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Abschied nehmen

22 Apr 2013 08:11 #19258 von Richard179

Mannimen schrieb: Und was kommt dann? Muss ich immer weiter kämpfen, Schmerz und Leid ertragen?


Hallo Manni,

ich denke Schmerz und Leid hat auch viel mit der Perspektive und der Gedanken darüber zu tun. Erstaunlicherweise sind sie umso mehr da, umso mehr wir uns Gedanken darüber machen und sie nicht haben wollen. Wir speichern und stapeln diese Gefühle regelrecht in uns und lassen sie dann immer weniger durch uns hindurch und abfließen. Vielleicht probierst du mal dies und schaust, was du damit erfährst: Nimm dir mal ein paar Stunden Zeit für den Schmerz und das Leid und die Ungerechtigkeit. Fühle den Schmerz und leide. Geh hinein in den Schmerz und das Leid, so tief und so stark du nur kannst. Und wenn du meinst es geht nicht mehr schlimmer, dann steigere es nochmal und lass es anhalten, solange du kannst.

Alles Liebe,
Richard
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23 Apr 2013 17:36 #19259 von Manni
Himmel hilf, Richard!:ohmy:

Ich bin froh, wenn der Schmerz mal nachlässt. Wenn er so extrem auftaucht, dann bekomme ich kaum noch Luft, sehe zu, dass ich schnell mit dem Auto anhalten kann, steige aus und atme den Schmerz weg. Ihn noch deutlicher zu erleben, wäre ja furchtbar. Wer will das denn freiwillig?:(

Mir wurde schon oft geraten, den Schmerz einfach mal ganz bewusst wahrzunehmen. Der ist jedoch dann so präsent, dass es bewusster gar nicht sein kann. Es fühlt sich an wie ein Messerstich mitten im Solarplexus. Dabekomme ich dann keine Luft mehr, weiß nicht wie ich überhaupt mich noch bewegen soll usw. Ich bin ja gezwungen das zu ertragen, weil ich gar nichts dagegen tun kann.:S

Dann rede ich so vor mich hin und versuche mich irgendwie zu entkrampfen. Ich sage mir, das ich ihn wahrgenommen habe und dass er ein Teil von mir geworden ist. Dann frage ich ihn, was er mir mitteilen möchte. Er möchte mich warnen! Und wovor? usw. Es dauert dann seine Zeit, bis ich wieder in der Lage bin mich anderen Dingen zuzuwenden, Auto fahren kann etc.:side:

Also noch mehr mag ich nicht wirklich davon spüren. Mir wäre wohler, er würde aus meinem Leben verschwinden. Dafür wollte ich ihn ja auch mal mehr erfahren, doch es wurde immer schlimmer. Selbst diese Klopftechnik ändert daran nichts aber sie lenkt etwas ab.B)
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23 Apr 2013 19:17 #19260 von Richard179
Ja Manni,

leide einfach mal "wie ein Hund" und schau nach was passiert. Es muss ja nicht gerade beim Autofahren sein. Doch es würde mich nicht wundern, wenn es dann beim Autofahren ausbleibt, als Belohnung. Kannst ja dabei klopfen, damit es erträglicher ist. ;)

Alles Liebe,
Richard
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23 Apr 2013 20:32 #19261 von Marlene
Lieber Manfred

ich frage mich gerade über den Schmerz den Du spürst...

Wessen Schmerz spürst Du?

Du erwähnst dann auch noch den Solarplexus, das stimmt mich nachdenklich, ob Du MITLEIDEST, ich meine, Du verspürst bestimmt Verlust und Schmerz, doch wem nimmst Du ihn noch ein bisschen mehr ab?

Ich kenne das in einer anderen Form von Schmerz, körperlichen, z.B. meinen Ischias.
Manfred ich meine, es ist kein Vergleich mit Deiner/Eurer Situation, doch könnte es sich gleichen.

Mit wem leidest Du mit? Abgesehen von deinem eigenen Schmerz der da ist, und da sein darf.
Mir wurde bewusst wie ich es angestellt habe, ich hab mich in den Schmerz der Person, die mir davon am Telefon berichtet hatte, unverzüglich anstecken lassen.

Ich meine, vorher hatte ich keinen Ischias Schmerz.
Doch nach dem der Anruf beendet war, spürte ich ihn plötzlich.
Es wundert mich auch nicht, da es sich dabei um eine liebe und sehr langjährige Freundin handelt, fast schon als wären wir Zwillingsschwestern.

Ich glaub wir sind und schon in anderen Leben begegnet, da ist eine sehr spezielle Bindung da, ich spüre sie auch ohne Anruf, wir Funktionieren ziemlich telepathisch, jede spürt jede.
Wir brauchen dazu keine Technik.

Alles Liebe und frag Dich warum Du so leidest, was versteckt sich darunter?
Ich wünsch Euch allen Heilung.

Marlène
24 Apr 2013 06:36 #19262 von Richard179
Hallo Manfred,

vielleicht hast du es jetzt mal probiert? Wenn du nichts bemerkt hast und vielleicht noch mehr verzweifelt sein solltest, dann brauchst du wirklich mehr professionelle Hilfe, um weiter zu kommen. Ich denke da hauptsächlich an die neueren Methoden der Geistheilung. Bei EFT könnte dies die "Tearless Trauma Technik" sein. Aber auch Behandlungen mit Quantenheilung oder einfach eine Reihe von Reiki-Sitzungen wären ein guter Einstieg. Du solltest es dir wert sein, meine ich.

Alles Liebe,
Richard
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24 Apr 2013 09:29 #19263 von Bea
Hallo Manfred, als ich deine Zeilen gelesen habe, hat mich das sehr traurig gestimmt,
denn ich kann deinen Schmerz gut nachfühlen.

Wenn man die Trauer fühlt und auch Trauerarbeit leistet, ist es wirklich nicht einfach, denn auch die Trauer will gelebt werden.

Verstehst du was ich meine?

In der Trauer steckt auch ein Teil Lebendigkeit, deinen inneren Kern wieder zur Heilung zu bringen und nach vorne zu schauen.

Ich habe in der Vergangenheit gleich vier Menschen ganz kurz hintereinander verloren, es ist nicht mal ein Jahr vergangen und meine Familie war komplett weg, so wie ich sie im Diesseits kannte. Der Schmerz, der damals unerträglich war, so dass ich manchmal nicht mehr wusste, wie ich einen neuen Tag "überstehen" sollte, ist weniger geworden.

Die Zeit heilt keine Wunden, dass ist das, was ich dir sagen kann, aber du wirst ihn irgend wann auch weniger spüren, dann ist er nicht mehr so präsent.

Was mir unwahrscheinlich gut geholfen hat, waren Spaziergänge, raus zu gehen und mich vor allem auch mit meinen Tieren, Katzen zu beschäftigen. Tiere spenden einem in der Zeit unwahrscheinlich viel Trost, weil sie instinktiv mitfühlen.

Du bist jetzt frei, einen neuen Weg zu gehen. Der Mensch, der von dir gegangen ist, hat keine Schmerzen mehr und ist losgelöst von seinem Körper, dennoch ist er bei dir, in deinem Herzen und dort wird er auch bleiben.

Man kann den Tod nicht einfach wegradieren, denn er gehört zum Leben dazu. Das Wichtige ist die Annahme und den Schmerz fühlen, so dass er im Anschluss auch wieder gehen kann. Du solltest dich aber nicht insoweit in diesen Schmerz hineinsteigern, dass du keine Luft mehr bekommst und sogar einen Messerstich im Solarplexus spürst.

Ich denke, dass ist ein eindeutiges Zeichen dafür, auch als Warnung gemeint, dass du mit dir und deinem Körper achtsam umgehen solltest. Deinem Körper und dir selber Liebe schenkst und gut zu dir selber bist.

Wenn du nur noch trauerst und für dich selber nichts mehr Gutes tust, dann wirst du selbst zur Trauer und das möchtest du doch nicht oder?

Ich bin hier auch wochenlang mit der schwarzen Weste meiner Mutter rumgelaufen und hatte ihr Bild und das Bild, wo auch mein Vater und meine Großeltern drauf sind, ständig bei mir getragen, sie waren immer bei mir, vor allem in meinem Kopf, bis ich es irgend wann auch selber nicht mehr ertragen konnte und zu mir sagte, halt, stopp, "ich will leben"...

Und dass ist das, was die Menschen, die von uns gegangen sind, auch wollen, dass wir weiterleben und sie in Erinnerung bleiben, aber nicht, dass sie ständig präsent sind.

Sie sind ein Teil von uns, werden es auch immer bleiben, nur sind sie jetzt woanders, an einem Ort, wo es ihnen besser geht. Dort, wo wir auch irgend wann mal hinkommen, nur dafür ist die Zeit für uns noch nicht gekommen, wir haben im Hier und Jetzt auch noch eine Aufgabe zu erfüllen.

Versuch vielleicht mal darüber nachzudenken, was im Hier und Jetzt deine Aufgabe ist und was dich glücklich macht. Was gibt dir Mut und Kraft und erhellt dein Leben? Für was empfindest du Freude und was macht dir Spaß?

Folge dem Weg deines Herzens, nimm die Hilfe an, die dir geboten wird und blicke nach vorne, denn dort hast du noch ganz viele glückliche Momente und irgend wann, wirst auch du wieder lachen können, dass sei dir gewiss, denn nichts ist umsonst oder vergebens in diesem Leben.

Alles Liebe für dich:)

Bea
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