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Unsicherheit und Gewalt enden, sobald wir eine innere Verbindung mit der göttlichen Energie verspüren, eine Verbindung, die von den Mystikern aller Schulen geschildert wurde. Einer der Maßstäbe für die Existenz dieser Verbindung ist ein Gefühl der Unbeschwertheit und der Tatenfreude sowie ein konstantes Gefühl der Liebe. Sind diese Zeichen gegeben, so ist die Verbindung mit der göttlichen Energie echt, sind sie es nicht, handelt es sich dabei lediglich um eine angenommene Verbindung.

Das höhere Selbst und der Hl. Geist

02 Okt 2009 09:19 #6134 von Elefine
Hallo zusammen,

gestern Abend kam mir in meiner Stillen Zeit ein Gedanke, der mich seitdem beschäftigt. Ich las da in der Bibel, daß Jesus uns den heiligen Geist geschickt hat, damit wir jederzeit die passenden Worte parat haben.
Nun finde ich immer mehr Parallelen zu dem, was in den Prophezeiungen über das höhere Selbst steht: die Besinnung auf das Schöne, Worte, die aus mir fließen, die ich nie so gesagt hätte, die Verbindung untereinander in Liebe...

Wie seht Ihr das? Gehört beides zusammen, oder ist es besser, sie getrennt zu sehen? Oder sehe ich das "nur" so aus meinem christlichen Glauben heraus?

Bin schon neugierig auf Eure Antworten.

Liabs Grüßle

Antje
02 Okt 2009 09:38 #6137 von KeepOnSmiling
Hallo Antje,
liebe Community,

ein schöner Gedanke, den Du da aufgreifst, Antje!

In den Prophezeiungen von Celestine wird von einer "allumfassenden" Energie gesprochen, die alles Leben und Dasein umgibt und miteinander verbindet. Und es wird dargestellt, dass wir Menschen in jüngster Vergangenheit die Verbindung zu dieser Energie verloren haben.

Diese "allumfassende" Energie wurde auch schon von vielen Wissenschaften beschrieben und in allerlei Religionen aufgegriffen. Es gibt Bilder vom kollektiven Unterbewußtsein, vom Heiligen Geister, Nirvana und und und...

Ich denke alles gehört zusammen und sollte auch als Einheit (früher oder später) erkannt werden. Allerdings ist es so, dass meist die Einzelteile getrennt voneinander erfahren, gelebt und wahrgenommen werden müssen, um das "große Ganze" darin/darum zu erkennen.
Zum Beispiel könnten wir nicht wissen, was ein Wald ist, ohne vorher zu wissen, was ein einzelner Baum ist...

So ist für mich der Heilige Geist die Summe, die Einheit aller "Geister" die auf unserer Erde exisitieren und wenn ich es schaffe, zu dieser Gesamtheit eine Verbindung aufzubauen, dann bin ich z.B. in Liebe mit allem und jedem verbunden.
Dieses Gefühl wird in der Prophezeiungen von Celestine mehrfach beschrieben, wenn die Personen sich untereinander und aufeinander konzentrieren, sprechen oder als John (wie er im Film hieß) vor den Soldaten auf der Flucht ist und kurzfristig "unsichtbar" wurde...

Ich habe mich schon sehr früh von der Religion verabschiedet. Und heute merke ich, dass jede Religion sehr schöne Bilder und Metaphern hat, uns Menschen komplexe Zusammenhänge einfach zu erklären... Zum Beispiel das Bild vom Heiligen Geist!

KeepOnSmiling
:) lliKöhl
02 Okt 2009 10:30 #6143 von Rita
Hallo Antje,

ich bin katholisch erzogen und als Kind war ich "schwer" katholisch. Als Teenager habe ich in dieser Glaubensrichtung allerlei Ungereimtheiten, Sinnloses und auch Grausames entdeckt und bekam das Gefühl, dass Gott SO nicht ist. Ich fing an, zu hinterfragen, und bin damit in der Kirche und Gemeinde ganz schwer auf Unwillen und Unmut gestoßen. Als junge Frau begegneten mir immer wieder Menschen, die mir eine andere Sichtweise der Dinge eröffneten und ich hatte dann sehr schnell mit der Amtskirche abgeschlossen. Denen konnte ich nichts mehr glauben und nahm ihnen übel, dass sie mir soviel gutes und wichtiges Wissen vorenthalten hatten.
Um nun die Kurve zu deinem Thema zu bekommen - ich glaubte als Kind an die Dreifaltigkeit als an drei separate "Institutionen". Erst sehr viel später habe ich für mich entdeckt, dass alles EIN Geist, EINE Harmonie, EINE Energie ist. Ich kann mich allen Dreien gleichermaßen "bedienen" und es macht für MICH keinen Unterschied. Es ist für mich EINE Energie, mit der ich ständig verbunden bin. Ich darf nur von mir aus nicht die "Leitung" dorthin verstopfen.

Lieben Gruß von
Rita
02 Okt 2009 13:16 #6147 von Martin
Liebe Antje,

wir alle sind Teil der EINEN UNIVERSELLEN INTELLIGENZ. Wir haben es nur vergessen.
Ich selbst verstehe den Heiligen Geist daher als einen Aspekt des Göttlichen, zu dem wir einen umso klareren Zugang erlangen können, je mehr wir uns an unsere URSPRÜNGLICHE QUELLE erinnern.

Es ist also nichts, dass von Außen zu uns kommt, sondern etwas, das bereits in uns selbst ist, und das wir nur wieder wahrzunehmen lernen müssen.

Wann immer Du in die Ruhe gehst, Dich tief ins Innere Deines Herzens, in die unendliche, universelle Liebe begibst, wirst Du diese Stimme, DEINEN HEILIGEN GEIST hören, klar und deutlich. Es ist dies ein Aspekt Deiner eigenen Seele, der gleichzeitig ein Teil des Ganzen, ein Teil des Universellen Gottes ist.

In der spirituellen Arbeit sprechen wir von der ICH BIN ÜBERSEELE oder von der ICH BIN GOTT GEGENWART. Wir können es lernen (oder besser gesagt: Uns daran erinnern), wie wir bewusst in Kontakt mit dieser Ebene gelangen und bleiben können und so immer mehr direkt aus einem Göttlichen Bewusstsein heraus handeln können.

Alles Liebe

Martin
02 Okt 2009 22:04 - 02 Okt 2009 22:07 #6157 von Elefine
Hallo zusammen,

vielen Dank für Eure Antworten. Ihr habt mich auf meinem Weg bestätigt.

Ich bin evangelisch mit einem (scheinbar) strafenden Gott aufgewachsen, der sehr viele Regeln und Normen aufstellte.
Seit einem Nahtod-Erlebnis in meiner Kindheit weiß ich tief in mir, daß dort drüben eine allumfassende Kraft ist mit einem unendlichen Schatz an Liebe. Dies ließ mich nicht so recht an den bösen Gott glauben.
Erst später im Erwachsenenalter durfte ich Menschen, Bücher... begegnen, die mich immer wieder ein Stück weiterbrachten auf meinem Weg zu (m)einer freien, gelebten Religion. So entdeckte ich viele Gemeinsamkeiten mit (mir damals) fremden Religionen. Ich sehe das auch so, daß wir nur voneinander lernen und profitieren können, weil schließlich alles in eine Wahrheit mündet.

Bei Gedanken und Erkenntnissen, die mir neue sind, bin ich anfangs halt noch etwas am zweifeln, ob das so richtig ist, ob das so sein darf. Da fällt es mir auch noch schwer, den Kontakt zu diesen Ebenen, von denen Martin schreibt, aufzubauen und zu halten.

Ich merke schon (wie es in dem bekannten Lied so schön heißt): "Dieser Weg wird kein leichter sein!", aber es lohnt sich.

In diesem Sinne wünsch ich Euch noch einen schönen Abend

Liabs Grüßle

Antje
Moderatoren: Martin