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Probleme mit Kindern

04 Nov 2009 13:18 #6463 von Taika
Liebe Maria,

meine beiden Söhne sind grundverschieden und ich habe eine ganze Zeit gebraucht, um zu realisieren, dass ich sie auch völlig unterschiedlich behandeln muss. Der Jüngere ist jetzt 15, war von Anfang an ein sehr "schwieriges" Kind. Wie Dein 2. Sohn war er recht aggressiv, aber das hat sich dann mit 12, 13 Jahren gegeben.
Eine Frage an Dich: Wie wird Dein Sohn von Lehrern oder anderen Eltern, mit deren Kindern er befreundet ist, beurteilt?
Manche Marotten, die mein Sohn daheim an sich hatte, sind woanders scheinbar nicht vorhanden gewesen. Das war eine Aufgabe für mich, zu erkennen, was daheim für ihn nicht passte. Heute sind "nur" noch Sachen übrig, die auch von Außen bestätigt werden. Er ist nach wie vor ein Meister in Regeln ignorieren, geht nur nach dem, was er will.
Aber ich muss ihm meinen Willen nicht aufzwingen, denn es ist sein Leben und sein Lebensziel, das seine Seele erreichen will - nicht meines.
Heute sage ich, dass mein Sohn mein größter spiritueller Lehrer ist. Er zwingt mich in mehr Gelassenheit, in mehr Vertrauen auf Gott. Auch zwingt er mich zu etwas, was ich schon immer schlecht konnte, nämlich mich abzugrenzen. Ich glaube daran, dass, wenn ich meine Lektion mit ihm gelernt habe, alles besser wird :)

Liebe Grüße und starke Nerven, :silly:

Monika
04 Nov 2009 14:00 #6466 von Marion
Hallo Antje,

du hast Recht. Ich darf nicht in meinem Sohn meinen Vater sehen. Das ist falsch. Auch muß ich ihm mehr Aufmerksamkeit zukommen lassen. Es ist nicht immer leicht und er macht es mir auch selber schwer. Aber daran zu arbeiten ist es wert.

Er hat Angst nicht genug geliebt zu werden. Jetzt wo du mich draufstoßt erkenne ich Parallelen zwischen ihm und meinem Leben als ich in seinem Alter war. Ich fühlte mich nicht verstanden.

Bei ihm ist ein sogenanntes ADHS diagnostiziert worden. Tabletten gebe ich ihm aber nicht. Ich glaube mit viel Geduld und großer Liebe können wir es ändern.

Beim Nachdenken merke ich, daß er viele positive Seiten hat. Diese aus ihm herauszuholen ist meine Aufgabe.

Herzlichen Dank

Maria
04 Nov 2009 14:07 #6468 von Marion
Liebe Monika,

mein Sohn wird eigentlich von den Lehrern als durchschnittlicher Schüler beurteilt der sich oftmals für besser hält als er ist. So sagt seine Klassenlehrerin. Bei den Mitschülern gibt es oft Schwierigkeiten. Sie verspotten ihn oder schlagen. Ich war schon deshalb in der Sprechstunde.

Auch mein Sohn hält mir einen Spiegel vors Gesicht. Er sagt z. B. ich solle mehr lachen und nicht immer so traurig und nachdenklich sein. Das Leben ist doch nur ein Spiel. Und wirklich. Mit der Zeit fange auch ich an, manches mit seinen Augen zu sehen. Aber dann bekomme ich wieder einen Dämpfer von anderer Seite. Manches ist sicher nicht einfach. In der Stärke liegt die Kraft.

Die Liebe soll von mir an ihn übergehen.

Auch sende ich dir viel Liebe von meiner Seite und Gottes BEistand in allem was du tust.

Danke Maria
04 Nov 2009 15:11 #6470 von Taika
Liebe Maria,

ich danke Dir für Deine lieben Wünsche!

Bei meinem Sohn wurde ebenfalls ADHS diagnostiziert, aber erst, nachdem ich schon fast verzweifelt war, er war damals 5. Er war vollkommen rastlos, hatte keinerlei Gefahrenbewußtsein (ich konnte ihn im wahrsten Sinne des Wortes keine Sekunde aus den Augen lassen) und reagierte auf keine, wie auch immer gearteten Erziehungsversuche. Weder Bestrafung, also logische Konsequenzen, noch Belohnung hat funktioniert - das ist auch bis heute so geblieben. Übrigens bin nicht nur ich an ihm gescheitert, sondern auch die Lehrer. Er läßt sich einfach nichts vorschreiben, von niemandem, hat sich streckenweise völlig verweigert.
Da ich mit körperlichen Bestrafungen aufgewachsen bin, habe ich das bei meinen Kindern fast völlig weggelassen. Die seelischen Bestrafungen, die ich erfahren habe (z.B. "Ich habe dich nicht mehr lieb") gab es in meinem Erziehungsrepertoire überhaupt nicht und ich habe in Bezug auf andere immer hinter ihm gestanden. Zumindest das hatte Erfolg, denn wir haben ein gutes Verhältnis und er kommt auch immer zu mir, wenn er Probleme hat - oder, was noch immer vorkommt, wenn er einfach mal knuddeln will.
Inzwischen halte ich es so, dass, wenn es sein Leben betrifft, seine Entscheidung an erster Stelle steht. Ich kann "Äußeres" regeln, was für ihn noch nicht möglich ist, solange er keine 18 ist, aber alles andere überlasse ich ihm. In diesem Punkt aber auch die Verantwortung, seine Interessen wahrzunehmen - und nicht die Ausführung an mich zu delegieren.

Wie Du von Deinem Sohn schreibst, hat sich auch meiner oftmals maßlos überschätzt, sich für besser gehalten als er ist. Auch seine Wahrnehmung in anderen Bereichen schien vollkommen verschoben. Selbst wenn man daneben stand, wenn er ein Glas umgeworfen hat, hat er steif und fest behauptet, dass er es nicht war. Aber falls es Dir ein bisschen hilft... Die letzten drei Jahre hat sich viel getan. Die Wahrnehmung auf die Realität hat sich verbessert und seine Einschätzung sich selbst gegenüber ist auch etwas realistischer geworden. Die Aggression ist kaum noch vorhanden. Allerdings wirft er jeden unbarmherzig auf sich selber zurück - Einfühlungsvermögen scheint für ihn noch ein Fremdwort zu sein.

Ich habe bei ihm auch schon oft an Indigo- oder Kristallkind gedacht, eben weil er so vollkommen sich selber folgt. Aber ich bin mir ganz und gar nicht sicher, ob das tatsächlich sein könnte. Vielleicht kann noch jemand anderes etwas dazu sagen?

Viele liebe Grüße und ganz viel Vertrauen in Deinen Sohn,

Monika
04 Nov 2009 22:46 #6482 von Syrin
Liebe Maria,

Es ist unglaublich schwer was du gerade duchmachen musst, dass glaube ich dir voll und ganz.
Als sich meine Eltern trennten und meine Mutter mit mir in eine kleine Wohnung zog, da wurde ich auch ziemlich wütend und sehr aufbrausend.
Mit 12,13 Jahren besserte sich das und fing dann mit 14-18 wieder an. Ich bin genau wie dein Sohn gewesen und du errinnerst mich sehr an meine Mutter, weil sie in der gleichen Situation gewesen ist und ich ihr sehr viel Leid zufügte. Ich weiß nicht, ob es ein Trost für dich ist, aber wir tun meist gerade den Menschen weh, die wir am stärksten lieben.
An diese Menschen geht der stumme oder laute Hilfeschrei, weil man bei ihnen den Schutz und die Geborgenheit sucht, welche man so sehr braucht.
Ich weiß das und bei deinem Sohn ist das nicht anders. Nur wie damit umgehen?
Eins ist sicher, Bestrafungen sind nicht angebracht, weil sich dein Sohn dann nicht ernst genommen fühlt. In euren Steiterein richtet sich seine Aggression nämlich nicht wirklich gegen dich, sondern du dienst nur zum Dampfablassen, so hart es klingt. Der wahre Knackpunkt liegt viel tiefer und der Grund für seine Ausraster ist etwas ganz anderes. Nur was?
Das kann ich dir leider nicht beantworten.
Mit solchen Kindern muss man viel Geduld haben, anders geht das nicht.
Vielleicht solltest du ihn zum Sport anmelden, wenn er mag. Da kann er seine überschüssige Energie ableiten und wird etwas ausgeglichener.
Und wenn du es nicht mehr mit dieser Situation aushälst, würde ich an deiner Stelle doch mal über Medikamente gegen das ADHS nachdenken...

Alles Liebe
Syrin
04 Nov 2009 23:25 #6484 von Marion
Liebe Syrin,

Medikamente sind genau das war ich nicht geben möchte. Denn sie bekämpfen nur die Auswirkungen aber nicht die Ursache. Seit ca. 10 Jahren bin ich auf der Suche nach den Auswirkungen. Oft meinte ich sie gefunden zu haben, dann fängt das ganze wieder von vorne an. Es ist ein ständiger Kampf.

Aber ich glaube ich kämpfe ihn gern, weil die Kinder mir auch viel geben. Es ist nicht immer leicht. Aber ich hatte es im ganzen Leben noch nicht leicht. Vielleicht ist das was ich suche. Die Herausforderung. An solchen Aufgaben wächst man.

Ich kann mich heute überhaupt nicht mehr konzentrieren. Mir ist so kalt und ich friere entsetzlich. Ich Ende jetzt, denn dies ist ein anderes Thema. Vielleicht finde ich die Kraft morgen darüber zu schreiben.

Also gute Nacht und vielen Dank für deine Worte

Maria