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Unsicherheit und Gewalt enden, sobald wir eine innere Verbindung mit der göttlichen Energie verspüren, eine Verbindung, die von den Mystikern aller Schulen geschildert wurde. Einer der Maßstäbe für die Existenz dieser Verbindung ist ein Gefühl der Unbeschwertheit und der Tatenfreude sowie ein konstantes Gefühl der Liebe. Sind diese Zeichen gegeben, so ist die Verbindung mit der göttlichen Energie echt, sind sie es nicht, handelt es sich dabei lediglich um eine angenommene Verbindung.

Die Sicht des Beobachters / Meine Einstellung

02 Okt 2009 13:29 #6151 von Schelm
Was sonst, als ein Schelm sollte Gott denn sein, liebe Leute?

Wenn er all das, was hier auf der Erde so abgeht ernst nehm würde, hätte er sicherlich wieder mal die Apocalypse solgelassen oder sich eine göttliche Kugel in den Kopf gejagt, oder?

Ich bin davon überzeugt, Gott hockt an einem kosmischen Strandbad und lacht sich eins, weil wir kleinen Menschlein uns viel, VIEL, V I E L zu Ernst nehmen!

Von Gott, Buddha, Allah & Co. können wir eine Menge lernen!

FrecheGrüße
Euer Schelm, der Rainer
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04 Okt 2009 11:15 #6164 von Taika
Hallo, ihr Lieben,

ich bin alles andere als Bibelfest, weil ich sie nicht ein einziges Mal gelesen habe. Aber das, was ich so mitbekam - im Religionsunterricht oder in der Kirche - hat all meinen Gefühlen entgegengestanden. Ich konnte nicht an diesen strafenden, drohenden Gott glauben. Für mich war Gott immer Liebe, eine Liebe, die ich nie in Worte fassen konnte. Glaubt man den Schriften der Religionen, kann man gar nicht anders als in Angst leben. Wie soll da noch Entfaltung und Entwicklung möglich sein? Ich denke, dass nicht Gott die Menschen erschaffen hat - sondern die Menschen Gott. Und zwar nach ihrem Ebenbild mit all ihren fordernden Eigenschaften.

Ein schönes Beispiel habe ich zum Beichten: Als Kind stand ich vor dem Beichtstuhl und war mir nicht einer "Sünde" bewusst. Also was tat ich? Ich habe im Beichtstuhl irgendwas zusammengelogen, um etwas zum Beichten zu haben... Schon seltsam, aber ich bin froh, dass es mich nicht belastet hat...

Ich lehne diese Institution Kirche für mich völlig ab, denn mir ist es nicht möglich, an etwas zu glauben, was von Menschen, die immer ihren eigenen Vorteil im Auge hatten, umgeschrieben und manipuliert wurde - z.B. wie die Bibel. Darin wird Gott auch nicht gerade als der neutrale, nicht bewertende Beobachter geschildert.
Bereits als Kind habe ich mich gegen den Kirchgang gewehrt, weil ich die Falschheit spürte. Das alles hat sich nicht mit meinen Gefühlen, mit meiner Intuition gedeckt. Mit der Zeit hat sich mein eigener Glaube entwickelt, ich bin schon lange vollkommen weg von der Vorstellung eines Gottes mit Bart und der Gestalt des Menschen, der drohend den Finger erhebt.
Ich glaube nicht daran, dass es ein Wesen gibt, das sich auch nur die geringsten Gedanken darüber macht, was hier bei uns (oder sonst auf irgendeinem Planeten) so geschieht. Alles strebt nach Entwicklung, Expansion und Vollkommenheit, egal, wieviele Umwege wir Menschen machen.


Ich glaube, jetzt habe ich das Thema völlig verfehlt, aber das waren meine Gedanken - und vielleicht habe ich euch einfach in Bezug auf den "Beobachter" Gott mißverstanden ;-)


Liebe Grüße,

Monika
04 Okt 2009 12:49 - 04 Okt 2009 12:51 #6166 von Nirvana
Hallo Monika Taika,

ich glaube Du hast das Thema nicht verfehlt, weil Du sehr gut erklärt hast, warum Du die Kirche abgelehnst.

Gerade die christliche, katholische Kirche hat durch all ihre Bewertungen, Vorverurteilungen und die tatsache, dass wir alle (nach Meinung der Kirche) mit Schuld bladen sind, das Bild des liebevollen Gottes, der die Sicht des Beobachters übt, verrraten.

Auch ich sehe das religiösche Bild eines Gottes als Beobachter, als liebevolle Energie, die uns allen Ruhe und Frieden bietet, wenn wir bereit sind, diese auch bewertungs- und voruteilsfrei anzunehmen.

Monika Du hast sehr deutlich gemacht, was passiert, wenn wir (wie die Kirche) zu sehr beurteilen, von eigener oder fremder Schuld sprechen: Wir stossen einander ab und stumpfen ab.
Kein schöner Gedanke.

Ich stimme Dir zu, ein Wesen, dass sich um die Entwicklungen hier auf der Erde kümmert gibt es nicht!
Es gibt nur die Einheit von allem hier, eine Einheit mit so viel schöpferischer und liebevoller Energie, die sich gerne selbst dabei liebevoll beobachtet, was sie alles hervorbringt!

LiebeGrüße
Dirk Nirvana
Folgende Benutzer bedankten sich: Schelm
04 Okt 2009 18:33 #6171 von Miakoda
Für mich ist Gott eine Quelle aus der Energie fliest, und zu der alle Energie wieder zurück kehrt. Was wir auf dieser Ebene daraus machen bleibt uns überlassen. Wir haben aber mit der Kausalität (vielleicht haben wir sie auch erfunden) rechnen.
Wenn ich andere beobachte kann ich nur mich selber beobachten. Alle Gedanken und Wertungen die aus der Beobachtung kommen sind nur ich so bewerte ich mich,
was mich ab und zu doch sehr erschreckt.

Lieben Gruß Miakoda
22 Okt 2009 19:34 - 22 Okt 2009 19:35 #6346 von Nirvana
Hallo Miakoda,


das Bild von Quelle, wie Du es beschreibst, finde ich sehr gut.


Genau wie im Tao von Laotse, in dem beschrieben wird, dass die Quelle, der Fluss, dass Meer und die Wolken, aus denen es regnet eins sind, empfinde ich mich als Teil eines Kreislaufes (Gott?) und wenn ich meine Umwelt und Ereignsse beobachte, beobachte ich letztendlich auch mich selbst dabei.


Das Erschrecken, dass ich mich selbst in anderen wiedererkenne, wenn ich mich über sie ärgere, kenne ich. Wenn ich mit dem Finger auf andere zeigen, zeigen immer auch 3 Finger meiner Hand auf mich selbst, nicht wahr?


Einfach zu beobachten, ohne zu urteilen oder zu belehren, sondern nur daraus zu lernen, ist eine Übung, in der wohl nie eine endgültige Meisterschaft erreicht werden kann?


Liebe Grüße
Dirk Nirvana
23 Okt 2009 22:35 #6359 von planetjanet
Aloha ihr Lieben,

wir waren in diesem Thema auch bei der Gleich-gültigkeit. Beim nochmaligen lesen ist für mich alles Gleich-wertigkeit. Wir bewerten, dass liegt in unserer Natur. Für mich ist es die Übung darin, zu erkennen, dass das Beobachtete im ersten Moment neutral als gleich-wertig zu betrachten und es in mir aufzunehmen und auch anzunehmen. Es ist ein Teil von mir. Sonst wäre mein Fokus weniger auf diese Beobachtung gerichtet ;)
Alles ist gleich-wertig.
Ich für mich bewerte dann positiv oder negativ oder lasse es sein oder der Möglichkeiten sind gar viele ;)


Alles Liebe

Jeanette
Moderatoren: Martin