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Warum soll ich lernen positiv zu denken?

07 Okt 2008 07:56 - 07 Okt 2008 08:14 #2973 von Manni
Guten Morgen Peter Christian,

mir ist bewusst geworden, dass ich mich tatsächlich auf ein positives Denken konzentrieren muss, denn mein Bewusstsein nimmt leider auch alle negativen Schwingungen wahr. Leider treten diese Schwingungen sehr viel häufiger auf als positive. Sie nehmen ständig Einfluss auf mich und so muss ich mich regelrecht immer wieder auf die winzigen positiven Dinge konzentrieren, die ja auch immer da sind und die ich leider viel zu oft übersehe.

Mit dieser Aufgabe bin ich kürzlich leider gescheitert. An meinem neuen Arbeitsplatz saß ich mit einer Kollegin zusammen, in deren Gegenwart ich nicht einmal im Ansatz etwas positives erkennen konnte obwohl ich mir sicher bin, dass es das auch gibt. Jeder Dialog, den wir führten endete damit, dass ich nachgegeben habe, nur damit ich meine Ruhe hatte. Doch ich bekam sie dennoch nicht und musste mich regelrecht zurückziehen. Jetzt sind wir räumlich getrennt.

Ich bin auch seit Jahren wieder krank geworden. Das hat mich sehr stark an mein damaliges Arbeitsverhältnis erinnert, wo ich letzlich kündigte, weil ich es nicht mehr ausgehalten habe. Doch diese Aufgabe wird solange wiederkehren, bis ich sie bewältigt habe.

Was soll ich also nun daraus lernen und wie kann ich künftig mit so einer Situation besser umgehen? Soll ich das Negative einfach ignorieren, auf so einen Dialog nicht mehr eingehen oder ihn nicht ernst nehmen? Ich habe keine Anhnung wie ich damit umgehen kann!

Es muss doch an mir liegen, dass ich auf negative Schwingungen reagiere, dagegen halte und mich zur Wehr setze und mich ständig verteige etc. Wie kann ich lernen meine positiven Energieen zu stärken und negative an mir abprallen oder einfach durch mich hindurch fließen zu lassen?

Viele liebe Grüße
Manfred
07 Okt 2008 08:41 #2974 von larannha
Lieber Manfred,

vielleicht hab ich da einen kleinen Tip für dich:

Menschen kommen nicht ohne Grund in dein Leben, auch die unangenehmen Zeitgenossen nicht. Deine Aufgabe ist nicht die Situation oder den Menschen auszuhalten sondern einen Schritt zurückzutreten und versuchen herauszufinden was dir das sagen will und zwar unabhängig von dem Thema da am Arbeitsplatz.

Vielleicht geht es für dich darum Grenzen zu setzen statt auszuhalten und nachzugeben? Das kann ich von hier aus nicht sagen aber in der Regel ist es so das solche Menschen in dein Leben kommen um dir mit ihrem Verhalten das Geschenk zu machen dich selber zu hinterfragen und an alten Mustern zu arbeiten, die du überwinden sollst.
Und wenn sie jetzt weg ist und der Platz neben dir frei: umso besser! Das schafft Raum für Neues!!

liebe Grüße
07 Okt 2008 09:21 #2975 von hope
Lieber Manfred,

das ist aber auch so richtig schwer, wenn man quasi mit Leuten zusammen sein muss, in deren Gegenwart man sich unwohl fühlt.
Ich kenne das selbst sehr gut aus früheren Zeiten...:unsure:

Dass Du krank wirst, zeigt, meines Erachtens, nichts anderes, als dass Deine `kleine Seele` sich Gehör verschaffen möchte...
und ich finde es gut, dass Du ihr zuhört ;-)

Dazu: früher habe ich aus solchen Situationen immer den Schluß gezogen, dass ich `schwach` bin - und mir `verboten` schwach zu sein;-) Will sagen: ich habe wie eine Löwin gekämpft , v.a. innerlich ( aber nicht nur *smile*), um das auszuhalten und meine ganze Energie da rein gesteckt, um ein `gutes Verhältnis` oder zumindest Akzeptanz oder Ruhe zu erreichen.

Kündigen = gehen ist manchmal keine schlechte Lösung, aber eben nicht immer die `erste Wahl`. V.a. dann nicht, wenn man sich dazu gezwungen fühlt, das aus einem Gefühl von Versagen resultiert und kein `bewußtes Loslassen` damit verbunden ist.

Ich kann Dir erzählen, wie ich mittlerweile mit solchen Situationen umgehe, vielleicht findet Du etwas darin, was Dir weiter hilft:
wenn ich wahrnehme, dass da `etwas im Raum schwebt` ( und da geht es mir wie Dir - das nehme ich sehr schnell wahr :S ), versuche ich sofort in eine Beobachterrolle zu treten. Den Mensch/die Gruppe quasi aus der Vogelperspektive zu betrachten.
Damit trete ich aus dem Spiel ( denn genau das ist es !) oder dem System raus.
Der Blickwinkel ändert sich damit. Ich erhalte Informtionen, die ich anders nicht bekommen kann und kann auch vermeiden, in meine Kontrolldramen zu rutschen.
Im Grunde heißt das, dass ich bei mir bleibe u. dennoch offen bin für das, was geschieht. Aber ich bin damit nicht mehr `anzapfbar` bzw. geschützt vor einer `Infektion`;-)

Mit ein bisschen Übung darin ( und die braucht man, wie bei allem;-)), gelingt das immer leichter und es eröffnen sich damit meistens Wege, die richtig positv sind.
In den Erkenntnissen von Celestine hat das ein Schauspieler sinngemäß so beschrieben: ich betrachte alles wie ein Geheimnis, das sich mir nun eröffnet.

Das ist spannend und lebendig = positiv, oder?

Die Wege, die dadurch sichtbar werden, sind sehr unterschiedlich. Manchmal bekommt man (- allerdings dieses mal mit innerem Frieden und ohne Verletzung - )klar, dass man den anderen/die anderen `einfach` losläßt, oder anders: dass man da `nicht hingehört`. Manchmal findet man auch Zugänge, die zu sehr fruchtbaren Beziehungen führen.

Als `Königsdisziplin` bezeichne ich es, wenn ich erreiche herauszufinden, was mir die Person/ die Gruppe spiegelt.
Es sagt mir etwas über mich, wenn mich dieses und jenes verletzt, traurig, wütend oder angst macht.
Ich erfahre, wo ich einen `Mangel` habe, - den sich manche andere zunutze machen, um ihre eignen *Mängel* zu vertuschen oder auszugleichen....Ich erfahre, welche Dynamik hier zugange ist und das hilft, damit aus einem erwachsenen Ich heraus damit umzugehen....

Hmm, merke gerade, dass ich da noch sehr viel dazu sagen könnte, aber ich lass das mal so stehen, weil das einfach zu viel ist, denke ich.

Alles Liebe

sylvie
08 Okt 2008 09:39 #2982 von Manni
larannha schrieb:

Vielleicht geht es für dich darum Grenzen zu setzen statt auszuhalten und nachzugeben?


Liebe Larannha,

genau das scheint mir auch so zu sein, denn dieses Thema habe ich im privaten wie im geschäftlichen Bereich.

Doch wie kann ich Grenzen setzen, wenn die von der anderen Seite nicht akzeptiert und respektiert werden? Dann muss ich diese Grenzen auch durchsetzen und darf eben nicht nachgeben! Insofern muss ich mir einfach mehr Respekt verschaffen, denke ich.

In diesem Fall hier habe ich mich in einen anderen Raum zurückgezogen, mit dem Ergebnis, dass sie nun öfter dort auftaucht, offenbar nur um mir zu zeigen, dass diese Aktion ins Leere ging.:S

Da wird mir dann völlig belangloses Zeug an den Kopf geworfen und wenn sie wieder geht, lässt sie die Tür einfach offen stehen oder macht sogar das Licht aus etc. Was folgt, ist ein Streigespräch, auf das ich überhaupt keine Lust habe. Vielmehr bin ich an Harmonie interessiert, doch darauf schein sie wiederum keine Lust zu haben. Und so geht das dann den ganzen Tag lang.

Auch ein klärendes Gespräch bei unserem Chef hat keinen Erfolg gebracht, außer dass wir nun räumlich getrennt wurden. Doch bei jeder erst besten Gelegenheit kommt sie darauf zurück und meint: "Ich würde an deiner Stelle mal wieder zum Chef gehen ..."

Ich weiß echt nicht, wie ich mich gegen soviel Penetranz und Ignoranz erfolgreich abgrenzen kann. Und wie soll man da in einem Team gemeinsam an einem Projekt arbeiten? Wo man sich eigentlich ergänzen könnte!

Stattdessen bekomme ich auf eventuelle Fragen nur zur Antwort: "Was, das weißt du nicht! Das hätte ich jetzt nicht von eienm studierten Mitarbeiter gedacht..."

Insofern muss ich mir dann auch selbst helfen, es sei denn die Hilfe wird vom Chef angeordnet und damit möchte man ja nicht gerne kommen.

Niemand ist perfekt und kann alles. Es gibt immer Dinge, die wir von anderen noch lernen können. Ich habe versucht, in solchen Momenten ganz stark an das Positive zu denken und bin einem Streitgespräch immer aus dem Weg gegangen. Ich möchte auch nicht mit den gleichen Mitteln zurückschlagen, sondern mich eher öffnen und noch die andere Wange für die nächste Ohrfeige hinhalten. Nur leider scheint dies überhaupt nicht zu fruchten und ich sehe keinen anderen Ausweg, als doch verbal zurückzuschlagen.

Es kann doch aber nicht sein, dass ich soetwas lernen soll, was ich im grunde meinens Herzen überhaupt nicht möchte. Müssen wir wirklich lernen unsere Ellenbogen zu gebrauchen in dieser Gesellschaft? Wie können wir lernen die Ohrfeigen, die wir bekommen positiv zu sehen?

Viele liebe Grüße
Manfred
08 Okt 2008 09:49 #2983 von Manni
hope schrieb:

Dazu: früher habe ich aus solchen Situationen immer den Schluß gezogen, dass ich `schwach` bin - und mir `verboten` schwach zu sein;-) Will sagen: ich habe wie eine Löwin gekämpft , v.a. innerlich ( aber nicht nur *smile*), um das auszuhalten und meine ganze Energie da rein gesteckt, um ein `gutes Verhältnis` oder zumindest Akzeptanz oder Ruhe zu erreichen.


Liebe Sylvie,

genau so geht es mir auch und ich merke, dass mir dabei jegliche positive Energie abgezogen wird. Ich werde insofern immer schwächer und schlussendlich krank.

wenn ich wahrnehme, dass da `etwas im Raum schwebt` ( und da geht es mir wie Dir - das nehme ich sehr schnell wahr :S ), versuche ich sofort in eine Beobachterrolle zu treten. Den Mensch/die Gruppe quasi aus der Vogelperspektive zu betrachten.
Damit trete ich aus dem Spiel ( denn genau das ist es !) oder dem System raus.
Der Blickwinkel ändert sich damit. Ich erhalte Informtionen, die ich anders nicht bekommen kann und kann auch vermeiden, in meine Kontrolldramen zu rutschen.
Im Grunde heißt das, dass ich bei mir bleibe u. dennoch offen bin für das, was geschieht. Aber ich bin damit nicht mehr `anzapfbar` bzw. geschützt vor einer `Infektion`;-)


Wie meinst Du das? Wenn Du direkt angesprochen wirst, dann reagierst Du darauf nicht und lässt die Worte in ein Ohr rein und aus dem anderen völlig unbeeindruckt wieder raus? Also nicht darauf reagieren und innerlich verarbeiten?

Wenn es ein Spiel ist, dann dürfte es ja sofort zu ende sein, sobald ich nicht mehr mitspiele. Das klingt einfach und auch logisch. Ich lasse also die Tür offen stehen und freue mich darüber, wenn das Licht an oder aus gemacht wird und wenn das Fenster geöffnet wird und ich dann im Durchzug sitzen darf etc. Habe ich dich da richtig verstanden?

Viele liebe Grüße
Manfred
08 Okt 2008 13:26 #2985 von Rita
Hallo Manfred,

ich versuche mal, das aus meiner Sicht zu erklären.

Ich nenne das für mich Absichtslosigkeit. Ich höre alles, sehe alles, nehme es auf, habe aber keine Absicht dahinter. Ich lasse es so wie es ist und entziehe mich, wenn meine Intuition mir sagt, dass es nicht gut für mich ist. Ich kann es einfach so lassen wie es ist.

Wenn ich in einen Raum komme, in dem ich viele unterschiedliche Strömungen spüre, versuche ich nicht, dagegen an zu gehen oder sie gar ändern zu wollen. Ich nehme sie zur Kenntnis, werde aber kein Teil von ihnen. Ich kann sie lassen, wie sie sind.

Etwas pragmatischer erklärt - ich muss niemanden von meiner Meinung, Einstellung oder Sicht der Dinge überzeugen. Wenn ich eine passende Wellenlänge spüre, lasse ich mich gerne darauf ein, aber auch wieder mit Absichtslosigkeit. Ich nehme gerne, ich gebe gerne, aber ich bleibe möglichst immer bei mir.

Ich hoffe, das ist jetzt nicht zu verwirrend. Manches ist halt schwer in Worte zu fassen:)

Lieben Gruß von
Rita