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Allzuoft schneiden Menschen sich von der großen Quelle dieser Energie ab und fühlen sich deshalb schwach und unsicher. Um Energie zu gewinnen, zwingen wir andere dazu, uns Aufmerksamkeit und somit Energie zukommen zu lassen. Gelingt es uns, andere auf diese Weise erfolgreich zu dominieren, fühlen wir uns stärker, während die anderen sich schwächer fühlen und sich als Folge davon oftmals gegen uns zur Wehr setzen. Der Wettstreit um menschliche Energie ist die Ursache für alle zwischenmenschlichen Konflikte.

Der Kampf um Energie - wie geht ihr damit um?

09 Okt 2012 10:28 - 09 Okt 2012 10:33 #18478 von juska
Danke esbe! Du hast mit deinem letzten Beitrag wohl das Ausgesprochen was ich selber nicht wahrhaben wollte.

Ja, ich passe mich an. Zwar nicht um mich zu verkaufen, aber um akzeptiert zu werden. Das Problem ist einfach, dass ich mit den Themen der Menschen im meinem Alter nichts gemein habe. Ich sehe auch im Verhalten der Anderen so viele Widersprüche.

Es wird über Umweltschutz gesprochen, aber jede erdenkliche Strecke mit dem Auto zurückgelegt und x mal im Jahr in Urlaub geflogen. Sie sprechen über Schönheit anstätt über Gesundheit. Sie kritisieren andere und vergessen dabei ihr eigenes Verhalten.

Wer nicht mitmacht ist out, wer dagegen redet sowie das Letzte. Ich frage mich nur, wie ich mich in einer Gesellschaft zurechtfinden soll von der ich mich derart unterscheide.

Sobald ich autenthitisch bleibe werde ich meist von Gruppen ausgestoßen, weil keiner das hören will was ich sage :(

@mannimen: Absondern geht nicht immer und Energieräuber rauben einem die Energie ja nicht aus Bosheit, sondern weil sie keine andere Möglichkeit haben zu Energie zu gelangen. Ich sehe hier eher eine Möglichkeit den Energiekampf zu verringern indem ich immer wenn es möglich ist Energie abgebe (mittlerweile schaffe ich es recht gut, regelmäßig die Verbindung herzustellen und mich aufzuladen).
Besonders nahestehende Menschen (Mutter, Partner in meinem Fall) will ich diese Energie nicht verwehren, wenn ich genug davon habe.
Diese Menschen "rauben" ja auch keine Energie (in Form von Strei,...) sondern bitten (ringen um Aufmerksamkeit, Zuwendung,...) um Energie.
09 Okt 2012 10:30 - 09 Okt 2012 10:32 #18479 von Syrina Mercury
Hallo Juska,

Für mich habe ich drei Wege festgestellt, wie ich mit überschüssigen Energien (von mir und von Anderen) umgehen kann.

Weg 1: Das ist der Energieaustausch durch Resonanz. Wenn ich merke, etwas betrifft mich und ich fühle die Energien in mir brodeln, dann lasse ich sie einfach abfließen. Durch Schreien, Toben, Fluchen, Weinen. Die Gefühle sind da, sie wollen raus, wie bei zwei sich streitenden Erpeln. Da wird kurz wütend mit den Flügeln geschlagen, bis der "Dampf raus ist". Danach ist die Emotion aus dem Körper und der Energiekörper geklärt.
Wenn du Aufrichtig zu dir bist, kannst du dich danach fragen, warum du so und nicht anders reagiert hast und dein Drama angehen. Das funktioniert meiner Meinung nach besser, als wenn du immer noch "geladen" bist.

Weg 2: Gefühle erspüren und sich der Machtlosigkeit unterwerfen. Wenn ich alleine bin und merke, es kommen Ängste oder andere Emotionen in mir hoch, dann lasse ich sie ganz in meinem Körper hochsteigen und wehre mich nicht gegen sie. Du wirst, merken, zuerst wird das Gefühl immer stärker...bis es schließlich wie eine Wolke aus deinem Feld geht. Was hast du getahn? Du hast dich nicht gegen die Energien gewehrt und sie hatten den Freiraum, sich in dir auszuleben und sich dann zu verabschieden. Und danach merkst du, dass du immer noch am Leben bist und deine Emotionen dich nicht umgebracht haben. Nein, es sind nur Wellen in deinem System. Das Selbe kannst du auch in einem Moment ausprobieren, wenn dir jemand Energie zapfen will. Was ist so schlimm daran, sich als Opfer zu fühlen, wenn du erkennst, das es nur Spielchen sind? Ich finde es sogar sehr wichtig, auch das "Opfer" in einem ungeschminkt anschauen zu können, denn meiner Meinung nach kannst du erst dann nachvollziehen, was in dir geschieht und demzufolge deine Schlüsse ziehen.

Weg 3: Baue dir eine analytische Wand. Das heißt, sich schon von Vornerein einen Plan zu machen, wie du mit bestimmten Machtsituationen umgehen magst im mentalen Sinne. Manchmal reicht es mir schon, wenn ich mir sage: Nein, ich möchte mich auf diesen Machtkampf gar nicht erst einlassen, weil es Wichtigeres für mich im Leben gibt. Dann lass ich einfach alles von mir abprallen. Dafür ist der Verstand ganz dienlich. Nur musst du aufpassen, dass nicht doch versteckte Emotionen dazwischenhuschen, die du zuerst gar nicht bemerkst, aber wenn du von Vornerein ehrlich zu dir bist, ist das alles Übungssache und wenn es doch passiert, dann kannst du wieder von dir lernen. Es gibt keine Fehler, nur verschiedene Herangehensweisen und Chancen.

Vielleicht kannst du davon ein bisschen mitnehmen.

Liebe Grüße
Vivien
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09 Okt 2012 10:40 #18480 von juska

Syrina Mercury schrieb: ...
Weg 2: Gefühle erspüren und sich der Machtlosigkeit unterwerfen. Wenn ich alleine bin und merke, es kommen Ängste oder andere Emotionen in mir hoch, dann lasse ich sie ganz in meinem Körper hochsteigen und wehre mich nicht gegen sie. Du wirst, merken, zuerst wird das Gefühl immer stärker...bis es schließlich wie eine Wolke aus deinem Feld geht. Was hast du getahn? Du hast dich nicht gegen die Energien gewehrt und sie hatten den Freiraum, sich in dir auszuleben und sich dann zu verabschieden. Und danach merkst du, dass du immer noch am Leben bist und deine Emotionen dich nicht umgebracht haben. Nein, es sind nur Wellen in deinem System. Das Selbe kannst du auch in einem Moment ausprobieren, wenn dir jemand Energie zapfen will. Was ist so schlimm daran, sich als Opfer zu fühlen, wenn du erkennst, das es nur Spielchen sind? Ich finde es sogar sehr wichtig, auch das "Opfer" in einem ungeschminkt anschauen zu können, denn meiner Meinung nach kannst du erst dann nachvollziehen, was in dir geschieht und demzufolge deine Schlüsse ziehen.

....
Liebe Grüße
Vivien


Zeigst du es hier auch nach außen, dass du dich in diesem Moment als Opfer fühlst, oder lässt du das Gefühl nur nach innen zu?
09 Okt 2012 11:00 #18482 von Manni

juska schrieb: Absondern geht nicht immer und Energieräuber rauben einem die Energie ja nicht aus Bosheit, sondern weil sie keine andere Möglichkeit haben zu Energie zu gelangen. Ich sehe hier eher eine Möglichkeit den Energiekampf zu verringern indem ich immer wenn es möglich ist Energie abgebe (mittlerweile schaffe ich es recht gut, regelmäßig die Verbindung herzustellen und mich aufzuladen).
Besonders nahestehende Menschen (Mutter, Partner in meinem Fall) will ich diese Energie nicht verwehren, wenn ich genug davon habe.
Diese Menschen "rauben" ja auch keine Energie (in Form von Strei,...) sondern bitten (ringen um Aufmerksamkeit, Zuwendung,...) um Energie.


Sicher ist das nicht so leicht sich da abzugrenzen aber ohne klare Grenzen wird es auch keine Akzeptanz geben. Ich muss mich also fragen, was mir wichtiger ist. Wie sehr liebe ich mich selbst, dass ich mir das antun muss?

Ein Alkoholiker z. B. mutiert regelrecht zum Energieräuber nicht durch Boshaftigkeit sonder aus seiner Sucht heraus. Das kann im Grunde ein ganz lieber Kerl sein aber ich lasse mich nicht durch seine Krankheit zur Geisel machen und tue alles nur um es ihm Recht zu machen. Das setzte ich schon aus Selbstschutz entsprechende Grenzen und die müssen unter Umständen auch sehr hart sein, damit sie überhaupt wahr genommen werden und ankommen. Aber dennoch kann ich weiterhin Liebe für diesen Menschen empfinden, denn ich sehen immer noch den wahren Kern. Nur es hilft ihm nicht und mich schwächt es nur, wenn ich mich da erweichen lasse. Gegen eine Sucht hilft nur der Leidensdruck und absolute Konsequenz, meiner Erfahrungen nach.

Auch in einer Partnerschaft, wo es diese Problematik nicht gibt, sind zwei Menschen mit unterschiedlichen Meinungen und Empfindungen zusammen. Warum soll sich einer da von dem anderen "entleeren" lassen? Haben nicht Beide die selben Rechte auf Anerkennung und Zuwendung? Ist einer weniger oder mehr wert? Da kann ich ganz genau so Grenzen aufzeigen und notfalls auch setzen, wenn es mir zu weit geht und für mich nicht mehr erträglich wird. Warum soll ich darunter leiden? Ich bin in diese Partnerschaft doch mit der Verbindung und daraus resultierenden Stärkung gegangen! Ich möchte mich nicht schwächen lassen, ganz egal ob gewollt oder ungewollt. Und das bringe ich zum Ausdruck, wenn ich darauf aufmerksam mache.
Folgende Benutzer bedankten sich: Syrina Mercury
09 Okt 2012 11:26 - 09 Okt 2012 11:55 #18483 von Syrina Mercury
Juska, um deine Frage zu beantworten muss ich sagen, dass es immer ganz auf die Situation ankommt. Wenn ich alleine bin und meine Emotionen in meinem Körper hochkommen lasse, dann kann ich natürlich auch in ein Kissen schlagen, weinen oder auf andere Art und Weise meinen Gefühlen einen Weg öffnen, nach Draußen zu gelangen. Alles ist erlaubt, was hilfreich ist und gut tut.

Wenn ich mich als Opfer eines Machkampfes fühle, scheue ich mich auch nicht, das auszudrücken und zu sagen: "Ich fühle mich nicht wohl","Du machst mir Angst" oder "Du bedrängst mich, bitte lass das sein".
Wie sonst soll unser Gegenüber bitte merken, dass er einen Schritt zu weit gegangen ist? In vielen Fällen fällt dann auch bei dem Anderen der Groschen und Verständnis kommt auf.

Auch bei Personen, die einem nicht so nahe stehen funktioniert das, ohne sich seelisch nackig machen zu müssen. Zum Chef sage ich dann zB: "Bitte seien Sie nicht so laut, ich habe Sie schon verstanden, wir können auch in Ruhe reden und gemeinsam eine Lösung finden" Das kostet zwar oft ein wenig Mut, aber mit dem richtigen Ton und einer gewissen Sänfte in der Stimme, war das bei mir noch nie ein Problem.
09 Okt 2012 11:28 - 09 Okt 2012 11:29 #18484 von esbe
@juska "Zwar nicht um mich zu verkaufen, aber um akzeptiert zu werden."

Ja, wir verkaufen uns nicht, um uns zu verkaufen, sondern wir passen uns (dem Markt) an um akzeptiert zu werden.

"Das Problem ist einfach, dass ich mit den Themen der Menschen im meinem Alter nichts gemein habe."

Ich habe mit den Menschen (mit vielen) meines Alters auch nichts gemein. Das ist nicht eine Frage des Alters, sondern es sind die meisten Menschen nach außen anders als im Innen. Wir haben vieles gemein miteinander, nur zeigt es so gut wie niemand. Um wahrhaftig zu sein, ist es manchmal nötig, ganz allein zu sein, ganz allein für die Liebe einzustehen, ohne Erwartung von Akzeptanz und Belohnung. Die Belohnung kommt, aber anders als wir sie erwarten....