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Werten und Bewerten

16 Feb 2013 22:20 - 16 Feb 2013 22:24 #19041 von Arafna
hallo B)

ein paar worte von mir dazu...


es gibt Bewertung und es gibt Unterscheidung...
Bewertung hat stehts etwas mit einer Wertung in richtig oder falsch zu tun..

doch im grunde gibt es kein richtig und kein falsch, alles ist und da es ist, hat es auch seine gültigkeit...

die einteilung in gut und nicht gut, oder richtig und falsch ist eben ein glaubensmuster das auch ist und deswegen auch seine gültigkeit hat.
man sollte es nicht bekämpfen, doch in liebe annehmen, da es ein erbe ist das wir in uns tragen, durch die zeit der trennung die wir nun im begriff sind hinter uns zu lassen, doch da wir eben viele leben in trennung verbracht haben und noch einige andere gründe, stecken diese glaubensmuster tief in uns.

wenn man versucht ist sie zu bekämpfen oder zu verdrängen, wird ihr wiederstand nur stärker, man bekommt sie nicht einfach weg...

ein schöner weg ist der den nanabosho vorgeschlagen hat...

wenn man nun bemerkt man ist am bewerten, kann man liebevoll feststellen das es so ist...

da ist nichts schlimmes dran...

doch man muß sich bewußt werden wo es einen hinführt... da es eben ein glaubensmuster der trennung ist und man die trennung des seins aufrecht erhält wenn man an diesem glaubensmuster festhält...

dann kannst du zum beispiel in liebe dein herz fragen warum du es negativ bewertest und dir selbst immer wieder sagen das es doch einfach ist was es ist

mit der zeit wirst du dieses glaubensmuster bis tief in deine tiefste zellstruktur annehmen
und alte glaubensmuster los gelassen und überschrieben haben...

es ist was es ist... jeder kann es tun wie er möchte... und damit umgehen wie er möchte...

doch sollte man sich nach und nach bewußt werden wo einen welcher weg hin führt und welcher weg für einen stimmig ist...

denn ich glaube wer sich hier im forum bewegt, sucht doch im grunde wege zu dem gefühl des eins seins :)


Die Welt ist bereits geheilt, wir beginnen uns aufgrund unserer bestehenden Glaubensmuster eben nur Schrittweise daran zu erinnern :laugh:


Alles Liebe
Stefan
16 Feb 2013 23:39 #19042 von Marlene
Eine weitere Sichtweise von Bertrand:

cezoe.com/2011/spirituelle-irrlaufer-wer...d-urteile-nicht.html

Einer der häufigsten spirituellen Irrläufer ist die immer wieder geäusserte Forderung an die Suchenden, nicht zu werten oder nicht zu urteilen. Diese in der Tiefe der Aussage richtige Forderung wird jedoch an der Oberfläche völlig falsch verstanden.


Werte nicht oder urteile nicht, das ist eine der Stegreif-Antworten spiritueller oder esoterischer Irrlichter auf Fragen nach Lösungen von Lebensproblemen der Betroffenen. Diese auf den ersten Blick bestechend einfache Lösung, entpuppt sich nach genauerem Hinsehen als Nebelschwade. Wie soll eine sich als „Opfer“ fühlende Mitarbeiterin von betrieblichem Mobbing damit umgehen können? Nicht zu werten oder nicht zu urteilen ist ein unerfüllbarer Rat. Im Gegenteil, hier wäre präzises Unterscheiden oder genaues Urteilen gefragt. Ein rein spirituelles Leben ohne jegliches Werten oder Urteilen lässt sich wohl nur jenseits von unserem normalen Alltag leben. Für einen Klosterbruder, egal welche Kleidung er trägt, mag dies erstrebenswert sein. Er muss nichts mehr werten, denn er hat allem abgesagt. Er lebt völlig nach den Regeln, die andere lange vor ihm aufgestellt haben. Er muss sich persönlich auch um nichts mehr kümmern, es ist alles peinlich genau geregelt, es gelten strenge Vorschriften und nichts ist zu hinterfragen. Aber wer von uns lebt so ein Leben?


Unser Leben besteht aus einer unendlichen Abfolge von Ja/Nein-Entscheiden, ohne dass wir dessen im Grunde genommen bewusst sind. Schon im Alltag komme ich ohne Werten und Urteilen nicht aus. Soll ich zur Arbeit fahren, oder doch lieber einen Tag für mich persönlich und mit mir persönlich verbringen. Ich werte, was mir wichtiger ist und vermutlich werde ich das Gegenteil tun, nämlich zur Arbeit fahren. Ich bin ständig gezwungen darüber zu urteilen, ob ich urteilen soll. Es ist ein fühlbarer Unterschied, ob ich eine Verkehrssituation so beurteile, dass ich die Strasse noch vor oder erst nach dem heranbrausenden PKW überquere. Es ist logisch, dass ich hier zu urteilen habe. Aber in welchen Fällen sollte ich das Werten unterlassen und wo nicht? Und zwingt mich die Beantwortung dieser Frage nicht bereits wieder zum Werten?


Wie erwähnt ist unser ganzer Tagesablauf ähnlich einem Computerprogramm nichts anderes als eine Abfolge von „soll ich“? oder „soll ich nicht“? Das Meiste davon sind ganz banale Dinge. Mittagessen, ja oder nein? Vorspeise, ja oder nein? Wein dazu, ja oder nein? Die Liebe gestehen, ja oder nein? Das Risiko eingehen, abgewiesen zu werden, ja oder nein? Eine endlose Kette von ja/nein-Fragen tagein, tagaus. Wir sind immer wieder gezwungen, Entscheidungen zu treffen und zu werten, ob sich die Wirkung der Entscheidung als förderlich oder hinderlich erweisen könnte. Wenn es sich also erweist, dass ich erbärmlich friere, kehre ich zurück und revidiere meine ursprüngliche Entscheidung, keine warme Jacke mitzunehmen. Eine sinnvolle Handlung aufgrund einer sinnvollen Bewertung. Nicht zu werten oder nicht zu urteilen wäre gleichbedeutend wie keine eigene Meinung haben. Wer keine eigene Meinung hat, bewertet seine eigene Meinung so schlecht, dass er diese längst unterdrückt hat oder von Dritten unterdrückt worden ist.


Wo liegt nun aber der tiefere Sinn verborgen, eben nicht zu werten? Wir müssen unterscheiden zwischen dem Sein einerseits und dem Tun/Unterlassen und Haben/Nichthaben andererseits. Was das Tun oder Haben betrifft, ist scharfes Unterscheiden, kluges Werten oder weises Urteilen lebensnotwendig. Wenn ich es nicht tue, dann tut es ein anderer für mich. Wenn ich es nicht tue, dann verweigere ich meine Lebensaufgabe, nämlich selbstbewusst und selbstbestimmt mein Leben selber zu gestalten, also schöpferisch zu sein. Was jedoch das Sein betrifft, unterlasse ich das Werten oder Urteilen. Ich unterlasse es, weil ich ganz einfach nicht in der Lage bin, ein objektives Urteil über das Sein abzugeben. Das Sein ist letzten Endes Gott, und wie soll ich zu Gott etwas Objektives sagen können. Also lasse ich es sein. Mit anderen Worten urteile und werte ich darüber, was jemand tut oder hat. Aber ich verurteile diesen Jemand selber nicht deswegen. Ich werte, ob jemand etwas – nach meiner subjektiven Überzeugung – gutes oder schlechtes tut oder hat, aber ich verurteile deswegen den Menschen nicht. Es geht darum, über das SEIN nicht zu werten oder zu urteilen. Kein lebender Mensch hat eine so weite Wahrnehmung, dass er das Göttliche objektiv zu bewerten oder zu beurteilen in der Lage wäre.

.

Ein weiterer Standpunkt ist die Bewertung von Tun oder Haben im Sinne von materiellem oder sozialem Status. Wenn ich weiter oben ein Unterscheiden, Werten oder Urteilen von Tun oder Haben befürworte, so möchte ich dies jetzt wiederum einschränken. Wenn ich dem Tun einen zu hohen Wert (Status) beimesse, mache ich mich davon abhängig. Ich habe Angst, diesen Status wieder zu verlieren. Wenn ich dem Haben einen zu hohen Wert (Status) beimesse, mache ich mich auch abhängig. Somit hängt mein Glück, resp. meine subjektive Wahrnehmung von Glück von äusseren Umständen ab. Wiederum muss ich darüber urteilen, ob ich etwas qualitativ bewerte im Sinne von inneren Werten, oder ob ich materielle Wertmassstäbe ansetze, von denen ich abhängig und somit potenziell unglücklich werden kann. Aus den obigen Ausführungen schliessen wir, dass scharfes Unterscheiden, kluges Werten oder weises Urteilen in jedem Falle zu einem besseren Leben verhilft. Genauso sicher halte ich daran fest, dass wir das VER-urteilen unterlassen. Denn auf einer höheren Ebene ist jede Verurteilung von jemandem eine Verurteilung des eigenen Selbst. Das ist auch der Grund, weshalb wir so schnell mit Verurteilungen zur Hand sind, weil wir uns selber nicht so annehmen können oder wollen, wie wir sind. Auf einen einfachen Nenner gebracht kann man sagen: Werte, ja urteile weise, aber verurteile nicht!

(by Bertrand Cézoé, www.cezoe.com )

der Kommentar unter dem Beitrag

Werten und unrteilen ist ein Muss, aber abwerten und verurteilen, ist “spirituell” abzuraten…..
Folgende Benutzer bedankten sich: Arafna, monikas
17 Feb 2013 01:05 - 17 Feb 2013 01:08 #19043 von Arafna
*schmunzl*

danke marlene :)

die kernessenz die ich diesem text entnehme ist für mich,

das die aussage du sollst nicht werten ja ebenfalls eine wertung ist :D

und da man wertung nicht mit wertung bekämpfen kann, sondern sie eben durch die wertung des nicht werten sollens ja am leben erhält, zeigt sich wie trickreich unser verstand arbeitet :)



was mir aber in den letzten tagen auch noch an mir selbst aufgefallen ist, ist die arbeitsweise des gehirns...

wir haben ja 2 gehirnhälften...

eine für rationellen verstand und die andere für intuitives entscheiden / kreativität

der rationelle verstand bedient sich der gemachten erfahrung und neigt dann eben dazu sich an bewährten, bekannten verhaltensmustern fest zu halten.
während die intuitive seite sehr offen und verspielt dem tun gegenüber steht...

diese beiden gehirnhälften stehen in dualität zueinander, sie spiegeln sich quasie...

da wir in unserer gesellschafft aber sehr auf die arbeitsweise mit der rationellen verstandeshälfte geprägt sind fällt es uns oft schwer entscheidungen zu treffen, da die gehirnhälften miteinander diskutieren :)

die intuitive gehrinhälfte weis das alles eins ist, die rationelle denkt in wertung aufgrund gemachter erfahrungswerte und gewinnt oft die oberhand...

und nun wirds noch bunter, das herz denkt auch noch :)

es denkt sehr viel präziser und schneller als das gehirn und steuert das gehirn mit impulsen an, die das gehirn dann in dualität versucht zu verarbeiten...

abhilfe findet man da indem man sich in die stille bewegt,

das heißt etwas tun wo der verstand aufhört ständig zu denken...
da hat jeder so seins, manche meditieren, andere tanzen, basteln, malen, gehen in die natur

das ist sehr individuell... wichtig ist halt nur das der verstand aufhört zu denken dabei, sich also entspannt...

dann geschieht unter umständen etwas sehr wunderbares...


das herz und die beiden gehirnhälften finden nach und nach zu einer einheit...

dann wird der krieg im kopf sehr viel ruhiger je mehr wir diese einheit herzustellen vermögen und es fällt einem immer leichter alles und jeden in liebe zu betrachten ohne große entscheidungskriege, so wie bei kleinen kindern ebend, machen ohne wenn und aber :)

es ist eben auch eine frage des loslassens wie ich mit wertung umgehe

also so ist zumindest meine wahrnehmung :)

lg stefan
Folgende Benutzer bedankten sich: Marlene
17 Feb 2013 01:33 #19044 von Marlene
Danke Stefan

Entscheidung: Heute wurde ich danach gefragt, ob die Person sich für diese Wohnung entscheiden soll, und es trifft gerade zu, was Du beschrieben hast.

Ihr Herz hatte sehr schnell entschieden, und die beiden Gehirnhälften spielten ihr Spiel.

Danke für deine Anleitung, in die Stille gehen, also loslassen, was anderes tun.
Es passt alles so zum gestrigen Tag, was mir alles begegnet ist.

Eine Anreihungen vpn Fügungen. ;-)

Das Bewerten und Werten hat auch schon bei mir sein Spiel gespielt.
Hat mich eine Zeitlang beinahe verrückt gemacht, vom hier Schreiben abgehalten.

Und genau, jede Form der Kommunikation beinhaltet schon eine Werung oder Bewertung.

Wenn ich den Button gefällt mir Drücke, oder mich Bedanke, als Zeichen der Wertschätzung, oder das ich es gelsen habe, es mich beindruckt oder Bewegt hat.

Es ist ein Wortspiel, ob ich Bewerte oder abwäge, mich für das ja oder nein entscheide, wie es Betrand beschreibt.

Ich glaube, ohne eine bestimmte Form von Werten können wir nicht mal als Mönch oder Bruder irgendwo leben, denn da hat die Wertung oder Entscheidung dazu bereits vorher stattgefunden, ob mit dem Herzen oder auf welche Art auch immer.

Ich akzeptiere mich wie ich bin, auch wenn ich mal was werte oder abwerte.
Ich bin :-)))

Alles Liebe Euch

Marlène
Folgende Benutzer bedankten sich: Arafna
17 Feb 2013 11:59 #19048 von Batory
Hallo Arafna, Marlene

Für mich ist es so: Entweder ich finde etwas gut oder ich finde etwas schlecht. Wenn nichts von beiden zutrifft, dann ist es mir schlicht weg egal (dann habe ich keine Meinung zu dem jeweiligen Thema). Obwohl das auch wieder so eine Sache ist. Meist ist es so, dass ich schon eine gewisse Meinung habe und meine Toleranz dann einfach größer ist, wenn mir etwas egal wird.

ZB. finde ich homosexuelle Paare irgendwie "unheimlig", da ich mir selbst nicht vorstellen kann, ebenfalls mit einer anderen Dame eine sexuelle Beziehung eingehen zu können (also mein Gefühl sagt "für mich wäre es unnatürlich"). Nun bin ich aber gleichzeitig kein Schwulen-/Lesben-Gegner und der Ansicht, dass jeder seine sexuelle Freiheit ausleben sollte, mit wem er gerne möchte. Facto: Obwohl ich diese Beziehungen nicht nachvollziehen kann (da Hete) und m. E. Homosexualität in unserer Gesellschaft schon zu einem Hype geworden ist und auf einmal jeder lesbisch, schwul und bi wird, habe ich im Grunde nichts dagegen, dass solche Partnerschaften existieren. Worauf ich eigentlich hinaus wollte: Es ist mir egal was da vor sich geht. Obwohl ich diesen Wandel nicht verstehen kann, bin ich dennoch für die Entscheidungsfreiheit jedes einzelnen Menschens, was seine Partnerschaft anbelangt. Das heißt, meine Toleranzgrenze ist einfach groß. Und da wo sie groß ist, kann ich eine Sache dennoch nicht gut finden und trotzdem mit Respekt die Anderen machen lassen, wie sie am glücklichsten sind und mein Leben in völliger Gleichgültigkeit diesbezüglich weiterführen.

Aber eigentlich gibt es da noch ein anderes Phänomen und ich glaube, dass kommt dem ziemlich nahe, was ihr mit dem "All-Eins-Sein" beschreibt:

Wenn plötzlich im wahrsten Sinne des Wortes "der Verstand aussetzt". Sterbende beschreiben es, wenn sie spüren, dass der Tod naht als den innersten und einzigesten Frieden, den sie je gehabt haben. Ein Gefühl der Erlösung. Alles ist plötzlich nicht mehr so wichtig. Eine Leichtigkeit kommt auf, weil sie nicht mehr gegen den Tod rebellieren können.

Ich glaube, das passt ganz gut zu dem, was du mit den beiden Gehirnhälften geschrieben hast, Arafna. Sie kommen durch diese Erkenntnis in Einklang und ich würde sogar sagen, in diesem Zustand befinden sie sich auf einer Strömungsebene. Die Ausschüttung von körpereigenen Opiaten tut außerdem ihr Übriges in solch einer Situation. Warum und weshalb wurde von der Wissenschaft noch nicht eingehender erforscht.

Auch ich habe solche "Eins-Sein-Zustände" schon oft erlebt, aber nicht prämortem, sondern immer dann, wenn mein Geist ruhig geworden ist und ich fokussiert in mir selbst war.

Natürlich nehmen wir mit unseren Sinnen nur begrenzt die Umwelt wahr und ich denke, der menschliche Körper ist noch zu viel mehr fähig. Aber ich glaube nicht daran, dass hinter dem "All-Eins-Sein" irgendeine Absicht oder göttliche Macht steht, sondern auf biochemische Vorgänge beruht.

Aber, um nun wieder auf das Thema Werten und Bewerten zu kommen:

Marlene schrieb:

Wenn ich es nicht tue, dann verweigere ich meine Lebensaufgabe, nämlich selbstbewusst und selbstbestimmt mein Leben selber zu gestalten, also schöpferisch zu sein


Und das ist genau der Knackpunkt. Mir ist aufgefallen, dass bei einigen Menschen, die sich selbst als "spirituell" ansehen, die Maxime des "Nichtbewertens" darauf beruht, die eigene Schwäche legal kompensieren zu können. Warum soll man auch noch selber denken, um selbst eine Lösung für Probleme zu finden? Ist es nicht bequemer, alles zu lassen wie es ist? Irgendeine höhere Macht, wird sich schon was dabei gedacht haben, mich als Kaninchen in einen Hundezwinger gesteckt zu haben...mal gucken, vielleicht kann ich dem Rottweiler, der da drüben schon seine Zähne bleckt, noch was "Spirituelles" beibringen und er mir auch? Schließlich hat er ja auch das Erdenleben gewählt, um etwas zu lernen und wenn wir dann gemeinsam unsere Erkenntnisse erarbeitet haben, wird er mich bestimmt nicht mehr fressen wollen, denn wir haben ja den Darwinismus mit der "Allumfassenden Liebe" besiegt und...

RAUMS! KADOSCH!

Kaninchen gefressen. Wärste mal lieber weggerannt...

Ich finde, dieses Beispiel kann man auch gut auf das Mobbingopfer übertragen aus Marlenes Post, dem das "Nichtbewerten" in so einer Situation einfach nicht weiterhilft.

Manchmal sind halt Ellenbogen gefordert. Den Respekt meines eigenen Selbstbewusstseins muss ich mir auch erstmal verdienen und erkämpfen.

Für einen Klosterbruder, egal welche Kleidung er trägt, mag dies erstrebenswert sein. Er muss nichts mehr werten, denn er hat allem abgesagt. Er lebt völlig nach den Regeln, die andere lange vor ihm aufgestellt haben. Er muss sich persönlich auch um nichts mehr kümmern, es ist alles peinlich genau geregelt, es gelten strenge Vorschriften und nichts ist zu hinterfragen. Aber wer von uns lebt so ein Leben?


Genau so sehe ich es auch. Östliche Philosophien zB. gehen nicht mit westlichen Kulturgut überein. Wir würden hier auch nie so ein Feeling wie "die da drüben" zustande bringen. Die Rahmenbedingungen müssen stimmen. Und wer die Erleuchtung sucht, müsste wirklich schon nach Tibet auswandern oder völlig in der Einsamkeit verschwinden, ohne Kontakt zur Außenwelt.

Arafna schrieb:

denn ich glaube wer sich hier im forum bewegt, sucht doch im grunde wege zu dem gefühl des eins seins


Ich bin hier im Forum, weil ich mich für viele verschiedene Dinge interessiere. Ich brauche den Austausch mit den verschiedensten Leuten. Es ist geistige Nahrung für mich. Neu-Lernen, Dazu-Lernen, Abgleiche machen, Abstriche machen. Eigene Meinungen festigen und/oder wieder umwerfen. Darauf kommt es bei mir an :)

LG Batory
Folgende Benutzer bedankten sich: Arafna
17 Feb 2013 12:33 #19049 von Marlene
Liebe Batory

Marlene schrieb:

Wenn ich es nicht tue, dann verweigere ich meine Lebensaufgabe, nämlich selbstbewusst und selbstbestimmt mein Leben selber zu gestalten, also schöpferisch zu sein.


Das waren nicht meine Worte, ein Zitat von Betrand. :-)

Was das (be)- Werten oder andere Emotionen betrifft, so nehme ich das zum Anlass zu schauen, warum ich damit in Resonanz gehe.

Liebe Grüsse