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Ängste bewältigen (Befreiung aus der Anonymität)

16 Okt 2008 06:45 #3059 von Schmetterling
Liebe Celestine-Freunde,

gestern erfuhr ich vom Freitod eines von mir mir hoch geschätzten Kollegen - und ich bin fassungslos, da er nach Außen hin nie den Eindruck hinterließ, dass ihn innerlich etwas bekümmerte. Durch diese traurige Nachricht wurde mir bewusst, dass fast alle Menschen in ihrem Leben eine oder mehrere Lebenskrisen erleben und für viele, wie auch für mich, der Freitod als einzige Lösung aus dieser Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit empfunden wird - und ohne Celestine wäre auch mein Wunsch aus dem Leben zu gehen, dieses Mal "geglückt". Ja, Celestine rettete mir das Leben und ich bin zutiefst dankbar dafür, dass ich "rechtzeitig" durch "Zufall" zum Film geführt worden bin.

Heute las ich in der Zeitung einen Artikel über "Depressionen", aus dem ich nachfolgende Worte niederschreiben möchte:

"...Manche Depressionen haben einen konkreten Auslöser, aber meist beginnt die Erkrankung schleichend. Schlafstörungen können ein Warnsignal sein, aber auch Antriebsschwäche, Schuldgefühle oder Hoffnungslosigkeit; auch wer ständig zum Grübeln neigt, stets niedergeschlagen ist oder sich nicht mehr freuen kann, sollte mit Freunden oder Verwandten reden..."

Aber genau das ist der springende Punkt:

Durch die Schnelllebigkeit der Erfolgsgesellschaft, nimmt man sich aus angeblichem "Zeitmangel" nicht mal Zeit für sich selbst, geschweige den Zeit für seine Mitmenschen, die, allein durch einen menschlichen Zuspruch aus Nächstenliebe vielleicht, wir können es nie sicher wissen, weil die Menschen Angst haben, sich zu öffnen, sich jemandem in ihrem Leid anzuvertrauen, ja, wir können vielleicht Menschen, die sich in größter seelischer Not befinden, aber nach Außen hin, diese seelische Not meist eben durch ihre Verschlossenheit nicht zu erkennen ist, durch unsere Aufmerksamkeit Gedankenimpulse schenken, die ein Umdenken in ihnen bewirkt und ihnen dadurch einen Weg aus ihrer Gedankenspirale weisen könnte und damit wieder Hoffnung in ihrer Seele Einzug hält.

Ich habe im Februar 2008, nachdem ich den Film Celestine gesehen hatte, einen Dankesbrief an Rainer und Frank geschrieben (beide haben die deutsche Synchronfassung des Filmes ermöglicht), um ihnen meine tiefste Dankbarkeit zum Ausdruck zu bringen.

Ich schrieb meinen Brief, der so grenzenlos offen war, nur an beide persönlich richtend, da ich mir nicht hätte vorstellen können, jemals meine Worte der Dankbarkeit auch meinen Mitmenschen anzuvertrauen.

Ich habe in diesem halben Jahr nach Celestine erkannt, dass ich mich auch öffentlich zu meinen Gefühlen und Gedanken bekennen möchte, weil ich so sicher bin, dass Worte der Offenheit und des Vertrauens unseren Mitmenschen Kraft und Mut geben können, sich auch zu öffnen. Und somit befreite ich mich aus meiner Anonymität, denn mir wurde bewusst, dass ich anonym nicht den Eindruck erwecken kann, aus ganzem Herzen hinter meinen Gedanken und Gefühlen zu stehen.

Und hier komme ich nun zum eigentlichen Thema "Ängste bewältigen und Grenzen übertreten":

In meinen Lebenskrisen waren es meine Eltern und später auch mein Mann, die darüber "Bescheid" wussten, durch welches Leid ich mich quälte und die mich mit ihrer grenzenlosen Liebe durch dieses Tal trugen. Ich schämte mich und bat meine Eltern und meinen Mann, niemanden (Verwandtschaft und Freunden) mitzuteilen, was mit mir geschah. Ja, ich schämte mich zutiefst dafür, in der heutigen "wohlhabenden" Leistungsgesellschaft, in der es mir im Außen an nichts fehlte, zuzugeben, dass ich einfach keine Kraft mehr hatte, einfach erschöpft war von meinem Kampf, im Versuch, mein Glück, meine Sehnsucht nach Liebe und Harmonie im höheren Sinn, im Außen zu finden und mir dabei in meinem Innersten doch immer bewusst war, das diese Suche vergeblich war. Ich schaffte es einfach nicht - trotz der vielen "Masken", die ich trug, mich der "Erfolgsgesellschaft" anzupassen. Meinen Kampf und meine Suche führte ich jedes Mal so lange, bis ich mich selbst verlor... fast mein Leben verlor...

Und hier verbarg sich die größte Angst, meinen Dankesbrief auch meinen Mitmenschen anzuvertrauen. Ich habe mehrmals sogar versucht, in abgewandelter, völlig verkürzter Form meinen Dank anonym als Beitrag einzustellen - und sogar hier habe ich die Beiträge gelöscht bzw. immer wieder aus Unsicherheit löschen lassen. Ich hatte eine unbeschreiblich große Angst davor, meine Eltern und meinen Mann durch meinen Wunsch und meine Entscheidung der vertrauensvollen Öffnung; dem erlösenden Gefühl meiner wieder entdeckten Intuition nachzugeben und sie damit zu enttäuschen, da sie es nicht gutheißen würden, dass ich diese Entscheidung treffe. Einfach aus dem Grund, weil es kaum noch Menschen gibt, die ihr Innerstes öffnen und es ihre Angst wäre, dass ich mich durch meine Offenheit absolut verwundbar mache.

Und sie haben Recht; denn damals, vor Celestine hätte mich jegliche Art von Zurückweisung und Belächelung zutiefst verletzt. Aber heute, nach einem halben Jahr mit Celestine habe ich keine Angst mehr vor einer seelischen Verletzung, weil es an mir selbst liegt, ob ich sie zulasse oder nicht.

Und ich spürte in mir, dass es eben genau diese Angst vor Vertrauen und Offenheit ist, die uns Menschen voneinander trennt. Daher traf ich für mich die Entscheidung, meiner Angst, meine Liebsten durch meine Offenheit zu enttäuschen und in ihnen dadurch ein Gefühl der Angst um mich entstehen zu lassen, keine Macht mehr über mich zu verleihen, sondern das zu tun, was ich aus meiner Intuition heraus für richtig hielt.

Meine erste Erfahrung mit Celestine habe ich bereits an anderer Stelle veröffentlicht (hier noch nicht; ich werde aber Dieter fragen, ob es möglich ist, einen so langen Beitrag einzustellen) und meine Erkenntnisse, die ich Dank Celestine erfahren habe, werde ich noch niederschreiben und auch veröffentlichen - in der großen Hoffnung, durch meine Worte meine Mitmenschen in ihrem Innersten erreichen zu können, um in ihnen das Gefühl des Mutes wecken zu können, ihre Suche nach dem Sinn des Lebens nicht aufzugeben und sie erkennen können, dass wir die Kraft und die Freiheit in uns selbst tragen, unabhängig vom Außen.

Ich habe vor einigen Tagen folgenden schönen Text gelesen (wenn ich mich nicht täusche ist er von Teresa von Avila), den ich gerne hier wiedergeben möchte:

"Der Mensch, der seine Grenzen erfährt, hat zwei Möglichkeiten, darauf zu reagieren. Entweder er versucht, seine Kräfte und seinen Einsatz zu steigern, um es doch noch zu schaffen. Die Misserfolge und Katastrophen, die sich immer wieder ereignen, wären dann nichts anderes als Pannen, die man überwinden kann. Ein solcher Mensch kann es sich eigentlich nicht leisten, zu rasten und stillzustehen; er muss immer neue Höchstleistungen vollbringen und ist zugleich der bohrenden Frage ausgesetzt, ob seine Sicht der Welt, die er doch noch einmal zu einem Paradies umgestalten will, nicht vielleicht doch falsch ist. Oder aber, und das wäre die zweite Möglichkeit, er sagt ja zu seiner Begrenztheit und erwartet Hilfe und Beistand, die letzte Sinngebung für sein Leben von woandersher. Falls es einen übermenschlichen Bereich gibt, und falls der Mensch zu einem übermenschlichen Wesen Du sagen kann, vermag er Antworten auf die letzten Fragen seines Lebens zu erhalten. Er kann sich gelassener geben bei der Bewältigung seiner persönlichen und der großen Probleme der Welt. Aus dieser Gelassenheit heraus, aus dem Bewusstsein, dass es nicht nur auf ihn allein ankommt, kann er letztlich mehr erreichen und mehr zur Verbesserung der Welt beitragen als jemand, der den Glauben an dieses übermenschliche persönliche Wesen nicht besitzt."

Bitte verzeiht mir meine vielen Worte, aber ich musste einfach dem Fluss meiner Gedanken freien Lauf lassen und bin unsagbar dankbar, dass es Euch gibt und ich mich Euch mitteilen kann.

Hoffentlich ist mein Beitrag nicht zu konfus geschrieben...

Alles Liebe wünscht Euch

Eure Natali
16 Okt 2008 09:32 #3060 von larannha
Liebe Natali,

ich habe etwas überlegt ob ich was dazu posten soll weil du viele Themen gleichzeitig ansprichst aber ich habe mich dann doch dazu entschieden es mal zu versuchen...Ich würde deinem Thema gerne eine andere Überschrift geben als Ängste bewältigen. Meine Überschrift wäre:warum hört niemand richtig zu?

Wenn jemand den Freitod wählt, dann ist dem eine jahrelange Entscheidung diesbezüglich vorausgegangen, die von niemanden bemerkt wurde. Es wird viele Hinweise gegeben haben aber es hat keiner zugehört oder mal genauer nachgefragt. Wenn der Moment der Umsetzung gekommen ist, dann gibt es tatsächlich keine Warnzeichen mehr weil die Entscheidung gefallen ist.

Lebenskrisen, Ängste,usw. sind in unserer Gesellschaft tabuisiert und werden meistens mit wohlklingenden Ratschlägen abgetan: das wird schon wieder, Augen zu und durch und was es da sonst noch so gibt. Mal richtig nachfragen tut kaum jemand und das mag mehrere Gründe haben.
Gewisse Themen rufen eigene Ängste und Hilflosigkeit hervor und damit möchte niemand außer der Reihe konfrontiert werden. Viele Menschen sind auch so sehr mit sich selbst beschäftigt das sie überhaupt keine Wahrnehmung für ihr Gegenüber haben.
Nicht jeder hat die Kraft mit seinen Problemen ins Außen zu gehen und solange Lärm zu machen bis jemand zuhört.
Es ist auch ein gesellschaftliches Problem, ganz besonders hier in Deutschland glaube ich aber darauf möchte ich nun nicht näher eingehen.

was ist denn zuhören?
jemanden zuzuhören bedeutet in erster Linie sich auf den Menschen und sein Thema einzulassen und zwar so wie er ist und nicht so wie wir ihn gerne hätten oder ihn sehen wollen und da fängt es schon meistens an zu haken. Das ist anstrengend mal unabhängig vom Thema. Kommt dann noch ein schweres Thema dazu setzt bei manchen Zeitgenossen schon die komplette Überforderung ein. Zuhören hat etwas mit Aufmerksamkeit und Energie schenken zu tun und auch damit das Gegenüber wertzuschätzen und als Individuum zu sehen. Es erfordert aber auch das die Person, der zugehört wurde, dieses Geschenk nicht überstrapaziert. Es ist also eine Sache von Geben und Nehmen und ein Gleichgewicht zu halten. Gar nicht so einfach und für jeden eine Herausforderung!

16 Okt 2008 10:00 - 16 Okt 2008 15:18 #3061 von Sonnenstrahl
Liebe Natali,

Ich bin voller stolz,das du den Weg wieder hier her gefunden hast zu Celestine.Ich habe immer an dich geglaubt,lächel...alles braucht seine Zeit.Schön,das du wieder ins Leben zurückgefunden hast.

******Für dich liebe Natali******


Liebe Natali, herzlich willkommen zurück hier bei Celestine Community.**

Gebe dich niemals auf**

Glaube an das Gute,denn es ist da**

Denke immer daran ,das es Menschen gibt die dich von Herzen lieben**

Ich werde für Dich/Euch da sein und dich/Euch auffangen,wenn du/Ihr mich brauchst**

Die Liebe und der Glaube wird dir die Kraft geben weiterzugehen.**


Dein Sonnenstrahl Angelika
16 Okt 2008 14:56 #3062 von Eule
ich denke es kommt auch immer darauf an in was für Kreisen ich mich bewege! Krisen gibt es immer im Leben, auch wird man immer wieder Menschen treffen die einem nicht zuhören oder noch besser gesagt einem die Lebensenergie rauben. Doch das schöne ist doch sich von diesen Menschen zu lösen. Hat man sich erst einmal davon gelöst überströmt einen das Gefühl von Freiheit. Es ist wie ein Neuanfang man wird diese Fehler nicht noch einmal machen. Laranna hat es ja auch schon sehr deutlich gemacht und dem kann ich mich nur anschließen! Was schwierig ist sich zu lösen oder besser gesagt loszulassen von alten Gewohnheiten und Menschen die immer eine gewisse Erwartung an einem haben. Einfacher ist es immer mit dem Strom zu schwimmen als dagegen, aber es ist einfach nur Geil wenn man es mal versucht hat und dabei eine große Strecke überwältigt hat. Dem Mutigen gehört die Welt!

herzlichst die alte Eule aus dem Sauerland

:)
16 Okt 2008 20:06 #3063 von hope
Liebe Natalie,

mir geht es wie Larannha - es sind einige, dazu noch sehr wichtige Themen, die Du ansprichst - fällt mir gerade auch schwer, mich zu `sotieren`;-)

Zuerst einmal möchte ich Dir sagen, dass mich Deine Zeilen sehr berührt haben, Deine Offenheit, Dein Mut... ich finde, dass Du damit eine beeindruckende Stärke zeigst, die sicherlich auch andern Kraft gibt, zu sich zu stehen u. zu erkennen, dass sie nicht alleine sind mit dem was in ihnen oft still und verborgen vor sich geht. Ich glaube, das hilft sehr, zumal Du zeigst, dass es ein Licht am Ende des Tunnels gibst. Ein sehr helles Licht sogar.:)

Larannha hat gut erklärt, warum die Menschen nicht mehr zuhören und die meisten auch nicht könnten, selbst wenn sie wollten. Ihre eigenen Ängste, der Druck, der auf ihnen lastet, ist zu groß. Da ist kein `Energiepotential` mehr, noch mehr zu verkraften und zudem werden sie oftmals beim Hinhören und Hinsehen mit ihrer eigenen Hilflosigkeit konfrontiert, was schwer auszuhalten ist.
Die, die hier hier trotzdem geben u. dabei oft auch `alles` geben, enden nicht selten in einem burn-out.
Es ist ein Teufelskreis, der hier zugange ist, dessen Ursprung in unserer Gesellschaft zu suchen ist. Nuja, aber die Gesellschaft sind wir - jeder Einzelne. Und somit muss jeder Einzelne damit anfangen, es `anders`zu machen.

Was mich auch beschäftigt, ist die Scham, die Du beschreibst. Die Angst, andere könnten `wissen`, sehen, wie es Dir geht und Dich verurteilen - oder gar angreifen und völlig vernichten?
Ich glaube, dass der Grundgedanke hier ist:
ich bin nicht gut ( genug) und passe nicht in diese Welt, bin zu schwach ( zu dumm, zu nutzlos, zu dick, zu dünn...)
Und als Schlussfolgerung hält man sich nicht für liebenswert -und liebt sich auch selbst nicht.
Spürt man, dass andere einen dennoch lieben, so meint man, man habe das nicht verdient..., schämt sich für die Last, die man ist/bereitet, fühlt sich schuldig - und wird immer hilfloser, verzweifelter, weil man nicht ausgleichen kann...

Ich schreibe das mal so `in Reihe`, weil ich gerne zeigen möchte, wie ein Glaubenssatz den nächsten erschafft und wie dadurch ein Selbsbild entsteht, das keinen positven Gedanken, kein positives Gefühl mehr zulassen kann.
Scham, Angst und Schuld - es gibt keine Gefühle, die einen mehr runterziehen, die mehr blockieren, selbstvernichtend sind.
Der Halt der Familie gibt Kraft und ist uuunglaublich wichtig. Auch Freunde, Selbsthilfegruppen, eine Therapie... können sehr viel Unterstützung geben.
Und doch muss jeder selbst sein Selbstbild korrigieren, seine Glaubenssätze erkennen, sie auflösen oder transformieren.
Eine wirklich schwere Aufgabe - aber sie lohnt sich!

Nicht `nur`, weil man selbst wieder lebendig wird, all das Schöne erleben kann, was das Leben bietet. Ich meine, man kann das nach solchen `Krisen` sogar noch viel intensiver tun. Um das mal bildhaft zu sagen: wer die Dunkelheit kennengelernt hat, weiß erst, wie wertvoll das Licht ist.
Und noch etwas: wer diese Dunkelheit kennengelernt hat, kann die besonders gut verstehen, die es noch nicht heraus geschafft haben.
Verständnis gibt Kraft, nimmt Einsamkeit ...

Hmm, vielleicht ist das zu weit her geholt, aber für mich zeigt sich hier das Positve, das aus einer schlimmen Zeit erwachsen kann,- wenn man sich dem stellt - und damit zeigt es den Sinn, den der `Albtraum` hatte: Transformation und Intensivierung der Wahrnehmung - mal `sachlich`ausgedrückt.

Liebe Natalie, ich würde Dir gerne noch etwas sagen, was mir ein tiefes Bedürfnis ist.
Du drückst hier sehr tief Deine Dankbarkeit aus, für Celestine, Deine Eltern, deinen Mann.... Das finde ich wunderschön, doch möchte ich dich ermuntern, Deinen Blick auf Dich selbst zu richten.
Schau in den Spiegel, lächle Dir zu - Du bist eine wundervolle Frau, darfst stolz auf Dich sein. Sieh die Stärke, die Du hast, die Kraft - sie kommt aus Dir, ist in Dir. Ebenso wie das Licht, die Freude, die Energie. DU bist das - und Celestine, deine Familie und Freunde wußten das einach nur vor Dir;-)
Da wo du heute bist - das hast Du alleine geschafft. Niemandem wäre es gelungen, Dich dahin zu bringen, wenn Du nicht gegangen wärst....

Alles Liebe

Sylvie
17 Okt 2008 20:09 #3069 von Schmetterling
Hallo ihr Lieben,

lieben Dank für Eure Gedanken zu meinen Worten, sie berühren mich...

Ich kann Euch gar nicht beschreiben, wie glücklich ich darüber bin, hier Gleichgesinnte gefunden zu haben, denn...

Sylvie, hier möchte ich vor allem folgende Deiner Worte wiedergeben:

"Die, die hier hier trotzdem geben u. dabei oft auch `alles` geben, enden nicht selten in einem burn-out:S "

Genau, da hast Du/Ihr genau den Punkt getroffen, der mich bis in die "Hölle" runtergezogen hat. Meine Suche nach Liebe und Harmonie im Höheren Sinn versuchte ich im Glück meiner Mitmenschen zu finden. Durch meine Feinfühligkeit spüre ich meist immer sehr genau, welche Gefühle mein Gegenüber in seinem Innersten trägt, und ich konnte einfach nicht wegsehen, nicht weghören...das Leid meiner Mitmenschen empfand ich als mein Leid, weil ich ihre Gefühle spüren kann und es mir einfach selbst in der Seele weh tat und ich versuchte von ganzem Herzen ihnen Zuversicht und auch Freude zu schenken...aber ich entzog mir damit alle Lebensenergie...und ich merkte es zu spät...obwohl ich mir immer bewusst war, dass ich das Leid anderer Menschen nicht auflösen kann...das jeder durch seinen Schmerz gehen muss...Ach, es gibt so vieles was ich Euch dazu schreiben möchte...aber ich würde mich wiederholen - denn so vieles davon steht in diesem bereits erwähnten Dankesbrief vom Februar 2008...ich werde ihn in den nächsten Tagen einstellen...

Ich umarme Euch alle zusammen und bin so dankbar, dass es Euch gibt.

Alles Liebe für Euch.

Natali