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Warum soll ich lernen positiv zu denken?

23 Dez 2012 18:23 #18787 von Entfalten
Ich sehe es wie KeepOnSmiling: Gefühle annehmen und zulassen. Werden sie nicht unterdrückt oder bekämpft, gehen sie von selbst wieder - und dann ist der Weg frei für Neues.
Folgende Benutzer bedankten sich: Marlene
09 Jan 2013 07:02 #18851 von Manni
Hmm,

bislang habe ich noch nicht so gute Erfahrungen damit machen können, meine Emotionen einfach auch mal freien Lauf zu lassen. So unterdrücke ich es z. B., wenn mir die Tränen kommen. Nicht weil ein Mann solche Gefühle der Schwäche nicht zeigen sollte. Damit habe ich inzwischen schon weniger Probleme. Also habe ich es dann einfach auch mal zugelassen, Rotz und Wasser geheult. Aber es hat mich auch nicht weiter gebracht. In der nächsten vergleichbaren Situation, kam auch das selbe Gefühl erneut hoch. Es war schlicht weg immer noch ein Thema für mich und ist es bis heute, ob ich es zulasse oder unterdrücke. :P

Was jedoch Veränderung bringt ist, wie ich nun darüber denke. Finde ich es positiv, dann hilft es mir mehr als wenn ich es negativ finde und das den Fluss meiner Gedanken eher blockiert. Allerdings lässt mich dieses positive Denken auch schnell leichtfertig werden und ich tappe blindlinks in die nächste blöde Situation, während die Erinnerungen an meine negativen Erfahrungen mich über den Bauch eher davor bewahren. Ich vermeide es dann einfach dies zu erneut so zu tun.

Doch mir wird dann diese Aufgabe immer wieder gestellt. Daran erkenne ich, dass ich sie so auch nicht lösen kann. Und somit suche ich die goldene Mitte irgendwo dazwischen. Den richtigen Weg habe ich jedoch immer noch nicht gefunden.

Aber ich denke schon mal etwas positiver darüber. B)
09 Jan 2013 09:25 #18852 von Rita
Lieber Manni,

wenn du in bestimmten Situationen weinen kannst zeigt das doch, dass du ein lebendiger, fühlender Mensch bist und kein seelenloser Automat. Warum willst du daran arbeiten, das in den Griff zu bekommen oder es dir gar abzugewöhnen? Wir Menschen sind mit Emotionen ausgestattet und die haben wir bestimmt nicht bekommen, um sie wieder los zu werden. Du zeigst, wenn du weinst, doch keine Schwäche, im Gegenteil. Du reagierst so, wie DU bist und du stehst zu dir und das ist für mich Stärke. Du musst doch nicht die Erwartungen anderer erfüllen. Mir ist jedenfalls ein Mann der weinen kann, das auch tut und so er selbst ist 100mal lieber als eine coole Socke, die den Starken raushängen lassen will, in Wirklichkeit aber nicht weiß, wer sie selbst ist.

Hmmm - positives Denken lässt dich leichtfertig werden? Meinst du mit leichtfertig sein, nicht immer alles unter Kontrolle zu haben? Wenn das so ist - musst du das denn? Deine Erfahrungen von gestern müssen heute nicht stimmen oder passend sein.

Liebe Grüße von
Rita
09 Jan 2013 12:17 #18853 von Richard179

Mannimen schrieb: Allerdings lässt mich dieses positive Denken auch schnell leichtfertig werden...


Hallo Manni,

das klingt für mich ein wenig wie wegschauen, ignorieren oder gar etwas „gut denken“.
Für mich heißt Positiv Denken nicht, dass ich etwas für gut heißen, wegschauen oder mir etwas einreden sollte, wenn ich nun mal etwas nicht gut finde. Ich meine, eine klare Sicht der Dinge ist allemal wichtig und ein paar Gedanken dazu, ob und wie ich gewisse Situationen vermeiden will, wenn dies möglich ist. Auch meine Wahrheit zum Ausdruck zu bringen, halte ich für wichtig, um bei guter Gesundheit bleiben zu können.

Auch dass mal Gefühle aufbrausen und damit eine etwas weniger liebevolle Gedankenkenkette losgetreten werden könnte ist aus meiner Sicht erst mal „menschlich“. Schuldgefühle sind eben auch hier schädlich und unnötig. Wenn die Gefühle und Gedanken aufkommen, dann sind sie ja bereits da. Möglicherweise sind sie deshalb etwas „mehr“ da, weil ich mich in der Vergangenheit etwas „mehr“ in negativen Gedanken habe treiben lassen. Doch sie SIND da und es gibt Ursachen dafür. Doch bewusst habe ich die Ursachen dann vielleicht doch nicht geschaffen. Und wenn ich mit mir selber etwas nachsichtig sein kann, dann schaffe ich es vielleicht besser, mir zuzuschauen mit meinen Reaktionen.

Ich persönlich schaue mir zunehmend nachsichtig zu, wie ich reagiere. Ich bin mir dann auch oft dabei bewusst, dass auch die anderen sich aufgrund von Ursachen so verhalten, wie sie sich verhalten. Mit zunehmendem Alter werden wir ja auch hier irgendwie gelassener… Und wenn ich gut drauf bin, dann suche ich auch mal ein bischen nach etwas, das sogar ich gut finden kann. Und ich richte meine Aufmerksamkeit darauf, immer in der Erwartung, dass die positive Energie zunehmen und eventuell zu mir zurückkommen möge …

Alles Liebe,
Richard
10 Jan 2013 21:07 #18854 von Manni

Rita schrieb: Lieber Manni,

wenn du in bestimmten Situationen weinen kannst zeigt das doch, dass du ein lebendiger, fühlender Mensch bist und kein seelenloser Automat. Warum willst du daran arbeiten, das in den Griff zu bekommen oder es dir gar abzugewöhnen?


Liebe Rita,

das wollte ich so eigentlich nicht zum Ausdruck bringen. Vielmehr habe ich daran gedacht, dass eine Emotion immer wieder kehrt, solange sie eben nicht zugelassen wird aber erfahren werden möchte. Ich habe also gedacht, dass der Grund, warum mich die jeweilige Situation immer wieder so emotional reagieren lässt, sich auflösen könnte, wenn ich diese Gefühle einfach annehme und zulasse, doch dem war dann nicht so und es kommt immer wieder in mir hoch. Das sind z. B. Happyends, ausgleichende Gerechtigkeiten oder so etwas in dieser Richtung. Es ist dabei sogar egal ob es real oder nur gespielt war. Meine Seele verlangt wohl nach diesem Frieden, warum auch immer und freut sich dann, wenn es den dann gibt oder eben nicht.

Hmmm - positives Denken lässt dich leichtfertig werden? Meinst du mit leichtfertig sein, nicht immer alles unter Kontrolle zu haben?


Hierbei meine ich eher Naivität z. B. Ich setze die "rosarote" Brille auf und glaube an das Gute in dem Menschen. Dabei bin ich dann so blind, dass ich überhaupt nicht erkenne, welche Absichten diese tatsächlich im Schilde führt und merke das erst, wenn ich ihm bereits auf den "Leim" gegangen bin. Aber ich möchte auch nicht jedem menschen erst einmal unlautere Absichten unterstellen. Dann kann ich mich auch gleich begraben. Insofern finde ich hier ein gesundes Mittelmaß an Vorsicht und guten Glauben durchaus angebracht. Da sollte ich dann mehr auf mein Bauchgefühl hören, denke ich und nicht so frank und frei über alles nur positiv zu denken. Dabei könnte ich dann sehr schnell wieder enttäuscht werden. Kontrollieren kann ich das eh nicht.

Ich gebe mal ein Beispiel dazu:

Bei uns steht eine größere Dachsanierung an. Nach gründlicher Vorbereitung sind wir zu dem ernüchternden Ergebnis gekommen, dass wir uns das nicht werden leisten können. Doch urplötzlich tut sich ein Funke der Hoffnung auf und es bietet sich ein Unternehmen an, welches diese Arbeiten zu einem drittel des Preises übernehmen würde. Sofort gingen bei mir sämtliche Alarmleuchten an und es grummelte ganz gewaltig in meinem Bauch. So ein mulmiges Gefühl hatte ich schon lange nicht mehr.

Ok, also erst einmal gut durchatmen und diese positive Nachricht erst einmal überdenken. Ich fing also an, mich über diese Firma zu informieren und suchte nach Hinweisen, ob ich denen nun trauen kann oder nicht. Dabei landete ich in den dunkelsten Ecken bis hin zur Krimminalität. Für mich war das dann damit soweit erledigt, denn nun wollte ich dieses Risiko, für das ich dann auch noch verantwortlich gemacht werden könnte, einfach nicht übernehmen.

Doch diese Entscheidung treffe ich nicht alleine und ich muss mich ggf. einem Mehrheitsbeschluss fügen. Das macht es auch nicht besser und schon gar nicht leichter, denn viele Menschen gehen einfach nur nach dem Preis und weniger nach der Leistung.

Also begann ich wieder weiter zu recherchieren und erkundigte mich, wie ich mich schon im Vorfeld davon überzeugen könnte, ob alles mit rechten Dingen zugeht, was mir mein Baugefühl eher verneint. Es kann eigentlich nicht gut gehen und es lässt sich auch nicht verhindern, ganz egal wie viel Kontrolle ich darüber habe. Ich bräuchte schon handfeste Beweise um die anderen Beteiligten davon überzeugen zu können, denn sie werden auf mein Bauchgefühl ganz sicher nichts geben.

Tja, da ist guter rat teuer und positiv denken fällt an dieser Stelle immer schwerer. Dabei ist noch gar nichts passiert und ich sehe alles schon vor mir, was passieren wird. In diesen Dingen habe ich schon so oft negative Erfahrungen gesammelt, dass ich nur dringend davon abraten kann. Aber könnte es nicht auch alles gut gehen? Wieso kann ich nicht positiv darüber denken? Werde ich nur von all den negativen Erfahrungen gesteuert? Und bin ich leichtsinnig, wenn ich es dennoch befürworte und sich andere Menschen sich dann auf mich verlassen? Oder sollte ich eher versuchen es doch zu verhindern, damit wir am Ende nicht vor einem riesen Schaden stehen? Ich sehe kein Licht, was leuchtet. Die Lichter gehen ehr aus! Ist dennoch positives Denken angesagt? Tue ich dieser Firma wo möglich unrecht? Ich weiß es nicht aber mein Gefühl bestätigt mir die bereits mehrfach gesammelten Erfahrungen damit, vermutlich genau deswegen. Doch das hätte dann mit positiven Denken nichts mehr zu tun. :S
10 Jan 2013 23:34 #18855 von Marlene
Lieber Manfred

Ich persönlich würde deinen letzten Beitrag unterteilen.
In Arbeit, vertraglich festgehaltene Arbeitsvorgänge,
und positv-fühlen-denken-Bilder-Visionen-Erfahrungen usw.

Doch urplötzlich tut sich ein Funke der Hoffnung auf und es bietet sich ein Unternehmen an, welches diese Arbeiten zu einem drittel des Preises übernehmen würde.


Wenn ich einen festgelegten Auftrag zu einem drittel Preis unterbieten würde, müsstest Du von mir doch trotzdem die gleiche Leistung verlangen dürfen, ansonsten biete ich etwas billiger an, und bringe nicht den gewünschten Erfolg oder gar die Sicherheit.

Ein Drittel weniger Kosten, doch zu den gleichen Bedingungen, sonst ist es Augenwischerei, Leute über den Tisch ziehen, verschaukeln, oder was Dir dazu gefällt.

In meinem Job kann ich das gleiche liefern mit einen weniger aufwendigem Auto, das ist aber was anderes, ob das Auto über diverse Hilfmittel verfügt, wie Einparkhilfe und sonstigen angenehmen Zusätze, die sich ein Junglenker in der Regel bei seinem ersten Auto oft nicht leisten kann.

Anderseits sagt das Luxusauto nichts über die Art und Weise aus, wie ausgebildet wird, und was ich sonst noch dazu liefere. Was nützt mir der Rolls Roys, wenn der der Ausbildet es nicht passend rüber bringen kann, so das es das Gegenüber damit was anfangen kann.

Sind den die Aufträge nicht genau detailliert, was da für Arbeiten erledigt sein müssen, und mit welchen Material. In unseren Breitengraden spielt es doch eine Rolle ob ich ein Pappkarton bzw. Wellblech Dach bekomme, oder eines das unserem Wetter auch standhält.

Wenn der Auftrag entsprechend klar festgelegt ist, braucht man darüber nicht mehr zu disskutieren.

Damit bin ich bei der Vision.
Wenn Du etwas baust, hast Du doch zuvor den Plan ganz genau im Kopf und auf Papier oder im Rechner festgehalten, doch am Anfang steht der Gedanke, die Idee, oder wie etwas gebaut sein muss, das Wissen, die Erfahrung.

Wenn Du den entwickelst, und dabei Gedanken-Gefühle darunter sich einmischen, das wird viel zu teuer, das wird er nie bezahlen, bekommst Du auch das geliefert.

Doch wenn Du zwei Varianten vorschlägst, die Gute Version und die Billig Version mit all den Vor und Nachteile, die Sicherheitsmängel die bei der Billigversion verbunden sein können, die Vorteile der erstmal teureren Version, kann auch das wiederum ganz genau Festgehalten werden, und der Auftraggeber darf dann seine Entscheidung auch unterschreiben.

In dem Moment wo einer Mit-unterschreibt, ist er sich seiner Verantwortung vermutlich auch ein wenig mehr verpflichtet und sich dessen bewusster.

Und wenn Du deine Aufgaben (statt Probleme) entsprechend geregelt bekommst, verändern sich auch deine Erfahrungen, deine Gefühle, dein Denken, deine Bilder, deine Glaubenssätze.

Kannst Du Dich an irgendeine Erfahrung in deinem Beruf erinnern, wo noch genau so geplant und gebaut wurde, und die Verträge entsprechend eingehalten wurden? Wo Du Abends oder Ende Auftrag erfüllt nach Hause oder zu deinem Pferd gehen konntest? Wo Du deinen Auftrag mit Freude erledigen wolltest, und vielleicht gar nicht mehr aufhören konntest, ganz in deinem Element warst?

Wenn ja, dann geh doch mal in genau das Gefühl- Bild - Erinnerung hinein, kannst Du es sogar riechen und fühlen, die Freude, die Gänsehaut, das Herz das sich ganz öffnet, JETZT?

Tu es öfters, vielleicht immer dann, wenn sich wieder Gedanken oder Gefühle melden, die Du nicht unbedingt erleben möchtest.

Ist zumindest nach meiner Erfahrung der erste Schritt in eine bessere Richtung, nicht nur im innern, auch im Aussen, spürbar im Erleben, im Erfahren.
Genau das wünsche ich Dir, die Freude und Erfüllung die Du irgendwann auch mal im Ganzen erlebt hast. Es war schon da und kann zu Dir zurück finden.

Alles Liebe und freudige Erfahrungen.
Marlène
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