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Mit Körper und Geist in Balance

02 Sep 2010 10:10 - 02 Sep 2010 10:15 #10572 von KeepOnSmiling
Mannimen schrieb:

...Doch damit lerne ich nicht die andere Seite kennen, die meine Aufmerksamkeit überhaupt erst erregt hat. Denn dann hätte ich auch einen Stein nehmen und genau das tun müssen, was mir missfällt. Jesus hatte insofern nicht erfahren, wie "befreiend" es für diese Menschen gewesen sein muss, einen "Angehörigen" zu steinigen, der offenbar Schande über die Gemeinschaft brachte. :silly:

Womit wir wieder beim Ursprung dieser Sache wären...

Liebe Community,
hallo Manfred,

meines Wissens hat sich Jesus an keiner Steinigung beteiligt... Und lebte doch (weitestgehend) in Balance und Harmonie.
Manfred fragt indirekt, wie konnte Jesus in Balance und Harmonie leben, ohne "die andere Seite" zu kennen oder kennen zu lernen?

Ich denke, ich muss die "andere Seite" selbst nicht erfahren oder kennen gelernt haben, um einen Eindruck davon zu haben, welche Auswirkungen Sie hat.
Ich habe noch nie Zyankali geschluckt, bin noch nie ertrunken oder von der giftigen Spitze eines Rochen gekratzt worden. Und doch weiß ich, dass ich nach solchen Taten in aller Regel tot oder gesundheitlich sehr, sehr belastet bin.

Ich muss die andere Seite selbst nicht erfahren (kennen gelernt) haben, um zu wissen, welche Konsequenzen daraus entstehen! Und alleine aus diesem Wissen heraus kann ich mit mir und der Welt in Harmonie/Balance leben.

Nun komme ich zu zum Thema EINMISCHEN, was dem Grunde nach ein ganz eigenes Thema ist:
Obwohl ich noch nie eine Frau sexuell vergewaltigt habe und auch selbst noch nie sexuell vergewaltigt wurde, habe ich einen sehr konkreten Eindruck davon, dass das eine sehr unangenehme, körperlich und seelisch schmerzhafte Erfahrung ist.
Wenn ich nun eine sexuelle Vergewaltigung wahrnehme/beobachte, dann kann ich eingreifen, um diese Tat zu verhindern oder wenigstens abzubrechen/zu unterbrechen.
Um einzugreifen, brauche ich Vergewaltigung nicht selbst erfahren zu haben, weder als Opfer noch als Täter.
Selbst wenn ich noch nie etwas von Vergewaltigung gehört hätte, kann ich aus dem Umfeld ableiten, dass mindest eine Person Vergewaltigung nicht haben möchte (nämlich das Opfer, das sich wehrt oder um Hilfe schreit).

Vielleicht ging es auch Jesus so:
Er sah, dass jemand gesteinigt werden sollte. Er konnte sich ausrechnen, dass der/die Betroffene sterben würde.
Der Tot an sich ist für Jesus nichts schlimmes gewesen, also hätte die Ehebrecherin ja sterben können. Sterben ist das normalste auf der Welt, gehört zum Leben dazu.
Nun fragte Jesus, warum wollt Ihr, dass diese Frau stirbt und alle schrieen, "Sie hat sich schuldig gemacht!", also sagte Jesus: (Freie Interpretation von OlliKöhl) "Upps, was`n Scheiß... Wir sind doch alle schuldig, mal mehr, mal weniger und wenn Schuld ein Grund fürs Töten ist, dann müssen wir uns alle gegenseitig töten!"

Ich bin überzeugt, Jesus hatte kein Problem damit, dass die Ehebrecherin oder irgendjemand anderes sterben soll... Sterben gehört zum Leben dazu und ist völlig in Ordnung!
Der Grund, warum die Ehebrecherin sterben sollte, der war nicht in Ordnung:
Ein Mensch be- und verurteilt einen Anderen und will sofort zur Bestrafung übergehen - Das ist keineswegs in Ordnung, sondern herablassend, ignorant und respektlos!

Was bilde ich mir ein, einen anderen Menschen unordentlich zu nennen? Bin ich das Maß, der eine Maßstab für Ordnung?
Wie komme ich dazu, andere zu beschimpfen oder anzuhupen, weil ich glaube, dass sie den Verkehrsfluss behindern? Bin ich Herr über die StVO?

Und dann rege ich mich auch noch selbst auf, rege mich über andere auf und strapaziere meine eigenen Nerven...
Oh Mann, manchmal bin ich ganz schön blöde :blush:

Und manchmal bin ich ganz in Harmonie: Dann weiß ich, dass ich fast nichts weiß, dass ich viel, viel zu wenig weiß, um mir über irgendwas ein Urteil zu bilden und damit andere zu verurteilen...

KeepOnSmiling
:) lliKöhl
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