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Partnerschaft/Ehe und Sexualität

29 Apr 2009 15:47 #4778 von Rita
Hallo Traude,

wenn man den passenden (Seelen)Partner gefunden hat, sieht man, denke ich, keine Konfliktpotenzierung. Man empfindet es zumidest nicht so - meine eigene Erfahrung. Ich hätte überhaupt keine Lust gehabt, einen anderen Partner zu suchen oder mit ihm zusammen zu leben. Wir sind in unserer langen Beziehung aneinander gewachsen, haben uns aber auch immer die Freiräume gelassen, uns selbst weiter entwickeln zu können. Ich glaube nicht, dass ich die Form der ausschließlichen Zweierbeziehung nur lebe, weil es mir so vorgegeben wurde. Dann hätte ich sicher irgendwann versucht, auszubrechen. Aber dieses Bedürfnis hatte ich, wie gesagt, niemals.
Meine Eltern waren ja auch die Kriegsgeneration und sie haben Schreckliches erlebt. Mein Vater wurde mit 16 Jahren Soldat, wurde verwundet, war in Gefangenschaft und er konnte sich erst, als ich schon verheiratet war, so richtig alles von der Seele reden. Meine Mutter war mit ihren Eltern drei Mal ausgebombt,lebte wochenlang in Bunkern und hatte am Ende des Krieges nur noch das, was sie am Leib trug. Beide schleppten die Kriegserlebnisse ihr ganzes Leben mit sich herum. Das merkte man daran, dass das Erlebte auch 30 Jahre nach Kriegsende immer wieder in einer Unterhaltung thematisiert wurde. Ich selber fühlte mich aber nie als "Opfer" ihrer Bewältigungsversuche. Vielleicht habe ich einiges auch vergessen. Es ist mir aber nicht so präsent, dass ich auf Anhieb etwas finden könnte. Mein Verhältnis zu meinen Eltern war immer ausgesprochen gut. Es gab erst Probleme, als die beiden im Alter durch Krankheit und als Folge Aufgabe des Berufs miteinander Probleme bekamen. Vielleicht hat mir das Vorbild meiner Eltern in Form einer intakten Zweierbeziehung den Weg geebnet zu meiner eigenen Ehe?! Obwohl - die Ehe der Eltern meines Vaters war eine einzige Kathastrophe und für meinen Vater absolut kein Leitfaden für eine eigene, gelungene Zweisamkeit und doch hat er die gelebt. Hmmmm - grübel.

Liebe Grüße von
Rita
29 Apr 2009 18:32 #4780 von hope
Liebe Rita,

unter `vorgegeben` ist nicht gemeint, dass hier ein Gesetz, eine Vorschrift besteht, der man zu folgen hat, sondern vielmehr, dass wir den Wunsch, die Sehnsucht (oder wie auch immer man das nennen will) in uns tragen, diese Art des Miteinanders anzustreben.
Mal ganz `biologisch` gesehen, könnte das z.B. genetisch bedingt sein, ähnlich wie in der Tierwelt, in der es bei manchen Arten auch monogame Beziehungen gibt, die bis ans Lebensende bestehen (sollen und wollen).
Und natürlich müssen traumatische Erfahrungen der Eltern keine `konfliktbeladenen`Folgen für die Kinder haben und alles kann so wunderschön sein, wie Du es erleben durftest und darfst.
Oft ist das aber nicht der Fall und das Be-greifen, hilft aufzulösen und z.B. dahin zu kommen, wo Du mit Deinem Mann schon immer warst und heute noch bist.

Alles Liebe

Sylvie
16 Apr 2011 21:44 #13168 von Acid-Burn
Hallo Hope, und ihr anderen alle,

eure Diskussion ist schon ne Weile her, aber als ich eure Beiträge jetzt mal im Nachhinein alle gelesen habe, fiel mir auf, daß da eine gewisse Einseitigkeit vorherrscht:
Ihr geht alle davon aus, daß der Mensch als ein körperliches Wesen, mit Fleisch und Blut,
erschaffen wurde. Ich will versuchen, diese Runde neu zu beleben, in dem ich mal meine
Sicht darstelle:

Der Mensch wurde als reines geistiges Wesen erschaffen.(Die Genesis in der Bibel erzählt,
daß der Mensch mit "Gott" GEMEINSAM durch den Garten Eden spazieren ging. "Gott" ist Geist, ergo muß
auch der Mensch zu diesem Zeitpunkt Geist sein, andernfalls wäre er durch die unglaublich hohe "Strahlung" Gottes "verbrannt" worden. Das ging solange, wie der Mensch noch in der Einheit
Gottes weilte. Erst als er, der Mensch, vom "Baum der Erkenntnis von Gut und Böse" aß, wurde er aus Eden verbannt: Der Mensch weilte lange Zeit durch die göttliche Liebe (Agape) in der absoluten Einheit Gottes! Der "Baum von Gut und Böse" ist die Dualität. Um die Dualität erfahren zu können,
muß man zwangsläufig aus der Einheit heraus treten. Und in dieser Sekunde setzt die Involution
ein. Die Schwingung des Geistes Mensch verringerte sich drastisch und er fing an, sich zu materialiseren. Laut Genesis bekamen "Adam" und "Eva" erst nach dem "Sündenfall" die "Felle".
Nach gnostischer sicht sind hier die materiellen Körper gemeint.

Wenn also der Mensch ursprünglich nicht materiell war, dann ist der heutige sexuelle Trieb eine Erinnerung an den Zustand, als der Mensch sowohl weibliche wie auch männliche Aspekte zu gleichen
Teilen in sich vereinigte. Durch den sexuellen Akt, bekommen wir wieder eine Ahnung von dem Gefühl
des "Eins-seins". Aber letztlich bleibt der Akt an sich der größte Bluff. Denn gerade das, was wir
mit dem Akt bezwecken, nämlich EINS SEIN, geht nicht. Die Körper bleiben getrennt. Die Körper
sind "im Weg"...

War jetzt so ne Art Brainstorming (auf der Basis von vielen, vielen Büchern, die ich mal gelesen habe...)

Herzlichst,

Marcel
Folgende Benutzer bedankten sich: Marlene, nevercover
17 Apr 2011 08:30 #13170 von sananda
Lieber Marcel

Ich gehe davon aus, dass Du Dir, wenn Du Bibelstellen zitierst, bewusst bist, dass die
Bibel ein menschengeschaffenes Instrumentarium für die Verknechtung unserer Seins ist
(und leider auch nich eine Weile bleibt).

So gibt es gerade zum Thema Paradies und Sündenfall vielfältige Auslegungn und Überlieferungen.
Im übrigen sieh Dir den Fall Haniels an wenn Du Dich mit der Schaffung der Dualität beschäftigen willst. (Ich empfehle Dir für einen objektiven Überblick Das Buch DEI Vermächtnis II von Rico Paganini).

Die Verleugnung der Sexualität als Quelle der Kraft ist eine Lüge des Christentums.
Wenn wir uns gewahr werden, dass Sexualität weder mit Scham noch mit Schuld behaftet sind
und diese nicht auf einen rein körperlichen Akt reduziert wird, sondern demn körperlichen Akt die Vereinigung von 2 Seelen vorangeht kann dieses Fallenlassen in die Sexualität unsere Kundalini tatsächlich nicht nur erwecken sondern zur kompletten Ausbreitung bringen. Dieser Moment wird
tatsächlich als Ein-Sein mit dem Göttlichen empfunden und ist es auch.
Selbstverständlich kann jeder einzelne in tiefen Meditationen seine Kundalini ebenfalls zur kompletten Ausbreitung / Aufstieg bringen, es ist nicht so, dass dies Paaren vorbehalten ist.

Unsere Körper können - bei vollständiger Vereinigung der zweier Seelen nicht "im Weg" sein -
sie bringen die gesitge Verschmelzung auf körperlicher Ebene zum Ausdruck....

Das war mein kleiner Beitrag, um das Thema wieder zu beleben :blink:

Alles Liebe

Roger
Folgende Benutzer bedankten sich: Marlene, nevercover
17 Apr 2011 12:23 #13171 von Acid-Burn
Hi Roger,

natürlich bin ich mir bewußt, daß die Bibel in ihrer heutigen Form ein menschliches Werk ist.
Aber bewußt bin ich mir auch darüber, daß es weit ältere Schriften als Vorlagen gab.
Ich bin ganz sichern niemand, der die Bibel von A bis Z als pauschal göttlich bezeichnet.
Fakt ist aber, daß wir in ihr eine Menge an Mysterienwissen finden... immer vorausgesetzt, daß
wir über einen geeigneten Schlüssel verfügen.
Wenn ich die Bibel z.B. mit den Upanischaden vergleiche, die in ihren Aufzeichnungen noch bis
in das letzte Zeitalter reichen (also vor der Genesis der Bibel, die ja lediglich die "Neu"-Schöpfung unseres jetzigen Zeitalters darstellt), dann merkt man schon, daß daraus einiges übernommen wurde.
Zumindest, im "Alten Testament". Das "Neue Testament" spricht für sich selbst. Lies dir mal
den Text in der Ursprache durch... Du wirst staunen, wieviel an Mysterienwissen aus den Schulen
Alexandriens da mit eingeflossen ist, was aber durch die Übersetzungen verloren geht...
Wie auch immer... :-)

Körperfeindlich finde ich die oben dargestellte Sicht eigentlich nicht. Und ich selbst bin es
definitiv auch nicht ;-) !
Ich hatte vorgehabt, den Kontrast darzustellen. Sind die sexuellen Triebe spirituell wichtig?
Aus der HEUTIGEN Sicht, also wenn ich den Körper als Grundlage nehme, dann bin ich genau deiner
Meinung! Wir können unseren Körper durchaus in der von dir beschriebenen Weise als Mittler
zur "Göttlichkeit" dienen.

Das der Körper bei der Verschmelzung zweier Seelen nicht "im Weg" sein kann, sehe ich nur
gegeben, wenn es sich um wirklich eng verwandte Seelen handelt - in diesem Fall ist aber ein
sexueller Akt nicht mehr nötig. Das Verschmelzen findet dann bereits auf einer höheren Ebene
statt.

Ich wollte aber zur eigentlichen Frage vom Anfang zurück. Und dazu finde ich es schon wichtig,
herauszufinden, ob der Körper zur ursprünglichen Schöpfung dazu gehört, oder nicht...

Ich freue mich auf weitere spannende Beiträge!!

Marcel
Folgende Benutzer bedankten sich: Marlene, sananda, nevercover
18 Apr 2011 07:31 #13179 von Martin
Lieber Marcel,
lieber Roger,

äußerst aufschlußreich sind bei diesem Thema die Bücher der "Gespräche mit Gott"-Reihe von Neale Donald Walsch.

Im Grunde liegt das Problem darin, dass wir die meisten Stellen der Bibel nur oberflächlich interpretieren, nur das sehen, was offensichtlich scheint.

Sehr gut sichtbar wird das, wie Marcel auch dargestellt hat an der Vertreibung aus dem Paradies.

Die Sexualität ist ein zweiter Punkt, ist sie doch die wunderbare Möglichkeit, auf körperlicher Ebene zu ERFAHREN, dass es keine Trennung gibt.

Allerdings gelingt dies nur, wenn diejenigen, die sich auf sexueller Ebene begegnen dies auch gleichzeitig auf geistig-seelischer Ebene tun.

Das Problem dabei ist, dass wir über hunderte von Generationen vermittelt bekommen haben, dass der Gebrauch unseres Körpers Sünde ist, wir quasi gar nicht mehr aus der Schuld heraus können.

Wunderbar ist dies erläutert in den Gesprächen mit Gott, Band 1 bis 3.

Im Hinterkopf behalten müssen wir dabei aber, dass wir niemandem einen Schaden zufügen dürfen, weder körperlich, noch seelisch.

Eine weitere Ausführung dazu habe ich in der Gruppe "Nichts-aber auch garnichts ist stärker als die wahre Liebe." in der Diskussion "Wie stark ist wahre Liebe" eingestellt ( www.celestinecommunity.de/community/grou...hre+Liebe?groupid=34 ).

Herzlichst

Martin
Folgende Benutzer bedankten sich: sananda, Tamusch, nevercover