben, wie es dazu kommt, wie man sie erkennt und wie man sie heilen kann. Oft bekomme ich ein ganz neues Verständnis für meine Gefühle und kann sie dann in mir ausleben.
Natürlich habe ich auch negative Gefühle, die ich im Aussen auslebe. Es kommt ganz auf die Gefühle an:) .

Herzlichst Karu