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Mit Körper und Geist in Balance

31 Aug 2010 11:37 - 31 Aug 2010 11:38 #10561 von Miakoda
Ich denke, wenn man sich über was aufregt es, tatsächlich in einem selber ist, nur in einer anderen Forum. Die Seele ( Gewissen) spricht mit Bilder, so kann der Müll den andere wegwerfen für etwas stehen das Du wegwerfen solltest aber Du nicht dazu bereit bist. Es kann eine Haltung sein, Gedankengäng, oder auch Vorurteile...... da kann man noch viel aufzählen. Weil nur Du kannst es rausfinden.

Lieben Gruß Miakoda
01 Sep 2010 07:37 - 01 Sep 2010 07:57 #10565 von Manni
Sehr interessant Miakoda

Könnte es auch sein, dass ich mich nicht dagegen auflehnen, sondern eher akzeptieren sollte, dass sich andere Menschen ihr Leben so leicht machen und sich nicht darum kümmern, welche Folgen das hat?

Ich könnte seelenruhig zusehen oder gar wegschauen, wenn etwas passiert, was mich aufregen würde. Ich bräuchte auch nicht all diese Dinge an mich ran lassen und sie zu meinem Problem machen. Ich muss ja auch nicht einschreiten, wenn jemanden etwas Unrechtes widerfährt, denn es ist ja seine Erfahrung und nicht meine. Damit brauche ich auch Niemanden mehr zu helfen außer mir selbst.

Das Leben könnte so unbeschwert sein. Doch ich finde es so nicht mehr lebenswert, da anteilnahmelos. Es ist auch keine Gemeinschaft dann mehr für mich. Wenn es im Leben nur noch um mich geht, brauche ich nur darauf zu achten, dass ich in meiner eigenen Mitte bleibe und die wird gestört sobald ich mich wo anders einmische.

Gehe ich zum Beispiel dazwischen, wenn ich Zeuge einer Gewaltanwendung bin, kann ich auch schnell zum Opfer werden. Also muss ich sehen, dass ich dazu schnell Abstand gewinne, damit mir das nicht passiert. Was für ein innerer Frieden wäre das?

Doch oftmals kann ich mich dem auch nicht entziehen. Wenn ich zum Beispiel in der Bahn sitze und ein Bettler kommt zur Tür rein. Er fängt laut an zu singen, zu erzählen und drängt sich den Leuten regelrecht auf. Ich kann in diesem Moment meine Unterhaltung mit meiner Begleitung nicht mehr fortsetzen oder auch nicht mehr mein Buch weiter konzentriert lesen. Soll ich ihn nun für diese Störung meines inneren Friedens belohnen und ihm Geld geben, damit er das nächste Mal wieder kommt oder soll ich ihn bitten etwas leiser zu sein oder was?

Ich bin doch nicht alleine auf dieser Welt aber ich muss mir auch nicht alles bieten lassen! Wie komme ich in mein Gleichgewicht? Was soll ich hier selbst mal durchleben, gemäß diesem Spiegelgesetz? Soll ich auch einmal betteln gehen und mich freuen endlich Geld einzunehmen, welches ich nicht zu versteuern habe? Soll ich meinen Ballast, der sich über die Jahre angesammelt hat und mich belastet, einfach vor die Tür werfen, damit ich ihn wieder los bin? Und soll ich mich nicht mehr um andere Dinge kümmern, weil sie mich nur zusätzlich belasten?

All das kann ich mir nicht vorstellen
Manfred
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01 Sep 2010 11:29 - 01 Sep 2010 12:35 #10566 von Miakoda
Was würde ich machen wenn ich zu einer Gewalttat kommen würde? Ich würde passiv eingreifen, in dem ich mein Handie zücken würde und die Polizei anrufen würde durch das fixieren der Situation mit den Augen würde ich den Tätern zu verstehen geben es geht um euch, oder auch eingreifen wenn es noch mehr Menschen dort gibt die nur auf ein Kommando warten. Man kann immer etwas tun ohne sich selber zu gefährten.

Zu dem Bettler der Dich stört gibt es eine kleine Geschichte.
Ein Asket saß meditierend in einer Höhle. Da huschte eine Maus herein und knabberte an seiner Sandale.
Der Asket öffnete verärgert die Augen: "Warum störst du mich in meiner Andacht?!"
"Ich habe Hunger", piepste die Maus.
"Geh weg, törichte Maus", predigte der Asket, "ich suche die Einheit mit Gott, wie kannst du mich dabei stören!"
"Wie willst du dich mit Gott vereinigen", fragte da die Maus, "wenn du nicht einmal mit mir einig wirst?"
(unbekannt)

Zu dem Spiegel noch mal.
Es gibt in der Bibel eine schöne Geschichte dafür.
Es war eine Frau die Ehebruch begannen hatte. Die Leute zerten sie auf den Dorfplatz verurteilten sie, waren wütent, zürnten, waren aufgebracht. Sie wollten sie steinigen das war die gerechte Strafe. So stand es ja damals im Gesetzt. Jesus kam vorbei und wurde neugierig, und fragt was hat denn die Frau getan das ihr so aufgebracht seit? Da antworteten die Menschen sie hat Ehebruch begannen, sie hat Schande über ihre Familie und das Dorf gebracht, sie ist des Totes schuldig! Da sagte Jesus ja so steht es im Gesetz! Aber wer ohne Schuld ist werfe den ersten Stein. Die ehrbaren Dorfbewohner schauten immer beschämter und merken keiner von ihnen ist ohne Schuld jeder hat mal was gemacht was nicht recht ist. Sie legten die Steine auf die Erde und gingen beschämt Heim.
Jesus hat mit den Worten "wer ohne Schuld ist werfe den ersten Stein den ehrbaren Dorfbewohner einen Spiegel vorgehalten und sie haben rein geschaut. Keiner muß oder darf über jemanden urteilen oder aufregen so lange er nicht Fehlerfrei ist. Wenn man es dennoch macht, fliegt man im hohen Bogen aus der eigenen Mitte und wird moch mehr Unzufrieden mit sich und der Umwelt.
Ich hoffe ich bin Dir jetzt nicht zu sehr auf den Pelz gerückt.

Lieben Gruß Miakoda
01 Sep 2010 14:14 - 01 Sep 2010 14:35 #10567 von Manni
Miakoda schrieb:

Ich hoffe ich bin Dir jetzt nicht zu sehr auf den Pelz gerückt.


Ganz und gar nicht Miakoda! :kiss:

Ich kenne diese Geschichte aus der Bibel auch. Und wenn wir sie nun einmal nehmen wollen, für mein Beispiel hier, dann hat Jesus sich sehr wohl eingemischt ob gleich es nicht um ihn ging. Insofern hat er nicht sich selbst sondern anderen Menschen den Spiegel vorgehalten. B)

Damit dürfte dann eine Frage beantwortet sein, die da lautet sich einzumischen, auch wenn man nicht selbst betroffen ist aber dennoch davon berührt wird. Somit kann ich dann auch meine Mitte finden, weil ich mich aktiv beteilige und es auslebe, was ich für richtig halte. Doch damit lerne ich nicht die andere Seite kennen, die meine Aufmerksamkeit überhaupt erst erregt hat. Denn dann hätte ich auch einen Stein nehmen und genau das tun müssen, was mir missfällt. Jesus hatte insofern nicht erfahren, wie "befreiend" es für diese Menschen gewesen sein muss, einen "Angehörigen" zu steinigen, der offenbar Schande über die Gemeinschaft brachte. :silly:

Womit wir wieder beim Ursprung dieser Sache wären
Manfred

PS. Als ich mal einem Bettler ein Stück Brot statt Geld gab, warf dieser es achtlos weg und das geschenkte Geld verwendetet er, um seine Sucht nach Alkohol zu befriedigen. Mir ist es auch schon mal passiert, dass wirklich Jemand Hunger hatte und einfach auf meinen Teller langte, um sich etwas von meinem Essen zu nehmen. Ich ließ ihn den Rest auch noch essen und bekam sogar ein neues Essen ohne danach verlangt zu haben. Das passiert auch öffter, obwohl es in der Nähe eine warme Küche für diese Leute gibt. Aber offenbar scheint ihnen dieses Essen nicht so gut zu schmecken oder es geht überhaupt nicht um's Essen. Aber es geht um mich und solch Verhalten stört mich einfach. Das heißt auch nicht, dass ich mich besser fühle, wenn ich mich selbst mal an fremden Tischen bediene oder mir einfach nehme, was mir gerade gefällt. Dennoch passiert es und ich weiß nicht warum. Was will mir das sagen und wie kann ich es ändern? Vermutlich müsste ich diesem Menschen auch mal den Spiegel vorhalten und ihm seinen Suff wegnehmen und irgendwie so verunreinigen, dass er ihn auch nicht mehr mag. Vermutlich erkennt er dann, was er da tut und schämt sich dafür. Ich könnte es ja mal ausprobieren.
02 Sep 2010 01:08 - 02 Sep 2010 01:20 #10569 von Miakoda
Lieber Manfred, es ging bei der Geschichte aus der Bibel eigentlich nicht um das Einmischen sondern viel mehr, um das Aufregen, das Urteilen und was daraus resuliert, aus der Eigenen Mitte geraden.
Jesus ist ruhig geblieben hat sich nicht aufgeregt. Er hat wie ich schon geschrieben habe, nicht sich den Spiegel vor sondern den Dorfbewohner die Urteilten, er zeigte ihnen das sie sich nicht über die Frau stellen können solange sie selber Fehler gemacht haben und noch machen werden. Schau, ich werfe auch einmal ein Kaugummiepappier oder eine Zigarette auf die Strasse, sicher mein Hausmüll oder Sperrmüll tue ich ordenlich entsorgen, aber bin ich denn besser aus der, der sein Hausmüll in die Natur scheißt? Ich habe das selbe getan nur im kleinen Still.
Das mit dem Askete war auch ein Bild das zum Nachdenken verleiden sollte. Mir hat es gesagt wenn ich nicht im meiner Mitte, nicht eins mit mir bin, werden ich selbst bei absoluter Ruhe mit mir nicht nicht klar komme. Aber wenn ich bei mir bin, kann ich im grössten Chaos sitzen und ganz ruhig ein Buch lesen, mich nett unterhalten oder sonst was machen, es wird mich nicht stören.
Das mit dem Essen vom Teller nehmen ist mir noch nicht passiert. Aber ich finde es gut das Du ruhig geblieben bist, und sollte es mir mal passieren werde ich an Dich denken und zum Vorbild nehmen. Es könnte nämlich passieren das ich aus einem Reflex heraus dafür sorge das er den Teller auch noch mit isst.

Lieben Gruß Miakoda
02 Sep 2010 07:45 #10570 von Manni
Guten Morgen Miakoda,

herzlichen dank dafür, dass Du so ruhig bleibst und mir all diese Fragen aus Deiner Sicht beantwortest. Ja, mir fehlt manchmal diese innere Ruhe und im Grunde möchte ich nur wissen, wie ich sie mir in solchen Momenten auch erhalten kann. Eigentlich sollte ich das können, denn im Umgang mit Pferden gelingt es mir ja auch. Ich habe ja schon mal probiert in solchen Menschen einfach ein Pferd zu sehen, dennoch gelang es mir nicht ruhig zu bleiben. :S

Als ich noch Bauleiter bei der Polizei gewesen bin, warf mir ein Wachposten am Tor sein Bonbonpapier vor die Füße. Ich hob es auf und warf es ihm zurück durch die geöffnete Scheibe in sein Wärterhäuschen und er warf es mir wieder vor die Füße. Das ging einige Male hin und her, bis ich ihm damit gedroht habe, Meldung zu machen, wenn er es nicht bei sich in den Papierkorb werfen würde. Er schimpfte laut stark vor sich hin und tat es. Aber das hätte sicher auch anders laufen können, wenn ich nicht Gleiches mit Gleichem vergolten hätte. So hätte ich ruhig bleiben und ihn daraufhin ansprechen und bitten können, ob er so nett wäre, dieses Stück Papier wieder aufzuheben und in seinen Mülleimer tun würde. Was aber wenn er dann nur darüber lacht und mir sagt, dass ich mich nicht so albern haben sollte? Ich müsste ihn weiter davon überzeugen, dass es besser für uns alle wäre!

Vielleicht muss ich lernen überzeugender zu sein. :unsure:
Manfred
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