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Allzuoft schneiden Menschen sich von der großen Quelle dieser Energie ab und fühlen sich deshalb schwach und unsicher. Um Energie zu gewinnen, zwingen wir andere dazu, uns Aufmerksamkeit und somit Energie zukommen zu lassen. Gelingt es uns, andere auf diese Weise erfolgreich zu dominieren, fühlen wir uns stärker, während die anderen sich schwächer fühlen und sich als Folge davon oftmals gegen uns zur Wehr setzen. Der Wettstreit um menschliche Energie ist die Ursache für alle zwischenmenschlichen Konflikte.

Miteinander reden

11 Jan 2010 14:28 #8074 von Marion
Hallo liebe Freunde,

seit geraumer Zeit beobachte ich, daß vor allem Jugendliche nicht mehr richtig miteinander reden bzw. gar nicht mehr reden und sich nur noch über das Handy oder den Computer unterhalten.

So geht es auch mir. Hier im Forum kann ich meine Gedanken, Gefühle und Empfindungen zu verschiedensten Sachen mitteilen und es tut mir gut. Versuche ich darüber mit jemandem zu reden, vor allem mit meinem Mann, fehlen mir die Worte und ich bekomme gar nichts mehr heraus. Es ist wie ein dicker Kloß im Hals und nimmt mir buchstäblich die Luft. Es ist ein Gefühl der inneren Ohnmacht. Wie ein Häufchen Elend sitze ich dann da. Im Moment ist totale Funkstille.

Wie kann ich das "reden" wieder lernen? Sicherlich nicht leicht den richtigen Anfang zu finden aber ein Weg mit manchem besser fertig zu werden.

Es sind aber auch sogenannte Mißverständnisse die sich in der letzten Zeit in unserem Umfeld auch zeigen. Dies ist auch meinem Mann schon aufgefallen, obwohl in solche Sachen nicht interessieren.

Manches was gesagt wird faßt der andere falsch auf und ist gleich beleidigt und eingeschnappt. Das wiederum veranlaßt manche nicht mehr zu reden.

Wie kann man diesen Kreislauf durchbrechen?

Ein altes Sprichwort sagt doch: Im reden macht man so manches aus.

Vieles wäre so einfach, wenn man miteinander reden kann um sich auszutauschen.

Maria
11 Jan 2010 16:41 #8078 von sunshine
Liebe Maria,

Diesen Zwiespalt kenne ich nur zu gut. Das Gefühl, nicht verstanden zu werden lässt einem "stumm" werden.

Du schreibst, dass es Dir besser geht, wenn Du schreibst.

Dies hatte ich auch. Und als ich einen erfahrenen Psychologen, der zugleich auch Spitalpfarrer war, darauf ansprach, fragte er mich:

Warum schreibst Du denn nicht Deinem Mann, wenn Du nicht reden kannst?

Tja, ich hab viel über diese Frage nachgedacht. Hab zwar nicht geschrieben, aber plötzlich konnte ich wieder "reden".

Ich wünsche Dir viel Kraft
sunshine_1/julia
11 Jan 2010 19:58 #8079 von Manni
Hallo ihr Lieben!

Auch für mich war das so eine Sache. Ich rede oft sehr viel und teile mich gerne mit und das hat dazu geführt, dass andere Leute schon etwas genervt waren. Da habe ich mich dann auch mehr zurückgezogen.

Hinzu kommt auch die heutige Technik, die uns andere Wege der Kommunikation bietet. Meine Kinder können sich überhaupt nicht vorstellen, was wir früher ohne all diese Möglichkeiten getan haben.

Wir haben uns in einfach getroffen und unsere Kommunikation war vielfältger als heute. Die Intention der Stimme, Mimik und Gestik haben sie bereichert.

Das ging mir etwas verloren und ich bin auch nicht mehr ganz so schlagfertig und redegewandt wie damals. Als ich wieder mit mehr Menschen zu tun bekam, merkte ich sehr schnell, dass da Defizite entstanden sind. Also fing ich wieder an mehr zu reden und dabei brabbelte ich oft auch vor mich hin. Wieder fing ich an die Menschen zu nerven. :blush:

Wie schön, dass ich wenigstens mein Pferd zutexten kann, ohne das der gleich genervt ist. Ihn interessiert ohnehin nur meine Stimmlage, an der er sich auch etwas orientiert, neben ein paar wenigen Vokabeln die inzwischen auch schon eine Bedeutung für ihn haben.

JA, um wieder sprechen zu lernen, wird man nicht umhin kommen, es einfach zu praktizieren. Ich frage inzwischen auch vorher an, ob der jenige, dem ich gerne etwas sagen möchte überhaupt ein Ohr für mich frei hat. Das wiederum ist so online ja eher kaum möglich. Da platzt man ja einfach so rein mit seinem Beitrag. ;)

Sorry, wem das gerade nicht passt
Manfred
12 Jan 2010 16:48 #8084 von planetjanet
Aloha ihr Lieben,

wenn ich manchmal einem Menschen etwas sagen möchte und mir unsicher oder noch in Resonanz bin, sage ich mir selbst das, was ich dem anderen sagen möchte. Oft fühle ich dann, wie es mich selbst verletzt und ich formuliere mich anders. Manchmal kann ich mich dabei heilen und somit den anderen auch.
Oft tue ich es einfach. Ohne grossartig zu überlegen oder nachzufühlen. Denn meisten hatte ich Angst, von meinem Gegenüber abgelehnt zu werden. Mit dieser Angst gehe ich in Resonanz. Sie verhindert die Kommunikation. Es ist nur eine Vermutung meinerseits, dass ich abgelehnt werden könnte...doch sicher ist das nicht. Es ist nur eine Vorstellung von mir, wie der andere reagieren könnte!
Es gibt noch viele andere Möglichkeiten! Die ich in meiner Angst gar nicht in Betracht gezogen habe. Eine Änderung meiner Sichtweise, raus aus der Angst, macht es mir möglich, einen anderen Weg zu beschreiten. Ich übernehme die Verantwortung und lasse die Antwort des anderen in seiner Verantwortung. Wenn ich mir meiner Worte bewusst bin, kommen keine Miss-verständnisse vor. So bin ich der bewusste Beobachter meiner, in Verantwortung gesprochenen Worte.

Je länger ich etwas mit mir herumtrage und mir dessen zwar bewusst bin und nicht ins handeln komme, hat die Angst weiterhin Zeit, sich auszubreiten und eine Möglichkeit sich für ein fantastisches Drama vorzubereiten ;)

Ich bin mir meiner Worte und Gedanken bewusster, denn jedes Wort und jeder Gedanke, kann manifestieren. So bin ich achtsam. Mit mir und meinen Gedanken.


Alles Liebe
Jeanette
12 Jan 2010 18:54 #8086 von Marion
Hallo liebe Freunde,

auch ich habe in Gedanken schon oft und mehrmals alles durchlaufen lassen was ich z. B. meinem Mann zu sagen hätte. Wenn es dann so weit ist, er gegenüber von mir sitzt möchte ich innerlich zwar anfangen zu sprechen aber ich finde nicht den richtigen Anfang und mein Hals ist wie zugeschnürt. Ich möchte reden, ich bewege meine Lippen aber es kommt nichts heraus.

Ich hatte dieses Gefühl schon einmal als ich bei unserem ersten Sohn einen Kaiserschnitt bekam. Eine Teilnarkose wollte ich, so daß ich vom Becken ab nichts mehr spürte. Eine sogenannte Rückenmarksnarkose. Ich lag, spürte jeden Schnitt an meinem Bauch den die Ärzte machten und wollte schreien um mich bemerkbar zu machen. Es kam nichts aus meinem Mund so sehr ich mich auch anstrengte. Ich spürte alles, denn die Narkose wirkte nicht. Erst als zufällig jemand zu mir sah und das nach sehr langer Zeit fiel ihnen auf daß ich weinte und sie gaben mir sofort eine richtige Narkose. Dies ist jetzt schon 14 Jahre her und genau die gleichen Gefühle und Schmerzen verspüre ich, wenn mein Mann mir gegenüber sitzt und macht mir Vorhaltungen oder versucht über so manches zu reden. So sehr ich mich auch anstrenge aber es kommt nichts aus meinem Mund. Ich bin sprachlos.

Oftmals ist es schwer, denn meine Gedanken bzw. mein Bewußtsein arbeitet schneller als ich es in Worte fassen kann. Beim Schreiben fällt es mir leichter alles so zu verarbeiten wie es in mir auftaucht.

Maria
13 Jan 2010 11:39 #8102 von Martl
Liebe Maria,

reden ist deshalb oft so schwierig, da wir direkt auf Ablehnung stossen können. Es ist halt wie meistens, die Angst, die uns im Wege steht.
Und für uns Männer, ist es oft wie ein rotes Tuch, wenn Frau mit uns über ihre Gefühle und Probleme reden will. Es ist nicht so, dass es uns nicht interessiert. Zum einen haben wir einen anderen Zugang zur Gefühlswelt, der oft noch durch die Erziehung etwas verschlossener ist. Zum Anderen, können wir manche Gefühle der Frauen nicht nachvollziehen, da wir sie ganz einfach so nicht haben. Und es ist halt schwierig über was zu reden, das man nicht kennt. Wir Männer sind ja schon mit dem Auf und Ab der femininen Gefühlswelt, stark gefordert - manchmal auch überfordert, und dann noch darüber reden, da haben dann die Männer schlicht und ergreifend Angst. Angst, gleich Vorhaltungen zu machen, auch Angst sich mit den eigenen unterdrückten Gefühlen auseinander setzen zu müssen. Denn eigentlich sind wir oft im Tiefsten verunsichert durch die Gefühlsschwankungen unserer Angebeteten, würden das aber nie zugeben. Doch eigentlich ist nur das Ego beleidigt, das sich ignoriert fühlt, wie auch das weibliche Ego tobt, wenn Mann bei Problemdiskusionen ausweicht.
Fange doch ganz einfach mit Körpersprache an: Ein Augenzwinkern, ein kleiner Schups - Oberarm zu Oberarm, lustige Grimassen schneiden ... das bricht oft das Eis. Und wenn wir es schaffen, das Ego hinter uns zu lassen, kommen die Worte ganz vonn alleine.
Und für manche Themen eignen sich oft gleichgeschlechtliche Freunde besser.
In Deinem Wirtshaus kannst Du Dich auch wunderbar üben.
Und mach Dir keine Sorgen: Die Angst ist zwar machtvoll, aber eigentlich ist sie ein Weichei, denn wenn wir sie ignorieren, ist sie beleidigt und macht sich vom Acker.
Alles Liebe :)
Martin