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Unsere Krisen

17 Okt 2015 18:10 #20422 von Richard179
Liebe Community. Flüchtlings-Krise, Griechenland-Krise, Finanz-Krise, Ukraine-Krise …: Wir leben in und mit Krisen. Geht das denn immer so weiter? Und kann sich das auch einmal drastisch verschlimmern, so dass wir Katastrophen ausgesetzt sind? Ich meine ja. Denn sonst würden wir es vielleicht nicht Krise nennen, würden es einfach aussitzen.

Bei Krisen geht es wohl um Ungleichgewichte als Ursachen. Es gab und gibt Unstimmigkeiten im Organismus „Welt“, die sich auswirken auf jetzt und die weitere Zukunft. So wie es im Menschen Unstimmigkeiten gab und gibt, die sich schließlich als Krankheit zum Ausdruck bringen. Im Menschen spielen wohl die Denkmuster eine Rolle, so dass wir uns selbst unwert oder schuldig fühlen, neidisch sind oder etwas hassen, im Unbewussten immer noch an etwas aus der Kindheit festhängen, das wir immer noch ändern wollen, im Herzen etwas möchten, das unser Kopf dem ICH-Gefühl oder Regeln hinten anstellt, der lieber oberflächlichem Glück hinterherjagt, usw. Diese Denkmuster bringen auch eine Art Trennung zum Ausdruck, Gräben zwischen ich und du, zwischen dem wie es war oder ist und dem wie ICH es WILL. Auch Gräben im mir selber. Meine Werte und Regeln. Ich bin nicht im Reinen mit mir. Und das kann krank machen auf Dauer.

In der Gesellschaft sind es die Systeme, die wie Denkmuster die Gräben und das Verhalten erlauben und fördern. Viele unserer Systeme könnten aus meiner Sicht so nicht sehr lange weiter bestehen, wäre da nur genug Bewusstheit bei einem Anteil der Menschen, der groß genug ist. Die kritische Masse, wir James es ausdrückt. Ob es nun um Banken, Klima-Raubbau, oder um politische Bevormundung geht, bis hin zu Religions-Lehren, die uns neben Agape und dem eigenen spirituellen Weg auch das Ablehnen von Anderssein und das Fingerzeigen nahelegen. Manche Systeme stellen uns als unmündig dar, reden uns Abhängigkeit ein. Sogar, selbst mit Gott zu kommunizieren möchte uns so manches System abnehmen – oft genug aus menschlichen Interpretationen heraus und Berufung auf Höheres. So gibt es die lateinische Sprache, und Gebete sind Texte, zum Nachsprechen gedacht. Dabei versteht das Universum nur das, was wir fühlen. Auch das ursprüngliche christliche Gebet war ein Fühlen und Texte waren nur dazu gedacht, zum Fühlen zu kommen, so Gregg Braden.

Krisen gibt es, wenn die Menschen etwas ausgleichen wollen, seien es Wunden im Jetzt oder die von früheren Generationen, oder einfach ein schmerzhaftes Von Oben Herab, das erlebt wurde. Oder das Sich Bereichern an Ressourcen im Land, um zu Hause „reich“ und mächtig zu werden und zu bleiben. Auch ein Herabschauen auf ein Andersdenken, oder ein Insistieren in Wahrheiten, die wir gar nicht erfassen können. All dies kann Ursache sein. Klar sollten wir unsere innere Stärke behalten und uns auch nicht vereinnahmen lassen von so viel Fremdartigkeit. Schließlich bewahre ich als Mensch auch meine Authentizität und lasse mich (hoffentlich) nicht zu sehr vereinnahmen.

Aber im Grunde sind Krisen die Chancen, bewusster zu werden, um mehr Ursachen zu erahnen und dies im Tun auch zum Ausdruck zu bringen, damit Wunden heilen und die neu geschaffenen Ursachen etwas weniger werden können. So wie ich vielleicht nach einer Krankheit etwas an meinem Denken ändern würde, aus den Schmerzen heraus.

Was meint ihr zu unseren Krisen und zu so manchem eigennützigen oder verschreckten Agieren? Wer denkt noch an die Ängste der Menschen, ihre Bewusstheit und ihre spirituelle Entwicklung, wenn es gilt, für einen Markt Sensationen zu verkaufen?

LG Richard
Folgende Benutzer bedankten sich: Marlene, Caillean
19 Okt 2015 02:04 #20429 von Marlene
Danke Richard

ich kann nur von meinen persönlichen Krisen reden, und sehe sie ebenfalls als eine Chance.

Ich hat dazu was schönes gelesen;

WENN DIE KRISE ALLES VERFINSTERT HAT
WERDEN KINDER DES LICHTS DIE STERNE ANZÜNDEN.

DANKE RICHARD
Folgende Benutzer bedankten sich: Caillean
19 Okt 2015 08:03 #20430 von nanabosho
Na, das ist vielleicht auch ein interessantes Thema.
Möchte sagen, die sogenannten "Krisen" in meinem Leben haben immer viel bewegt. Mir geht es in Krisen besser.
Ohne Krise ist das Leben zwar bequem, enthält aber kaum Höhepunkte. Es ist dann zu eng und vermittelt mir das Gefühl, auf der Stelle zu treten, gefangen zu sein.
Innerhalb einer Krise kann ich mich entfalten, tue ich automatisch schon vieles, was ich sonst nie getan hätte. Begebe mich auf neue Wege. Überwinde viele Ängste, weil sie keine Rolle mehr spielen. Weil ich nichts zu verlieren habe.
Wenn sie sehr lange andauert, kann allerdings der starke Wunsch auftreten, einmal wieder zur Ruhe zu kommen. Einmal Atem zu schöpfen zwischen den zahlreichen Herausforderungen.
Im Großen und Ganzen sind Krisen etwas, was ich zur Entwicklung, zum Wachstum unbedingt brauche. Glaube zumindest ich.

Herzliche Grüße,
Andreas
Folgende Benutzer bedankten sich: Marlene, Martl, Caillean
22 Okt 2015 23:00 #20437 von Martl
Danke Richard für dieses Thema, das auch mich sehr beschäftigt.

Andreas, ich möchte Dich kurz zitieren:
Innerhalb einer Krise kann ich mich entfalten, tue ich automatisch schon vieles, was ich sonst nie getan hätte. Begebe mich auf neue Wege. Überwinde viele Ängste, weil sie keine Rolle mehr spielen. Weil ich nichts zu verlieren habe.
Freiheit ist ein anderes Wort für "nichts mehr zu verlieren", sang Jennis Joplin in der Hippy Zeit.

Wir leben in einer Zeit, die einerseits sehr dogmatisch ist.
Deutschland tut sehr sozial, will aber aller Welt ihren Gott des Fleißes aufzwingen. Andere Länder und Volksgruppen, haben ihre eigenen "Götter" und wollen diese der Welt verordnen. "Ich habe recht um des Rechthabens und der Macht willens."
Andererseits entsteht gleichzeitig eine sehr tiefgehende Spiritualität, und ein sehr offenes Bewusstsein, für die Probleme dieser Erde.
Ich meine, dass wir auf eine sehr unbequeme Zeit zugehen, die uns vor allem eines raubt: Unsere Identifizierung mit bestimmten Eigenschaften, Volksgruppen, Verhaltensweisen, Anrechten ... .
Wir werden auch unsere Feigheit überwinden lernen.
Aus: "Ich bin ein ..." wird ein: "Ich bin da."
Je bereitwilliger wir uns von alldem trennen, und je offener wir auf andere zugehen, desto leichter werden wir diesen Wandel vollziehen.
Doch wahres Leben findet außerhalb der Komfortzone statt. Spannend wird es allemal.
Also gehen wir beherzt dieser Zeit entgegen. :)

Martl
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