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Unsicherheit und Gewalt enden, sobald wir eine innere Verbindung mit der göttlichen Energie verspüren, eine Verbindung, die von den Mystikern aller Schulen geschildert wurde. Einer der Maßstäbe für die Existenz dieser Verbindung ist ein Gefühl der Unbeschwertheit und der Tatenfreude sowie ein konstantes Gefühl der Liebe. Sind diese Zeichen gegeben, so ist die Verbindung mit der göttlichen Energie echt, sind sie es nicht, handelt es sich dabei lediglich um eine angenommene Verbindung.

"Über die AKzeptanz anderer..."

23 Nov 2009 07:15 #7074 von Marion
Guten Morgen Miakoda,

man braucht keine Worte nur der Blick genügt um das Strahlen zu sehen und zu spüren. Dadurch geben sie uns so viel. Man sieht die Welt plötzlich mit anderen Augen. Auch ein Blinder spürt mit all seinen Sinnen aber auch mit seinem Herz. Jede Regung seines Gegenübers wird für ihn deutlich spürbar. Man sollte manchmal blind sein um "richtig Sehen" zu lernen.

Alle die von der Norm abweichen sind Wegweiser unserer Zeit.

Maria
23 Nov 2009 19:04 - 23 Nov 2009 19:19 #7106 von Schmetterling
Miakoda schrieb:

Zu so gesagten Behinterten Menschen kann ich was erzählen. Ich hatte einpaar We. damit verbracht mit "körplich und geistig Behinterten Menschen" zu verbringen, sie in den Rollstuhl zu packen und Spazieren zu gehen. Am ersten Tag als ich da mit machte war es zuerst für mich fruchtbar, die Menschen gafferten man konnte sie nicht richtig verstehn, oh Gott zu was habe ich mich da eingelassen, es ekelte mich den Gaffer weg zu wischen. Nun ja ich war da und dachte irgendwie geht es schon. Als wir dann unterwegs waren und ihre die Augen vor Freude strahlten, war der Ekel weg und ich brauchte sie auch garnicht richtig verstehn. Ihre Augen sagten mehr als tausent Worte. Ich die am Anfang über den "Behinterten" stand lernte von ihnen, sie zeigten mir vieles das ich bis heute dankbar bin das ich sie kennen lernen durfte.

Lieben Gruß Miakoda


Hallo Ihr Lieben,

liebe Miakoda, auf Deinen Beitrag hin kam mir ein sehr bewegendes Kapitel aus dem Buch "Der Tod - Brücke zur Ewigkeit" von N. M. Norman in den Sinn, das ich gerne hier in voller Länge wiedergeben möchte.

Behindert geboren - Ein Plan Gottes?

Warum werden Kinder behindert geboren? Bevor man diese Frage zu beantworten versucht, sollte man sich zuerst die Frage stellen, was man unter einer Behinderung versteht.
Wer ist wann, warum und in welcher Weise behindert? Oder kann es sein, dass all diejenigen, die denken „normal“ zu sein, „behindert“ sind?

Sollte man diese Frage nicht vielleicht anders formulieren? Wer ist in den Augen des Schöpfers „behindert“? Betrachten Sie die Tatsache einer Behinderung einmal von einer anderen Seite: Wenn man wirklich lernt, mit einem behinderten Kind umzugehen, und es nicht als „Strafe“ oder „Schicksalsschlag“, sondern als Aufgabe sieht, mit diesem Kind zu leben, es zu lieben und es zu beschützen, dann kann man mit ihm genauso viel erleben wie mit einem „normalen“ Kind.

Gerade „behinderte“ Kinder können eine Herzenswärme und Lebenslust ausstrahlen, die die Ausstrahlung der ohne Behinderung geborener Kinder großteils in den Schatten zu stellen vermag. Familien mit behinderten Kindern sind oft lebensfroher, da sie sich wirklich über Kleinigkeiten freuen. Jeder noch so kleine Fortschritt des Kindes ist eine Freude für die ganze Familie. Jedes Kind hat Gefühle; ob behindert oder nicht.

Vielleicht liegt es ja auch in Gottes Ermessen, indem er die Menschheit „prüfen“ will, wie menschlich sie noch ist. Denn nur solange wirklich JEDER Mensch, ungeachtet einer körperlichen oder geistigen Einschränkung, geliebt wird, solange dürfen wir uns Menschen nennen. Außerdem dürfen wir nie vergessen: Die Seele ist immer vollkommen. Sie kann ALLES wahrnehmen; auch wenn dem Körper Einschränkungen auferlegt wurden.

Könnte es nicht auch sein, dass sich diese Kinder, so unglaublich es auch klingen mag, ihr Los selbst ausgesucht haben? Ihre Seelen sind vollkommen intakt. Sie nehmen dieses schwere Los bewusst auf sich, um dadurch dem eigenen Bewusstsein die Möglichkeit zu geben, an dieser Erfahrung zu wachsen, um dadurch ein gestärktes Fundament zu schaffen und im nächsten Leben auf dieses Wissen und dieser Erfahrung aufbauen zu können.

Dr. Elisabeth Kübler-Ross führt in ihrem Buch „Über den Tod und das Leben danach“ folgenden Bericht an:

In einer meiner einwöchigen Arbeitsgruppen, bei denen alle Teilnehmer zusammen wohnen, befand sich auch eine junge Frau. Sie hatte nicht den Tod eines Kindes zu beklagen, aber sie hatte oft einen solchen Tod in kleinen Schritten zu durchgehen gehabt, was für sie ungeheuer schwer war. Als sie nämlich ihr zweites Kind zur Welt brachte, ein Mädchen, nach dem sie sich sehr gesehnt hatte, teilte man ihr in einer unmenschlichen Weise mit, dass ihr Kind im höchsten Maß geistig zurückgeblieben sei und sogar niemals fähig sein würde, sie als Mutter zu erkennen. Kaum war sie sich ihres Schicksals bewusst geworden, als sie auch noch ihr Mann verließ. Sie sah sich nun allein mit ihren zwei Kindern zurückgelassen, ohne über ein Einkommen oder sonstigen Beistand zu verfügen. Zuerst leugnete sie energisch alles ab. Dann wandte sich ihr ganzer Zorn gegen Gott. Sie verfluchte ihn, dann verleugnete sie seine Existenz, bis sie ihn schließlich mit den gemeinsten Schimpfwörtern bedachte. Dann versuchte sie mit ihm zu verhandeln: „Wenn mein Kind doch wenigstens etwas lernen könnte, wenn es doch zumindest mich als Mutter erkennen würde.“ Doch schließlich erkannte sie eine tiefere Bedeutung darin, dieses Kind haben zu dürfen. Und ich möchte Ihnen nun ganz einfach erzählen, wie sie ihr Problem löste:

Es begann ihr klar zu werden, dass NICHTS im Leben dem bloßen Zufall unterliegt. Sie betrachtete nun öfter ihr Kind und versuchte herauszufinden, welchen Sinn wohl solch ein unvollkommenes Wesen hier auf Erden haben könnte. Sie löste das Rätsel. Wie sie es löste, geht aus einem von ihr verfassten Gedicht hervor. Darin identifiziert sie sich mit ihrem Kind, das zu seiner Patentante spricht, weshalb sie dem Gedicht auch die Überschrift gab:
Für meine Patentante

Ich weiß, dass du etwas Besonderes bist.
Du hattest viele Monate auf meine Ankunft gewartet.
Du warst damals zugegen und sahst mich,
als ich nur wenige Minuten alt war.
Und du wechselst meine Windeln, als ich erst wenige Tage zählte.

Du hattest dir in deinen Träumen ausgemalt,
wie dein erstes Patenkind wohl sein würde.
Es sollte genauso etwas Besonderes sein wie deine Schwester.

Deine Gedanken begleiteten mich schon in die Schule, auf die Universität und zum Traualtar.
Was würde aus mir werden?
Eine Ehre für solche, die mich haben durften?

Doch Gott hatte andere Pläne für mich zurechtgelegt. Ich bin nur ich.
Niemals hatte jemand geäußert, ich sei etwas Wertvolles.
Ich werde für alle Zeit ein Kind Gottes bleiben.
Ich bin glücklich.
Ich liebe alle und alle lieben mich.
Ich vermag nur wenige Worte hervorzubringen.

Aber ich kann mich verständlich machen und verstehe Zuneigung, Wärme und Liebe.
In meinem Leben gibt es einige ganz besondere Menschen.
Manchmal sitze ich da und lächle vor mich hin und manchmal weine ich.
Ich möchte wohl gerne wissen, warum?
Ich bin glücklich und werde von einigen Menschen geliebt.

Ich kann niemanden weh tun.
Ich kann nur lieben.
Und vielleicht benötigt Gott einige Kinder, die ganz einfach nur lieben.

Erinnerst du dich daran, als ich getauft wurde?
Du hieltest mich und hofftest, dass ich nicht schreien würde und dass du mich nicht fallen lassen würdest.
Aber nichts dergleichen geschah und es war ein glücklicher Tag.
Bist du darum meine Patentante?

Ich weiß, du bist sanft und warm und kosest mich. Doch in deinen Augen befindet sich etwas ganz Besonderes.
Ich erblicke deine Liebe darin und empfinde diese Liebe auch von anderen.

Ich muss etwas Besonderes sein, so viele Mütter haben zu dürfen.
Ich werde auf keinen Fall vor den Augen der Welt erfolgreich sein können.

Aber ich verspreche dir etwas anderes, was nur sehr wenige Leute können.

Da ich von allem nur die Liebe, das Gutsein und die Unschuld kenne, wird uns beiden, liebe Patentante, die Ewigkeit gehören.

Dies ist dieselbe Mutter, die noch einige Monate vorher am Leben verzweifelte. Ich hoffe, Sie haben die Wandlung dieser Frau wahrgenommen. Dies ist es, was mit allen geschieht, die willens sind, alle Dinge des Lebens wie zwei Seiten einer Münze zu betrachten. Nichts hat nur eine Seite. Selbst wenn jemand todkrank darniederliegt, große Schmerzen hat und sich niemand ihm zuwendet, dem er sich anvertrauen könnte; selbst wenn er glaubt, dass der Topd ihn mitten aus dem Leben holen wolle, wo er noch nicht einmal begonnen hat, richtig zu leben, selbst dann schaue er auf die andere Seite der Münze…

Alles Liebe.

Natali
24 Nov 2009 01:26 #7114 von Miakoda
Natali, Du hast das in Worte gefast, was ich im Herzen gelernt habe.

Lieben Gruß Miakoda
24 Nov 2009 06:24 #7115 von Marion
Guten Morgen Ihr Lieben,

dieses Gedicht ist der Inbegriff der Liebe und des Lebens. Man wächst daran und geht gestärkt daraus hervor.

Alle Fügungen sind Gottes Leitfaden und führen uns zurück in das wahre Sein.

Maria
24 Nov 2009 09:02 #7120 von Manni
Guten Morgen zusammen!

Letzte Woche hat mich das Universum wieder mal etwas gelehrt, wovon ich euch gerne berichten möchte.

Im laufe meines Lebens habe ich immer öfter die Erfahrung machen müssen, dass ich mich auf andere Menschen einfach nicht verlassen kann. wann immer ich ihnen vertraute, wurde ich enttäuscht. Also ging ich mehr und mehr dazu über sie zu kontrollieren. Doch dies führte zu immer mehr Enttäuschungen und so fing ich an alles selbst in die Hand zu nehmen und mich eben nicht mehr auf andere zu verlassen. :S

Bald stieß ich an Grenzen, wo ich mit meinem Latein am Ende war und doch wieder die Hilfe andere Leute benötigte. Ich versuchte diese Defizite auszuräumen und bald erkannte ich, dass ich kein Übermensch bin und alles kann. Es blieb mir also nichts anderes übrig, als doch hier und da loszulassen. :unsure:

So kam es nun, das mein Bürorechner streikte und je mehr ich daran selbst rumbastelte, um so schlimmer wurde es. Am Ende ging überhaupt nichts mehr und ich musste das ganze System neu aufsetzen. Selbst das wollte mir auf einmal nicht mehr gelingen, obwohl ich es in all den Jahren schon unzählige male erfolgreich geschafft hatte. :angry:

Bevor ich nun diese Kiste aus dem Fenster warf, griff ich dann doch zum Telefon und rief einen EDV-Techniker an. Ihm musste ich nun blind all meine Daten und das ganze System anvertrauen und war völlig überrascht, wie schnell er es wieder zum Laufen brachte. Nach gut einer Stunde war der Ärger von einer ganzen Woche ausgestanden und ich hatte ein völlig sauberes und super funktionierendes System auf diesem Rechner. B)

Ich lud ihn danach noch zum Essen ein, während die Datensicherung zurück auf den Rechner gespielt wurde. Leider musste es erst so hart für mich kommen, bis ich bereit war, einem anderen Menschen wieder so weit zu vertrauen und zu akzeptieren, dass er auf diesem Gebiet sehr viel besser ist als ich. :silly:

Sicher gibt es noch sehr viel mehr Dinge, von denen ich genau so loslassen könnte. Selbst wenn andere Menschen diese Dinge anders tun als ich, kann ich es doch auch akzeptieren. Wichtig ist das Ziel und das lässt sich eben oftmals viel schneller erreichen, wenn man die Energien bündelt. :woohoo:

Mit erleichterten Grüßen
Manfred
Moderatoren: Martin