Lieber Gast. Du befindest dich im alten Forum der Celestine Community. Ein Teil des Forums ist öffentlich. Mitglieder, die sich bis 2016 registriert haben, können sich weiterhin einloggen und den Mitgliederbereich betreten.

Unsere neue Community ist nun online. Wir laden dich herzlich ein, dich mit uns auf unserem Campus zu vernetzen.

Zur neuen Community

×

Hinweis

Das Forum ist schreibgeschützt.

× 5. Erkenntnis - Die Verbindung wird wiederhergestellt:
Unsicherheit und Gewalt enden, sobald wir eine innere Verbindung mit der göttlichen Energie verspüren, eine Verbindung, die von den Mystikern aller Schulen geschildert wurde. Einer der Maßstäbe für die Existenz dieser Verbindung ist ein Gefühl der Unbeschwertheit und der Tatenfreude sowie ein konstantes Gefühl der Liebe. Sind diese Zeichen gegeben, so ist die Verbindung mit der göttlichen Energie echt, sind sie es nicht, handelt es sich dabei lediglich um eine angenommene Verbindung.

Liebe deinen nächsten...

13 Dez 2009 17:57 #7634 von Barbara
Hallo ihr Lieben,

vielen Dank für die tollen Antworten. Die werde ich nun auch wieder erstmal wirken lassen. Mal schauen wie lange es dauert, bis sie sich gesetzt haben :-)

Alles Liebe
Barbara
22 Nov 2011 08:45 #15976 von Manni
Hallo ihr Lieben,

nach nunmehr zwei Jahren greife ich dieses Thema erneut auf, weil es mich gerade arg beschäftigt.

Es wurde ja gesagt, dass ich mich selbst mehr lieben müsse, um meinen Nächsten überhaupt lieben zu können. Nun, bei mir war es wohl genau umgekehrt. Völlig selbstlos habe ich immer anderen menschen geholfen, für sie Liebe empfunden und war innerlich erst befriedigt, wenn es mir gelang ihnen das zu geben, wonach sie sich sehnten. Dabei blieb ich selbst völlig auf der Strecke.

Ich wollte auch keine Anerkennung oder habe erwartet, dass mir auch geholfen wird, wenn ich Hilfe brauchte. Vielmehr habe ich mir immer selbst geholfen und getan was ich für richtig hielt. Aber ich konnte auch nicht behaupten, dass ich mich selbst geliebt hätte.

Das sollte ich dann erst einmal lernen und als ich das tat, genoss wie es sich anfühlte und immer erst einmal an mich dachte, bevor andere dran kamen, wurde das wie eine Sucht für mich. Andere Leute waren mir plötzlich völlig egal und wenn sie Hilfe brauchten ging mich das nichts mehr an. Ich ließ sie links liegen usw.

Inzwischen ist es schon so weit, dass ich andere Menschen beginne zu hassen. Ich kann sie einfach nicht mehr leiden und mich stört was sie tun oder auch nicht tun. Das macht mich richtig krank und dann gefalle ich mir selbst auch nicht mehr. Ich möchte so nicht weiter leben und das wieder ändern.

Doch es geht nicht, weil ich nur noch sehe, was sie besser nicht tun sollten oder was ich alles tun müsste, um das nicht mehr zu sehen. Ich muss mich sehr zurückhalten, dass ich diese Menschen nicht andauernd auf diese Dinge hinweise. Am besten ich schließe meine Augen und Ohren und halte mir die Nase zu usw. Ich möchte es nicht mehr wahrnehmen, wie sie sind und was sie tun, weil ich es nicht ertragen kann. Und dabei bin ich mir selbst doch viel wichtiger, denn ich möchte Frieden haben und in Harmonie mit meiner Umwelt leben. Selbst für Liebe ist kein Platz mehr, weil es meine Energie ist, die mir dabei verloren geht.

Wie kann ich mich denn über einen Menschen freuen, der die Haustür offen stehen lässt, seinen Hund auf dem Parkplatz die Notdurft verrichten lässt und sich dann bei mir beschwert, wie andere Leute dort ihre Autos parken und dass keiner die Wege sauber hält??? Ich könnte ihm sarkastisch antworten, dass ich mich über seine Sicht der Dinge sehr freuen würde, weil sie mir neue Perspektiven eröffnet an die ich bislang noch nicht gedacht habe!

Und so geht es mir ständig. Offenbar ist dies eine neue Aufgabe für mich, solche Menschen in mein Herz zu schließen und Gott für ihre Schöpfung dankbar zu sein. Ich kann von ihnen noch viel lernen und mich selbst dann auch bewundern, was ich für Fähigkeit hinzugewonnen habe. Nee, das geht überhaupt nicht und ich bleibe besser in meinen eigenen vier Wänden, gehe nicht mehr raus, damit ich keinen Menschen mehr sehen muss und schalte weder ein Radio noch einen Fernseher ein, weil mich das was ich da zu hören und sehen bekomme auch nur wieder aufregt. Und den PC müsste ich auch aus lassen, um meinen inneren Frieden wieder zu finden.

Ich bin insofern nun völlig aus meiner Mitte gekommen und finde eigentlich nur noch Frieden bei den Tieren, die all diese Probleme einfach nicht haben. Sie kennen keine Geschäftemacherei und ziehen auch nicht über andere her usw. Sie leben einfach und sind mit wenig voll zufrieden. Auch die Natur muss sich mit solchen Dingen nicht rumplagen, denke ich. Sie kann sein, wie sie ist.

Ich möchte auch einfach nur sein wie ich bin und mein leben leben! Warum muss ich mich bloss so quälen? Ich könnte doch wieder völlig selbstlos auf andere Menschen zugehen und etwas für sie tun! Warum denke ich jetzt immer gleich an mich und was ich davon habe? Ich möchte so nicht denken und ich möchte mich auch nicht über andere Menschen ärgern, was sie tun oder was sie nicht tun. Ich könnte auch unendlich viel arbeiten für andere Menschen ohne dafür bezahlt zu werden, wenn ich selbst nichts mehr bezahlen müsste. Auch hier stecke ich in einer Mühle drin, aus der ich einfach nicht raus komme. Das ganze System, welches die Menschen aufgestellt haben, geht mir voll gegen den Strich und ich möchte nicht mehr Teil dessen sein.

Und so hoffe ich auf 2012, dass sich die Prophezeiung erfüllen möge und dieses Leben hier endlich ein Ende hat.
Folgende Benutzer bedankten sich: Marlene, Shalea, Uta
22 Nov 2011 09:22 #15977 von Shalea
Lieber Manniman,

vielen Dank, dass Du Dich so authentisch mitteilst und für Deine Ehrlichkeit.
Auch ich hatte mal diese Phase :sick: und kann verstehen wie Du Dich fühlst...

Wie Du schreibst, warst Du lange Zeit zu selbstlos...
Möglicherweise ist dadurch ein so großes Ungleichgewicht entstanden, dass das "Pendel" jetzt erst mal in das andere Extrem ausschlagen muß, um am Ende wieder ins Gleichgewicht zu kommen...

Mir hat damals die Natur geholfen...ja und Tiere...um in mir wieder in die Mitte, in Gleichgewicht und Frieden zu kommen...

Und meine Umwelt war mir ein super "Barometer" war mein Inneres betraf...
Bin ich mehr im Frieden, spiegelt mir das auch plötzlich wieder meine Umwelt...
ja, auch die Menschen. Nicht unbedingt, weil der "böse" ;) Nachbar sich verändert, sondern weil vielleicht plötzlich mehr spirituelle und liebevolle Menschen meinen Weg kreuzen...

Ja, ich habe es tatsächlich wie im Buch erlebt...sie beginnen quasi zu "leuchten"
und dann kann es sogar passieren, dass da plötzlich ein belangloser Wortwechsel mit dem "bösen" Nachbarn eine andere Wendung bekommt, weil ich gerade "leuchte"...
und ich kann plötzlich sehen, dass bei dem da drinnen auch Licht ist, dass eigentlich leuchten möchte...

Wenn Du einen Platz hast, wo Du Frieden tanken kannst, geh öfter hin...
Tue am besten alles was Dir Frieden bringt...
und bleibe dabei so ehrlich mit Dir selbst...
und es wird sich wieder verändern...das "Pendel" findet seine Mitte, seinen Ausgleich...
und Dein Frieden wird mehr und mehr...

Hab ich selbst erlebt :)

Lieben Gruß
Sabine
Folgende Benutzer bedankten sich: Manni, Marlene, kathrinro, Uta
22 Nov 2011 10:35 #15978 von Manni
Danke Sabine

Ja, ich versuche auch wieder öfter die Blume am Wegrand zu sehen und mich daran zu erfreuen. Am Wochenende habe ich sogar zwei Gänseblümchen gefunden und den Hundehaufen daneben fast übersehen. ;)

Ich muss nur aufpassen, dass mir die negativen Dinge nicht immer so auffallen und dass ich mich vor allem an die positiven mehr erinnern kann. :huh:

Herzlichen Dank
Manfred
Folgende Benutzer bedankten sich: Marlene, Shalea, Uta
23 Nov 2011 08:12 #15992 von planetjanet
Lieber Manfred,

nach langer Zeit fühle ich mich durch deinen Beitrag angesprochen :)

Schön, wie Du Dich beschreibst ... und ich kann mich durchaus darin wieder erkennen und mich an diese Ent-Wicklungs-Phase erinnern ;)
Kann es sein, dass du vielleicht Selbst-Liebe mit Selbst-Verantwortung verwechselst?
Mir stellte es manchmal regelrecht die Haare zu Berge und ich könnte schreien, wie verantwortungs-los manche mit sich und ihrer Umwelt umgehen. Da könnte ich schon ans flüchten denken ;)
Und doch - lerne ich dadurch mehr auf meine Verantwortung zu zugehen und die anderen nicht zu verurteilen. Und den Menschen oder auf die Situation und mir Liebe zu senden, Agape. Das gelingt oft nicht gleich, doch meist etwas später, wenn ich ein ruhiges Plätzchen in mir gefunden habe. Dort erkenne ich dann, dass ich dafür keine Verantwortung übernehmen kann und darf. Nur für das, was ich denke, spreche, sage und tue. Was andere tun, darf ich in ihrer Verantwortung lassen. Damit sind wir dann beim Selbst-Bewusstsein.
Durch meine Selbst-Verantwortung, Selbst-Liebe, Selbst-Bewusstsein, die ich auch nach Aussen hin wirke, kommt mein Umfeld/-welt damit in Verbindung und kann mich und meine Schwingung als Impuls annehmen ... oder auch nicht.

Mit dem Helfen ist das dann so eine Sache, habe ich festgestellt, wenn es um das Thema Verantwortung geht. Es kann nämlich sein, dass wir durch unser Helfen, dem anderen die Verantwortung ab-nehmen "es selbst zu tun". Da habe ich oft in mich hinein gefühlt, was das Beste für alle ist.
Und dann ist da ja auch noch das Helfen und Unterstützen, ohne das wir gross darüber zu diskutieren brauchen ;)

Und bei all dem, ist es für mich immer wichtig, mir Ruhephasen und Pausen zu gönnen, um den Energiepegel wieder zu heben. Da frage ich mich dann: "Was kann ich heute Gutes für mich tun?" und fühle mich von mir angenommen und geliebt. Ich bin mir meine beste Freundin :)

in liebevoller Verbindung
Jeanette
23 Nov 2011 09:27 - 23 Nov 2011 09:40 #15994 von Manni
Danke liebe Jeanette,

für diesen Denkanstoss. Vermutlich muss ich erst noch länger darüber nachdenken, denn momentan sehe ich in der Selbst-Verantwortung auch eine aktive Teilnahme an meiner Umwelt.

Aber gleichzeitig sollte ich auch darauf achten, dass ich andere Mitmenschen nicht meine Meinung aufdrücke. Ich kann sie zwar äußern und sie dann damit alleine sich selbst überlassen. Und schon diese Äußerung ist eine aktive Teilnahme für mich.

Gestern saß ich in der S-Bahn und mir gegenüber ein paar Jugendliche. Einer von ihnen aß einen Apfel und warf dann den Griebsch einfach durch die Tür auf den Bahnsteig. Ich habe dazu nun nichts gesagt und ihn nur vorwurfsvoll angesehen, was ich als unzureichend empfand, denn in mir hat es gebrodelt. Damit habe ich dieses Verhalten auch toleriert, was nicht meine Absicht war. Ich könnte mich jedoch auch darüber freuen, denn er hat sowohl den Ratten als auch den Tauben sicher einen guten Dienst damit erwiesen und ihnen etwas Nahrung zukommen lassen. Außerdem kann dieses Stück Natur auch verrotten und zu Humus werden, wenn kein Mensch es wieder wegräumt. Aber es könnte auch ein alter Mensch, der schlecht zu Fuß ist, darauf ausgleiten und stürzen. Meine Oma starb an den Folgen eines Sturzes auf einer achtlos weggeworfenen Bananenschale. Ich bin also höchst unzufrieden mit diesem Vorgang und habe das unzureichend zum Ausdruck gebracht. Damit habe ich meine eigenen Gefühle unterdrückt, um andere nicht zu verletzen und mich somit selbst verletzt. Daraus resultiert weder Nächstenliebe noch die Liebe zu mir selbst und Verantwortung kann ich weder bei diesem Menschen noch bei mir erkennen.

Es ist also alles schief gelaufen, denke ich. Warum bekomme ich das eifach nicht mehr geregelt?

Früher hätte ich diesen Menschen gefragt, was er sich dabei gedacht hat und ob er gerne möchte, dass ein anderer Mensch dadurch zu Schaden kommt. Dann wäre ich vermutlich auch noch selbst aufgestanden und ausgestiegen, nur um diesen Apfelgriebsch wieder aufzuheben und in den nächsten Mülleimer zu werfen. Dabei würde ich meinen Termin nicht mehr einhalten können, weil ich nun auf den nächsten Zug warten müsste und vermutlich wäre ich auch noch beschimpft und ausgelacht worden. Wie sollen diese Menschen denn auch wissen, dass ich durch so eine Unachtsamkeit einen lieben Menschen verloren habe.

Jetzt kommt nur noch Wut und Verachtung in mir auf, wenn ich so etwas erleben muss und dabei ärgere ich mich immer mehr über mich selbst. Ist das weil ich meine Verantwortung damit nun auch aufgegeben habe?

Ich werde weiter darüber nachdenken
Manfred
Folgende Benutzer bedankten sich: Marlene, Uta
Moderatoren: Martin