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Allzuoft schneiden Menschen sich von der großen Quelle dieser Energie ab und fühlen sich deshalb schwach und unsicher. Um Energie zu gewinnen, zwingen wir andere dazu, uns Aufmerksamkeit und somit Energie zukommen zu lassen. Gelingt es uns, andere auf diese Weise erfolgreich zu dominieren, fühlen wir uns stärker, während die anderen sich schwächer fühlen und sich als Folge davon oftmals gegen uns zur Wehr setzen. Der Wettstreit um menschliche Energie ist die Ursache für alle zwischenmenschlichen Konflikte.

kontrolle loslassen

26 Nov 2012 15:43 #18694 von anja sophia
Hmm lieber Manni,

vielleicht machst du da in dir einen zu großen Unterschied? Eigentlich gibt es den zwischen Tier und Mensch gar nicht, auch nicht zwischen Tier und Unternehmer. Ok Menschen können sicher verstellen, Tiere sind meistens geradeaus - doch auch ein Tier kann das pure Gegenteil von dem tun, was wir gerade von ihm wollen - entfalten hat das so wundervoll gerade beschrieben.

Du beschreibst mir was du in außen tust, dass die Dinge so sich zeigen, wie es für dich stressig und unschön ist. Du beschreibst was du im Außen tust - da steckst du ja gerade im Teufelskreis. Doch die Frage ist, was tust du im innen? Was passiert da in dir, dass dir sozusagen klammheimlich dein Erleben immer wieder umdreht? Du willst etwas ganz tolles - mehr vertrauen, weniger Kontrolle und es geht schief. Ich glaube die Lösung des Dilemmas steckt irgendwo in dir verborgen.

WAs ist also dein Beitrag von innen heraus, dass dafür sorgt, dass die Dinge vor de Füss landen?

entfalten: hach das Ding mit den Gedanken. Ich glaub da steckt der Hase im Pfeffer. Obwohl ich das schon oft probiere mit den Gedanken - sie umzustricken in Richtung Vertrauen, dass mein Hundi eben keinem Reh hinterherschießt und net jedem anderen Hund entgegenläuft und auch keinen Rüden an den Kragen will ^^ - und wie du so schön beschreibst, er tuts - und da isset eben das Ding: aus negativformulierten Sätzen müssen auch tief in mir drin positive werden. Neulich lief das auch mal zwei Tage etwas besser. Ich sagte mir nach innen: Arno liebt Rüden!! Arno liebt Rüden! und er wollte ihnen zumindest auf dem Feld schon mal weniger an den Kragen und bellte selbst an der Leine weniger. Doch dann merkte ich wie eine Emotion in mir aufkeimte, die genau das Gegenteil von dem rief was mein Satz aussagte. Nunja es kam was kommen musste: die Emotion war der Motor und prompt reagierte mein Hund wieder aufbrausend ggü dem nächsten Rüden.

Also weiterüben. Und Emotionen in Einklang mit den Gedanken kriegen - schätz ich mal ^^. Danke dir sehr für deine Gedanken, Entfalten. =)

Herzlichst,
ana
26 Nov 2012 15:51 #18695 von Entfalten
@ Ana: auch ich muss noch üben und da bin ich gerade dabei. Meine Hündin stürzt sich auf alle Hunde. Vor kurzem aber wurde mir klar, dass ich daran wohl nicht ganz unschuldig bin. Erstens fühlt sie sich durch mich geschützt und zweitens spürt sie scheinbar auch in dieser Angelegenheit meine eigene Energie, die ich u.a. auch durch Gedanken aussende. Bei einem Strandgang war ich mit Muschelsuche beschäfigt und es tauchten freilaufende Hunde auf. Meine Hündin stakste zu denen hin, bevor ich die überhaupt gesehen hatte. Aaaber, die merkte dann, dass sie alleine vor dem Rudel stand (das waren 3 Hunde) und ich hab sie noch nie so kleinlaut gesehen. Ich habe sie dann auch nicht gerufen, sondern einfach aus der Ferne beobachtet. Sie ließ sich mit eingeklemmter Rute beschnüffeln und drehte sich dann langsam wieder um und trabte zu mir. Das machte mir bewusst, dass ich auch an diesem "Problem" arbeiten kann. Da merke ich aber, dass ich immer noch zu sehr angespannt bin, sobald ein fremder Hund auftaucht. Bei freilaufenden Hunden (ohne Besitzer) klappt das hervorragend. Sind aber Besitzer dabei, habe ich das Gefühl, ich müsse das kontrollieren, da ja oftmals die Besitzer das Problem sind und nicht die Tiere.
27 Nov 2012 00:52 - 27 Nov 2012 00:58 #18696 von Manni
Liebe Ana,

worin siehst Du denn da einen Unterschied zu dem Tun im innen und außen?

Das was ich letztlich mache ist nach meinem Empfinden das, was sich aus dem innen nach außen ergeben hat. Ich kann dem Gedanken nicht so ganz folgen innen etwas anderes zu tun als außen. :unsure:

Zwar erlebe ich schon oft, dass Menschen oftmals Dinge sagen, die sie dann aber nicht tun. Würden sie tun, was sie nicht tun möchten, dann wäre das ja eine Tat außer Kontrolle. :huh:

Also für mich ist ein anderes Tun im innern als im außen insofern fremd, ja sogar unheimlich.

Vielleicht meinst Du ja nur das Gefühl dabei. Ich habe inzwischen gelernt, dass diese Signale im innern mir Informationen bieten, die mir bei der Bewältigung des jeweiligen Problems hilfreich sein können. So grummelt es schon sehr deutlich, wenn mich das Gefühl beschleicht, dass mich da gerade ein Geschäftsmann über den Tisch ziehen möchte. Da ist dann auch schon kein Raum mehr für Vertrauen und die Kontrolle tritt in den Vordergrund. Ich distanziere mich dann, wenn möglich, lieber von diesem Menschen, damit er mir nicht so viel Energie rauben kann.

Einen Vertrauensvorschub im Geschäftsleben kann ich nicht mehr geben, weil mich das meine Existenz kostet. Dafür habe ich schon genug Lehrgeld zahlen müssen. Und diese Erlebnisse im außen haben meine Sensoren im innern geschärft und die helfen mir nun zu überleben, wenn ich sie beachte.

Erst wenn ich wieder erfahre, dass ich mich auf den einen oder anderen menschen an dieser oder jener Stelle gut verlassen kann, wächst das Vertrauen zu ihm. Die müssen sich mein Vertrauen also erst einmal verdienen und meine Kontrolle hilft mir dabei. Je mehr positive Erfahrungen ich dann dabei mache, um so mehr kann ich ihm dann auch vertrauen und um so weniger muss ich ihn kontrollieren.

Mit Lob kann ich dessen Motivation dann auch weiter bestärken und dann sind wir erst in der produktiven Phase, die diese Entwicklung voran bringt. Damit verbessert sich auch mein Gefühl im innern. Mit diesem Gefühl ist es mir auch möglich von der Kontrolle wieder loszulassen. Dann ist die Sache auch erst so richtig im Fluss. B)
27 Nov 2012 06:49 #18698 von KeepOnSmiling

Bei Tieren hingegen ist das ganz anders. Sie sind grundweg ehrlich und da kann ich volles Vertrauen haben. Sie wollen mich weder ausnutzen noch irgend etwas durch mich zu ihrem Vorteil erreichen. Sie haben keine Hintergedanken oder böse Absichten. Und sie geben das Vertrauen, was ich in sie setze zu 100% zurück. Das kann ich mit den Menschen überhaupt nicht vergleichen.


Liebe Community,

ich möchte hier mal eine Lanze für meine Spezies brechen:
Mord, Todschlag und Betrug sind bei Tieren nicht weniger üblich, als bei uns Menschen...

Erst jüngst habe ich eine Dokumentation über eine Menschenaffen-Art gesehen (Schimpansen, oder so?), die ein, zweimal jährlich das Nachbarrudel überfallen. Dabei wird das jeweils schwächste Mitglied ausgesondert, ermordert und gefressen.
Wildgänse, die Lebenslange Partnerschaften eingehen, sind sich nicht für einen Seitenspruing zu schade, wenn der Partner woanders unterwegs ist.
Erpeln ist es manchmal ganz egal, wenn ihre Partnerin beim Begatten ertrinkt.
Manche Affendame betrügt deren Rudelführer, wenn der gerade mal nix besseres zu tun, als das Revier zu verteidigen.
Manches Haustier hat seinen Hausmenschen schon gefressen, weil grad nix anderes zu fressen da war (Hunde) und Katzen gehen auch jederzeit ins Nachbarhaus, wenn Herrchen oder Frauchen nicht so wollen, wie Kätzchen das will.
Viele Tiere tarnen sich, um andere in einem Hinterhalt zu locken und zu fressen.
Und Pferde... Meine Ehefrau ist ein Pferdenarr - ich nicht, was möglicherweise einen Teil zur Trennung beigetragen hat. Und wenn sie mir Heute ab und an erzählt, was Pferde alles tun, um zu testen, ob sie nicht eventuell doch der Chef im Ring sind... Zum Schmunzel ist das ;-)

Naja, kurzum: In jedem Tier steckt ein Mensch und wenn es ans eingemachte geht, dann zögern auch diese nicht, ihren eigenen Vorteil durchzusetzen.

Womit wir wieder bei der Kontrolle wären:
Ein wesentlichen Unterschied zwischen Mensch und Tier sehe ich vor allem darin, dass sich (die meisten) Tiere - mangels EGO - selbst nicht allzu wichtig nehmen. Bei den Tieren regiert der Instikt... Das macht sie manchmal menschlicher - manchmal!

KeepOnSmiling
:) lliKöhl
Folgende Benutzer bedankten sich: Entfalten
27 Nov 2012 08:53 #18699 von Manni

KeepOnSmiling schrieb: ich möchte hier mal eine Lanze für meine Spezies brechen:
Mord, Todschlag und Betrug sind bei Tieren nicht weniger üblich, als bei uns Menschen...


Ja Olli,

das ist dann auch instinktiv und triebgesteuert, würde ich sagen, doch so sind wir ja eigentlich nicht mehr drauf und können das viel besser kontrollieren. ;)

Sollen wir also diese Kontrolle wieder loslassen und den Dingen ihren freien Lauf ermöglichen?

Dann falle ich mal eben so wie ein Erpel über die nächste Dame her, wenn mir danach ist! Oder sollte ich ihr doch lieber den Hof machen, bevor ich sie vernasche, nur um meinen "animalischen" Druck loszuwerden oder der Evolution zu folgen. :P

Ich finde, dass wir auch unsere Gefühle unter Kontrolle haben sollten, um nicht so wie die Tiere den Trieben freien Lauf zu lassen. Aber das hemmt schon sehr! Was ist dein Rat an dieser Stelle?
27 Nov 2012 08:58 #18700 von Entfalten
Das ist interessant, Mannimen. Irgendwie ist es richtig, die Kontrolle zu behalten. Vielleicht ist es eine Mischung aus Loslassen und Kontrollieren? Die gesunde Balance zu halten? Also, ruhig auch mal die Kontrolle abgeben und sich fallenlassen, vertrauen usw.