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Die Sicht des Beobachters / Meine Einstellung

24 Mai 2009 11:13 - 24 Mai 2009 11:22 #4965 von KeepOnSmiling
Zum Einstieg zitiere ich hier meinen eigenen Beitrag aus Aw: Ich allein entscheide für mich---Ja oder Nein ...

Das mit dem Entscheiden ist wirklich eine spannendes Thema. Ich persönlich denke ja, dass das Entscheiden eine Illusion ist, die wir Menschen brauchen, weil wir uns sonst das Weltgeschehen anders nicht erklären können (oder wollen).

Immer und jederzeit alles selbst zu entscheiden oder entschieden zu haben ist ja auch ein guter Gedanken - gut für mein Ego, denn der Gedanke, dass alles oder vieles von anderen entschieden wird, macht mir ein ungutes Bauchgefühl, so wie es auch in manchen vorherigen Beitrag geschildert wurde.

Aber was wird dann aus der Bestimmung? Wenn etwas bestimmt ist, wird oder wurde, von wem wurde oder wird es dann bestimmt? Wenn ich alles entscheide, dann habe ich es auch bestimmt, was soviel heißen kann, wie ich habe meine Bestimmung selbst entschieden, nicht wahr? :woohoo:

Selbst, wenn ich gar nichts in meinem Leben entschieden habe und alles im Sinne einer (spirituellen) Bestimmung von außen auf mich wirkt und mich führt, dann kann ich immer noch entscheiden, wie ich damit umgehe und wie ich mich dabei fühle, wenn mir meine Bestimmung zustößt. Ich kann sie lieben und akzeptieren, Spaß dabei haben oder sie ablehnen, mich ärgern und in Missmut verfallen! Ich allein entscheide das.

Und schon bin ich bei der Entscheidung, ob etwas Gut oder Böse ist... Ich allein entscheide das - oder DIE BESTIMMUNG übernimmt für mich "den Job der Entscheidung" und ich entscheide dann, ob ich das gut oder böse empfinde.
Also ich kann das drehen und wenden, wie ich will: Ich gibt nichts Böses auf der Welt... :laugh:

Und gehe gleich auf die Antwort von Sylvie Hope und meinen neuen Gedanken ein...
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24 Mai 2009 11:41 #4968 von KeepOnSmiling
Liebe Celestine-Freunde,

Sylvie Hope fragt mich zurecht danach, ob meine Ausführung nicht die Gefahr birgt, "dass manch einer meint einfach tun zu können, was ihm gerade einfällt, andere tun lässt , was sie wollen und schwups haben wir im Extremfall einen Hitler an der Macht, der Juden vergast?"

Nun genau die Gefahr steckt in meiner Ausführung und meiner Lebenseinstellung, die dahintersteckt.
Nur frage ich mich, ist die Gefahr ist einfach immer gegeben? Steckt diese Gefahr nicht grundsätzlich in unserer Lebensform Mensch?

Jeder von uns kann jederzeit tun und lassen, was er/sie will - alles, was ihm/ihr gerade einfällt.
Ich allein entscheide, genau die Angelika Sonnenstrahl das in Ihrem Thema "Ich allein entscheide für mich---Ja oder Nein !!!" begonnen hat, ob ich einem Menschen helfe oder es unterlasse, ich alleine entscheide, ob ich positives oder negatives bewirke, ob ich liebe oder hasse.

Das bedeutet zum großen Teil, dass ich allem, was die Natur und andere Menschen bewirken, tun oder unterlassen ziemlich hilflos gegenüber stehe... ERSTMAL!

Denn ich widerrum entscheide ja, wie ich darauf reagiere, welche Gefühle ich dabei habe oder eben nicht und ob ich überhaupt handele oder in Lethargie verfallen und alles über mich ergehen lasse.

Ich kann mich zermartern, weil Hitler soviel Leid über die Welt gebracht hat, ich kann mich selbst klein machen, weil ich auch Deutscher bin, ich kann in Trauer und Depression verfallen, weil es weitere und neue Dikatoren oder der Welt gibt und ich Teil eines Systems bin, dass dafür sorgt, dass andere Menschen unterdrückt werden und verhungern.
Ja, das kann ich alles tun!

...ODER ich begebe mich in die Sicht des Beobachters, wie es in der siebten Prophezeiung beschrieben wird und stelle meine (Energie-)Verbindung zur gesamten Welt her, um "zu sehen", "zu erkennen" und "zu lernen".
Der Welt und jedem Lebewesen mit Liebe zu begegnen, obwohl ich schon soviel negative Erfahrungen und Kenntnisse gesammelt habe...

Ich stecke gerade so voller Energie und Liebe, ich könnte Euch damit "totreden" ;-)

Nun, es geht mir einfach darum, dass ich nicht allem zustimme, dass ich nicht alles abnicke, wenn ich allem mit Liebe begegne.
Allem mit Liebe zu begegnen, erwächst für mich auch aus der Erkenntnis, dass ich nicht alles verstehen kann, nicht alles sofort vollends begreife und deshalb erstmal "in die Sicht des Beobachters" zu gehen, über alles und vor allem sich selbst nachzudenken und zu reflektieren UND dann entsprechend zu handeln.

Der letzte Absatz ist also mit der wichtigste, der mir am Herzen liegt. Oder ordinär ausgedrückt:
Allem mit Liebe zu begegnen bedeutet nicht, sich von allem und jedem f§$%cken zu lassen!

KeepOnSmiling
:-) lliKöhl
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24 Mai 2009 16:14 #4980 von Rita
Hallo Ulli,

in "Gespräche mit Gott" erzählt Gott von einer Lebensform im Universum, die sich wirklich EINS fühlt und niemals etwas tun würde, was einem Teil des EINS schaden würde. Sie können es einfach nicht. Er sagt auch, dass wir Menschlein uns dem gegenüber auf einer sehr niedrigen Entwicklungsstufe befinden, aber auch auf dem Weg sind, auf die höhere Stufe zu gelangen.
Wenn das geschafft ist, erübrigen sich die Gedanken, ob wir durch unser Verhalten eventuell einen neuen Hitler hervorbringen könnten.
Ich denke, wenn wir immer ganz tief in uns hinein horchen und unseren Intuitionen folgen, sind wir schon ein klein wenig auf dem Weg zum EINS, dass seinen Individuen nicht schaden kann.

Lieben Gruß von
Rita
24 Mai 2009 16:23 #4981 von hope
Hallo Olli,

jipp - genau so sehe ich das auch.
Und ergänze mal:
Auch wenn `man` zu etwas nein sagt, für sich entscheidet, dass etwas nicht `gut`ist und sich einsetzt, etwas zu bewirken... auch, wenn dafür `klare Ansagen` gemacht werden, die Worte nicht nur sanft und `tüddelig`gewählt werden - bedeutet das nicht, dass da keine Liebe ist oder sein kann!

Ich glaube, Du hast das irgendwann schon einmal angesprochen:
Was verstehen wir unter Liebe, wie meinen wir sie ausdrücken zu müssen, um ihr gerecht zu werden?

Ich habe den Eindruck, viele Menschen meinen, dass Grenzen setzen, auch Distanzierung u.ä. mit Hass oder mindestens `Nicht-Liebe`verbunden sein muss.
Das ist nicht der Fall - oder muss nicht der Fall sein ;-) - im Gegenteil.
Nicht selten ist da die Liebe besonders intensiv. Sie zeigt sich in Form von Mut, der Bereitschaft, `unbequem` zu sein und sich dafür evtl. auch `hauen`zu lassen.

Ich bringe mal ein kleines Beispiel`, das natürlich übertragen werden muss ;-) :
Ich gehe zum Zahnarzt, weil ich Zahnschmerzen habe.
Dummerweise ist für die Behandlung nötig, dass er mir erst mal noch mehr Schmerz zufügen muss.
Ich kann nun entscheiden, ob ich den Zahnarzt für einen üblen Sadisten halte oder in seiner Person die Liebe und den Mut sehe, die er mir entgegen bringt.
Er überwindet seine natürliche Hemmung einem Menschen weh zu tun, um ihm zu helfen. Und er nimmt dafür in Kauf, dass er bei den meisten wenig be-liebt ist...

Nun klar - das ist sein Beruf. Aber vielleicht wurde er ja dazu berufen? Und vielleicht ist manch einer zu Ähnlichem an anderer Stelle berufen, ohne das er sich das zum Beruf gemacht hat ?

Ich bin froh, dass es so viele Menschen gibt und gab, die an allen möglichen Stellen so mutig sind/waren, sich berufen fühl(t)en. Man denke an die Menschen, die Juden in der Vergangenheit Schutz geboten haben oder all die, die sich auch heute für Schwächere einsetzen, dafür sogar ihr Leben riskieren - und auch an alle Menschen der `kleineren`Taten, ohne die es auf der Welt weitaus düsterer aussehen würde.
Für viele wird deren Liebe offenbar - für viele aber auch nicht. Sie behaupten sogar das Gegenteil.
Zeigt: ist alles eine Sache des Betrachtungswinkel und des Glaubens, den ich habe.

LG

Sylvie
24 Mai 2009 23:30 #4985 von Manni
Guten Abend zusammen,

aus der Sicht des Beobachters kann sich aber auch eine andere Einstellung ergeben, nämlich die: "Was kümmert mich anderes Elend solange es mich nicht berührt!"

Muss ich tatsächlich eingreifen und mich einmischen oder ist es nicht sogar besser wenn ich mich distanziere? Wie steht es da mit der Nächstenliebe? Wem ist sie näher?

Wir sprechen hier über Situationen, die der Einzelne für sich alleine offenkundig nicht selbst lösen kann! Oder was konnte ein Jude dafür, dass er iim dritten Reich geboren wurde? Ist er als Opfer dieser Situation von Gott ausgesetzt worden? Was hätte er daran ändern können? Was war seine Bestimmung? Und was konnte er selbst entscheiden?

Nun, er hätte sich zur Wehr setzen können und hätte den Tod sicher schneller gefunden. Er hätte auch versuchen können den Nazis zu entkommen. Und er hätte von Hilfsangeboten Gebrauch machen können, so er ihnen vertraut. Doch egal welchen Weg er nimmt, es ist sein Weg und kein anderer.

Und wenn eine Atombombe über uns zu Boden fällt, welche Wege bieten sich uns dann? Wir hätten vermutlich noch weniger Möglichkeiten dem zu entkommen, was mit uns passiert.

Aber eines können wir immer für uns selbst tun, ... mit unserem Geist ins Reine kommen. schaffen wir das, steht uns eine neue Welt offen und es ist völlig egal, was mit unserem materiellen Körper hier geschieht. Wir könnten ihn einfach ablegen, so wie bei der letzten Erkenntnis. B)

Und warum schaffen wir das nicht? Weil wir uns an materiellen Dingen orientieren und daran festhalten. Wie schwer ist es, einfach nur loszulassen und die eigene Einstellung zu ändern? Ich glaube, genau darum sind wir hier auf Erden, dies zu lernen!

Eine angenehme Nacht
Manfred
25 Mai 2009 11:00 #4987 von KeepOnSmiling
Hallo liebe Celestine Freunde,

ich greife zwei gesagte Punkte auf, die mir hier wichtig sind:

1. Sylvie bringt ein - wie ich finde - sehr gutes Beispiel dafür, dass etwas immer mit Distanz, Ruhe und Überlegung beurteilt werden sollte. Der Zahnarzt, der auch ein Sadist sein könnte... Der Zahnarzt tut mir weh, um zu helfen - das ist eine andere Sichtweise des "sadistischen" Zahnarztes, der "nur" Schmerzen zufügt. Götter aller Religionen fügten den Überlieferungen folgend schon einmal Schmerzen zu, damit der/die Gläubigen lernen und sich weiterentwickeln konnten (...oder sollten).

U.a. an dieser Stelle widerspreche ich den Büchern "Gespräche mit Gott": Es soll Wesen geben, die niemals einem anderen Schaden zufügen könnten? Aber wie definiere ich Schaden? Manchmal muss ein Zahn eben ganz geschädigt, unter Schmerzen entfernt werden, bevor das ganze Gebiss zu grunde geht.
Was sind das für arme Wesen, die dann nicht handeln können? Manch muss ein (kleiner) Schaden zugefügt werden, um einen anderen (größeren) Schaden zu vermeiden.
Wobei wir jetzt hier wirklich endlos diskutieren können, wer definiert und entscheidet, wann ein Schaden gut (klein) und wann schlecht (groß) ist...

Der 2. Punkte ist ein Hinweis von Manfred:
Die Sicht des Beobachters kann auch als Ignoranz, Distanz oder mangelnde Sensibilität verstanden werden. Ja, das kann so verstanden werden. Ist das nun GUT oder BÖSE?

Haben Mutter Theresa, Ghandi, Buddha, Jesus und Co. wirklich immer geholfen oder haben sie immer Tatdrang gezeigt?
Soweit ich weiß, haben sie oft und ganz bewußt nicht gehandelt, einfach Empathie gezeigt, Verständnis und mitgetrauert, (passiv) gebetet oder haben (passiven) Bei- oder Widerstand geleistet.

Ich für meinen Teil bin überzeugt, dass ich (wenn überhaupt) erst im Nachhinein und mit (großer) Distanz überhaupt beurteilen kann, ob etwas zu etwas Guten oder Schlechten führt. Und deshalb enthalte ich mich lieber einem Urteil und nehme das Leben so an wie es ist! ...ich liebe das Leben einfach, trotz und gerade wegen manchen Leids, dass ich erfahren habe!

KeepOnSmiling
OlliKöhl
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