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Die Sicht des Beobachters / Meine Einstellung

07 Aug 2009 14:45 #5665 von Elea
Hallo Olli,

Beobachter sind Personen, die einem anderen Menschen oder Dingen eine besondere Aufmerksamkeit zukommen lassen. Sie verschaffen sich aus der Entfernung einen Überblick und ergreifen selten ohne Aufforderung das Wort. Meist verfügen sie über ein gutes Urteilsvermögen, sie berücksichtigen bei ihrer Bewertung von Situationen und Äußerungen in ihrer Umwelt alle wichtigen Möglichkeiten, denken analytisch und kritisch.

Entsprechend dieser Definition halte ich mich selber für einen typischen Beobachter besonders in der Selbstbeobachtung meines eigenen Verhaltens, meiner Gefühle und Gedanken. Dabei lerne immer wieder, dass ich weniger zynisch und skeptisch sein sollte, gegebenenfalls nach meiner erfolgten Kritik nicht das Interesse verlieren sollte, was mich oft negativ erscheinen lässt.

Nie aber würde ich meine Beobachtungsgabe mit Gleichgültigkeit definieren, eher mit Interesse an meiner Um_Welt und meiner Lernbegeisterung an Verhaltensweisen meiner Mit_Menschen sowie als wichtigen Teil meiner Selbstfindung.

Ich weiss, dass Be_OBACHT_en immer ein wichtiger, wenn nicht notwendiger Bestandteil meines Lebens war und ist.

GLG _ B) Mom
07 Aug 2009 22:36 #5668 von planetjanet
Hallo ihr Lieben,

für mich ist es die "Neutralität". Während ich beobachte, nur für mich, versuche ich neutral zu bleiben. Es so zu sehen, wie es ist. Erstmal...
Dann fängt ja meistens meine ganz eigene Beurteilung und der Menschen-verstand an.
Ich habe mich früher oft "Neutrum" genannt.
Heute weiss ich warum ;)


Alles Liebe

Jeanette
10 Aug 2009 20:14 #5679 von KeepOnSmiling
Hallo, liebe Celstine-Community,

ja, Gleichgültigkeit ist ein "hartes" Wort...
Neutralität ist da schon wesentlich "weicher"!?

Allerdings fühle ich mich mit harten Definitionen und Grenzen manchmal recht wohl.
Da wo die Grenzen verschwimmen, schränkt eine Freiheit die andere ein, habe ich mal in mein Zitate-Suddelbuch geschrieben (ja, in der Tat "Mom", ich eifere dem guten Herrn Lichtenberg nach ;-) )

Auch die Wortteilung von Elea in Be-Obacht-en gefällt mir gut: Da steckt auch das Wort Achtung drin.
Ein Beobachter gibt also Acht - er gibt Acht auf das, was er beobachtet und er ist dann auch achtsam, mit seiner Reaktion, seiner Resonanz darauf!

Also lerne ich aus dem letzten Beiträge:
Erstmal sehr achtsam die Siatuation analysieren, vorurteilsfrei und möglichst ohne Gefühlswallungen neutrale Informationen sammeln und
Dann achtsam/behutsam reagieren -auf Resonanz gehen-, so wie ich es für richtig und angemessen halte!

Hört sich jedenfalls besser an als Gleichgültigkeit, gell ;-)

KeepOnSmiling
OlliKöhl
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25 Aug 2009 13:06 #5849 von KeepOnSmiling
Hallo liebe Community,

das Thema "Sicht des Beobachters" scheint ja meine Aufgabe zu sein - es lässt mich nicht los und ich glaube, ich habe ein gutes Vorbild gefunden, das die Sicht des Beobachters sehr, sehr gut vorlebt:

FORREST GUMP
Ist es nicht herzerfrischend, wie er die Entwicklungen, Verwicklungen und Offenbarungen des Lebens annimmt und für sich und seine Umwelt das beste daraus macht?

Ich finde es einfach klasse!!!

KeepOnSmiling
OlliKöhl
Folgende Benutzer bedankten sich: Nirvana, Schelm
05 Sep 2009 11:46 #5936 von Taika
Hallo ihr Lieben,

meine Überzeugung liegt darin, dass wir alle unsere Lebensumstände selbst erschaffen. Alles, was mir begegnet, ist ein Süppchen, das ich mir selbst gebraut habe. Durch das Übernehmen der Verantwortung (für mich selbst UND für die Welt) kann nach und nach die Opferhaltung wegfallen und ein bewußtes Beobachten, vor allem der Gefühle, an seine Stelle treten.

Ich habe die Wahl, ob ich mich auf etwas, was mir nicht gefällt, oder was ich als böse bezeichne, konzentrieren will. Wenn alles, was dauerhaft ist, Energie ist, dann fühlt es sich für mich logisch an, dass ich mit negativen Gedanken auch negative Energie verstärke. Also scheint es auch logisch, dass viele Menschen mit negativen Gedanken auf kollektiver Ebene die negative Energie verstärken. Umgedreht - je mehr Menschen positiv denken, desto eher kann es "umkippen" und ein Wandel stattfinden.
Deshalb denke ich, dass man wirklich nur bei sich anfangen kann, nur sich selber verändern kann, um die eigene Negativität aus dem Kollektiv zu nehmen. Auch die Entscheidung, was gut oder böse ist, kann nur jeder für sich selber treffen und dementsprechend handeln. Denn wer will und kann das wirklich beurteilen? Es gibt zuviel, was wir nicht wissen, im Grunde genommen, wissen wir überhaupt nichts. Ab und zu tritt eine Erfahrung in unser Leben, die uns vom "ich glaube" zum "ich weiß" bringt, aber das sind nur immer wieder kleine Fetzen vom großen Ganzen, das fertiggestellte Puzzle können wir damit noch lange nicht sehen.

Wenn es um den Beobachter geht, geht es nach meiner Meinung in erster Linie darum, sich selbst zu beobachten. Auf welche Begebenheiten reagiert dieses Wesen, das ich bin, mit welcher Art. Damit sieht man dann auch die Kontrolldramen, denen man ausgeliefert scheint. Inzwischen bin ich dazu übergegangen, meine Gefühle zu beobachten - und dann nach Möglichkeit die Gedanken wieder ins Positive auszurichten.
Wenn ich etwas sehe, was mir ganz und gar nicht gefällt, dann muss ich mich selbst manchmal aus meinen negativen Gefühlen herausholen, indem ich mir sage, dass ich unmöglich beurteilen kann, wozu das gut ist. Dieses gut oder schlecht wandelt sich doch ständig bei uns Menschen. Was in einem Staat gut ist, kann im Nachbarstaat als schlecht angesehen werden. Auch heute gibt es auf unserer Welt genug Beispiele dafür. Was ein Mensch für sich als gut ansieht, muss ein anderer noch lange nicht so sehen.
Deshalb kann ich dir, Sonnenstrahl, nur zustimmen, mit dem, was du schreibst: Niemand hat das Recht anderen etwas vor zu schreiben,geschweige mich/ihn oder sie von etwas zu überzeugen zu wollen was einen nicht zusagt.

Ich denke, auch du, Olli, hast recht, wenn du schreibst, dass ein ordentlicher Schuss Gleichgültigkeit nötig ist. Nicht in diesem negativen Sinn, den dieses Wort vermittelt, sondern in dem Sinn, wie du weiter ausführst, dass alles gleiche Gültigkeit hat.
Wenn wir einmal so weit sind - und auch ich bin noch ein gutes Stück davon entfernt, dann kann man alles akzeptieren, was um uns herum geschieht, ohne Situationen zu beurteilen und Menschen zu verurteilen.

Ich kann mich einfach nicht für andere entwickeln, nur für mich selbst. Manchmal kann, darf man einem Menschen die Richtung zeigen, manchmal ist es sogar so, dass man etwas zum Guten hin verändern kann, dass es ein kleines bisschen weniger Gewalt gibt auf dieser Welt, ein kleines bisschen mehr Liebe. Und dazu genügt oft ein Lächeln, das man einem völlig Fremden im Vorbeigehen schenkt.

Liebe Grüße und ein wunderschönes Wochenende euch allen,

Monika
08 Sep 2009 13:33 #5961 von KeepOnSmiling
Hallo Monika,

vielen Dank für Deinen Beitrag und die darin enthaltenen Denkanstöße & Bestätigungen.

Gerade auch Dein Hinweis, dass die Sicht des Beobachters gerade auch die Selbstbeobachtung einschließt, ist ein Gedanke, den ich ab und an schon mal vergesse ;)

Ich lese gerade zum X-ten "Wu Wei" von Laotse.
Wu Wei hat wörtlich übersetzt die Bedeutung Nicht-Handeln und ich denke immer wieder, dass das auch sehr viel mit der Sicht des Beobachters zu tun hat...

Ich zitiere einfach mal die Rückseite des Umschlages dieses kleinen Büchleins:

Diese Novelle über Kunst, Liebe und Tao führt zur Erkenntnis dessen, was Laotse asl Wu-Wei - >Nichthandeln< bezeichnet. Diese uralte Lebensweisheit ist nicht gewöhnliche Untätigkeit oder bloßes Müßiggehen mit geschlossenen Augen, sondern die Befreiung von weltlicher Geschäftigkeit, von Begierden und Sehnsüchten nach all den Unwirklichkeiten des Lebens. Wu Wei ist eine kraftvolle Bewegung der Seele, die aus dunkler Körperhaftigkeit und Schwere befreit werden muss wie ein Vogel aus seinem Käfig. Wu Wei ist das Handeln in allen Wirklichkeiten des Lebens.


Besonders empfinde ich die Hinweise gegen Ende des Buches, dass es nicht schlimm, sondern ganz normal ist, in jungen Jahren (im Chinesischen also unter 60) diese Fähigkeit und Einstellung noch nicht perfektioniert zu haben :dry:

KeepOnSmiling
:cheer: lliKöhl
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