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Liebe und Bedürftigkeit ...

25 Aug 2008 19:43 #2737 von Rita
Hallo ihr Lieben,

ich denke, man muss zunächst einmal unterscheiden zwischen verliebt sein, diesem emotionalen Kuddelmuddel, und dem wirklichen Lieben, diesem stillen, tiefen und sicheren Gefühl.
Dann ist da ja ein großer Unterschied zwischen der Liebe zum Partner, den Eltern, den Kindern, einem Freund und den Menschen generell. Die Intensität dieser unterschiedlichen "Lieben" ist ebenfalls sehr unterschiedlich - bei mir jendenfalls.Und ich meine auch, die Qualität - wenn ich das mal so nennen darf - unterscheidet sich. Grundsätzlich bin ich ein Menschenfreund, aber die Liebe zu guten Bekannten ist längst nicht so intensiv und für mich auch nicht so dauerhaft wie die Liebe zu meinem Mann. Wir sind 39 Jahre verheiratet und kennen uns 42 Jahre. Er ist das ganze Gegenteil von mir - er ist z.B. in vielen Dingen ein rechter Knüngel und Chaot und ich bin ordnungslieben und etwas strukturierter. Meine Eltern sagten immer, obwohl sie ihn sehr mochten, wie ich nur mit einem solch unordentlichen Menschen zusammen leben könne. Ich habe ihnen immer gesagt, dass er genauso wenig super ordentlich werden kann, wie ich super chaotisch. Ich habe ihm immer seine Persönlichkeit gelassen und er mir die meine. Trotzdem haben wir viel voneiander gelernt und sind auch heute noch bei aller Vertrautheit neugierig auf die Ansichten und Meinungen des anderen. Jeder kann in seiner Welt glücklich und zufrieden sein und trotzdem haben wir eine gemeinsame Welt, die wir total genießen können und in der wir uns wie in einer großen Energieblase ganz nah beieinander fühlen und fast total harmonieren. Das ist meine Vorstellung von Liebe zum Partner. Es gibt auch bei uns nicht immer Friede-Freude-Eierkuchen, aber bei aller Gegensetzlichkeit verletzen wir uns niemals. Die Achtung und der Respekt vor dem anderen ist uns all die Jahre nicht abhanden gekommen und wenn unsere Energien sich mal zu weit voneinander entfernen, merkt einer von uns das sofort und es wird mal am Energiefeld des anderen "angeklopft", bis wieder das große, gemeinsame Energiefeld zusammen hin bekommen haben. Vor allen Dingen versuchen wir, nie etwas vom anderen zu verlangen sondern, wenn es geht, zu erbitten. Oft wundern wir uns, dass es eigentlich die ganze Zeit da war, wir es aber nicht wahrgenommen haben. Da ich etwas sensitiver veranlagt bin als mein Mann, kann ich gefühl- und energiemäßig mehr bewegen als er. Ich war ihm früher oft unheimlich, er staunte über meine Fähigkeiten und bewundert sie auch heute noch. Aber er hat sich daran gewöhnt und profitiert auch sehr oft davon. Wenn er mal etwas übellaunig ist, konzentriere ich mich auf ihn, schaufel ihm von meiner Energie etwas rüber und in ein paar Minuten ist er wieder der gut gelaunte und ausgeglichene Mensch, der er meistens ist.
Für mich ist die Liebe zu meinem Partner ein sehr tiefes, gleichmäßg ruhiges und beständiges Gefühl - schööööööööön!

Liebe Grüße von
Rita
30 Aug 2008 19:14 #2754 von hope
Hallo alle miteinander,

unglaublich spannend, was Ihr alle zu sagen habt!
Hätte ich glatt Lust, mit jedem einzelnen `zu reden` -aber das tue ich Euch nicht an *lach*
Hier sind sehr viele Facetten der Liebe angesprochen worden - und die Liebe hat sehr viele Facetten, wie ich meine. So viele, wie wir eben selbst auch haben. ;-)
Es ist ein großes Ziel allem und jedem mit Liebe begegnen zu können, erfüllt von Liebe, bedingunglos und selbstlos zu sein.
Dieses Ziel birgt, meines Erachtens, aber auch die Gefahr, hier auf einen Irrweg geraten zu können, der uns letztendlich nicht gut tut, weil wir uns selbst aus dem Blick verlieren, `nur noch` bei anderen und anderem sind, nicht mehr bei uns selbst. Schnell stellt man das Wohl anderer über das eigene und läßt sich zumindest teilweise benutzen....
Ich glaube, dass unser Ego nichts Schlechtes ist und auch, dass es durchaus legitim ist Bedürfnisse zu haben, die der/die Partner/in, Freunde oder wer auch immer befriedigt - solange sie das gerne tun, freiwillig und ich das als Geschenk sehe und nehme mit Dankbarkeit, Wertschätzung und Achtung.
Nichts ist selbstverständlich.
Und ich glaube, dass immer ein Ausgleich von Geben und Nehmen stattfinden muss - in jeder Beziehung - ohne festgelegte Regeln und Gesetze, sondern aus einem natürlichen Wunsch heraus...
Na ja, vielleicht ist das ja alles auch schon Liebe ?
Eins halte ich in jedem Fall für grundlegend: es ist wichtig, das wir uns selbst lieben (= annehmen?), mit allen Fehlern, Mängeln und (unerfüllten) Bedürfnissen.
Ohne diese Liebe sind wir wohl kaum in der Lage, echte Liebe zu empfangen und auch zu geben.
Sich selbst lieben und achten, bedeutet aber auch, für sich zu sorgen... und manch einer, wird das hie und da als `lieblos` empfinden;-)

Dir, liebe Rita, möchte ich für Deine wunderschöne Beschreibung Deiner Ehe danken. Sie hat mich berührt und macht mir auch Mut. Du schilderst das so lebensnah, so herzlich, dass da ein Funke überspringt - Energie pur!

Euch allen, alles Liebe

hope
31 Aug 2008 10:17 #2758 von KeepOnSmiling
Vielen Dank, liebe Celestine Freunde, für Euer umfangreiches Feedback zu meiner Frage.

Zwei Punkte möchte ich aufgreifen:
1. Liebe und Partnerschaft "trennen". Das was Turquoise geschrieben, dass Partnerschaft regeln und Bedingungen braucht, ich meinen Partner, nicht weniger liebe, wenn solche Regeln gebrochen werden.
Das sehe ich genauso. Auch wenn in meinem Leben schon manches Partnerschaft (warum auch immer) zerbrochen ist, empfinde ich noch Liebe für diese Damen, verstehe mich noch gut mit Ihnen und bin für Sie da, wenn ich helfen kann und danach gefragt werde.

2.Punkt: "Dann ist da ja ein großer Unterschied zwischen der Liebe zum Partner, den Eltern, den Kindern, einem Freund und den Menschen generell.", schreibt Rita.
...und an diesem Punkt bin ich noch auf der Suche, nach dem passenden Konzept für mich.
Ich bin überzeugt, dass es eben keinen Unterschied zwischen der Liebe zu meinen Eltern, meiner Schwester, meinen Kindern oder meiner Lebensgefährtin gibt. Liebe ist Liebe ist Liebe, ist bedingungslos... so jeder lebe ich bisher das Thema "LIEBE".
Ich lebe die Liebe unterschiedlich aus. Ich komme z.B. nicht auf die Idee, mit meiner Mutter schlafen zu wollen. SEX ist ja auch SEX ist ja auch SEX, während LIEBE LIEBE ist, oder was meint Ihr?
Natürlich ist es wunderbar, wenn SEX und LIEBE aufeinander treffen, gemeinsam - sozusagen im Doppelpack - er- und gelebt werden können und haben erstmal nichts miteinander zu tun.

Sind die Gedanken, mit dem den ich liebe SEX zu haben, dass der, den ich liebe gefälligst sexuell treu zu sein hat oder das die Liebe zu meiner Mutter etwas anderes ist, als die Liebe zu den Menschen, nicht auch nur wieder Kontrolldramen und Bedingungen, die die Liebe begrenzen und in ein Korsett zwingen?

KeepOnSmiling
:-)lliKöhl
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31 Aug 2008 19:47 #2768 von hope
Lieber keeponsmiling,

es gibt doch dieses Sprichwort: Liebe verzeiht alles..... das fiel mir so spntan zu Deine Worten ein....
Ich stehe dem allerdings etwas gespalten gegenüber.
Die meisten Menschen verstehen es wohl so, dass sie so allerhand erdulden müssen, wenn sie `wirklich`lieben. Und teilweise wird das aus selbigem Grund auch gefordert. Wenn Du mich liebst, dann...
Gar nicht gut, würde ich mal sagen...
Was sich hier zeigt, ist, dass die Liebe sehr unterschiedlich definiert wird. Und als Folge davon, entwickeln sich nicht selten heftige Kontrolldramen - zwischen Mann und Frau, Eltern und Kind....

Naja, Gott und die Liebe sind wohl die zwei Begriffe, die in dieser Welt am häufigsten und am extremsten zu Machtzwecken missbraucht werden. :(

Was die `unterschiedliche Liebe` zu ParterIn, Kind, Eltern angeht....
Auch hier meine ich, dass letztendlich eine Definition vonnöten wäre, wenn wir konkret rausfinden wollen, ob und wie die Ansichten differieren.
Ich kann Rita`s Empfindungen abnicken, finde mich da wieder. Vielleicht deshalb, weil die Intensität der Liebe, die ich für verschiedene Menschen empfinde eben nicht die selbe ist. Sie hängt von (meiner) Verbundenheit ab. Und damit `unterscheide` ich. Lieben tue ich dennoch alle...

Und ich denke, dass Liebe eben unterschiedliche Audrucksformen hat. Die Liebe zu meinem Kind drückt sich anders aus, als die zu meinem Partner, den Eltern, den Freunden.... nicht grundsätzlich, aber im Detail eben schon. Ich finde das stimmig und kann da kein Kontrolldrama sehen....

In Bezug auf Sex: nuja, wenn ich das sagen darf - da spricht der Mann aus Dir
*;)* Du trennst da zwischen Liebe und Sex, auch wenn Dir klar ist, dass es weitaus schöner ist, wenn sich beides zusammen findet.
Nu, ich kann hier nur für mich sprechen - ich persönlich könnte keinen Sex haben ohne zu lieben. Für mich ist Sex ein ( sogar sehr starker) Ausdruck für die Liebe/Verbundenheit in der Partnerschaft.
Und ich würde mal behaupten, dass hier Energien auf eine Weise verbunden und angehoben werden können, wie es sonst in der Intensität eher selten möglich ist.

Liebe Grüße

hope
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01 Sep 2008 09:20 - 01 Sep 2008 09:22 #2773 von purzelpreis
anmerkung zu keeponsmiling:

..wenn du wirklich liebst, hast du aus deinem inneren heraus gar keinen "bock" rechts oder links zu schauen, geschweige denn "irgendwo anders als bei DEM menschen" sex zu suchen.
sex ohne liebe ist wie pappe "fressen" - es macht satt, wenn man fast vor hunger eingeht - oder wie musik in mono hören, es ist ok.
liebe&sex dagegen, ist mit einem wunderbaren festmahl vergleichbar oder ohrenschmaus in dolby digital mit high-end-surround-system.
resume´: lieber nix zu weihnachten - warten aufs "richtige" -> ich kann dir nur sagen, wie es sich lohnt!!! ;o)
(entschuligung für die perfide wortwahl - ich fand nur es einfach treffend es so zu beschreiben)

purzelpreis
12 Nov 2008 10:44 - 12 Nov 2008 10:48 #3270 von KeepOnSmiling
Der "Mann in mir" möchte mal antworten, liebe FreundInnen,

genau hier sind wir an einem Punkt, der, wie ich glaube, ganz entscheidend für das Dilemma steht, das uns unser Verständnis von der Liebe bringt. Vielleicht könnt Ihr mir mit Euren Gedanken und Meinungen helfen, meine Meinung zu festigen oder in neue Bahnen zu lenken:

Hope, Du schreibst: "da spricht der Mann aus Dir" und schreibst weiter, dass Du (als Frau) "keinen Sex haben ohne zu lieben. Für mich ist Sex ein ( sogar sehr starker) Ausdruck für die Liebe/Verbundenheit in der Partnerschaft."
In meinem Leben machte ich auch die Erfahrung, dass "die Frauen" durchaus SEX ohne LIEBE sehr zu schätzen wissen. Ich blieb dabei mal auf der Strecke und war auch mal Wegbegleiter.
...war es wirklich SEX ohne LIEBE oder war es einfach "nur befristet"?

Meine Frage an ALLE:
Muss den Liebe zu einem Menschen zwingend bedeutend, dass ich SEX mit diesem Menschen und nur mit diesem Menschen haben muss, will, kann oder soll?

Purzelpreis, Du schreibst: "wenn du wirklich liebst, hast du aus deinem inneren heraus gar keinen "bock" rechts oder links zu schauen, geschweige denn "irgendwo anders als bei DEM menschen" sex zu suchen."

Das sehe ich genau so... Im Bezug auf eine Lebenspartnerschaft!

Meine Frage an ALLE:
Bedeutet die Aussage von Purzelpreis und meine Bestätigung dieser Aussage, dass ich meine Mutter nicht wirklich liebe, weil ich trotzdem nach rechts und links schaue und schon Bock habe, irgendwo anders als bei meiner Mutter Sex zu suchen?

Bin wieder gespannt auf Eure Antworten und Hilfestellungen...

KeepOnSmiling
:)lliKöhl
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