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Den eigenen Körper lieben

26 Apr 2010 22:34 #9558 von Rita
Lieber Manfred,

einem ehemaligen Arbeitskollegen meines Mannes mussten innerhalb kurzer Zeit beide Beine amputiert werden, er saß im Rollstuhl. Zunächst war er verzweifelt, dann reichte es ihm allmählich, sich selbst leid zu tun und er überlegte, was er tun könnte. Er überlegte sich, dass er im Gegensatz zu vielen anderen Menschen in Seniorenheimen doch noch recht beweglich war und so erledigte er für diese Menschen Botengänge(-fahrten) zu Ämtern, kaufte für sie ein und leistete ihnen Gesellschaft. Er kam mit so vielen Menschen in Kontakt wie nie zuvor. Er hatte bald eine so ansteckende Fröhlichkeit und positive Ausstrahlung wie nie zuvor in seinem Leben. Er sagte oft, dass er nun ein reiches Leben habe, was er ohne den "Schicksalsschlag" nie kennen gelernt hätte.

Liebe Grüße
Rita
27 Apr 2010 08:35 - 27 Apr 2010 08:45 #9561 von Manni
Hallo Rita

Ist das nicht schade, dass es erst eines solchen Schicksalsschlages bedarf, um so positive Erfahrungen zu sammeln? Woher hat das Universum das denn gewusst? Ich denke ja nicht, dass diese Menschen sich das genau so gewünscht haben. Worum muss es denn erst so weit kommen? Und nicht jeder erkennt dieses Zeichen als Hilfe. Was muss dann noch passieren?

In letzter Zeit quälen mich auch wieder sehr starke Schmerzen im Sonnengeflecht und ich bin mir bewusst, dass dies ein Zeichen ungelöster Probleme ist. Leider sehe ich auch keine Lösung und muss es daher weiter ertragen. Die Schmerzen nehmen zu und werden immer stärker! Mal sehen, was noch passieren muss, damit ich endlich erkenne, wie ich das ändern kann. Momentan versuche ich sie einfach nur als einen Teil von meinem Körper anzunehmen und mich nicht dagegen zu wehren, so wie ein behinderter Mensch, der auch nichts tun kann gegen seine Behinderung und sie als Gott gegeben annehmen muss.

Wie aber soll es denn da gelingen, seinen Körper zu lieben? Ist das nicht so ähnlich wie bei einer Geschlechtsumwandlung, wo man einen bestimmten Teil seines Körpers auch nicht so akzeptieren konnte wie er zuvor geworden ist? Ich denke auch, dass diese Schmerzen eher ein Hinweis für mich sind, dass da was nicht stimmt. Doch kein Arzt kann etwas Materielles finden, was nicht in Ordnung ist. Somit sind sie wohl nur geistig und sollten daher leicht zu überwinden sein. An dieser Stelle habe ich meinen inneren Frieden einfach noch nicht gefunden.

Liebe Grüße
Manfred
07 Mai 2010 00:27 #9653 von Love4free
Hallo, ich schmeiß mich mal hier rein...

Hm... dass der Mensch immer mit dem unzufrieden ist was er hat ist wohl unumstritten ;)

Jeder strebt nach höher, schneller, weiter, besser etc.

Der Mensch schafft sich aber dadurch seine Probleme.
Weil wenn er an dem gesteckten Ziel angelangt ist, will er irgendetwas Anderes.


Wer seinen Körper pflegt und bewusst mit ihm umgeht der ist auch im Allgemeinen gesünder als jemand der nicht darauf achtet.
Aber Viele haben verlernt ein EIGENES Bewusstsein für den Körper aufzubauen, somit suchen sie sich irgendwelche Vorbilder in den Medien oder im Umfeld.
Und dass dieses Bild nicht dem Optimum an Gesundheit entspricht ist auch klar... siehe Models....
Da wurde ein Bild erschaffen das 90% der Menschen niemals erreichen können, weil sie gar nicht die genetischen Eigenschaften haben.

Sport ist mir wichtig, ich mache 5 Mal die Woche Yoga und hüpfe auf meinem Trampolin, gehe jede Strecke die ich gehen kann zu Fuß, trinke viel Wasser, ernähre mich ausgewogen etc. Das ist das was ich gerne für meinen Körper tue, weil es auch meinen Geist zu Gunsten kommt. Aber jeder Mensch hat seine eigenen Grenzen und viele investieren mehr Zeit dafür, was für mich dann stressig wäre. Klar, wenn ich vielleicht 7 Mal die Woche mein Training machen würde, dann hätte ich noch bessere Ergebnisse, aber dafür bleibt was Anderes was mir wichtig ist liegen, das wäre es mir nicht wert.

Das Allerwichtigste so denke ich ist jedoch dass man das was man tut vertreten kann und glücklich dabei ist. Egal wie man aussieht.
Denn wenn man glücklich ist, und einigermaßen im Reinen mit sich selber ist, dann ist man immer atraktiv. Und somit gesund.


So...langer Text... :huh:

Grüßle, Love
07 Mai 2010 00:52 #9654 von Love4free
Zum Thema Behinderungen:

Ich bin zwar schwerbehindert, obwohl ich diese Bezeichnung eher nicht vertrete. Habe Diabetes, seit 20 Jahren. Somit war ich schon als kleiner Knirps oft zur Einstellung im Krankenhaus, manchmal mehrere Wochen.

Ein Erlebnis hat mich sehr geprägt und ich denke ich wäre nicht der Mensch der ich heute bin, wäre das nicht passiert...

An meinem 10. Geburtstag war ich mal wieder zur Einstellung im Krankenhaus und meine Ernährungsberaterin hat mich am Nachmittag mit einer Backstunde überrascht. Auch ein anderes Mädchen in meinem Alter nahm teil und wir kneteten zusammen Teig und machten Plätzchen. Sie war fast blind, sagte sie könne nur Umrisse, aber keine Augen, Münder etc sehen, und auch "geistig Behindert" hat man mir gesagt...
Ich wollte unbedingt Plätzchen in Herzform machen, aber es war bloß ein Ausstecher in dieser Form da. Das Mädchen und ich standen nebeneinander und sie hatte sich die Form vor mir genommen. Als ich das bemerkte, schaute ich sie ganz böse an und war stinkwütend, weil ICH wollte doch die Herzen!!! Und da sprach sie einen Satz der bis heute ganz klar in meinen Gedanken ist: "Warum bist Du so böse auf mich und schaust mich so wütend an? Habe ich Dir etwas getan?" Das war so entwaffnend, dass ich erst mal nicht wusste was ich sagen sollte. Ich entschuldigte mich und schämte mich dass ich so ungerecht gewesen bin... Sie war so ein herzensguter Mensch und ich spürte schon damals, dass sie ganz tief in meine Seele blicken konnte.

Als Kind war ich oft zornig wenn ich nicht das bekommen habe was ich wollte. Aber nach diesem Ereignis löste sich diese Wut in mir komplett auf.

Von den Menschen denen man am Wenigsten zutraut, kann man am Meisten lernen, weil man NICHTS ERWARTET....

Grüße Love
07 Mai 2010 07:35 #9657 von Manni
Einen wunderschönen guten Morgen Love

Auch ich bin schon oft in Kontakt mit behinderten Menschen gekommen, die weist eine ganz andere Wahrnehmung als ich hatten. Sie konnten tatsächlich mehr erkennen als ich, obwohl sie viel eingeschränkter waren.

Und was Du zu der Fürsorge des eigenen Körpers gesagt hast, kann ich nur voll unterstreichen. Ich finde auch, dass er genau das ausstrahlt, wie man sich selbst fühlt. Insofern kümmere ich mich bei dieser Pflege auch um mein eigenes Befinden.

Herzliche Grüße
Manfred
07 Mai 2010 10:55 #9663 von Jeliel
Hallo, Love

Deine Anekdote mit dem behinderten Mädchen hat mich sehr berührt, sie ist wunderbar :)
Das wollte ich dir nur schnell mitteilen. Bitte entschuldigt mein Einmischen, obwohl es inzwischen um was anderes geht :blush:
Viele liebe Grüße,
Jeliel :kiss: