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Warum soll ich lernen positiv zu denken?

26 Aug 2013 08:08 #19760 von KeepOnSmiling
Hallo Draco, hallo Richard,
liebe Community,

vielen Dank für den neuen Impuls: Sind Gebote im Tonus "Du sollst..." überhaupt zielführend oder wird hier von Außen Druck aufgebaut, dem ich zu folgen habe oder dem ich glaube ausweichen zu müssen, zu wollen?

Ich empfinde das "Du sollst..." als sehr liebevoll, ratgebend und angenehm, weil in meinem Verständnis damit immer ein "...wenn Du dieses oder jenes erreichen/verwirklichen willst" verbunden ist, auch wenn es nicht ausdrücklich gesagt/geschrieben wurde.

Es gibt in der Sprache viel "härtere" Begriffe:
"Du musst..." oder "Du hast..." dieses oder jenes zu tun oder zu lassen. Das sind in der Regel Anordnungen und konkrete Anweisungen, von denen nur unter vor definierten Sanktionen abgewichen werden kann.

Mit dem "Du sollst..." ist gerade im Biblischen Kontext klar, dass Du das nicht musst. Gott hat uns den freien Willen gegeben. Wir dürfen uns danach richten, müssen aber nicht. Selbst die (teilweise) angedrohten Sanktionen, werden manchmal nicht umgesetzt. An Manchem, der gegen die Gebote verstoßen hat, wird Vergebung geübt.
Auch werden die Zehn Regeln "Gebote" genannt und nicht "Verbote".

In diesem Sinne ist dieses Diskussionsrunde hier auch immer mit dem "...um besser, angenehm, glücklich und/oder harmonisch leben zu können" verbunden.

"Warum soll ich lernen positiv zu denken" verstehe ich also auch als Frage nach dem Warum: Warum sollte ich und warum sollte ich vielleicht gerade nicht?

Und deshalb danke ich Euch, Draco und Richard für Eure Beiträge!

KeepOnSmiling
OlliKöhl
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26 Aug 2013 09:48 #19761 von Ulli
was alles ist das, im vergleich zum gebot der liebe.
der drang aus dem herzen heraus zu handeln, nichts zu können,zu wollen,
ausser dem unbedingten tun aus dem herzen,
zu wissen um das leid, den schmerz, der entstehen könnte.
dem gebot des herzens folgen zu müssen..
im vollen bewusstsein und in der eigenen freien entscheidung...
das ist positiv denken,
das ist vertrauen in die urkraft,
in gott..
das kann man nicht lernen, üben...
das kann man nur fühlen,
zum richtigen zeitpunkt,
werden wir wissen, was es heisst: -lieben-
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27 Aug 2013 09:52 #19765 von Richard179
Das glaube ich auch Ulli,

und die meisten religiös aufgewachsenen Menschen (wie auch ich) haben diese Vorstellung wohl einmal in sich aufgenommen, weil es wohl das ist, wo wir einmal hin gelangen werden. Und ich bin ganz sicher, dass wir auch ausnahmslos alle dorthin gelangen werden, sollten die Wege auch unterschiedlich sein und mehr oder weniger beschwerlich sein. Und wenn wir dann dort sind, werden wir wissen, was es heisst: -lieben- Und es gibt kein zurück.

Doch was machen wir mit der Negativität, die wir in uns tragen, weil wir sie vielleicht als Kind einmal in uns aufgenommen haben. Was machen wir mit erlebtem „bösen“ (Wahn-) Verhalten von Elternteilen, die vielleicht so ganz nicht in dieses Vorbild passen und wir das Erlebte verdrängt haben und unterschwellig setzt es uns noch zu und wir wollen doch lieber die Eltern gut denken? Bekommen wir wirklich Hilfe mit solchen Predigttexten, sodass wir die „bösen“ Teile in uns annehmen können, um uns selbst heilen zu können? Oder neigen wir nicht doch dazu, mit Schuldgefühlen die Kirche zu verlassen, um dann den Schalter umlegen zu wollen oder ein Geistwesen soll es für uns tun. Und wenn wir es angeblich geschafft haben, fordern wir dies auch noch von anderen, vielleicht indirekt indem wir das „Schöne“ loben? Wie oft schaffen wir es wirklich, im Zustand von Liebe und Achtung zu bleiben, wenn uns wieder eine „böse“ Tat vorgeführt wird? Oder sind dann die Missetäter schuld, wenn ich in den Zustand der Ablehnung gehe und von „Unmoral“ spreche?

Und wenn wir das Verdrängen nicht gleich schaffen, dann erkennen wir vielleicht irgendwann die ganze Hilflosigkeit und das versteckte Fingerzeigen dahinter. Doch wenn wir Glück haben, dann finden wir bald ein neues Glaubenssystem mit dem wir uns als mächtiges Wesen erkennen können und nicht mehr mit Schuldgefühlen auf einen Zeitpunkt in der Zukunft warten wo sich der Zustand der Liebe einstellt. Dann üben wir möglichst in jedem Augenblick im Bewusstwerden, Annehmen, Loslassen und die hohe Schwingung halten. Und wir erkennen, dass auch die schönen religiös angeregten Bilder nur vom Ego gemalt sind. Weil eben alles vom Ego stammt, das in der Zukunft liegt oder derzeit noch eine Wunschvorstellung ist.

Ales Liebe,
Richard
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27 Aug 2013 11:54 #19766 von Bea
Danke, Richard für deinen sehr ausführlichen Beitrag auf die Sicht der Dinge. :)

Vertrauen in die Urkraft, heißt für mich Vertrauen zu haben und „Ja“ zu sagen,
zu all dem was ist, auch wenn es nicht immer „schön“ ist.

Ich kann mir alles schön reden, aber dann verschleiere ich die Sicht auf die Dinge.
Es ist im Leben nicht immer alles „schön“, darum sind wir hier, um zu lernen auch mit unschönen Dingen umzugehen und sie zu lieben.

Wahre Worte sind das :) , was machen wir mit der Negativität, die uns vielleicht anerzogen wurde?

Wenn man in der Familie ein Konstrukt aus Negativität kennen gelernt hat, ist es doppelt schwer,positiv denken zu lernen, dann ist es eine Aufgabe, die vielleicht meine ganze Kraft fordert, nicht der Negativspirale zu folgen, sondern zu sagen „Nein“ es geht auch anders.

So kann ich mir das Negative anschauen und es drehen, indem ich sage, die Zeit, die ich in der Vergangenheit gelebt habe und das, was mir vorgelebt wurde, war nicht immer schön, ich nehme es an, weil es ein Teil von mir ist, danach kann ich es in Liebe loslassen.

Den Weg der Liebe und der Wahrheit zu gehen war für mich auch nicht immer leicht, dennoch kann ich dazu sagen, dass ich der Stimme meines Herzens gefolgt bin. Im Nachhinein stellt sich mir dann manchmal die Frage, war es mein Ego, das mich dorthin geführt hat, wo ich heute bin?

Oder war es mehr der Kampf um Macht und um die Energie, dem System, dem ich den Rücken
zugedreht habe?

Schon als Kind, auch wenn ich jetzt in die Position des Armen Ich´s reingehe, durfte ich nie so leben,wie ich es eigentlich wollte. Unter einem strengen Dogma groß zu werden hieß,
zu beten, brav zu sein und die Regeln der Kirche zu befolgen. Hat man es nicht getan, gab es Konsequenzen. :)

Wenn ich mir den Film Gespräche mit Gott anschaue, weiß ich aber, dass Gott, das Göttliche, was anderes ist und dass Gott Liebe ist.

Liebe in seiner ureigensten Form und dazwischen ist nichts, wie nur Liebe.

Und diese göttliche Liebe, diese bedingungslose Liebe kann ich als Mensch hier auf der Erde leben,wenn ich mir stets bewusst mache, dass meine Energie hoch genug ist, in dem ich in mich hineinhöre,ob ich in meiner Mitte bin und Frieden, Wertschätzung und Dankbarkeit spüre.

Dann hören alle Kämpfe auf, in mir und auch im außen, dann entsteht Frieden, nicht nur für mich, sondern auch für alle Menschen.

Warum soll ich lernen positiv zu denken? :)

Die Frage, um das Warum, brauche ich mir dann auch nicht mehr stellen, denn ich bin in einer positiven Grundeinstellung und frage dann nur nach, hast du auch gelernt negativ zu denken?

Kannst du es dir anschauen, um dich in Liebe auch mit deinen Schatten zu versöhnen?

Nimmst du alles in dir an, weil alles in dir sein darf? :)

Dann fühl dich wohl und trage es nach außen, im Hier und Jetzt und überall.

Alles Liebe Bea
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27 Aug 2013 14:03 #19767 von Ulli
lieber richard,

ich meinte nicht die kirche, nicht die religiosität, sondern das menschliche aus dem herzen heraus handeln.
ich glaube, dass positives denken nicht gelernt werden kann, weil gelerntes über den verstand geht und der verstand dem ego verbunden ist.
gelerntes über den verstand kommt und geht....
was du im herzen fühlst , das bleibt.
positives denken kommt aus dem herzen, aus dem vertrauen ins göttliche...
dies ist in unseren kirchen nicht zu finden..dort werden maximal anregungen gegeben...
finden kannst du es nur im herzen.

darum ist für mein empfinden, die fragestellung des themas : warum soll ich lernen positiv zu denken, falsch...

bea hat es so ausgedrückt, wie ich es empfinde, ja zu allem zu sagen, auch wenn es nicht schön ist...und das vertrauen in die urkraft zu finden...

lg ULLI
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27 Aug 2013 16:30 #19768 von Richard179
Danke liebe Ulli,

das ist schön, dass wir einer Meinung sind. Und wer das Vertrauen verloren hat, wird es wieder finden über das Ja zu allem was ist.

So wie du „lernen“ (über den Verstand) verstehst, kann ich auch zustimmen. Bestimmt ist der Verstand eher hinderlich auf dem Weg, der Negativität immer weniger Energie zu geben, damit sie sich verlieren kann.

Doch kann ich schon ganz bewusst auch anschauen, welche „schlechten“ Energien ich noch in mir habe, und aufpassen, ob ich sie gleich wegschieben will, wenn sie hervor spitzen. Sie dürfen gerne hervorkommen, während ich die Liebe noch im Hintergrund spüre, so dass sie mich nicht überwältigen. Ich finde, das ist die beste Mischung, wenn es darum geht, sie gehen oder auflösen zu lassen.

Mit der Zeit kann ich dann auch auf diese Weise umgehen mit meiner Negativität und ich „lerne“, nach und nach positiver zu werden. Ich erfahre, dass es gut tut und auch die Frage nach dem Warum wäre dabei eher hinderlich.

Liebe Grüße,
Richard
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