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Embodyment

29 Jan 2015 11:15 #20299 von Richard179
Hallo Liebe CC,

in letzter Zeit lese ich öfter mal etwas über die Bedeutung der Körpers, im Vergleich zum "Denken", auch von Arbeitgebern. Ich meine, Diskussionen dieser Art werden gebraucht in unserer Zeit. Und sie werden auch mehr und mehr ernst genommen.ich meine das sind Zeichen des Umdenkens.

In der Tat war ich in den 90ern in einer Firma, in der damals schon jeder zu Seminaren zu den “Softskills” eingeteilt wurde. Es war dort auch schon klar, dass ca. 70% der Probleme in Software Projekten ihre Wurzel an mangelnder Kommunikation, in Ängsten und Abgrenzung der Team-Mitglieder untereinander hatte. War ein Projekt in der Krise, wurde schon mal das komplette Team ein paar Tage in so ein Seminar geschickt. Und anschließend lief die Zusammenarbeit auch besser.

Ich stimme auch Eckhart Tolle zu, wenn er sagt, dass das Denken DIE Ursache der Krankheiten unserer Zeit ist. Das Vernunft-Denken und damit die Wissenschaft werden derart wichtig genommen, dass die andere Gehirnhälfte sehr wenig genutzt wird und dann auch verkümmert. Doch diese Gehirnhälte hält uns gesund, während Pharmaka Sympthome bekämpfen und nicht wirklich Ursachen. Dabei dauert dieser Trend gerade mal 300 Jahre an. Und wenn wir einmal unsere Arroganz etwas beiseite lassen, die sich auf dieses Denken stützt, dann könnten wir eigentlich erkennen, dass das Vernunft-Denken tatsächlich wie eine Maschine arbeitet, basierend auf einer sehr begrenzten Menge an Information. Dabei gibt es erfreulicherweise bereits auch ernstzunehmende Studien, die besagen, dass z.B. die seit 5000 Jahren überlieferte Weisheit und Medizin von Naturvölkern in Summe ähnliche Ergebnisse liefert, wie unsere teuer Medizin und Pharma-Industrie.

Der Name “Embodyment” selbst ist wohl eine Erfindung, die nur notwendig war, weil wir nicht einfach sagen wollen, dass sich hier die Wissenschaft den alten Weisheiten annimmt und dann eine Weisheit nach der anderen mit neuem Mantel bestätigt. Dies erfolgt aber dann auch wieder meist gezwungener massen, weil andere Hypothesen nach und nach nicht zu halten sind. Recht deutlich zeigt dies derzeit die Quantentheorie.

Klar werden “Denker” gesucht und bevorzugt. Denn damit kann man ein wirtschaftliches Ergebnis ansteuern. Man muss nur die richtigen Denker einsetzen. Sie funktionieren dann wie eine Maschine. Das ganze funktioniert wegen der geringen Bewusstheit der Menschen. Ständig werden ihnen Regeln und Illusionen aufgedrückt. Sie leben dann in der Illusion und funktionieren. Sie folgen wenig ihrer innere Stimme, oft bis zur – hoffentlich erlebten – Pensionierung.

Doch was ist der Preis? Die Motivation ist auf Illusionen gebaut und das Ego arbeitet heftig mit. Die Motivation ist oft wenig getragen von bedingungsloser Freude oder von einem Tun, das man auch meditativ bezeichnen könnte, wie es vielleicht noch an manchem Handwerker zu beobachten ist. Wir folgen immer weniger dieser Stimme, die sich durch den Körper mitteilt, die Zugang zu unseren immensen inneren Kräften eröffnen und uns gesund halten könnte. Erkenntnisse des Embodyments?

Alles wurde bereits vor Jahrtausenden gesagt.

Was mein Ihr dazu?

LG Richard
Folgende Benutzer bedankten sich: Marlene, DerWegdurchsFeuer
31 Jan 2015 22:47 #20300 von DerWegdurchsFeuer
Hallo Richard,

beim Lesen deines Beitrages ging mir vor allem durch den Kopf, dass das Denken, bzw. das Gehirn als Organ, vor allem die Neigung hat, Künftiges vorwegzunehmen. Ein Freund von mir bezeichnete das einmal als "inneren Rotstift", d.h. etwas gedanklich ohne Handlung durchzuspielen, das Ergebnis dann schon zu kennen und dann die Handlung zu unterlassen. So hindert uns unser Denken oft an Dingen und nimmt uns vielleicht oftmals Chancen.

Mir sagt das Word Embodyment nichts.
Wenn es darum geht, dass der Körper oder körperliche Symptome AUCH mehr als Ausdruck von gespeicherten seelischen Erfahrungen begriffen werden, dann ist mein Eindruck, dass die Entwicklung dahin ganz neu ist. Generell habe ich ganz nach Celestine den Eindruck, dass man der Wissenschaft heute weniger vertraut oder ihr auch weniger zutraut. Man hatte sie mal losgeschickt um Erkenntnisse über den Sinn des Lebens einzuholen, darüber lieferte sie aber auch nur Achselzucken oder banale Erkenntnisse oder Erkenntnisse zu technischen Dingen. Mein Eindruck in der heutigen Zeit ist, dass wir in einer Zeit der Lobbyisten leben, in der so gut wie gar nicht mehr idealistisch oder Endprodukt-frei geforscht wird. Und deshalb schwindet auch das Zutrauen in die Wissenschaft, dass von ihr überhaupt etwas berichtenswertes herkommen wird. Denn viele quatschen nur Dinge nach, weil sie deswegen auf Arbeitsstellen sitzen. Manchmal ist man baff, wie banal es wird. Beispielsweise schreiben Mediziner heute Artikel über Schnupfen etc., natürlich ohne Zusammenhang zur Ernährung, denn schon das ist ja dann nicht mehr ihr Fachgebiet. Den "Ehrgeiz" über Schnupfen zu schreiben entwickelt man dabei dann, wenn die entsprechende Pharmaindustrie viele Stellen dazu anbietet. Aber das lässt natürlich die Wissenschaft in der allgemeinen Achtung völlig schrumpfen. Und mein Eindruck heutzutage ist, dass genau das gerade passiert. Deshalb wird die Wissenschaft sich auch wieder erneuern und wieder idealistischer werden müsssen, d.h. sich "großen Fragen" widmen müssen und sich von der Finanzierung wieder unabhängiger machen müssen.

Der andere, damit zusammenhängende Aspekt in deinem Thread ist die Frage nach der Schienenartigkeit unserer Existenz. Viele laufen wie in einem Duracell-Batterie Werbevideo permanent gerade aus los, funktionieren immer in noch höherer Taktfrequenz in engen Schienen und werden nie die Energie ihres Antriebes verstehen, noch sich um die Frage kümmern, warum sie in dieser Schiene laufen und ob sie nicht auch anders laufen können. Oft wirkt sowas tragisch. Ich erlebe auch eher wenige Leute, die dabei "im Fluss" sind.

Irgendwie habe ich jetzt über mein eigenes Thema geschrieben, aber so what ;-)

Liebe Grüße
Dirk
Folgende Benutzer bedankten sich: Marlene, Richard179
14 Feb 2015 17:30 #20302 von Richard179
Hi Dirk,

ja das ist ein passender Begriff, die "Schienenartigkeit". Ich würde noch Kopflastigkeit und Wissenschaftsgläubigkeit hinzunehmen. Embodyment ist tatsächlich ein Ansatz, um zu erforschen, was der Körper mit seinen Signalen uns mitteilen kann. Bislang hatte man sich ja voll auf das Gehirn als zentrale Instanz konzentriert und die Konditionierung der Synapsen als Ursache deklariert. Das Gehirn, der alles steuernde Computer. Mittlerweile wird auch von der Intelligenz des Herzens gesprochen. Und die Aura können wir ja bereits "photographieren" und dann auch leichter analysieren. Es scheint, der Weg ist nicht mehr allzu weit, bis auch der Wissenschaft klar wird, dass das Gehirn nur ein Werkzeug ist und die Information in unseren Energie Körpern gespeichert wird. So wird eine überlieferte Weisheit nach der anderen bestätigt. Und dennoch glauben viele Mensch erst dann etwas, wenn ein wissenschaftliches Ergebnis zitiert wird.

LG Richard
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01 Mär 2015 19:48 #20305 von DerWegdurchsFeuer
Hallo Richard,

In der Tat. Wobei diese Wissenschaftsgläubigkeit seltsam wirkt, weil sie selber so monotheistisch verbissen wirkt.
Nachdem soundsoviel tausend Jahre auf der Erde vergangen sind, von denen wir aufgrund von Überlieferungen ein Gedächnis haben, meint jede wissenschaftliche Generation erneut, alle vergangene Sucher nach ewigen Wahrheiten, seien nichts als große, naive Kinder gewesen und man klärt heute und jetzt mit den eigenen Methoden endlich vollständig über den Sinn des Lebens auf ("Was ist der Fall" und "Was steckt dahinter".). Mir fehlt manchmal in der Wissenschaft das laute, resignative Zuklappen des Buches über das Rätsel des Daseins mit dem Seufzer: "Ich weiss es doch auch nicht". Stattdessen wird die Vergangenheit und das vergangene Suchen von vorneherein für überholt ausgegeben und man unterschreitet dabei sogar noch die Einsichten von früher. Würde man den Vorgängern nicht immer so eine Narrenkappe aufsetzen, wäre man weiter und angenehmer in der eigenen Wirkung.

Auch das, was wir zur Wissenschaft zählen, wird sich ändern und erweitern. Bei aller Vorläufigkeit aller wissenschaftlichen Ergebnisse, die oft genug auch schnell wieder Makulatur werden, täte einfach hier etwas mehr Bescheidenheit gut.

LG, Dirk
Folgende Benutzer bedankten sich: Marlene, Richard179