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Partnerschaft/Ehe und Sexualität

21 Apr 2009 03:53 #4734 von Manni
Nun,

die Sexualität bringt zumindest dem Mann vorerst Befriedigung, das hatten wir ja schon geklärt und es gab von der Herrenriege keine weiteren Einwände dazu. Und unbefriedigt sein möchte wohl keiner auf Dauer bleiben. Insofern hat sie schon eine ganz wesentliche Bedeutung. Ob dazu nun zwingend eine Partnerschaft erforderlich ist, möchte ich mal bezweifeln und schon garnicht in Symbiose. ;)

Zu der Symbiose in einer menschlichen Beziehung möchte ich diesen Link einfügen:
Symbiose in der Psychologie
Mir wurde deutlich, dass Abhängigkeiten zum einen durchaus wichtig und zum anderen aber auch sehr gefährlich sein können. Vermutlich scheitern auch viele Partnerschaften genau daran und trangen lange Zeit noch tiefe Wunden mit sich. Meine Mutter nahm sich z. B. das Leben als ich mich von dieser symbiotischen Beziehung abgenabelt habe und mich einer neuen Partnerin zuwand. :ohmy:

Daher erkannte ich viel später erst, dass es sehr bedeutsam ist, innerhalb einer Bindung noch immer genügend Freiraum zu haben, sich unabhängig entfalten zu können und dabei dennoch durch eben diese Partnerschaft auch gestärkt zu werden. Gemeinsam ist man eben stärker und man wächst und gedeiht, wenn man den dazu notwendigen Raum erhält. Genau das so hinzubekommen ist wohl die große Kunst. B)

Liebe Grüße
Manfred
21 Apr 2009 07:53 #4735 von hope
Lieber Manfred,

zuerst einmal möchte ich Dir danken, weil Du in diesem Thread auf ( für mich) beeindruckende Weise offen bist und mich damit an Gedanken und Gefühlen teilhaben lässt, die mir sonst nicht auf die Weise zugänglich sind.(weil:Du Mann, ich Frau :laugh: ))
Ich habe allderdings den Verdacht, dass sich hier andere Männer nicht nicht zu Wort melden, weil sie alles abnicken, was Du schreibst, sondern weil sie sich gerade zu diesem Thema nicht so öffenen können/wollen, wie Du das tust ;-);-);-)

Gerade dieser Beitrag von Dir zeigt mir, wie sehr die Beziehungen unserer Eltern zueinander und auch zu uns Kindern unsere eigenen Beziehungen und Einstellungen prägen.
In den Prophezeiungen wird geschrieben, wie wir aus den Persönlichkeiten unserer Eltern `zusammengesetzt` werden und wo unsere Aufgabe liegt: das `Gute` daraus zu ziehen und in uns zu vereinen. ( so habe ich das zumindest interpretiert ;-) ).
Welchen Platz die `Triebe`einnehmen, wird da jedoch nicht benannt ( zumindest ist es mir nicht aufgefallen).

Sie sind, so würde ich das sagen, ein ganz persönlicher Teil von uns selbst, gehören zu unserm `Ego`, so dass wir uns vielleicht ab uns an eben auch als `Egoisten`bfühlen, wenn wir sie leben und befriedigen wollen.
Als ich Deine Zeilen so las, kam ich auf die Idee, dass sie die 3. Komponente sein könnten in der Vervollständigung unseres Seins: Teil Mama, Teil Papa, Teil ich = Ganzheit ( mal so ganz vereinfacht ausgedrückt)

Du trägst eine sehr schwere Bürde durch den Tod Deiner Ma - die auch das Leben Deiner Person in einer Beziehung mit Sicherheit sehr stark beeinflusst.
Ich denke, wenn ich das sagen darf - dass es für Dich sehr wichtig ist zu erkennen, dass sie sich nicht dass Leben genommen hat, weil Du eine andere Partnerin als sie gewählt hast, sondern vielmehr, weil sie ihr eigenes Leben nicht annehmen konnte und meinte, das eines anderen Leben zu müssen. Dafür hat sich Dich gewählt, ihren Sohn. D.h. `Schuld` trägst Du keine, auch keine Verantwortung für das was geschehen ist.
Und ich denke auch, dass Du selbst Dich nie auf diese Weise eines anderen `bedienen` wolltest/würdest, auch wenn Du Deine (sexuellen und andere ) Bedürfnisse auf die Weise zulässt und lebst, wie sie eben da sind. (könnte mir vorstellen, dass hier ein große Angst in Dir sitzt ?)

Ich schwenke mal zu mir selbst: wennngleich meine `Geschichte`auch anders aussiehst - durch diesen Austausch hier, ist mir bewußt geworden, wie sehr meine Herkunftsfamilie mein Leben/Fühlen beeinflusst. Dass auch ich so Manches auf `die Reihe` bekommen möchte, was eher damit zu tun hat, dass ich es `besser machen möchte`als meine Eltern. Fakt ist für mich: es wird Zeit, dass ich bei mir selbst ankomme und ihnen lasse, was ihres ist.

Alles Liebe

Sylvie
22 Apr 2009 07:30 #4748 von Traude
Ja das Thema Partnerschaft hat wohl viel mit seiner eigenen Geschichte zu tun.
Stimmt Hope- ich will es auch besser machen als meine Eltern und stolper dann an den gleichen Punkten wie sie.:(
Wenn meine Familie dies erkennt, bekomme ich manchmal die Antwort - du bist ja wie Oma- . OH NEIN, das will ich doch auf keinen Fall.
Sich auszusöhnen mit ihrer Dominanz ist wirklich nicht einfach.
Ein Stück der Versöhnung (in mir) konnte ich schon gehen, aber ein Teil rebelliert noch.
Mir kommt grade der Gedanke, das dieser Part der unreife, verletzte und von außen geheilt werden will Teil, ist.
Desshalb wiederholt man/frau ihn wohl unterbewußt, um endlich getröstet und verstanden zu werden.
Das dies so nicht funktioniert, ist mir schon klar.
Dieser Austausch half mir dies zu erkennen. Klasse!
Jetzt liegt es an mir, diese Holpersteine positiv zu werten und ein Gefühl des Verständnisses besonders für meine Mutter zu entwickeln. Ok.- ich mache mich mal auf den Weg.

Alles Liebe

Traude
22 Apr 2009 14:40 #4751 von hope
Liebe Traude,

ich finde, Verständnis für die Art und die Situation unserer Eltern zu entwickeln, ist gar nicht so schwer. Deshalb denke ich auch, dass das gar nicht so das Problem ist.
Ich für meinen Teil habe eher Angst: Angst, so zu sein/zu werden, wie mein Vater und/oder wie meine Mutter sind und auch davor, dass sich in meiner Beziehung das `einschleichen` könnte, was ich an ihrer `ungut` finde. Und dabei tut es für mich komischerweise nicht mal was zur Sache, dass sie mittlerweile 45 Jahre verheiratet sind und eigentlich auch auf ihre Weise prima miteinander auskommen :silly:
Ich kann gut wahrnehmen, dass ich tatsächlichen von beiden Teilen Anteile in mir trage. Und so gegensätzlich z.B. meine Eltern sind, so gegensätzlich bin ich deshalb teilweise in mir selbst :dry: D.h. - was die beiden im Außen vereinen (müssen/sollten) - muss ich in mir auf die Reihe bekommen.
Ich sag`s mal platt: vor lauter schauen, dass ich ja nicht so und so bin, dies und das tue, was meine Eltern sind/tun, vergesse ich zeitweise auf mich zu schauen, d.h. danach zu suchen, wer oder was eigentlich ICH bin, wünsche brauche, mir entspricht.
Ich habe die Theorie, dass wir auch deshalb immer wieder in die selben Situationen geraten und auch in `alte Muster`verfallen. Deren `Vorbild` kennen wir, weshalb wir eben auch vieles dementsprechend erwarten. U. tritt dann etwas Ähnliches ein oder erinnert nur daran, zeigen wir die selben Reaktionsweisen wie Mutter oder Vater, weil wir eben auch nur die kennen - oder es packt uns der blanke Horror u. wir gehen `z.B. in`s andere Extrem. Heißt: wir leben (zumindest teilweise) gar nicht wirklich uns selbst, sondern das `Erbe`unserer Eltern.
Vielleicht geht es also gar nicht so sehr darum, dass wir verstanden und getröstet werden wollen, sondern vielmehr darum, endlich bei uns selbst anzukommen und heruaszufinden und zu leben, was uns entspricht und auch `unseres`ist.
Ist irgendwie ne Schleife, in der man da drin steckt, oder?
Dadurch, dass der Partner ja auch seine `Geschichte` mitbringt, kann diese Schleife dann auch noch verstärkt werden. Dann müssen beide einen `Ausstieg` finden, wenn es ein verbundenes Miteinander sein soll und kein `Festhalten` und `Muster-Pflegen` oder sonst was. Eine besondere Herausforderung also.
Und die Lösung besonderer Herausforderungen bringt in der Regel besondere Ergebnisse und besondere Erfahrungen. Denke also mal, dass es sich für den Einzelnen als auch die Beziehung lohnt, hier `am Ball`zu bleiben ;-)

Alles Liebe

Sylvie
23 Apr 2009 22:48 #4761 von Traude
Liebe Sylvie,

Ja- genau so ist es. Die Freiheit eigene Entscheidungen und Handlungen zu treffen, darum geht es auch in der Partnerschaft.

Habe grade mit Claus dieses Thema besprochen und wir stellten fest, dass wir mit der "Schleife" auch so unsere Erfahrungen haben :( :blink: .

Aber wie kommt man da raus, wenn einem die Gefühle immer wieder einholen???

Ich bringe mal ein konkretes Beispiel.
Meine Mama ist eine sehr eifrige und reinliche Superhausfrau. Sie wirbelte früher den ganzen Tag im Haus rum und stöhnte und schimpft viel. So nach dem Motto " was sollen die Nachbarn von uns denken". Wir Kinder (außer meiner Schwester) machten ihr auch nichts richtig. Oft klagte sie am Abend über Rückenschmerzen oder sonst was.
Mein Gefühl war oft zwischen schlechten Gewissen (weil ich es nicht gut genug machte) und besonders Genervtheit, dass sie sich nicht helfen lies bzw. unsere Tun abwertete, geprägt.
Heute ist mancher Hausputz bei uns, auch nicht wie ich es mir wünsche, mit Spass und Lockerheit beseelt, sondern diese alten Gefühle schleichen sich durch die Hintertür ein.
Zum Glück bin ich keine Superhausfrau und diese Mammuthausputze finden nicht so oft statt. Trotzdem trifft mich das Gemaule meiner Familie besonders, wenn ich die Aktion ankündige. Und Ruck-Zuck habe ich auch schon ein schlechtes Gewissen, weil ich schlechte Stimmung verbreite.Da haben wir sie wieder die Genervtheit, dass keiner die Verantwortung sieht (wie bei meiner Mutter) und noch meine Ambivalenz zu der ganzen Aktion.

Ich dachte wenn ich jetzt nur die Verantwortung die meine Mutter für das reinliche Haus empfand, nehme und diese auch nachempfinde bzw. als sinnvollen Motor für Reinemachen sehe, kann sich der Knoten vielleicht lösen.
Geht mir mit der Verantwortung ja auch so. Und ich habe es ja viel leichter, weil ich mir so gut wie keine Gedanken um die Meinung der Nachbarn mache.
Dann müsste es mir doch leichter fallen, die Abwehr meiner Lieben, nicht ganz so persönlich zu nehmen. Mal sehen ob es mir gelingt.

Oder hast du eine andere Idee?

Ist zwar ein profanes Beispiel, aber ich hoffe, dass der zwischenmenschliche Knackpunkt rüber kam.

Finde ich nämlich auch, dass es sich lohnt "am Ball" zu bleiben.

Alles Liebe
Traude
24 Apr 2009 07:29 #4762 von hope
Liebe Traude,

ich finde das Bsp nicht profan, weil das IST unser Leben - der Alltag mit seinen Komponenten `mütterliches/väterliches Erbe`und Beziehung bzw. (eigene) Familie.
Und es zeigt schön, wie auch Du versuchst, den `Kompromiss` zwischen (den Ansichten) Deiner Ma ( vielleicht auch Deines Pa`s ?) u. Dir zu finden:
So übernimmst auch Du die Verantworung für die `äußere Ordnung`, versuchst dabei allerdings nicht so extrem zu sein und lehnst es z.B. ab, als Argument für Deinen Anspruch die Wertung der Nachbarn anzubringen. Und auch Du bist enttäuscht, wenn Du auf Gemotze oder Abwehr stößt, wo Du doch ganz anders bist als Deine Ma, da viel besser dran gehst u. das sogar Spass machen könnte... Passt das?
Ich denke, wichtig ist zu sehen, WARUM Deine Ma das so praktiziert hat - und dann zu prüfen, welche Anteile Du übernommen hast und inwieweit Dir diese Anteile vielleicht gar nicht entsprechen ( Du sie gar nicht `nötig`hast ;-)). Deine Ma hat ihren Ausdruck vielleicht für ihr Selbswertgefühl gebraucht, damit Anerkennung gesucht u./oder hatte so viel inneres Chaos, dass sie im Äußeren in den Griff zu bekommen versuchte...
Bei Dir ist das aber eigentlich vielleicht ganz anders....
Wenn Du ein Bild von ihr und Dir bekommst, dann ist es wahrscheinlich möglich, ganz neue Ideen zu entwickeln, d.h. z.B. ganz weg von dem zu gehen, wie sie dachte und handelte. Du vestehst sie, kannst annehmen, wie sie ist - aber es bei ihr lassen.
Auf das Putzen bezogen: dannn findest Du es vielleicht für Dich/Euch viel passender, keine Großaktionen mehr durchsetzen zu müssen, sondern alles immer auf einem gewissen Stand zu halten, so dass jeder immer nur `ein bisschen` tun muss, wobei vielleicht in einer Familiensitzung klare Vereinbarungen getroffen werden, wie das auszusehen u. wer was zu übernehmen hat. Oder so was in der Art.... also etwas, was mit Deiner Ma nie möglich war.

Ich weiß nicht, ob ich rüberbringen konnte, was ich meine. Mir fällt dazu wieder sooo viel ein, dass ich versucht habe, mich kurz zu fassen, weil ich hier ja niemanden tot labern will :laugh:

Jedenfalls muss ich sagen, dass ich duch das Durchdenken Deines Beispiels für mich nu auch praktisch besser auf dem Schirm habe, was ich vorwiegend theoretisch kapierte - und somit hat mir das echt viel gebracht :) Wäre natürlich schön, wenn ich das `teilen` könnte...

Alles Liebe

Sylvie