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Dieser Aufbruch repräsentiert die Schöpfung eines neuen, vollständigeren Weltbildes, da es uns die fünfhundert Jahre alte Schuke der Präokkupation mit irdischem Überlebenskampf und materieller Bequemlichkeit zu liefern imstande war. Obwohl es sich bei der Beschäftigung mit den technologischen Aspekten unseres Menschseins um einen wichtigen Schritt in unserer Entwicklung handelte, wird das Erkennen der bedeutsamen Fügungen in unserem Leben unsere Wahrnehmung für den wirklichen Grund unserer Anwesenheit auf diesen Planeten öffnen und uns die wahre Natur des Universums enthüllen.

Den eigenen Körper lieben

25 Apr 2010 08:18 #9545 von Manni
Vielen Dank für diesen Buchtip

Da ich diesen Hinweis nun schon mehrfach erhalten habe, ist es wohl ein klares Zeichen für mich. Also werde ich mir den ersten Band mal lesen.

Alles Liebe für euch
Manfred
26 Apr 2010 11:23 #9549 von Manni
Miakoda schrieb:

Ein Mensch der im Rollstuhl sitzt kann ein erfüllteres Leben haben als ein Millionäre der alles hat.


Kennst Du so einen Menschen? Ich nicht! Diese Menschen haben sich das so auch nicht selbst ausgesucht und müssen mit dieser Erfahrung halt irgendwie fertig werden.

Da sich das Johannesstift in unserer Nähe befindet, kenne ich auch einige Menschen im Rollstuhl und sie sind oftmals sehr verbittert durch diese Erfahrung. Wenn Du da mal ein Lächeln geschenkt bekommst, ist das enorm viel. Von einem erfüllten Leben kann da nicht im Entferntesten die Rede sein.

Schön wär's
Manfred
26 Apr 2010 12:58 #9552 von Martl
Lieber Manfred,

mir fällt spontan ein Höhlenforscher ein, der bei einem Unfall querschnittgelähmt wurde. Er nahm seine Behinderung zum Anlass, sich ein Mini U-boot zu bauen, mit dem er nun viel längere und ausführlichere Excoursionen in der unterirdischen Wasserwelt der schwäbischen Alb machen kann. So hat er weitreichende Entdeckungen gemacht, und ist seiner Behinderung, dankbar.

Auch mein Bruder ist seit seiner Geburt körperlich und Geistig behindert. Er ist total auf Hilfe angewiesen, und der lebende Beweis, dass man - rein praktisch gesehen - zu nichts nutze sein muß, um geliebt zu werden. Mit seiner kindlichen sonnigen Art, wickelt er alle um den Finger :) Und wenn ich mir die "Behinderten" in seinem Heim so ansehe: Mit Sicherheit findest Du hier nicht mehr Verbitterung als bei den sogenannten Normalen.

Glück stellt sich immer erst ein, wenn wir unser Ego - unsere Vorstellung wie was zu sein hätte - hinter uns lassen, und ganz einfach in unserer Möglichkeit leben.

Vieleicht hat sich mein Bruder diese Daseinsform ja ausgesucht, um endlose Umsorgung zu erfahren.

Alles Liebe,

Martl
26 Apr 2010 13:22 #9553 von Manni
Oh, wie schön!

Endlich mal ein Positivbeispiel. B)

Danke sehr
Manfred
26 Apr 2010 14:39 #9555 von Marion
Hallo liebe Freunde,

Menschen mit Behinderungen sind wie du und ich, nur eingeschränkt oder einfach anders. Aber die wahre Liebe die es auf dieser Welt gibt und nach der wir suchen spüren wir am deutlichsten, wenn wir diesen Leuten in die Augen schauen und ihr Lächeln erleben dürfen. Sie fragen nicht nach dem "warum", denn sie leben einfach und genießen jede Minute.

Am Wochenende hatte ich ein Ehepaar, daß bewußt drei mongolide Kinder, die niemand haben wollte, adoptiert hatte. Es ist so viel Harmonie zu spüren gewesen wie ich sie noch nie erlebt habe.

In mir ist der Gedanke gewachsen gerade solchen Menschen in unserem Anwesen die Möglichkeit zu geben mit Hilfe der Tiere auch Freude zu spüren, denn unsere Gesellschaft hat für solche nicht viel übrig und sie sind isoliert.

Niemand sieht in die Herzen dieser Menschen und erkennt den wahren Wert.

Wie würde man sich selbst fühlen, wenn man durch ein Ereignis ein anderes Leben führen müßte und die Freunde einen meiden oder nicht mehr "gesellschafts-fähig" ist. Das was man einem anderen antut, könnte einem selbst wiederfahren.

Maria
26 Apr 2010 16:33 #9556 von Martl
Liebe Maria,

Du hast es schön erkannt, dass "Behinderte" auch nicht anders sind als wir, und sie in ihrer direkten Wahrnehmungsweise eigentlich zu beneiden sind, und wir viel von ihnen lernen können.

Doch, dass solche Menschen in der Gesellschaft nicht aktzeptiert werden, isoliert sind, oder gar auf Ablehnung stoßen, das stimmt so nicht. Ich werde mit meinem Bruder überall gern empfangen, und er aalt sich förmlich in der Zuneigung, die er überall erhascht. Auch das Heimleben bringt Vorteile, und macht sein Leben interessanter, da er auch Menschen mit gleichem Horizont um sich braucht, um sich zu entwickeln. Außerdem würde er bei mir, bei weitem nicht so viel Aufmerksamkeit erhalten. Es ist vielleicht sogar die Folge eines Kontrolldramas ...

So glaube auch, dass er sich sein Leben selbst geschaffen hat. Es hat ja auch seine Annehmlichkeiten, die er sehr wohl genießt. Jede Münze hat nunmal zwei Seiten. Sein Wunsch nach grenzenloser Umsorgung und Aufmerksamkeit, führte ihn auf der Anderen Seite auch in die grenzenlose Abhängigkeit, in der er wiederum lernen kann sich mit List und Liebe seine Freiräume zu schaffen. Es gleicht sich immer alles aus, und passt haargenau.

Wie Du schon sagtest: Ein Mensch wie Du und ich.

Alles Liebe,

Martl