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Je länger es uns gelingt, diese Verbindung aufrecht zu erhalten, desto deutlicher wird uns bewußt, wenn sie wieder unterbrochen wird, was gewöhnlich der Fall ist, wenn Stress in unser Leben tritt. Bei dieser Gelegenheit läßt sich deutlich erkennen, auf welche Weise wir Energie manipulatives Verhalten gewonnen, so festigt sich auch unsere Verbindung mit der göttlichen Energie, und wir sind in der Lage, unseren Pfad des inneren Wachstums und die uns auferlegte spirituelle Aufgabe zu erkennen, durch deren Annehmen wir zum Wohlergehen dieser Welt beitragen.

Sterben vor dem Sterben = Leben

07 Apr 2012 22:52 #17488 von Babsi
Lieber Stefan, mein Tommy Kater schläft ( schnarcht ) grad in Reichweite. Ich hab ihm gestern die Autotür auf den Kopf geworfen, weil ich nicht mit seiner Daseins Neugier gerechnet habe. Er wollt schnuppern, ich, unaufmerksam, die Einkäufe reinbringen.

Er hat jetzt kein körperliches, bleibendes Aua, doch ein Vertrauensmanko.

Einkaufskorb heimschleppen via Kater-Neugier.

Ich glaube nunmehr, daß die partzielle und generalisiete Unaufmerksamkeit "schuldig zu sprechen ist" .

In dem Sinne, weil erst, mein favorisiertes Einkäufe Heimschlepperin ( Bedürfnis ) ihm weh getan hat.

Weil ich ihn nicht sah. Nur mich und MEINEN Tripp.

Bin derzeit der Meinung, daß in dieser Art von Blindheit, von Mensch zu Kater und Mensch zu Mensch einiges verbesswern lä?t.

BvB

Info oben; dieser Text wird NUR durch anklicken sichtbar.

Na eh, darum klicken wir ja unsere Suchmaschine ;-) an.

BvB

Ergo, mein Aktionismus hat Sein: Hallo, ich freu mich, Du bist wieder da bist
08 Apr 2012 18:53 #17492 von Richard179
Liebe voll und sterbe

Nach David Deida

Früher oder später wird dieser gegenwärtige Moment dein letzter sein.

Du bist am Leben, in diesen jetzigen Moment. Fühle, wie dein Herz in deiner Brust schlägt. Mache deinen Bauch weich und entspanne dein Kinn. Fühle dein Herz schlagen, tief in deinem Körper, fühle wie der Rhythmus deines Herzens nach außen strahlt, wie er pulsiert in deinen Händen, deinen Füssen und in deinem Nacken.

Während du deinen Herzschlag fühlst, öffne dich und entspanne, sende deinen Herzschlag in die Welt.

Während du deinen Herzschlag spürst als Angebot an alle, fühle wie du deine Momente lebst. Was hast du heute getan? Was sind deine Pläne für morgen? Wen liebst du und wie tief?

Egal wie viel Geld du verdient hast und wie viel du geliebt hast, eines Tages werden deine Beine kalt und steif, dein Herzschlag wird aufhören, dein Atem wird enden, und alles wird entschwinden. In einem bestimmten dieser JETZT Momente, der so wirklich ist wie dieser jetzige, wird dein Leben enden. Bist du bereit für deinen Tod? Bist du bereit für den Tod deiner Kinder, deiner Eltern, deiner Freunde?

Ein Picknick mit deinen Lieben. Eine Grillparty. Eine leichte Brise. Lachen. Plötzlich bleibt dein Herz stehen. Ein letzter Atemzug. Totenbleiche.

Bist du bereit? Hast du voll geliebt und deine Geschenke aus tiefster Seele gegeben?

Ein gut gelebtes Leben umarmt den Tod, indem du offen fühlst, aus dem Herzen heraus und für alle, in jedem Moment.

Weit offen kannst du anbieten ohne festzuhalten. So kannst du annehmen ohne dich zurückzuhalten. Weit geöffnet, das Herz für alle angeboten. So BIST du Offenheit, in keiner Weise getrennt von diesem ganzen offenen Moment. Jeder Teil des Momentes kommt und geht als Offenheit.

Das Lächeln deiner Tochter: für eine Weile, unbezahlbar, bereits am schwinden. Die Umarmung deines Liebhabers: süß, voll, bereits sich lockernd. Jeder Moment ist wundervoll und bereits wieder am Entschwinden. Jede Erfahrung, aus vollem Herzen oder leer, beides.

Ein Leben gelebt um etwas zu erleben ist ein halbes Leben, angespannt, unsicher, einsam, und nicht erfüllt. Die Erlebnisse können dich nicht erfüllen, denn sobald sie da sind, sind sie auch schon wieder gegangen. Übergegangen in ein Flüstern, in ein Abflachen der Hoffnung, unerreichbar entschwunden.

Ein Moment ohne Festhalten ist ein Moment des Lebens, der frei blüht und scheint. Aufhören zu kämpfen, das Wollen freilassen in der Weite, tief atmen, das Herz der Welt angeboten. In so einem Moment wurdest du geboren. So ist auch der Tod. Er erlaubt dir, dich frei zu öffnen, nur noch Liebe zu SEIN.

Alles Liebe,
Richard
Folgende Benutzer bedankten sich: Marlene, horizon02, Monika M, nanabosho, elfensang
08 Apr 2012 19:52 #17493 von nanabosho
Hab herzlichen Dank für Deine Zeilen, Richard!
Du hast sie in einem für mich wunderbaren und wundersamen Augenblick verfasst. Als wüsstest Du, was gerade in mir vorgeht. Und wie es gerade in meinem Leben insgesamt aussieht!

Es ist nicht meine Art, überschwenglich zu sein, aber:
Danke, danke, danke!

nanabosho
Folgende Benutzer bedankten sich: Richard179, elfensang
08 Apr 2012 19:59 #17494 von horizon02
... wundervolle Zeilen, die einen tief im Inneren berühren und wiedererkannt werden als wahrhaftiger Weg des Seins ...

Ich danke Dir Richard
Folgende Benutzer bedankten sich: Richard179
10 Apr 2012 02:05 #17495 von elfensang
danke, nanabosho-für das thema
danke, richard- für die antwort(en)

und doch gibt es momente des großen zweifels, die einen nicht schlafen lassen...
warum diese kleinmütigkeit?

da gab ich alles
hab alles empfangen
und dennoch
nun fühle ich nur noch
finstere leere
was habe ich falsch gemacht???

oder sind es nur die letzen worte, die mich mit der gegenwart verbanden ?!
Folgende Benutzer bedankten sich: Richard179
10 Apr 2012 12:47 - 10 Apr 2012 12:49 #17505 von nanabosho

elfensang schrieb: was habe ich falsch gemacht???


Um mir mal eine Antwort zu gestatten:
Die Frage "Was habe ich falsch gemacht?" war bislang meine Lieblings-Anklage-Frage an Gott und die Welt. Hin und wieder bewegt sie sich noch und versucht, neue Kämpfe in meinem Inneren zu entfachen. Inzwischen aber weiß ich mehr und mehr Folgendes:

Niemals - noch nie in meinem ganzen Leben - habe ich etwas "falsch" gemacht. Wenn ich immer gerade nach meinem besten Wissen und Gewissen handelte, was sollte daran falsch gewesen sein? Besser wusste und konnte ich es eben nicht.
Natürlich stellte ich auch fest, dass, wenn ich glaubte, gerade eine "höhere Ebene" erreicht zu haben, wenn ich mir einbildete, es "jetzt geschafft" zu haben, die Ernüchterung schon auf mich wartete. Doch jede "Ernüchterung" half mir, gelassener zu werden, vertrauensvoller auch. Immer weniger, immer seltener ließ ich mich umwerfen, geriet ich in Panik (war früher mal s e h r panisch!). Die "Ernüchterungen" - um bei diesem Wort zu bleiben - zeigten mir, dass ich eben in der polaren Welt lebe. Und je weniger sie mich aus der Bahn brachten, desto weniger hatte ich das Empfinden von Leid dabei. Ich begann, Dinge zu nehmen wie das Wetter. Es ist normal und hat seinen tiefen Sinn, wenn es immer wieder regnet. Ständiger Sonnenschein würde die Erde gnadenlos austrocknen lassen. Dass auf Tag Nacht folgt, ist der Puls der Erde, resultierend aus ihren Bewegungen. Der Tag hat seinen Sinn, die Nacht den ihren. Der Tag hat sein Bewusstsein (wir sprechen manchmal von "Tagesbewusstsein"), die Nacht das ihrige. Solange wir hier auf der Erde leben, wäre es z. B. kontraproduktiv, a l l e i n das Gefühl bestimmen zu lassen, weil wir gerade mal erkannt haben, dass der Ego-Verstand uns in die Irre führt. Er führt uns nur deswegen in die Irre, weil wir ihn h e r r s c h e n lassen, anstatt ihm den Platz zu geben, auf dem er uns zum Diener wird.
Wir müssen erkennen, dass auch wir selbst "pulsieren", dass das Wechselspiel des Lebens unser Rhythmus ist, und wenn wir j e d e dieser Bewegungen akzeptieren können, gibt es auch kein Leiden dabei, da sind wir weiterhin im JETZT.
Es geht nicht darum, das Eine über Bord zu werfen oder auszuklammern, um das Andere haben oder erfahren zu können, sondern um die Erkenntnis, dass Alles seinen Platz und Sinn hat.
Wenn wir die Flut ohne die Ebbe haben wollen, kämpfen wir gegen den Rhythmus des Lebens selbst, glaube ich. Wichtig wäre eher die Einsicht, dass die "Ebbe" nicht g e g e n uns ist, sondern nur einen anderen Aspekt, eine andere Seite - von uns - auftut.
Daher plädiere ich dafür, die Tiefen ebenso anzunehmen wie die Höhen, nicht zuletzt im Wissen, dass sie auch wieder von Höhen abgelöst werden.
Das einzig Sichere im Leben ist die Veränderung, und wenn wir vor dem Tod gestorben sind, wird uns j e d e Veränderung Leben schenken. (Bin nicht sicher, ob ich diesen Satz überhaupt wirklich verstehe, obwohl ich ihn selber geschrieben haben, doch mein Gefühl sagt mir, ich sollte ihn stehen lassen.)
Herzliche Grüße,
nanabosho
Moderatoren: MartinYvonne