Lieber Gast. Du befindest dich im alten Forum der Celestine Community. Ein Teil des Forums ist öffentlich. Mitglieder, die sich bis 2016 registriert haben, können sich weiterhin einloggen und den Mitgliederbereich betreten.

Unsere neue Community ist nun online. Wir laden dich herzlich ein, dich mit uns auf unserem Campus zu vernetzen.

Zur neuen Community

×

Hinweis

Das Forum ist schreibgeschützt.

× 2. Erkenntnis - Ein Umdenken findet statt:
Dieser Aufbruch repräsentiert die Schöpfung eines neuen, vollständigeren Weltbildes, da es uns die fünfhundert Jahre alte Schuke der Präokkupation mit irdischem Überlebenskampf und materieller Bequemlichkeit zu liefern imstande war. Obwohl es sich bei der Beschäftigung mit den technologischen Aspekten unseres Menschseins um einen wichtigen Schritt in unserer Entwicklung handelte, wird das Erkennen der bedeutsamen Fügungen in unserem Leben unsere Wahrnehmung für den wirklichen Grund unserer Anwesenheit auf diesen Planeten öffnen und uns die wahre Natur des Universums enthüllen.

Bejahen Sie Ihre Probleme!

30 Okt 2015 02:15 #20454 von Schmetterling
Hallo Ihr Lieben,

hier ein Auszug aus dem Buch "Du kannst wenn Du glaubst Du kannst" von Norman Vincent Peale, an den ich mich gerne erinnere, wenn sich das Außen ab und an schwer anfühlt...

Bejahen Sie Ihre Probleme!

Tagtäglich hören wir, wie schön das Leben doch sein könnte, wenn wir nur weniger oder, noch besser, überhaupt keine Probleme hätten! Aber ginge es uns wirklich besser, wenn es keine Schwierigkeiten gäbe? Können wir uns wirklich ein Leben ohne alle Probleme vorstellen? So etwas muss jedenfalls meinem alten Freund George vorgeschwebt haben...

Ich ging die Fifth Avenue in New York entlang, als ich ihn näher kommen sah. An seiner melancholischen, ja mißmutigen Miene war unschwer zu erkennen, dass er nicht gerade vor Lebensfreude sprühte. Besorgt erkundigte ich mich nach seinem Befinden, was sich in diesem Fall jedoch als großer Fehler erwies. George nahm mich allzu wörtlich und klärte mich lang und breit darüber auf, wie schlecht es ihm ginge. Je länger er redete, desto miserabler fühlte auch ich mich.

Als ich nach der Ursache seines Kummers fragte, holte er erst richtig aus: "Diese Probleme! Immerzu nichts als Hindernisse... Ich habe es satt. Ich will meine Ruhe vor diesen endlosen Problemen!" Er steigerte sich so sehr in sein Thema hinein, dass er ganz zu vergessen schien, mit wem er es zu tun hatte, denn seine Schimpfkanonade enthielt nicht wenige "theologische" Ausdrücke, die er allerdings keineswegs in einem theologischen Sinne benutzte.

"Norman", flehte er mich an, "schaff mir diese elenden Probleme vom Halse. Wenn Du mir hilfst, verspreche ich Dir tausend Dollar - bar auf die Hand!" Nun gehöre ich nicht etwa zu denen, die solchen Angeboten gegenüber taub sind. Ich nahm ihn vielmehr beim Wort und begann, ernsthaft nachzudenken. Nach reiflicher Überlegung gab ich ihm meine Antwort, die einzig realistische, die ich finden konnte. Mein Freund George jedoch muss anderer Meinung gewesen sein, denn die versprochenen tausend Dollar habe ich bis heute nicht erhalten.

"Ich würde Dir gern helfen, George", sagte ich, "aber lass mich zuvor eines klarstellen: Verstehe ich Dich recht, dass Du von all Deinen Problemen befreit werden willst?"

"So ist es", bestätigte er. "Ich will nichts mehr sehen und hören von Problemen. Ich habe ein für allemal genug davon!"

Ich sehe eine Lösung, doch ich bezweifle, dass sie Dir annehmbar erscheint...", fuhr ich fort. "Ich selber habe vor kurzem, sozusagen aus beruflichen Gründen, einen Ort aufgesucht, wo niemand der Anwesen auch nur ein einziges Problem zu beklagen hatte."

Georges Miene hellte sich auf, und interessiert fragte er: "Das wäre etwas für mich! Was ist das für ein Ort?"

Meine Antwort, die einzig denkbare, lautete: "Der Friedhof, George - der Ort der ewigen Ruhe."

Das ist nämlich die unbestreitbare Wahrheit: Vor dem Friedhof macht das Leben mit all seinen Träumen und wechselhaften Launen halt. Die Toten ruhen in Frieden. Für sie haben alle Aufregungen und Ärgernisse des Lebens ein Ende gefunden. Aber - es betrifft die Toten. Für uns Lebende aber gelten andere Gesetze. Wenn wir diesen Gedanken zu Ende verfolgen, müssen wir zwangsläufig den logischen Schluss ziehen, dass Probleme geradezu ein Zeichen von Leben sind. Sie sind die gesunde Herausforderung, die das Leben an uns stellt, ja, wir sind um so lebendiger, je mehr wir uns mit Problemen konfrontiert sehen - und somit steht jemand, der vielen Schwierigkeiten begegnen muss, in diesem Sinne viel fester im Leben als jemand, der nur mit zwei oder drei Problemen "gesegnet" ist. Wer daher der Meinung ist, überhaupt keine Probleme zu haben, sollte stutzig werden und sich fragen, ob ihn das Leben gar übergangen hat...


Ein wundervoller Text!

Alles Liebe für Euch.

Natali
30 Okt 2015 08:26 #20457 von nanabosho
Klingt ja auch irgendwie gut, danke!
Vor kurzem las ich mal den Satz: "Ein Baum, der sich in den Himmel erheben möchte, sollte seine Wurzeln bis zur Hölle ausstrecken", zumindest so sinngemäß. Soll von C. G. Jung sein.

Herzliche Grüße,
Andreas
Folgende Benutzer bedankten sich: Marlene