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Abschied nehmen

18 Apr 2013 01:24 - 18 Apr 2013 01:28 #19252 von Manni
Hallo ihr Lieben,

wer mich schon länger kennt weiß, dass ich mich bereits von vielen Menschen trennen musste, die mir nahe standen. Auch gestern haben wir wieder ein Familienmitglied die letzte Ehre erwiesen. Ich fragte mich, erneut nach dem Warum. Dieser Mann hinterlässt eine Frau und zwei wunderbare Kinder. Seine Frau hat bitterlich geweint und wollte gerne verhindern, dass ihr dieser Mann genommen wird.

Und der Pfarrer sprach zu der Gemeinde sehr schöne Worte. Er sagte, dass dies kein Abschied sei und dass dieser Mensch nur schon vorausgegangen sei, er würde nun für uns einen Platz an seiner Seite frei halten und geduldig darauf warten, bis wir zu ihm kommen und wir alle wieder vereint sind.

Es wurde von keinem Ende und dem Tot gesprochen sondern von einem Weg in eine andere Welt, vom ewigen Leben, welches uns Jesus seiner Zeit schon demonstriert hat und wir daran glauben können, dass es das auch gibt, denn wir sind alle Gottes Kinder. Und so ist er weiterhin immer bei uns zu jeder Zeit.

Dennoch ist mein Herz schwer, schwer vor Trauer auch für die Hinterbliebenen. Selbst wenn sie nun wissen, dass er immer noch bei ihnen ist, so fehlt er ihnen doch. Und sie wissen auch nicht wo genau er jetzt ist und wie es ihm dort geht. Wird er immer noch an seinen Schmerzen leiden, die ihn die letzten Jahre so gequält haben oder ist er wirklich erlöst davon. Und welches Leid habe sie jetzt zu tragen, wo er ihnen nicht mehr zur Seite stehen und helfen kann? Er hinterlässt einfach auch eine riesen große Lücke.

An dieser Stelle müssen wir wohl lernen umzudenken, denn es ist keine Lücke, selbst wenn es uns so vorkommen mag, denn er ist ja nicht weg und steht nur auf der anderen Seite des Weges. Insofern ist er auch nur vorausgegangen und wartet dort geduldig auf uns, bis auch wir nachkommen werden. Wir bleiben also verbunden und werden durch den Tot nicht getrennt.

Das war so ziemlich die schönste Aussage, die ich bei einer Beerdigung gehört habe. Darum wollte ich sie auch gerne mit euch teilen.

Liebe Grüße
Euer Manni
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18 Apr 2013 06:50 #19253 von Richard179
Lieber Manfred,

ich fühle den Schmerz mit Dir und den Angehörigen und würde gern ein Stückchen abnehmen davon. Und ich kenne Dich gut genug, um zu wissen, dass Du es dir sehr zu Herzen nimmst. Du sollst wissen, dass alles stimmt aus der Predigt bei der Beerdigung. Und unsere Verstorbenen sind bestimmt lebendiger auf ihrer neuen Ebene, als wir hier mit unseren eingrenzenden Mustern. Sie warten geduldig mit uns, dass auch wir loslassen und sie in Frieden aufsteigen sehen können. Zünde eine weiße Kerze an, wenn du mit ihnen sprechen möchtest. Sie nehmen es gerne an.

Dennoch, unterschätze nicht den Abschied. Die Trauerarbeit beginnt nun und aus meiner Sicht ist es das Beste, den Schmerz anzunehmen. Er wird sich auflösen und darunter wird wirst du den Frieden finden, dass alles bestens ist, genauso wie es ist. Wie immer, melde dich gerne, wenn es dir gerade in den Sinn kommt.

Alles Liebe und mein Mitgefühl für Dich und die Angehörigen,
Richard
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18 Apr 2013 10:30 #19254 von Manni
Danke lieber Richard für deine Anteilnahme.

Ja, der Schmerz begleitet die Trauer und ich mache auch die Erfahrung, dass es mit den Jahren nicht weniger wird. Von so vielen lieben Menschen habe ich schon Abschied nehmen müssen und sollte eigentlich längst daran gewöhnt sein, doch ich habe eher das Gefühl, dass es mich immer mehr schmerzt, denn ich bin noch da und sie mussten vor mir gehen. Dann schaue ich mich um, wer überhaupt noch da ist und ich stelle fest, dass es natürlich immer weniger liebe Menschen werden, die mich begleiten. Bald werde ich wohl auch an der Reihe sein. Doch dann sage ich mir wieder, dass es viel zu früh für mich ist. Aber wie früh war es denn für ihn? Er war doch noch jünger als ich? Aber als ich mich auf dem Friedhof so umsah, fiel mir ein kleines Grab auf, auf dem zu lesen war, dass dieses Kind nicht einmal einen Tag auf dieser Erde sein durfte. Insofern spielt auch diese Zeit keine Rolle! Was spielt überhaupt eine Rolle? Und warum muss ich das alles erleben? warum habe ich mir das so ausgesucht? Ich möchte das nicht! Oder möchte ich es doch? Möchte ich diesen Schmerz auch noch zu den bereits ständig vorhandenen Schmerzen noch mit dazu haben? Warum quäle ich mich so? Wie soll das denn weiter gehen? Bald werden keine lieben Menschen, die mir nahe stehen, mehr hier anwesend sein, die ich auf diesem Weg noch begleiten könnte. Aber bestimmt bin ich nicht der letzte der in unserem immer enger werdenden Kreis gehen muss.

Ich habe meine liebe Frau gebeten, mich dann auch gehen zu lassen, wenn es eines Tages so weit seien sollte und nichts zu unternehmen, um diesen Weg zu verlängern. Ich möchte nicht so ein Leid durchmachen müssen, denn mir reicht voll und ganz, was ich schon auf mich genommen habe. Also lege ich mein Leben vertrauensvoll in Gottes Hände und gehe immer weiter meinen Weg, schaue dabei auf die Zeichen, die sich mir bieten, um auch einige zu erkennen und immer weiter zum inneren Frieden zu finden. Mit entsetzen habe ich bemerkt, wie wenig ich doch über meine eigenen Kinder wusste, weil ihre Kindheit und Jungend so schnell verflogen ist. Immer habe ich andere Dinge im Fokus gehabt und dann siehst Du plötzlich, wie schnell so ein Leben auch zu ende sein kann. Die Zeit hier auf diesem Weg ist eigentlich viel zu kurz, um all ihre schönen Seiten zu erkennen. Warum sehe ich sie nicht, warum nehme ich mir die Zeit nicht, warum lasse ich sie so schnell vergehen? Und was kommt dann? Muss ich immer weiter kämpfen, Schmerz und Leid ertragen? Gott ist Liebe und gibt mir Hoffnung und Zuversicht! Ich bräuchte ihm doch nur vertrauen. Doch was ich fühle ist eine unsägliche Ungerechtigkeit usw. Dabei ist sie nicht vorhanden, sie ist nicht gegenwärtig und existiert nur in meiner Vorstellungskraft. Warum glaube ich dann an sie und nicht daran, was ist? Warum sehe ich nicht was gut für mich ist und kann es fühlen? Ich fühle den Schmerz!
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18 Apr 2013 11:01 #19255 von Martin
Lieber Manfred,

ich kann gut nachfühlen, wie es Dir mit dieser Erfahrung gehen mag. Oft fragen wir uns, WARUM. Oft fragen wir nach dem Höheren Sinn. Und doch kann uns auch das Verstehen dessen, was "Gott damit beabsichtigt" nicht den Schmerz und die Trauer nehmen.
Wenn ich wie so viele Andere sage, dass wir gerade durch unsere allerschlimmsten Krisen und Verluste wachsen und zu unserer höchsten Wahrheit, zu unserer eigenen Göttlichkeit finden, hilft dies erst einmal nicht, den Schmerz zu "vergessen". Wenn wir uns daran erinnern, dass es keinen Tod gibt und wir alle EINS sind, können wir jedoch durch den Prozess der Trennung zur Erfahrung gelangen, dass es keine Trennung gibt - und in jedem Moment die Verbindung zum geliebten Menschen tief in unserem Herzen spüren.

Als mein Großvater starb (er war Pfarrer), war ich im Moment seines Todes zusammnen mit meiner Frau und meiner noch sehr kleinen Tochter bei ihm. Wir halfen ihm, den Übergang zu schaffen und ruhig zu gehen. Wir wussten, dass es für ihn Zeit war, "nach Hause zu gehen". Annika, unsere Tochter hat auf diese Weise zum ersten Mal den Tod eines ihr nahestehenden Menschen erlebt, und gespürt, dass mein Großvater nur seine Form ändert. Sie war traurig, aber sie war sich der immerwährenden Präsenz meines Großvaters (ihres Urgroßvaters) sehr bewusst. Um ihm zu helfen, rieben wir ihm die Schläfen mit einem Rosenöl ein. Er drückte noch einmal die Hand seiner Urenkelin und ließ dann los. Nachdem wir uns verabschiedet hatten (er war noch nicht gestorben, war aber nicht mehr bei Bewusstsein), verließen wir den Raum und gingen gemeinsam in den Wald spazieren. Etwa eine halbe Stunde später stiegen wir am Waldparkplatz aus dem Auto - und spürten ganz deutlich und ganz real die Seele meines Großvaters, der noch ans Auto gekommen war, um sich endgültig von uns zu verabschieden. Auch Annika spürte es. Wir waren zutiefst von Glück, Liebe und Frieden erfüllt.

Noch heute, wenn wir an ihn denken, kommt er unmittelbar und lässt uns seine Präsenz in unserem Herzen fühlen.

Nichts geht verloren - alles Wahre ist Ewig und immerdar!

Von Herzen

Martin
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18 Apr 2013 19:43 #19256 von Marlene
Lieber Manfred

ich wünsche Dir und den Hinterbliebenen viel, viel Kraft und Vertrauen.

Erinnerst Du Dich an den Beitrag von Schmetterling, Natallie?

www.celestinecommunity.de/forum?func=vie...tid=76&id=7249#10733

Herzliche Anteilnahme und viel, viel Kraft und Vertrauen in den göttlichen Plan.

Es gehört auch für mich dazu, zu trauern, und nicht die Gefühle wegschieben, als menschliches Wesen, fühlen wir eben so. Alles hat seine Zeit.

Ich hab Heute einen Spruch gelesen, in der Form; es gibt nur einen Tag um was zu tun, gestern ist vorbei, und morgen ist noch Zukunft. All zu oft, vergesse auch ich völlig im JETZT zu sein. Lass deine Gefühle zu. Ich glaub das es wichtig ist, sie anzunehmen.

Alles Liebe, und sprich mit dem Mann der in die andere Dimension gegangen ist.

Ich hab vor Jahren eine liebe Freundin verloren, bzw. gehen lassen dürfen, sie hat im Traum zu mir gesprochen, dass ich sie los lassen soll, und hat mir versichert, dass es ihr nun dort gut geht. Sie hatte einen Unfall mit dem Fahrrad und war unter einen LKW geraten, hatte noch ein paar Tage überlebt. Sie hat ihren Weg gewählt, und wenn ich das jetzt gerade schreibe, geht wieder so eine Schauer über meinen Körper, ein Signal von Ihr, Monika.

Vielleicht kannst Du die Familie ein wenig mit deiner Anteilnahme und Rat, einfach da sein, unterstützen.

Herzlichst Marlène
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19 Apr 2013 10:37 #19257 von Manni
Liebe Marlene,

der Familie habe ich meine Unterstützung angeboten und bete für sie. Mehr kann ich nicht tun und sie wollen auch kein Mitleid. Wir alle wissen ja, dass dieser Tot auch eine Erlösung von den Jahre langen Schmerzen gewesen ist. Und dennoch bleiben wir davon nicht unberührt.

Lieber Martin,

solche Erlebnisse, wie der Abschiede des Großvaters, habe auch ich schon erfahren dürfen. Meist die Leute durch ein seltsames Ereignis noch mal gekommen und haben Abschied genommen. Das fiel z. B. eine Blumenvase aus dem Regal, obwohl sie dort fest und sicher stand und sie niemand berührte. Kurz darauf erfahren wir, wer von uns gegangen ist. Er hat noch einmal kurz vorbeigeschaut und auf sich aufmerksam gemacht, damit wir nicht denken, er sei für immer nicht mehr da.

Das ist schon sehr tiefgriefend und weckt Hoffnung auf das was noch vor uns liegt.

Ich danke euch für die lieben Worte
Manfred
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