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Abschied nehmen

07 Mai 2013 16:12 #19303 von Rita
Lieber Manni,

ich schon wieder :laugh:

Aufmerksamkeit für seine Umwelt und die Mitmenschen ist eine Sache. Ihre Eigenarten, vermeintlichen Fehler und Probleme zu den eigenen machen, eine andere. Das können selbst die Helferlein (wie z.B. Martin) nicht leisten und auf sich nehmen, und sie tun es auch nicht, wie Martin ja so schön beschrieben hat.
Die Sache mit den Rädern und der jungen Frau war DEREN Sache und nicht deine.Sie hat sich ja so entwickelt, dass du darüber schmunzeln konntest.
Kann es sein, dass du im Moment nicht DEIN Leben lebst, sondern das der anderen Menschen? Puhhhh, das kann nicht gut gehen :ohmy: Vor allen Dingen nicht, wenn du dich mit kleinen Alltäglichkeiten verzettelst. Ich schaue auch nicht weg, wenn jemandem Unrecht geschieht und er Hilfe braucht. Dann setze ich mich nach meinen Möglichkeiten ein. Ab und zu habe ich keine und dann ist es halt so - und soll sicher auch so sein. Aber alles andere können und müssen die Menschen alleine lösen und bewältigen. Und das müssen, können und dürfen sie auf ihre Weise machen, auch wenn das nicht immer die deine ist.

Liebe Grüße von
Rita
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07 Mai 2013 17:07 #19304 von Rita
Manni, ich muss dir noch etwas schreiben.

Ich habe gerade - wieder mal - mein Buch "Der Pfad des friedvollen Kriegers" zu Ende gelesen und muss dir unbedingt eine Passage daraus aufschreiben.

"Die Suche ist unnötig, das Streben führt zu nichts. Alles ist gleich, darum sei glücklich - und zwar jetzt. Die Liebe ist die einzige Wirklichkeit dieser Welt, denn sie ist das All-Eine. Die einzig gültigen Gesetze sind Paradox, Humor und Wandel. Es gibt keine Probleme, es gab keine und wird niemals welche geben. Hör auf zu kämpfen, lass ab von deinem Grübeln, wirf die Sorgen von dir und fühle dich wohl auf dieser Welt. Du brauchst dich nicht aufzulehnen gegen das Leben. Tu einfach nur dein Bestes. Mach die Augen auf und erkenne, dass du viel mehr bist, als du glaubtest: Du bist die Welt und der Kosmos. Du bist du selbst und alle anderen. Alles ist ein wunderbares Spiel Gottes. Wach auf und lerne wieder zu lachen. Mach dir keine Sorgen, sei einfach glücklich. Du bist schon erlöst!"

Liebe Grüße von
Rita
Folgende Benutzer bedankten sich: Marlene
08 Mai 2013 06:48 #19305 von Manni
Ja,

ich mache gerne die Probleme anderer Menschen zu meinen eigenen und dass das auf Dauer nicht gut geht habe ich gespürt. Dennoch fällt es mir schwer, es einfach so zu akzeptieren wie es ist und die Menschen das selbst lösen zu lassen, ganz besonders wenn sie damit dann auch noch zu mir kommen. Ich müsste sie zurückweisen und frage mich gerade, was das dann noch mit Liebe zu tun hätte.:(

Gestern sprach mich ein kleiner Junge an und wollte 2 Euro von mir haben, die ihm noch fehlen würden, um sich etwas kaufen zu können. Ich habe ihm geraten mit dieser Bitte doch besser zu seinen Eltern zu gehen. Schon sprach er den nächsten Passanten an.

Dann wurde ich von einem Bettler um ein paar Cent gebeten, während der sich eine Zigarette anzündete. Ich riet ihm auf das Rauchen zu verzichten, dann würde er mehrere Cent übrig behalten, doch er schien mich nicht zu verstehen.

Am Mittagstisch kamen Musikanten vorbei und spielten ununterbrochen neben uns. Dann kam einer und hielt mir eine Mütze mit einem Eurostück direkt unter die Nase. Ich fragte ihn, ob das Geld für mich sei und wollte schon danach greifen, als er die Mütze schnell wieder weg zog und zum nächsten Tisch weiter ging.

Habe ich mich richtig verhalten? Wenn ja, warum passiert mir das immer wieder Tag für Tag? Es müsste sich dann doch auch mal erledigt haben. Doch irgendwie hat es das für mich nicht. Zu meinem Kollegen jedoch gehen diese Leute nicht mehr. Er fährt sofort aus der Haut und brüllt sie an. Offenbar spüren sie diese Energie und lassen ihn in Ruhe. Doch so möchte ich nicht mit meinen Mitmenschen umgehen, nur um meine Ruhe zu haben. Aber offenbar werde ich sie anders einfach nicht los. :(

LG Manni

PS.

Gestern habe ich mich auch wieder über die Nachrichten geärgert, was dazu führt, dass ich mir bald keine mehr anhören möchte. Es ging um eine geänderte Rechtsprechung zu Gunsten von Hausbesitzer, die ihre Häuser energetisch verbessern müssen und dies dann auch tun wollen aber dabei auf Widerstand der Mieter stoßen. Es kam sogar soweit, dass der Vermieter Fenster hat zumauern lassen, von Wohnungen, wo Mieter Umbaumaßnahmen an den Fenstern ablehnten. Die Richterin hat in diesem Fall erstmalig zu Gunsten des Vermieters entschieden und nun bleibt es in der Wohnung ohne Tageslicht und frische Luft.:ohmy:

Natürlich gehen die Mieter in Revision und der Bundesgerichtshof darf sich dieser Frage annehmen, da sie aus eine Gesetzesnovelle resultiert. Offenbar haben Politiker wieder einmal nicht weit genug gedacht und die Mieter müssen das nun ausbaden. Vermutlich muss danach das Gesetz wieder geändert werden, denn das kann ja so einfach nicht bleiben. Zwar ist das wieder nicht mein Problem aber beruflich komme ich damit dann auch in Berührung. Doch mich ärgert einfach, welchen Unfug unsere Politiker einfach so verabschieden können. Das ist wie mit der Kernenergie, wo sie sich einfach keine Gedanken darüber machen, was mit dem Müll passieren soll. Ich finde, dass solche Sache immer erst dann spruchreif sind, wenn sie bis zu Ende durchdacht wurden und für alle Beteiligten auch vertretbar sind. Dann gäbe es solche Dinge auch nicht. Aber es wird immer erst einmal etwas beschlossen und dann geschaut wie sich das entwickelt.:angry:
08 Mai 2013 07:08 #19306 von Marlene
Lieber Manni

ich hab mir gestern den Film auf DVD angeschaut und ein Ausschnitt auf Youtube gefunden.
Herzliche Grüsse


08 Mai 2013 11:42 #19307 von Rita
Lieber Manni,

man kann auch in Liebe los lassen. Ich hege keinen Groll gegen Menschen, die anders oder nicht so sind, wie ich das gerne hätte oder mir vorstelle. Ich denke nie: Wie kann der nur so sein. Es hat sicher einen Grund, warum er so ist. Ich würde mir von anderen Menschen auch nicht vorschreiben lassen, wie ich leben oder mich benehmen soll. Ich kann und will nicht die ganze Welt ändern. Jeder hat seine Aufgabe und muss in erster Linie schauen, dass er die gut macht. Das heißt nicht, dass ich mich nicht um andere Menschen kümmer, in Gegenteil. Aber ich gebe Hilfestellung, tu etwas für sie, erwarte aber nicht von ihnen, dass sie sich ändern.
Ein Beispiel: Ich stricke für die Obdachlosen in unserer Stadt seit Jahren Socken, Mützen und Schals. Ich mache die Arbeit, stelle sie der Organisation zur Verfügung, aber ich erwarte nicht, dass die Alkoholiker unter den Obdachlosen ihr Leben ändern, damit sie die warmen Sachen bekommen. Sie sind aus allen möglichen Gründen zum Alkohol gekommen, das geht mich nichts an. Sie brauchen Hilfe und die bekommen sie. Da frage ich nicht danach, ob meine Socken "anständige" Leute bekommen oder welche, die total versumpft sind. Die Streetworker der Organisation müssen sich oft von den Hilfsbedürftigen Frechheiten und Unverschämtheiten anhören, trotzdem werten sie nicht und helfen einfach weiter. Sie nehmen den Bedürftigen nicht alle Entscheidungen ab, lassen sie auch mal eine nicht so gute Erfahrung machen, trotzdem wachen sie über die armen Leute. Sie können in Liebe los lassen.

Wenn mir ein Bettler begegnet und ich habe das Gefühl, ihm etwas geben zu wollen, dann bekommt er was, auch wenn ich weiß, dass er sich nichts zu essen kauft, sondern Schnaps. Ohne Schnaps geht es ihm schlecht und mit Schnaps, den ich ein wenig mit finanziert habe, hat er womöglich einen glücklichen Moment. Es ist nicht an mir, diesen Menschen zu erziehen. Das kann und will ich nicht. Ich kann ihm aber einen glücklichen Moment schenken und vielleicht sogar ein kleines Gespräch, bei dem ich ihn Liebe spüren lasse. Er geht dann mit einem Lächeln auf dem Gesicht seiner Wege und uns beiden geht es gut. Ich werde auch viel öfter von Bettlern angesprochen als andere Menschen. Sie spüren, dass ich keinen Groll gegen sie hege, dass ich die Menschen liebe, auch sie. Ich kann mich glücklich schätzen, dass das Leben mich nicht auf die Straße gespült hat und ich ein recht komfortables Leben führen kann. Darum gebe ich gerne von meinem Komfort etwas ab, ohne jegliche Vorbehalte, Wertungen oder Erwartungen an das Verhalten der Menschen.

Manni, so allmählich entwickelt dieser Thread sich zu einem Dialog zwischen uns beiden :)

Liebe Grüße von
Rita
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11 Mai 2013 05:46 #19317 von Manni
Liebe Rita,

so ein Dialog ist doch auch mal ganz nett.:)

Wenn ich gerne helfen möchte, dann tue ich das auch ohne eine Gegenleistung zu erwarten. Bei süchtigen Leuten (Alkoholiker z. B.) kann ich sogar mehr helfen, wenn ich ihnen nicht das geben, was sie gerne haben möchten. :blink:

Aber um noch mal auf das Thema zurück zu kommen, Abschied nehmen hat ja auch etwas Befreiendes. Das wäre dann das Positive daran.B)

LG Manni
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