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Wirtschaftskrise und Warnstreiks

18 Feb 2010 13:08 #8921 von KeepOnSmiling
Hallo, liebe Community,

vielen Dank für Eure Beiträge... Sie regen mich zum Nachdenken an - inspirieren mich zum Thema Geld & Einstellung zum Geld.

Zum Beispiel der Beitrag von Rita mit dem Hinweis auf den TV-Beitrag über oder von Dänemark und der Einstellung der Dänen...

Da werden mir die Dänen immer sympathischer - und das nicht nur wegen LEGO ;-)

KeepOnSmiling
OlliKöhl
21 Feb 2010 20:03 #8971 von Miakoda
Ich bin nicht arbeitslos und arbeite 9,30 Stunden am Tag. Aber ich kann mir leider einen Stundenlohn von einem Facharbeiter nicht leisten, jedenfalls nicht ständig! Es tut verdammt weh wenn mein Auto mal einen Schaden hat und ich eine Rechnung bezahlen darf von der ich eigentlich einen Monat leben könnte, meist sind es auch noch mehrer Monate was noch mehr weh tut, und wenn das einpaarmal im Jahr passiert müsste ich trotz Arbeit die Pleidegeierfahne raushängen.
Ich will auch nicht über den Lohn jammern den ich bekomme, aber das was ich am Ende in der Hand habe nach dem Vaterstaat und Co. mir 5 mal in die Tasche gelangt hat, das ist leider nicht mehr schön. Solange ein Harz4 Empfänger unter dem Strich mehr bekommt als ein Arbeiter, wo ist da der Anreiz zur Arbeit?
Ich überlege ob ich nicht zu den Dänen auswandere.
Eine alleinerziehende Mutter arbeitet in meinem Augen!

Lieben Gruß Miakoda
21 Feb 2010 21:26 #8975 von karo
Das größte Problem in unserem Land ist, dass die Löhne zu stark gesunken sind und sich deswegen Arbeit nicht lohnt.
Mit dem richtigen Gemeinschaftsbewusstsein wie bei den Dänen, würden Löhne anständig bezahlt werden, sodass jeder, der arbeitet davon auch leben kann und jeder, der nicht arbeitet, überleben kann. So funktioniert der Sozialstaat, wenn alle Menschen sich gegenseitig wertschätzen.
Der Sozialstaat bei uns geht allerdings nicht nur wegen vieler Schmarotzer den Bach hinunter, sondern vor allem auch durch Politiker und Boulevardmedien, die ganze Bevölkerungsgruppen gegeneinander aufhetzen.
Das Grundproblem bei uns ist die fehlende Wertschätzung und der Gemeinschaftssinn aller Menschen untereinander.
21 Feb 2010 22:15 - 21 Feb 2010 22:45 #8976 von Heiko
Nur um einmal die Relationen zu verdeutlichen:

Es wird Bürgern vom Staat zugemutet.für €1,-- pro Stunde zu arbeiten.

Nun hat die Regierung sich ja dieses wundervolle Projekt 115 einfallen lassen:

siehe hier

Damit sind Kosten von bis zu 50 Eurocent pro Minute verbunden. Somit kann der Ein-Euro-Jobber für eine Stunde seiner Arbeit ja immerhin mindestens 2 Minuten beim Bürgertelefon in der Warteschleife hängen:

Bürgertelefon lt. Teltarif


Vom Festnetz aus kostet es mindestens 7 Eurocent/Min.

115 aus dem Festnetz

Damit sind es 14 Minuten. Damit ist eine telefonische "Beratung" bzw. das Halten der öffentlichen Warteschleife immer noch über das Vierfache des Verdienstes eines 1-Euro-Jobbers wert.

Wenn das nicht bürgerfreundliche Politik ist?
22 Feb 2010 07:42 - 22 Feb 2010 07:49 #8977 von Manni
Heiko schrieb:

Es wird Bürgern vom Staat zugemutet.für €1,-- pro Stunde zu arbeiten.


Nein Heiko,

das stimmt so nicht, denn es ist ein Zusatzverdienst zu Harz IV. Du kannst nicht Äpfel und Birnen hier vergleichen.

Nimmst Du jedoch Harz IV und alle weiteren Zuwendungen, die man per Antrag nach Bewilligung auch noch ohne Arbeit dazu erhält (Miete, Zuschüsse für Renovierung, bei Neuanschaffungen, für die Kinder, in der Schule usw.), dann kommst Du auf einen Stundensatz, der deutlich über dem festgesetzten Mindestlohn liegt. All diese Zuwendungen bekommt man aber nur, wenn man Harz IV erhält.

Gehst Du jedoch Arbeiten, kann es gut sein, dass Du dir eben nichts dazu verdienen darfst, auch keine weiteren Zuschüsse erhältst und dann deutlich weniger pro Stunde raus hast. Und genau darin liegt das Problem, zumindest aus meiner Sicht.

Wir können auch nicht die Löhne anheben, wenn wir uns den anderen Ländern in der EU angleichen wollen. Vielmehr müssen die Preise der Produkte und Lebenshaltungskosten in Deutschland wieder gesenkt werden und es darf nicht soviel Zuschüsse vom Staat geben, bis diese das Realeinkommen eines Arbeiters oder Angestellten übersteigen, denn dann lohnt es sich nicht mehr zu arbeiten. Und wenn schon Zuschüsse aus Steuergeldern, dann bitte für alle, die Bedarf haben, also auch Arbeitnehmer und Arbeitgeber, Rentner usw. und nicht nur Arbeitslose, denn auch andere Menschen können in finanziellen Engpässen stecken.

Wer unter solchen Bedingungen dennoch zur Arbeit geht, muss ja komplett verblödet sein. Wie oft habe ich den Satz gehört: "Bei diesem Lohn würde ich je weniger raus haben, als wenn ich zu Hause bleibe und mir noch etwas dazu verdienen kann." Die Menschen sind eben nicht so blöd.

Liebe Grüße
Manfred