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Gott und Physik

18 Mär 2013 07:55 - 18 Mär 2013 07:56 #19156 von Richard179
Ich möchte hier eine Rede von Max Planck (1858 – 1947) vorstellen. Ich würde mich sehr über Diskussionsbeiträge freuen. Wir können hier auch Werner Heisenberg, Albert Einstein und den amerikanischen Atomforscher N.J. Stovel einreihen. Letzterer entwickelte sich aufgrund seiner Forschungen vom atheistischen Zyniker zu einem tief religiösen Menschen, nachdem er in einem Experiment die Gehirnströme einer Sterbenden aufzeichnete. Beschämt über sein bisheriges Denken, musste er zu Kenntnis nehmen, dass die mit dem letzten Gebet ausgesendete Energie der Sterbenden die mit dem gleichen Instrument gemessene Energie von Rundfunksendern übertraf.

Hier nun O-Ton Max Planck:

„Meine Herren, als Physiker, also ein Mann, der sein ganzes Leben der nüchternsten Wissenschaft, der Erforschung der Materie widmete, bin ich sicher von dem Verdacht frei, für einen Schwarmgeist gehalten zu werden. Und so sage ich Ihnen nach meinen Erkenntnissen des Atoms dieses: Es gibt keine Materie an sich! Alle Materie entsteht nur durch eine Kraft, welche die Atomteilchen in Schwingung bringt. Da es im ganzen Weltall aber weder eine intelligente noch eine ewige Kraft gibt, so müssen wir hinter dieser Kraft einen bewussten intelligenten Geist annehmen.

Dieser Geist ist der Urgrund aller Materie. Nicht die sichtbare, aber vergängliche Materie ist das Reale, Wahre, Wirkliche, sondern der der unsichtbare, unsterbliche Geist ist das Wahre! Da es Geist an sich ebenfalls nicht geben kann, sondern jeder Geist einem Wesen zugehört, so müssen wir zwingend Geistwesen annehmen.

Da aber Geistwesen nicht aus sich selbst sein können, sondern geschaffen worden sein müssen, so scheue ich mich nicht, diesen geheimnisvollen Schöpfer ebenso zu benennen, wie ihn alle Kulturvölker der Erde früherer Jahrtausende genannt haben: Gott!“

Alles Liebe,
Richard
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18 Mär 2013 08:50 - 18 Mär 2013 09:01 #19158 von Batory
Hallo Richard,

Danke für diesen interessanten Gedankenansatz.
Da ich mich nicht in allen Bereichen der Physik und der Wissenschaft auskenne, kann ich ledigleich erstmal meine Meinung vom Spagat zwischen Spiritualität und modernen Forschungen widergeben:

Die Naturwissenschaft kann lediglich Aussagen über kausale Zusammenhänge und deren Statistiken überprüfen und nachweisen. An "toten" Objekten können demzufolge gewisse Regel- und Gesetzmäßigkeiten festgemacht werden, die unter bestimmten Vorraussetzungen Gültigeit haben (siehe klassische Physik). Deswegen tappen die Forscher im Hinblick der modernen Quantenphysik immer noch stark im Dunkeln, weil sie sich nicht so leicht einkategorisieren lässt und immer wieder bei Versuchen andere Ergebnisse aufführt.

Bei "lebenden" Objekten wird die Sache noch schwieriger. Warum reagiert Person A unter den und den Umständen so, wärend Person B unter den gleiche körperlichen und geistigen Vorrausetzungen ein ganz anderes Verhalten an den Tag legt (zB. in klinisch-therapeutischen Verfahren)?

Ich denke, man kann die Gesetzmäßigkeiten der "toten" Objekte nicht auf einen so komplizierten Mechanismus wie den Menschen übertragen, da er eben nicht immer wie eine Maschiene reagieren kann.

Und das beißt den Wissenschaftlern die Zähne aus.

Ich bin der Auffassung, dass es sicherlich noch mehr zwischen Himmel und Erde gibt, als wir denken, ziehe aber lieber erstmal naturwissenschaftliche Erklärungsversuche für bestimmte Phänomene vor. Mir ist es schon oft vorgekommen, dass ich etwas im spirituellen Sinne überdramatisiert habe, wofür es eigentlich ganz logische Erklärungen gab.

M.E. bleibe ich lieber mit beiden Füßen auf den Boden, damit ich erstmal eine Ausgangsbasis habe, mit der ich arbeiten kann und auf der alles weitere aufbaut.

LG Batory
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18 Mär 2013 22:40 #19163 von Marlene
Lieber Richard

ich nehme mir mal einen Satz aus deinen raus.

Es gibt keine Materie an sich! Alle Materie entsteht nur durch eine Kraft, welche die Atomteilchen in Schwingung bringt.


hier dieses Youtube Video, es ist interessant und lustig erklärt, so das auch die jenigen die mit Physik nicht viel am Hut haben, oder sich auskennen, da setze ich mich dazu, ein kleines Teilchen verstehen können.

Im Zusammenhang mit deinem Beitrag hab ich mich ein wenig im Internet umgesehen.
Fand dabei eine Aussage, dass es mehrere Universen gibt und alle ihre eigenen Naturgesetze hätte.

Das kann ja spanned werden auf unseren Reisen durch die diversen Universen.

Liebe Grüsse
Marlène


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19 Mär 2013 08:01 #19164 von Richard179

Batory schrieb: Ich bin der Auffassung, dass es sicherlich noch mehr zwischen Himmel und Erde gibt, als wir denken …


Danke Batory und Marlene,

und das, was uns in einer Gesetzmäßigkeit und Form erscheint ist nur eine Momentaufnahme und vergänglich. Die Quantenphysik besagt ja gerade, dass alles, was wir als körperlich wahrnehmen, letztendlich nur Licht/Energie und Information ist. Und die entscheidende Erkenntnis der Quanten-Physiker ist, dass Energie und Information auf Bewusstsein reagieren. So nähert sich doch die moderne Forschung den Überlieferungen von Jahrtausenden an, dass wir mit Bewusstsein alles manifestieren, letztlich auch körperliches, ob wir es wollen oder nicht.

So wird zum Beispiel auch die Erkenntnis klarer, dass die Heilung gerichtetes Bewusstsein braucht, die eigene Absicht, zu gesunden. Ohne diese ist alles andere nur Behandlung von Symptomen und nicht von Ursachen, die in Form von Energie-(blockaden) und Information (smustern) vorliegen. Allerdings spielt hier auch der Glaube an die Erfüllung eine Rolle, da sonst unsere unbewussten Zweifel eine allzu gegenteilige Absicht bewirken können. Deshalb werden wohl auch Affirmationen ohne diese innere Gewissheit oft nur zu Enttäuschungen führen.

Ich dachte der folgende Abschnitt aus „Ein Kurs in Wundern“ ist gerade passend hier:

T-30.VIII.1 Die unveränderliche Wirklichkeit

Erscheinungen täuschen, doch können sie verändert werden. Die Wirklichkeit ist unveränderlich. Sie täuscht überhaupt nicht, und wenn es dir nicht gelingt, über Erscheinungen hinauszusehen, wirst du getäuscht. Denn alles, was du siehst, wird sich verändern, und dennoch sahst du es zuvor als wirklich an und denkst jetzt wieder, es sei wirklich. Die Wirklichkeit wird hiermit reduziert zu Form und der Veränderung fähig. Die Wirklichkeit ist unveränderlich. Das ist es, was sie wirklich macht und von sämtlichen Erscheinungen getrennt hält. Sie muss alle Formen transzendieren, um sie selbst zu sein. Sie kann sich nicht verändern.

Alles Liebe,
Richard
19 Mär 2013 10:55 - 19 Mär 2013 11:24 #19166 von Batory
Hallo Richard und Marlene,

Richard, ich kopiere mal kurz deinen letzten Beitrag vom "Arbeits-Thread" hier rein, weil ich finde, dass er auch hier sehr passend ist und ich gerne ein paar Sätze dazu schreiben mag:

Batory schrieb:

HAST DU DICH SCHON MAL MIT REINKARNATION BESCHÄFTIGT?
...


Ja habe ich und das viele Jahre. Früher habe ich auch fest daran geglaubt, weil ich es als eine schöne Vorstellung empfand. Aber wenn man sich eine Weile lang mit Psychologie/Psychiatrie und Hirnforschung auseinandersetzt, dann sieht die Sache schon ganz anders aus. Es ist beruhigend sich vorzustellen, dass alles einen Sinn hat und man nicht wirklich "sterben" könnte, dass das Bewusstsein ewig existiert und es keinen "Tod" gibt, wo alles ein Ende hat.

Hallo Batory,

danke für die sehr tiefgründige und offene Diskussion. Ich beteilige mich wieder gerne etwas dabei und hab mal obiges Zitat herausgegriffen.

Ich glaube nicht, dass die Auseinandersetzung mit Psychologie/Psychiatrie und anderen Naturwissenschaftlichen Themen, sowie allgemein analytisches/logisches Denken geeignet sind, um zu Antworten zu Fragen der Reinkarnation zu kommen. Es sei denn, du bist bereit, diese Theorien auch als Illusion, sehr eingeschränktes Denken, somit auch als möglicherweise hierfür völlig unzureichend zu erkennen, was dann möglicherweise der inneren Weisheit Raum gibt, wenn du dann vielleicht aufhörst, nach wissenschaftlichen Begründungen zu suchen.

(Dafür müsste ich erstmal davon ausgehen und auch dran glauben, dass es neben unserer Welt auch noch eine Geistige gäbe. Es kommt immer darauf an, mit welchem Ziel man die Sache betrachtet. Wer sich mit dem Gedankenansatz des "Höheren" nicht anfreunden kann, der sieht auch keinen Sinn, in dieser Richtung weiter zu forschen, weil er eben ein ganz anderes Weltbild hat.)

Wissenschaftliches Denken ist beschränkt auf messbare oder mit unseren Sinnen aufnehmbare Information und kann derartige Fragen nicht schlussfolgern. Auch die bekanntesten Naturwissenschaftler berichten, dass neue Erkenntnisse gerade dann als Eingebungen erscheinen, wenn die Gedanken zur Ruhe kommen. Das Wissen erscheint einfach und stellt sich als stimmig und anwendbar heraus. Ich selbst habe dies als Mathematiker erfahren.

(Darf ich dich mal fragen, wie du zu deinem spirituellen Weltbild gefunden hast? Das würde mich einfach mal interessieren :) )

Aus meiner Sicht ist ein „Glaube“, den ich begründe, z.B. damit, dass es “beruhigend ist, nicht wirklich zu sterben“ nur ein aus dem Kopf und mit logischen Entscheidungen herbeigeführter Glaube. So etwas ist nur eine Vorstellung im Kopf, für die du dich entschieden hast, weil es eben gerade irgendeine Lösung darstellt. Solcher Glaube hat aus meiner Sicht nicht lange bestand. Glaube ist für mich hingegen ein inneres sicheres Wissen, das nicht auf Begründungen beruht.

(Richtig. Aber solche Entscheidungen kommen in der Regel nicht bewusst. Es ist viel mehr ein tieferes, inneres Sehnen, dass alles eine Sicherheit und einen Sinn haben soll. Aber das zu hinterfragen, darauf kommen die wenigsten Menschen, weil sich diese Sicherheit einfach so richtig anfühlt, dass sie auch wahr sein muss).

Wie ich schon erwähnt hatte, halte ich gerade allzu kopflastige analytische Herangehensweisen nicht für geeignet, Spiritualität zu entwickeln. Für mich ist hier das Erfahren ohne Ziel und Begründung wesentlich.

(Ist denn deiner Meinung nach Spiritualität generell der ausschlaggebende Punkt für ein glückliches und erfülltes Leben für jedermann?)


Und weiter:

und das, was uns in einer Gesetzmäßigkeit und Form erscheint ist nur eine Momentaufnahme und vergänglich. Die Quantenphysik besagt ja gerade, dass alles, was wir als körperlich wahrnehmen, letztendlich nur Licht/Energie und Information ist. Und die entscheidende Erkenntnis der Quanten-Physiker ist, dass Energie und Information auf Bewusstsein reagieren. So nähert sich doch die moderne Forschung den Überlieferungen von Jahrtausenden an, dass wir mit Bewusstsein alles manifestieren, letztlich auch körperliches, ob wir es wollen oder nicht.

T-30.VIII.1 Die unveränderliche Wirklichkeit

Erscheinungen täuschen, doch können sie verändert werden. Die Wirklichkeit ist unveränderlich. Sie täuscht überhaupt nicht, und wenn es dir nicht gelingt, über Erscheinungen hinauszusehen, wirst du getäuscht. Denn alles, was du siehst, wird sich verändern, und dennoch sahst du es zuvor als wirklich an und denkst jetzt wieder, es sei wirklich. Die Wirklichkeit wird hiermit reduziert zu Form und der Veränderung fähig. Die Wirklichkeit ist unveränderlich. Das ist es, was sie wirklich macht und von sämtlichen Erscheinungen getrennt hält. Sie muss alle Formen transzendieren, um sie selbst zu sein. Sie kann sich nicht verändern.


Nun, um Missverständnissen vorzubeugen, möchte ich gerne anmerken, dass ich schon an die Wirkungen bestimmter Faktoren glaube, aber sie keinem göttlichen Prinzip zuordne.
Gäbe es eine Kraft, die alles durchdringt, so wäre sie viel zu unpersönlich, als dass sie sich um jeden einzelnen von uns kümmern könnte. Alles basiert auf Ursache, Wirkung und der Verhältnismäßigkeit zueinander. Dieser "ausgleichende Faktor" der die Welt "zusammenhält" ist nur noch nicht ausreichend erforscht worden, aber ich halte es durchaus für möglich, dass er existiert. Doch davon auszugehen, dass "er" genau so agiert und interagiert wie wir Menschen (persönliche Gefühle, Empathie, höherer Sinn und Zweck), das halte ich doch für sehr narzisstisch von uns gedacht. Es ist wohl typisch Mensch, dass wir uns wohl immer nach etwas sehnen, dass sich um uns sorgt und das "alles wieder ins Lot bringt", wenn wir nicht mehr weiter wissen. Der Homo Sapiens Sapiens braucht einfach das Gefühl der Sicherheit, der Wärme und der Geborgenheit, wie er es einst im Uterus der Mutter erlebt hat und projeziert dieses Wunschdenken im Erwachsenenleben gern auf die Aussenwelt (was ja auch nicht schlimm ist). Wir tendieren oft dazu, alles in der Natur zu vermenschlichen und auf uns beziehen zu wollen, dabei sind wir nur ein kleiner Teil des Universums. Natürlich stehen wir immer in Verbindung mit unserem naturalistischen Kern, aber ich glaube, der Mensch ist so geschaffen, immer im Bezug mit etwas außer ihm treten zu wollen, was aus seiner frühsten Kindsentwicklung her stammt, denn wir sind nunmal soziale Wesen.

Und die Quantenphysik ist im Moment dabei, gerade diese Vorgehensweisen ans Licht zu bringen, was diesen "ausgleichenden Faktor" anbelangt. Der Unterschied zwischen Spiritualität und Wissenschaft besteht nur darin, dass erstere gerne alles in einem höheren, persönlichen Zusammenhang betrachtet, wärend letztere die Objektiven Wirkungsgrade erforscht. Der Kern der Theorie bleibt jedoch die Selbe.

LG Batory
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19 Mär 2013 13:14 #19167 von Marlene
Aus:

Der Wanderer Geschichten und Gedanken

von Paulo Coelho


Gibt es Gott?
Eines Morgens, als Buddha inmitten seiner Schüler saß, trat ein Mann
hinzu.
»Gibt es Gott?«
fragte er.
»Es gibt ihn«, antwortete Buddha.
Nach dem Mittagessen kam ein anderer Mann.
»Gibt es Gott?« fragte er.
»Nein, es gibt ihn nicht«, sagte Buddha.
Am Abend kam ein dritter Mann, der dieselbe Frage stellte:
»Gibt es Gott?«
»Das mußt du selber entscheiden«, antwortete Buddha.
»Meister, das ist absurd!« sagte einer seiner Schüler.
»Wie könnt Ihr auf ein und dieselbe Frage verschiedene Antworten geben?«
»Weil es unterschiedliche Menschen sind, die mir die Frage stellen«,
antwortete der Erleuchtete. »Ein jeder nähert sich Gott auf seine
Weise: durch die Gewißheit, die Negation und den Zweifel.«
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