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Unsicherheit und Gewalt enden, sobald wir eine innere Verbindung mit der göttlichen Energie verspüren, eine Verbindung, die von den Mystikern aller Schulen geschildert wurde. Einer der Maßstäbe für die Existenz dieser Verbindung ist ein Gefühl der Unbeschwertheit und der Tatenfreude sowie ein konstantes Gefühl der Liebe. Sind diese Zeichen gegeben, so ist die Verbindung mit der göttlichen Energie echt, sind sie es nicht, handelt es sich dabei lediglich um eine angenommene Verbindung.

Liebe deinen nächsten...

28 Nov 2011 06:46 #16033 von Manni
Herzlichen Dank Barbara,

für diesen Impuls. Die Liebe ist wohl die stärkste Kraft in unserem Universum. Sicher werde ich auch bald wieder zu ihr zurück finden. :huh:

Eigentlich ist sie immerdar und wohnt in jedem Lebewesen, so auch in mir. Ohne sie gäbe es auch kein Leben! Warum habe ich mich nur so weit von ihr entfernt? :(

Soeben wurde mir auch dieses Buch "Lieben was ist" von Byron Katie empfohlen. Welch sonderbare Fügung. Leider kann ich all diese Bücher nicht so schnell lesen, wie sie mir an Herz gelegt werden, da ich ein "slowrider bin und jeden Satz mehrmals lesen muss (meine Augen springen ständig zurück). :unsure:

Aber ich habe ja Zeit und die Abende werden gerade länger. Da gibt es genügend Möglichkeiten wieder mehr zu lesen. Doch dabei fehlt mir das Miteinander mit meinen Freunden, die ich mal hatte. Früher war ich mehr unter Menschen, konnte lachen und mich mit ihnen am Leben erfreuen. Das ist schon lange nicht mehr so und ich hänge zu oft an dieser Kiste, die nur Virtuelles vermittelt. Es fehlen mir persönliche Sozialkontakte, Wärme und Nächstenliebe. Ich sollte wieder mehr am Leben teilnehmen und mich weniger isolieren. :dry:

Gestern waren wir eingeladen zu einer Adventsfeier und ich habe das viele Gerede kreuz und quer nicht ertragen. Es war so hohl und belanglos. Also zog ich mich auch dort wieder zurück und gesellte mich zu einer Katze, die es sich auf dem Sofa gemütlich gemacht hatte. Sie begann zu schnurren als ich sie zärtlich berührte und ich bekam von all dem Gerede nichts mehr mit. Nur ich wohliges Schnurren war wie Musik in meinen Ohren und so verging dieser Abend wie im Flug für mich. Mir sind die Tiere momentan einfach näher als die Menschen aber Liebe fließt auch dort. B)

Seid ganz herzlich umarmt
Manfred
28 Nov 2011 06:47 - 28 Nov 2011 06:51 #16034 von Manni
Herzlichen Dank Barbara,

für diesen Impuls. Die Liebe ist wohl die stärkste Kraft in unserem Universum. Sicher werde ich auch bald wieder zu ihr zurück finden. :huh:

Eigentlich ist sie immerdar und wohnt in jedem Lebewesen, so auch in mir. Ohne sie gäbe es auch kein Leben! Warum habe ich mich nur so weit von ihr entfernt? :(

Soeben wurde mir auch dieses Buch "Lieben was ist" von Byron Katie empfohlen. Welch sonderbare Fügung. Leider kann ich all diese Bücher nicht so schnell lesen, wie sie mir ans Herz gelegt werden, da ich ein "slowrider bin und jeden Satz mehrmals lesen muss (meine Augen springen ständig zurück). :unsure:

Aber ich habe ja Zeit und die Abende werden gerade länger. Da gibt es genügend Möglichkeiten wieder mehr zu lesen. Doch dabei fehlt mir das Miteinander mit meinen Freunden, die ich mal hatte. Früher war ich mehr unter Menschen, konnte lachen und mich mit ihnen am Leben erfreuen. Das ist schon lange nicht mehr so und ich hänge zu oft an dieser Kiste, die nur Virtuelles vermittelt. Es fehlen mir persönliche Sozialkontakte, Wärme und Nächstenliebe. Ich sollte wieder mehr am Leben teilnehmen und mich weniger isolieren. :dry:

Gestern waren wir eingeladen zu einer Adventsfeier und ich habe das viele Gerede kreuz und quer nicht ertragen. Es war so hohl und belanglos. Also zog ich mich auch dort wieder zurück und gesellte mich zu einer Katze, die es sich auf dem Sofa gemütlich gemacht hatte. Sie begann zu schnurren als ich sie zärtlich berührte und ich bekam von all dem Gerede nichts mehr mit. Nur ihr wohliges Schnurren klang wie Musik in meinen Ohren und so verging dieser Abend wie im Flug für mich. Mir sind die Tiere momentan einfach näher als die Menschen aber Liebe fließt auch dort. B)

Seid ganz herzlich umarmt
Manfred
Folgende Benutzer bedankten sich: Shalea, Uta
30 Nov 2011 16:38 #16044 von Marlene
Zu dem Thema bin ich auf einen wundervollen Beitrag von Bertrand gestossen.

Hier der Link dazu

cezoe.com/2011/schwierigkeiten-im-umgang...der-selbstliebe.html

Schwierigkeiten im Umgang mit der Selbstliebe …

Wie kann ich es schaffen, mich selber umfassend so anzunehmen, wie ich bin, und zu lieben? Und wer bin ich denn überhaupt? Das sind vermutlich zwei der schwierigsten Knacknüsse, die das Leben für uns bereithält.

Zuerst müssen wir verstehen, dass wir in erster Linie geistige oder spirituelle Wesen sind, welche einen oder mehrere Aspekte des eigenen ICH physisch auf dieser Erde manifestieren. Ein Teil des wahren, vollständigen Wesens „DU“ wird das irdische „du“. Du bist also nicht Dein Körper, sondern Du hast und benutzt einen Körper um Dich in einem Körper zu erfahren. Du bist auch nicht Deine Gedanken oder Deine Gefühle, sondern Du hast Gedanken und Gefühle. Wenn Du also weder Dein Körper noch Deine Gedanken oder Deine Gefühle bist, wer oder was bist Du dann? Du bist das, was noch übrig bleibt, nämlich die Seele oder auch das Höhere Selbst. Es ist nicht so wichtig, welchen Ausdruck Du für das Konzept des wahren, geistigen Lebens verwendest. Du bist auch die Liebe, denn Liebe ist kein Gedanke und auch kein Gefühl. Liebe manifestiert sich in Dir als Gefühl, aber es ist Dein wahres „DU“. In einigen buddhistischen Traditionen wird gelehrt, dass Du alles von Dir „wegschälen“ musst, was Du nicht bist. Was am Schluss dann übrig bleibt ist „no-thing“. Ein materielles Nichts. Es verbleibt Dein eigentlicher und unsterblicher Wesenskern.Zuerst müssen wir verstehen, dass wir in erster Linie geistige oder spirituelle Wesen sind, welche einen oder mehrere Aspekte des eigenen ICH physisch auf dieser Erde manifestieren. Ein Teil des wahren, vollständigen Wesens „DU“ wird das irdische „du“. Du bist also nicht Dein Körper, sondern Du hast und benutzt einen Körper um Dich in einem Körper zu erfahren. Du bist auch nicht Deine Gedanken oder Deine Gefühle, sondern Du hast Gedanken und Gefühle. Wenn Du also weder Dein Körper noch Deine Gedanken oder Deine Gefühle bist, wer oder was bist Du dann? Du bist das, was noch übrig bleibt, nämlich die Seele oder auch das Höhere Selbst. Es ist nicht so wichtig, welchen Ausdruck Du für das Konzept des wahren, geistigen Lebens verwendest. Du bist auch die Liebe, denn Liebe ist kein Gedanke und auch kein Gefühl. Liebe manifestiert sich in Dir als Gefühl, aber es ist Dein wahres „DU“. In einigen buddhistischen Traditionen wird gelehrt, dass Du alles von Dir „wegschälen“ musst, was Du nicht bist. Was am Schluss dann übrig bleibt ist „no-thing“. Ein materielles Nichts. Es verbleibt Dein eigentlicher und unsterblicher Wesenskern.

Nachdem Du nun alles „weggeschält“ hast, und nur noch Dein göttlicher Wesenskern verbleibt, dann schau Dir jetzt mal in Ruhe die entfernten Schalenstücke an. Was liegt denn da auf dem Schneidebrettchen. Da liegen alle Deine Vorstellungen über Dein „Ich“. Deine Ängste und Zweifel, Deine Vorbehalte, Deine Glaubensmuster, Deine angeblichen Fehler und Unzulänglichkeiten, Deine fehlenden Talente, Dein mangelndes Selbstvertrauen, Dein kastrierter Selbstwert, die fehlenden Zentimeter oder die überflüssigen Pfunde. Alles liegt weggeschält vor Dir. Du hast alle diese “Einbildungen” wie bei einer Zwiebel, Schicht für Schicht freigelegt, eben weil Du das alles nicht bist, und deshalb weggeschält hast. Jetzt weisst Du definitiv, dass Du all dies NICHT bist. Es waren Mauern aus Trugbildern , die Du Stück für Stück entfernt hast. Nur durch das Entfernen bekommst Du Klarheit. Du hast Deinen wahrhaftigen Wesenskern nun freigelegt.

Nun, da Du jetzt weisst, wer oder was Du wirklich bist, dann kannst Du damit beginnen, aus einer höheren Perspektive dein irdisches, also physisches „du“ zu beobachten. Beobachte, wie Du auf Gedanken und Gefühle reagierst, Beobachte, was in Dir passiert, wenn Gedanken oder Gefühle etwas bewirken. Schau Dich wie von aussen an. Mit der Zeit wirst Du verstehen lernen, was in Deinem System wie abläuft. Aha, da kommt ein Gedanke der Trauer, er fühlt sich so und so an. Du BIST nicht traurig! Du FÜHLST Traurigkeit, das ist ein riesiger Unterschied. Schau Dir die Trauer von aussen an, lass sie kommen und nimm dieses Gefühl wahr und es wird wieder vergehen. Beobachte einfach, was passiert. Versuche, diese Gedanken und Gefühle nicht zu bewerten. Bleib einfach deren neutraler Beobachter. Niemand sagt, dass all dies einfach ist. Anderseits wirst Du es nie wissen, wenn Du es nicht ein paar mal versuchst.


Mit jedem Schritt neuen Verstehens, wird es Dir gelingen, Dinge die auf Dich zukommen, besser annehmen zu können. Du wirst immer weniger Angst verspüren, denn Du verstehst jetzt mehr und mehr. Und mit jedem weiteren Verstehen, fängst Du an, tiefer und tiefer zu lieben, was Du beobachtest. Und das was du beobachtest und immer besser verstehst, bist ja Du selber. Lass Gedanken und Gefühle wie Nebel durch Dich hindurch fliessen, schau sie einfach an und nimm wahr, was in Dir passiert ohne zu urteilen. Bewerte nicht, was Du siehst und kämpfe auch nicht dagegen an. Alles was Du bekämpfst, bestärkst Du nur noch mehr. Nimm es einfach an und schliesse diese Gefühlsnebel in Dein Herz, wenn Du das kannst, und dann lass sie ziehen. Sie werden sich auflösen, wie Nebel vor der Sonne, von Deinem Licht.

Warum ist es so schwierig, diesen Beobachterstandpunkt einzunehmen? Auch dies ist einfach zu verstehen. Wenn Du gute Gefühle und liebevolle Gedanken hast, identifizierst Du Dich mit diesen. Du badest darin und geniesst diesen Zustand des Glücks. Im negativen Falle aber lehnst Du diese Gedanken und Gefühle ab. Dabei sind es in beiden Fällen einfach nur Gedanken und Gefühle die Du selber als gut oder schlecht bewertest. Darum also versuche, auch bei guten Gefühlen die Position des höheren “DU” anzunehmen und das “du” zu beobachten, was die schönen Gedanken und Gefühle in Dir auszulösen vermögen, und warum. Wenn Du das tust, dann fällt es Dir viel leichter, dies auch bei unerwünschten Gefühlen zu tun. Übe im Guten, was im Schlechten wirken soll.



Was Du von aussen betrachtet verstehst und annimmst, macht Dir im Inneren keine Angst mehr. Und dort wo keine Angst mehr da ist, ist nur noch Platz für Liebe. Der Schlüssel zum Glück liegt in der Selbstliebe, denn diese kann Dir niemand niemals nehmen. Sie ist von nichts abhängig und deshalb ohne Bedingung. Im Zustand dieser Selbstliebe, bist Du frei, Liebe zu empfangen und Liebe zu verschenken. Was immer ein Anderer mit Deiner Liebe macht, liegt in seiner Hand. Es ist seine Freiheit, Deine Liebe zu erwidern oder abzulehnen. Deine Selbstliebe kann beides akzeptieren und verstehen. Liebe Dich selbst, dann liebt Dich Gott. Aber BigSpirit liebt Dich sowieso, denn ER ist Du und Du bist ER.
Folgende Benutzer bedankten sich: Uta
02 Dez 2011 10:18 #16048 von Rita
Lieber Manfred,

mein Gefühl sagt mir, dass alles, was du geschrieben hast, mit dir selbst zu tun hat. Ich weiß, dass das zuzugeben, nicht immer einfach ist. Oft kommt da ein "aber ICH doch nicht", und doch ist es so. Alles was dir im außen auf den Nerv geht hat seinen Ursprung in dir selbst. In dem du andere zu etwas "zwingen" willst, willst du das mit dir selbst tun.
Du bist nicht für alles, was auf der Welt passiert, verantwortlich. Wir haben alle den freien Willen und auch der Apfelkitsch-Wegwerfer kann sich entscheiden, den Apfelrest in den Müll zu werfen, statt auf den Boden. Er hat sich für den Boden entschieden und das war SEINE Entscheidung und nicht deine. Auch wenn die nicht richtig war für die Umwelt, für eine Oma, für den Apfel selbst ist es nicht DEINE Entscheidung und Verantwortung. Du kannst nicht für alles, was passiert, die Verantwortung übernehmen. Ich sage es noch einmal weil ich das Gefühl habe, dass du genau das tust und damit ist jeder Mensch überfordert. Hinzu kommt, dass du niemals andere Menschen ändern kannst, du kannst nur dich ändern. Der Spruch "Nichts ändert sich, außer ich änder mich", hat mich durch mein Leben begleitet und mir immer wieder geholfen, bei mir selbst auf den Punkt zu kommen. Wir haben alle etwas zu tun in unserem Menschenkörper, aber es ist nicht, ALLES was passiert, zu regeln, in Ordnung zu bringen, zu verbessern oder gar nach UNSEREM Wollen und Denken zu formen. Jeder ist für etwas zuständig, um das er sich kümmern kann und sollte. Andere tun etwas anderes.
Ein ganz praktisches Beispiel aus meinem Alltag. Du weißt, dass ich sehr im Hundewesen beschäftigt bin, ich bin Zuchtwart, Trainer und habe noch paar andere Funktionen. Als Zuchtwart bin ich dafür zuständig, dass Regeln und Gesetze von ALLEN Züchtern gleichermaßen eingehalten werden. Werden bei einem Züchter die Hunde schlecht gehalten, bekommt er mit MIR Aärger, weil er die Regeln und Auflagen nicht eingehalten hat. Um die schlecht versorgten Tiere kümmern sich die Tierschützer, das ist IHRE Aufgabe nicht MEINE. Jeder wird in dem Bereich tätig, der seine Aufgabe ist. Würde ich mich um die Einhaltung der Gesetze UND um den Tierschutz kümmern wollen, bliebe in jedem Bereich etwas auf der Strecke und ich am Ende auch.Versuche heraus zu finden, was DEIN Ding ist. Du wirst es wissen was es ist, wenn du dich dabei gut und wohl fühlst.
Das vermeintliche Chaos, das du überall siehst, ist erst mal in DIR. Du hast eine Wut auf andere Menschen, weil du eine Wut auf DICH hast. Erlaube dir und anderen Menschen, etwas mal nicht richtig machen zu müssen oder dürfen. Verzeihe dir selbst, nicht perfekt und in Ordnung zu sein - und erlaube es dir auch. Und dann spüre dem nach, was dir ein gutes Gefühl macht. Nun sage nicht, da ist nix. DOCH DA IST WAS!!!

Liebe Grüße von
Rita
05 Dez 2011 14:33 #16069 von Manni
Vielen Dank Rita

Es ist schwer in solchen Momenten zuerst einmal bei sich selbst nachzuschauen, warum man darauf überhaupt reflektiert und warum es mich dann auch noch so stark berührt.

Gerade bin ich vom Mittagessen zurück gekommen und an der Ampel stand eine Mutti mit ihrem kleinen Kind an der Hand. Das Kind war mit seinen Gedanken völlig wo anders und nicht beim Verkehr auf der Straße. Es lief einfach los ohne zu schauen, ob da ein Auto kommt oder ob die Ampel überhaupt grün ist. Die Mutter rastetet komplett aus zerrte das Kind ruckartig zurück und brüllte es ohne Unterlass lautstark an.

So und nun dachte ich mir, dass mich das nichts angeht und dies allein ihr Problem sei, wie sie es löst. Also reagierte ich darauf kein Stück und ging weiter. Doch ihr Geschrei ließ mich nicht los und ich hörte es noch an der nächsten Straßenkreuzung. Da begann ich mich schon zu fragen, ob sie wohl damit überfordert sei.

Warum hat mich das so lange noch weiter beschäftigt? Inzwischen sitze ich wieder an meinem Schreibtisch und es beschäftigt mich noch immer! Was hat das jetzt mit mir zu tun? Ich kann mich an eine Begegnung erinnern, wo genau das gleiche Problem aufgetreten ist und die Mutti ganz anders reagiert hat. Sie brüllte ihr Kind keine Sekunde lang an und zerrte es auch nicht ruckartig zurück. Vielmehr stoppte sie es sanft in seinem Vorhaben, nahm es ruhig zu sich ran und hockte sich dabei zu ihm runter und erklärte ihm worauf es zu achten habe und welche Gefahren dort gerade lauern, wenn es dies nicht tun würde. Das Kind verstand und wartete nun auf grün, um seiner Mama zu sagen, dass sie jetzt sicher über die Straße gehen können.

Auch fällt mir eine TV-Sendung ein, wo es um einen Freizeitpark geht und die zahlreichen Verstöße gegen einige Regeln. Dort wurde eine verantwortliche Person dabei gefilmt, wie sie all die "Täter" auf ihren jeweiligen Verstoß aufmerksam machte und freundlich und geduldig erklärte wieso und warum das so wäre. Leider bekam sie kam Verständnis aber ich fand das einfach super, wie sie es gemacht hat. B)

Vielleicht wünsche ich mir einfach mehr davon und bin unzufrieden mit dem wie es oftmals ist. Aber dass ich auch gerne mal solche Verstöße ausleben möchte, kann ich nicht erkennen. Vielmehr diese auf eine ähnliche Art vermeiden, bzw. die Leute davon überzeugen, dass es auch anders geht und dies das Zusammenleben erheblich verbessern würde. Wenn mir das gelingt, würde sich das vermutlich viel besser anfühlen. Doch es bedingt, dass ich mich einmische und dabei auch noch erfolgreich bin. Aber verantwortlich bin ich nicht dafür.

Wenn Du deine Verantwortung wahrnimmst und einem Mitglied des Verbandes an die Einhaltung der Regeln ermahnst, dieser sie aber dennoch nicht beachtet. Bleibt dir nur ihn auszugrenzen. Das sehe ich nicht als einen Erfolg an und das würde sich für mich auch nicht gut anfühlen. Es wäre reine Machtausübung ohne jede Einsicht. Ich wüsste jetzt auch nicht in welchem Zusammenhang bei dieser Machtausübung die Nächstenliebe steht. Für den Verdammten sicher kein bisschen, allenfalls für die anderen Mitglieder, die sich an die Regeln halten und sich jetzt sicher besser fühlen.

Auch ich weiß nicht, das ist echt sehr schwer zu sagen und ich sehe da recht wenig bei mir selbst. Vermutlich viel zu wenig, weil mir andere Leute oftmals wichtiger sind als ich selbst. Aber wenn ich nur an mich denke, fühle ich mich damit auch nicht besonders wohl.

Z. B. fühle ich mich auch sehr schlecht, wenn mir mein Pferd näher steht als meine Familie. Ich also beschließe zu ihm zu fahren auch wenn meine Frau nicht mitkommen möchte und lieber mit uns allen auf den Weihnachtsmarkt gehen würde. Ich mag aber das Gedränge der Menschen nicht und fühle mich wohler in der freien Natur. Dann stehe ich zwischen Baum und Borke, weil ich meiner Frau diesen Wunsch natürlich auch sehr gerne erfüllen würde aber wenn ich an meine Bedürfnisse denke und die mir wichtiger sind, muss ich sie alleine dort hin gehen lassen, während ich zum Pferd fahre. Wie soll ich mich dabei wohl fühlen? :(

Ich habe keine Ahnung wie das gehen soll
Manfred
05 Dez 2011 22:08 #16080 von Rita
Lieber Manfred, VORSICHT LANG!!!

warum du auf etwas reagierst und warum dich das auch noch so stark berührt, kann ich dir nicht sagen. Da musst du bei dir mal nachlauschen, vielleicht auch zurücklauschen. Hier wieder ein Beispiel aus meinem Leben:
Wir haben auf dem Hundeplatz eine Frau mit ihrem Boxer. Diese Frau konnte ich eine ganze Weile nicht ertragen. Ich fühlte mich in ihrer Gegenwart mehr als unwohl und allmählich bekam ich eine Wut auf sie. Mich regte alles auf, was sie tat, wie sie sich bewegte, wie sie redete usw.. Ich habe mich nach einer Weile gefragt, was da mit mir passiert. Es kommt ganz selten vor, dass ich einen Menschen so stark ablehne. Ich habe lange gebraucht, habe meditiert und meine "guten Geister" gefragt, was da los ist - und ich habe die Antwort bekommen. Diese Frau hat ein Rückenleiden, geht ganz krumm und ihr Thema ist nur der Rücken. Der Rücken war mein Schlüsselwort. Meine Mutter hatte ein Bandscheibenproblem und mein ganzes Leben lang, in der Kindheit und auch als Erwachsene war der Rücken DAS Thema für meine Mutter. Sie lag oft wochenlang im Bett, alle Entscheidungen wurden davon abhängig gemacht, ob ihr Rücken das wohl erlauben würde. Planten wir einen gemeinsamen Urlaub, mussten wir an ihren Rücken denken. Wollten wir einen Besuch machen, mussten wir an den Rücken denken usw., usw.. Es würde zu weit führen, hier die Hintergründe für das Verhalten meiner Mutter zu erklären, ich habe IHR Problem nach ihrem Tod gefunden. MEIN Problem mit der Frau auf dem Hundeplatz war der Rücken meiner Mutter. Ich habe selbst einen Bandscheibenschaden und mein Innerstes hat sich mit aller Macht dagegen gewehrt, den Rücken zum Mittelpunkt meines Lebens zu machen. Diese Frau hat mir vor Augen geführt, was ICH auf gar meinen Fall haben wollte. Du weißt, was ich meine. Das Problem war nicht die Frau auf dem Hundeplatz, das Problem war ICH.

Die erste Mama an der Ampel hat möglicherweise aus Angst ihr Kind so angeschrien. Es gibt Menschen, die so reagieren wenn sie Angst haben, andere machen es so wie die zweite Mutti. DU würdest wohl eher so wie die zweite Mutti reagieren,aber warum die Erste dich so ärgerte und beschäftigte, musst DU heraus finden, das kann ich nicht wissen. Eine bloße Vermutung von mir ist - du möchtest gerne, dass alle Menschen sich friedlich und freundlich verhalten, dass sie sanft und rücksichtsvoll miteinander umgehen. Das fände ich auch schön, aber das ist nun mal(noch) nicht so. Du hast das Gefühl, sie dort hin bringen zu müssen und du meinst, das geht nur, wenn du dich einmischst. Bei der schreienden Mama hast du dich nicht eingemischt, obwohl du es gerne getan hättest und dieses "Versäumnis" hat dich noch lange danach beschäftigt.

Ob du Verstöße ausleben möchtest? Hmmmm weiß ich nicht. Vielleicht möchtest du nur um jeden Preis genau das Gegeteil erreichen und hast Frust, weil du die anderen Menschen nicht ändern kannst. Aber wie ich schon sagte: Nichts ändert sich, außer.......

Bei meiner Arbeit als Zuchtwart ist meine Intention nicht die, andere zu maßregeln. Meine Intention sind die Hunde. Wenn die Züchter sich nicht an die Regeln halten, sind die Hunde die Dummen, und das will und muss ich verhindern. Die Regeln und Gesetze sind mein Werkzeug. Ich habe sicher eine Art von Macht, aber die übe ich nicht im negativen Sinne aus, weil im Umkehrschluss Leben geschützt wird. Hält ein Züchter sich nicht an die Regeln, wird er nicht sofort ausgeschlossen. Er bekommt die Chance, etwas zu ändern, oder SICH zu ändern, zum Wohle der Hunde, die ihm ja "ausgeliefert" sind. Nutzt er diese Chance nicht, bekommt er zunächst einmal eine Strafe in Form von Geldbuße oder Zuchtsperre. Macht er auch dann noch weiter wie bisher, droht ihm der Ausschluss aus dem Verband. Du siehst, er hatte reichlich Möglichkeiten, etwas an der schlechten Situation für die Hunde zu ändern. Lässt er es auf einen Ausschluss ankommen und züchtet unkontrolliert weiter, kann ich den Hunden, die dann nicht unter dem Schutz des Verbandes geboren werden, nicht helfen. Aber die Menschen, die sich einen Hund unter dem Dach des Verbandes kontrolliert gezüchtet kaufen möchten vertrauen darauf, dass der Verband alles tut, dass es ihrem Hund gut geht. Damit das so ist, tu ich dafür, was ich kann. Das ist MEINE Arbeit, das ist das, worum ICH mich kümmere - und es auch sicher soll. Es gab unendlich viele Fügungen, die mich zu dieser Arbeit geführt haben.

Du sollst nicht IMMER nur an dich denken, aber wenn du es immer wieder mal tust, kannst du dich letztlich viel besser um die anderen Menschen kümmern, die dir so sehr am Herzen liegen. ICH nehme eine Zuwendung oder ein Kümmern viel lieber von einem Menschen an, der in sich ruht und dessen Energie ich spüre als von jemandem, bei dem ich das Gefühl habe, dass er sich selbst dabei aufgibt.

Das Gedränge auf dem Weihnachtmarkt könntest du deiner Frau zuliebe, wenn sie es denn so gerne möchte, ruhig mal aushalten. Sie wird dich dann ganz gewiss mal gehen lassen, wenn sie dich lieber bei sich hätte. Sie will dich ja sicher nicht bei sich haben, weil sie dich nicht mag. Sie möchte dich in einer für sie wichtigen Sache gerne bei sich haben, weil sie dich dann einfach in ihrer Nähe spüren möchte. Das ist doch ein schöner Gedanke. Du musst doch nicht abwägen, was du lieber magst, deine Frau oder dein Pferd. Du liebst sie beide und sie müssen doch nicht in deinen Gefühlen für sie konkurieren. Beide haben in deinem Leben einen wichtigen Platz, nur zu unterschiedlichen Zeiten.

Ich konnte das alles leider nicht kürzer schreiben, dann hätte etwas gefehlt.

Lieben Gruß von
Rita
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