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Ein neues Kontrolldrama??

12 Jun 2011 17:12 #14358 von kathrinro
Hallo an alle,

ich war gestern mal wieder massiv mit einem Drama konfrontiert.
Da ich es nicht so richtig einordnen kann, poste ich es mal hier.
Irgendwie scheint es eine besonders krasse Form des Armen Ich's zu sein.
Eine Freundin hat geschlagene zwei Stunden auf einen Menschen geschimpft, mit einer unglaublichen Wut darüber, nicht gesehen und nicht wahrgenommen zu werden.

Martin schreibt:

1. Mitgefühl und Einfühlungsvermögen dem Anderen gegenüber, um zu verstehen, was dahinter steckt und um dem Anderen die Liebe und Aufmerksamkeit zu geben, die dieser braucht
2. Klarheit und Unterscheidungsvermögen, um sich selbst nicht manipulieren oder gar beeinträchtigen zu lassen - Das Ganze mit der inneren Gewissheit, dem eigenen Urteil und der eigenen Entscheidung zu vertrauen.

Diese Sicht habe ich die ganzen zwei Stunden aufrechterhalten können. Habe außerdem behutsam versucht, sie auf ihre Verstrickung aufmerksam zu machen. Aber ich hatte keine Chance zu Wort zu kommen. Als ich dann nach zwei Stunden doch noch ein paar Sätze anmerken konnte, die sie dann glücklicherweise auch erreicht haben, hat sie dann erklärt, dass sie sich nicht mehr konzentrieren kann und hat sich verabschiedet.
Ich war ziemlich verblüfft, wie man, den Gesprächspartner völlig ignorierend, sich zwei Stunden über Ignoranz beschweren kann.

Was ich nun im Rückblick sehe ist, dass ich zwar nicht auf das Drama eingestiegen bin, aber es gelingt mir immer noch nicht, solche Situationen schneller zu beenden. Mir passiert das öfter mal. Ich habe da auch schon intensiv geschaut, was es mir spiegeln könnte. Aber irgendwie habe ich da immer noch keine Lösung für mich gefunden.

Naja, und als ich gestern weit nach Mitternacht den Hörer aufgelegt hatte, habe ich gemerkt, dass ich doch ganz schön sauer war, habe mich gefühlt, als wäre ich als Mülleimer benutzt worden.

Ich habe irgendwie noch keine Form für mich gefunden, das Problem so zu kommunizieren, dass der Andere nicht verletzt ist.

Irgendwie spielt da auch das Gesetz der Wahrheit mit hinein. Ich habe das Gefühl, an der Stelle unfähig zu sein, die Wahrheit auszusprechen. Nämlich die, dass es mir und auch sonst niemandem gut tut, diese Schimpfkanonade anzuhören.

Ich bin noch etwas ratlos, wie ich ihr das nächstemal begegne. Aber ich habe das Gefühl, das dringend zur Sprache bringen zu müssen, da sonst die Freundschaft ernsthaft Schaden nimmt. Und das scheint mir nicht die Lösung zu sein.

Liebe Grüße Euch allen, Kathrin.
Folgende Benutzer bedankten sich: Marlene
12 Jun 2011 21:22 #14367 von Nussbaum
Hallo Kathrin,

das kommt mir bekannt vor, es passiert mir auch öfters und eine Lösung hab ich auch noch nicht finden können.

Bisher hab ich lediglich für mich selber erkennen können, dass ich die (befürchtete) Konfrontation (nach dem Aussprechen der Wahrheit) zu vermeiden suche, um selbst nicht verletzt oder abgelehnt zu werden.

Darüber hinaus fühle ich mich ähnlich ratlos wie Du.

Lieben Gruß,

Dieter
12 Jun 2011 21:42 #14368 von kathrinro
Hallo Dieter,

ich glaube, ich bin einer Lösung für mich auf der Spur. Ich hatte gerade ein sehr erhellendes Gespräch mit einer lieben Freundin. Aber ich glaube, heute bekomme ich das nicht mehr formuliert, bin einfach schon zu müde, muß das erst einmal setzen lassen, eine Nacht darüber schlafen.

bis morgen,
eine gute Nacht allen,
Kathrin.
13 Jun 2011 11:31 #14372 von Rita
Hallo Kathrin,

ich warte mal dein Posting ab und schau, was du für dich gefunden hast.

Lieben Gruß von
Rita
13 Jun 2011 14:03 - 13 Jun 2011 14:07 #14373 von kathrinro
Hallo Ihr Lieben,

Nun also zu dem erhellenden Gespräch:

Zuerst war meine Frage, was spiegelt mir das Ganze ? Gehe ich an manchen Stellen mit meinen Gesprächspartnern auch so um ?
Ich denke, dass ich das klar verneinen kann.

Warum also begegnen mir dann häufig solche Menschen ?
Die nächste Frage meiner Freundin war dann die, was ich denn noch aus solchen Situationen lernen kann.

Das haben wir dann genauer durchleuchtet.
-Erst einmal muß ich feststellen, dass ich doch inzwischen recht gelassen bleibe in so einer Situation und mich wahrnehme und auch meinen Gesprächspartner wahrnehme.
-Dann gibt es in mir den Wunsch, den Anderen zu unterstützen, ich sehe ja ziemlich klar, was da passiert, habe das Werkzeug dazu in der Hand.
-unruhig macht mich, dass ich bisher keine zufriedenstellende Form gefunden habe, dem Ganzen eine andere, eine konstruktivere Richtung zu geben.
(offenbar löst das dann das sauer sein aus. Aber glücklicherweise tappe ich inzwischen nicht mehr in die Falle, die Verantwortung dafür bei dem Anderen zu suchen. )
-Als nächstes gibt es die Angst, den Anderen, der ja ohnehin schon völlig in seinem Schmerz verstrickt ist, noch mehr zu verletzen. Die Angst selbst verletzt zu werden habe ich überhaupt nicht. (Dass das Werkzeug funktioniert weiß ich ja vor allem aus der Arbeit mit mir selbst.:) )
-Bleibt also noch der Wunsch, den Ring aus Schmerz und Wut möglichst sanft zu durchbrechen.


Wie also lautet die Antwort auf die Frage, warum mir, eigentlich schon meine ganzes Leben lang, immer wieder solche Menschen Begegnen ?

Ist die Antwort: weil ich sie geradezu anziehe ? Weil es meine Aufgabe ist, Menschen zu begleiten ?
Im Online-Seminar habe ich dazu schon ausführlich geschrieben.

Und wie gehe ich nun damit um ?
Meine Freundin gestern hat mir dazu einige Vorschläge unterbreitet:

-Nimm den anderen nicht nur wahr, schreite auch ein.
-Äußere dich.
-Frag nach:
-Möchtest du dass ich etwas dazu sage ?
-Was kann ich für dich tun ?
-Worum geht es dir ?
-Ich habe nur eine halbe stunde Zeit, worum geht es dir konkret ?
-Gib mir Raum, etwas dazu zu sagen
-Zwischendurch das Gesagte zusammenfassen.

Um nochmal den Bezug zu den Kontrolldramen herzustellen:

Meine Freundin von vorgestern Nacht hatte offenbar so wenig Energie, dass sie ganz dramatisch ins Arme Ich gerutscht ist.
Meine Aufmerksamkeit und der Versuch meine Energie aufrecht zu erhalten hat offenbar nicht ganz ausgereicht, so dass es mir nach dem Gespräch nicht wirklich gut ging.
Eine Lösung scheint zu sein, doch ganz deutlich zu werden, vielleicht auch auf die Gefahr hin, dass es erst einmal weh tun könnte, und für Klarheit in der Situation zu sorgen.
Ja, so ähnlich ist es in der achten Prophezeiung auch beschrieben.

Ich freue mich auf Eure Gedanken dazu, vielleicht erlebt Ihr ja ähnliches.

Liebe Grüße,
Kathrin.
Folgende Benutzer bedankten sich: Ulli, Nussbaum
14 Jun 2011 08:22 #14379 von Rita
Hallo Kathrin,

wie du weißt, haben wir alle unseren freien Willen, in den nicht mal der Schöpfer/Gott/das Universum eingreift. Jeder kann also für sich entscheiden, was er tut, wie er es tut und wie er sich dabei fühlt.
Mein Gedanke ist, dass du das Problem deiner Freundin zu sehr zu deinem eigenen machen willst. Es ist aber nicht deines, es ist das deiner Freundin. Wenn du das bedenkst, kannst du die Sache mit mehr Abstand betrachten. Wenn du deiner Freundin helfen willst, kann ich das sehr gut verstehen. Du solltest das aber mit der für dich notwendigen Distanz tun und vor allen Dingen, keine schnelle Lösung haben wollen oder erwarten. Vielleicht muss deine Freundin eine Weile in diesem Zustand sein, um lernen zu können. Du kannst sie mit gezielten Fragen dazu bringen, ihr Tun und Fühlen zu reflektieren. Wenn das aber im Augenblick nicht bei ihr ankommt, dann ist das eben so und sie muss diese Erfahrung jetzt machen. Vielleicht begegnen dir immer wieder solche Menschen, weil du selbst deine Lernerfahrung für solche Situationen noch nicht gemacht hast. Ich denke auch, dass dich das wurmt, keine Problemlösung auf die Schnelle zu finden. Möglicherweise wird dir nur immer wieder vor Augen geführt, dass das auch nicht deine Aufgabe ist. Man muss manche Menschen auch mal eine Weile in ihrer "misslichen" Lage lassen können, eben damit sie daraus lernen. Das heißt nicht, dass man sie alleine lässt. Man kann signalisieren, dass man da ist, wenn man gebraucht wird. Wobei das Wort gebrauchen richtig verstanden sein muss. Es darf nicht in missbrauchen abrutschen, was schnell passieren kann, wenn man dem anderen nicht die eigenen Grenzen zeigt. Ich spreche da aus eigener Erfahrung ;)
Vielleicht fühlst du mal deinen Denkansprüchen nach und deine Intuition wird dir die für dich richtige Antwort geben. Überhöre sie aber nicht :)

Liebe Grüße von
Rita
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