Lieber Gast. Du befindest dich im alten Forum der Celestine Community. Ein Teil des Forums ist öffentlich. Mitglieder, die sich bis 2016 registriert haben, können sich weiterhin einloggen und den Mitgliederbereich betreten.

Unsere neue Community ist nun online. Wir laden dich herzlich ein, dich mit uns auf unserem Campus zu vernetzen.

Zur neuen Community

×

Hinweis

Das Forum ist schreibgeschützt.

× 4. Erkenntnis - Frieden kehrt ein:
Allzuoft schneiden Menschen sich von der großen Quelle dieser Energie ab und fühlen sich deshalb schwach und unsicher. Um Energie zu gewinnen, zwingen wir andere dazu, uns Aufmerksamkeit und somit Energie zukommen zu lassen. Gelingt es uns, andere auf diese Weise erfolgreich zu dominieren, fühlen wir uns stärker, während die anderen sich schwächer fühlen und sich als Folge davon oftmals gegen uns zur Wehr setzen. Der Wettstreit um menschliche Energie ist die Ursache für alle zwischenmenschlichen Konflikte.

Liebe und Bedürftigkeit ...

13 Nov 2008 14:38 #3292 von hope
Hallo Olli, hallo Martin,

ich glaube auch an die, ich nenne sie mal- `allumfassende Liebe`. Sie ist für mich auch das Größte, jedoch bin ich selbst nicht in der Lage sie immer oder jedem Menschen bzw. `allem was ist` gleichermaßen zu geben bzw. sie zu empfinden.
Das ist meine Wahrheit und ich bin der Ansicht, dass es wichtig und richig ist, das für sich selbst zu erkennen und das auch zu tun ohne sich selbst deswegen `zu hauen`.

Liebe fließt und ich kann mich kaum dazu `nötigen` hier `perfekt`zu sein. D.h. ich glaube, es ist ein Widerspruch in sich, zu meinen, ich könne mich bei der Hand oder mich zurück nehmen, um damit allumfassende Liebe zu praktizieren.
Ich meine, dann ist das keine `echte` Liebe mehr, sondern vielmehr eine Verhaltensanpassung, die aus dem Kopf kommt, nicht aus dem Herzen/der Seele.

Ich will damit NICHT sagen, dass wir unser Verhalten nicht reflektieren oder auch teilweise ändern sollten. Das macht wohl Sinn. Aber ich meine, dass es einem Irrglauben gleich kommt, wenn wir annehmen diese Liebe `über den Kopf`steuern zu können. Sie IST - und der Zugang dazu erfolgt, meiner Ansicht nach, genau nicht über eine bewußte Steuerung.

Dehalb fühle ich mich mit dem Hinweis von Dir, lieber Martin, gut verstanden, dass das Ideal nicht zum `Prüfstein` der Liebe gemacht werden sollte..
Ich denke, dass Liebe wachsen können sollte - ohne Kontrolle und ohne `Zielvorgabe`. Das kann sie um so besser, je freier wir sie fließen lassen.
Um unserer Liebe Ausdruck zu verleihen, `bedienen` wir uns speziellen Ausdrucksformen, die jedem persönlich auf eigene Weise zur Verfügung stehen und die uns `angemessen` erscheinen.
Ist es so falsch, wenn wir das tun?
Ausschließlich mit dem Partner Sexualität zu leben, dem eigenen Kind mehr Aufmerksamkeit zu schenken als unbekannten Kindern, sich um die Mutter intensiver zu kümmern, als um die Frau, die 5 Straßen weiter wohnt und die man nur vom Sehen kennt...?
Auch für diese Menschen empfinde ich Liebe, und auch diesen Menschen schenke ich Aufmerksamkeit, Hilfe, wenn sie in mein Blickfeld kommen.... Aber eben anders.
Da liegt ein Qualitätsunterschied, aber ich würde deshalb nicht meinen, dass wir uns dafür verurteilen müssen.
Ich meine, dass es einzig und allein zählt, dass Liebe da ist... Egal wie stark, wie intensiv oder ungleich sie gelebt wird - Liebe ist immer etwas Gutes.

Sylvie
14 Nov 2008 13:29 - 14 Nov 2008 13:31 #3300 von KeepOnSmiling
Hallo Martin, hallo Hope,

vielen Dank für die ausführlichere Darstellung Eurer Meinung und Erfahrung. Ich fühle gerade wieder ganz deutlich, dass wir uns in unseren Standpunkten und Meinungen wesentlich näher sind, als ich der Austausch unserer Worte hier erahnen lässt.

Worte sind Ausdruck unserer Sprache und schaffen es nicht immer, unsere Bilder und Gefühle so zu transportieren, dass Sie auch so verstanden werden, wie wir verstanden werden wollen.
Nun, ich fühle, dass wir uns hier im Forum sehr, sehr nahe stehen: In unserem Verständnis der Welt, unseren Gefühlen und der Liebe.

Ich bin überzeugt, dass ich von "meinem" Idealbild der Liebe, dem Bildes Gottes, so wie es Martin schildert, noch weit entfernt bin....
UND ich möchte mich jeden Tag einen kleinen Schritt dorthin entwickeln. Das ist mein Weg der Transformation, über den an anderer Stelle auch schon gesprochen und geschrieben wurde.

Diesen Weg erzwinge ich nicht, sondern lasse ihn fließen, lasse mich auf diesem Weg fließen, wie ein kleines Boot auf einem festen, großen Strom, der dem Meer entgegenfließt.
Das Meer ist die Liebe, manche nennen es Gott, die Inder sagen Nirvana dazu, andere im fernen Osten nennen es Tao.
Welches Wort wir auch immer dafür verwenden, die unterschiedlichen Worte beschreiben immer dasselbe: Mein Ziel, dem ich ungezwungen, aus freiem Herzen, voller Freude und Begeisterung entgegenfließe, mit stehts bewußt, dass ich einen langen Weg vor mir habe und das Ziel erreichen werde...

Vielen Dank Euch allen, meine Celestine-Freunde, dass ich Teile dieses Weges mit Euch gemeinsam beschreiten darf!

KeepOnSmiling
:)lliKöhl
Folgende Benutzer bedankten sich: Nirvana
28 Sep 2009 18:47 #6112 von Natrak
Hallo,

in den letzten Tagen stöbere ich hier passiv im Forum herum und bin dabei auf diesen alten Beitrag gestossen...

Liebe und Bedürtfigkeit?! Hört sich ja an, als wären Verliebte Menschen irgendwie behindert...

Ich frage deshalb nach, weil ich gerade dabei bin zu einem anderen Menschen eine Liebesbeziehung aufzubauen und da macht mir dieser Beitrag etwas unsicher, wie ich für mich Liebe definieren soll?

Was ist damit gemeint, dass Liebe und Bedürftigkeit Hand in Hand gehen oder oft zusammen beiander auftauchen?

Könnt Ihr mir da helfen, wie das gemeint ist?

ciu
Natalis
02 Okt 2009 13:17 #6148 von Schelm
Hi,

ob Verliebte behindert sind, weiß ich nicht... Manchmal verhalten sich Verliebte schon seltsam und un-normal :silly:

Diesen Beitrag von Zerokewl verstehe ich so, dass wir unser Verständnis von Liebe oder einer Liebesbeziehung so ausleben, dass Abhängigkeiten entstehen.

Jeder hat Erwartungen an eine Liebe / Liebesbeziehung, die oft dann in Anforderungen an den Gegenüber münden können. Anforderungen und Erwartungen, die oft auch gar nicht konkret und deutlich angesprochen werden und deshalb unterschwllig wirken.
Das kann dann einm Suchtverhalten, einer Abhängigkeit oder eben Bedürftigkeit schon recht nahe kommen.

Diesen Lebensaspekt habe ich für mich wie folgt gelöscht:
Mich selbst (und meine Bedürftigkeiten) nicht allzu ernst zu nehmen + meine Gefühle, Meinung und Wünsche einfach offen ansprechen...

Euer Schelm
Rainer
08 Okt 2009 15:09 #6215 von Nirvana
Hallo, mir fällt zu diesem Thema auch etwas ein.

Sind wir in Sachen Liebe nicht alle Bedürftig? Besteht nicht für uns alle und jedes Lebewesen ein ungeheurer Bedarf an Liebe? Können wir ohne Liebe überhaupt leben?

Problematisch wird es meiner Meinung erst dann, wenn aus dem natürlichen "Bedarf" eine Abhängigkeit ergibt. Abhängigkeit gegenüber einer anderen Person, Tätigkeit oder einem Status...

Wichtig ist für mich immer wieder die Liebe nd Energie in mir selbst oder auch der Natur zu finden und die Liebe nicht immer auf andere Menschen zu projizieren oder von anderen abhängig zu machen...

Je mehr ich Liebe und Frieden in mir selbst, in mir persönlich und der Natur, dem Leben im allgemeinen finde, desto weniger bin ich abhängig oder bedürftig.

Diese Gedanken kommen mir immer wieder bei meinen Spaziergängen durch die Felder oder den Wald?
Wie seht Ihr das?

Liebe Grüße
Dirk
08 Okt 2009 15:23 #6218 von Rita
Hallo Dirk,

das sehe ich auch so, dass ich weniger "abhängig" bin, je mehr ich bei mir bin und die Energie spüre, die uns alle vereint. Sie ist dann einfach da und ich muss mich nicht um sie bemühen.

Lieben Gruß von
Rita