Lieber Gast. Du befindest dich im alten Forum der Celestine Community. Ein Teil des Forums ist öffentlich. Mitglieder, die sich bis 2016 registriert haben, können sich weiterhin einloggen und den Mitgliederbereich betreten.

Unsere neue Community ist nun online. Wir laden dich herzlich ein, dich mit uns auf unserem Campus zu vernetzen.

Zur neuen Community

×

Hinweis

Das Forum ist schreibgeschützt.

× 6. Erkenntnis - Das Wertesystem definiert sich neu:
Je länger es uns gelingt, diese Verbindung aufrecht zu erhalten, desto deutlicher wird uns bewußt, wenn sie wieder unterbrochen wird, was gewöhnlich der Fall ist, wenn Stress in unser Leben tritt. Bei dieser Gelegenheit läßt sich deutlich erkennen, auf welche Weise wir Energie manipulatives Verhalten gewonnen, so festigt sich auch unsere Verbindung mit der göttlichen Energie, und wir sind in der Lage, unseren Pfad des inneren Wachstums und die uns auferlegte spirituelle Aufgabe zu erkennen, durch deren Annehmen wir zum Wohlergehen dieser Welt beitragen.

Sterben vor dem Sterben = Leben

11 Apr 2012 16:56 - 11 Apr 2012 17:00 #17516 von Richard179

ikara schrieb: der schmerzkörper"
aber wie hältst du ihn fern ??
wie kannst du den raum schaffen, ihn an seinem einfluss zu hindern ???

und wie ich wieder aus meinem SEIN fallen kann, jedes mal, wenn ich heraus-falle, wird es schmerzhafter :(

aber umso achtsamer werde ich und versuche(darauf liegt die betonung:ver-such),rechtzeitig zu spüren, ob ich in der wahr-heit bleibe und das ist für mich echt ein dickes problem


Danke liebe Barbara,

das sind genau die Fragen, um die es geht und die hier gebraucht werden.

Den Schmerzkörper fernhalten, seinen Einfluss verhindern. Das ist es gerade, das ihn am Leben erhält. Fernhalten und verhindern, das machst du nicht aus dem SEIN heraus, sondern wenn du meinst, es mit deinen Gedanken regeln zu können oder zu müssen. Doch mit solchem Wollen führst du nur Energie hinzu, erzeugst du Gegendruck. Vielleicht scheust du die Gefühle, die dir durch den Körper jagen, oder den Gedankenzirkus. Doch das ist nur wie eine Fratze auf dem Karneval. Du hältst sie nicht fern und du verhinderst sie nicht. Doch wenn du das Spiel durchschaust, dann verliert es an Wirkung.

Der Schmerzkörper geht nicht, doch er wird schwach, wenn du ihm immer weniger Nahrung zuführst. Doch es braucht deine ganze Aufmerksamkeit. Denn er will nicht sterben und er kann sehr einfallsreich sein, wenn es darum geht, immer wieder dafür zu sorgen, dass er beachtet wird. Und schon hat er wieder Nahrung.

In dem Moment, in dem du den Schmerzkörper wahrnimmst, oder eine Lücke im Fluss deiner Gedanken entsteht, hast du bereits einen Raum zwischen dir und dem Schmerzkörper. Diese Momente und Lücken gilt es zu vermehren und zu vergrößern.

Wenn du etwas loswerden willst, dann musst du es umarmen in Liebe, damit es sich in der Energie der Liebe auflöst. Du stirbst schon nicht dabei. In der Energie des Wegschiebens und Ablehnens wird es nicht diese feine Energie um sich haben, die erst ermöglicht, es zu lösen.

Deine Zweifel und die Bedenken dazu selbst sind ja Teil des Schmerzkörpers. Er will sich am Leben erhalten wie jedes Wesen. Schau dir nur deine Zeilen an. So spricht er und will dich dazu bringen, beachtet zu werden.

Alles Liebe euch,
Richard
Folgende Benutzer bedankten sich: nanabosho
16 Apr 2012 17:49 #17537 von Prana
Im Christentum nennt man das Wiedergeburt. :blush:
23 Apr 2012 15:52 #17583 von nanabosho
Ich kann es nicht lassen und muss an dieses Thema noch einige Zeilen von Eckhart Tolle anhängen. Sie ergreifen mich sehr und sie mit Euch zu teilen kann ich dabei nicht vermeiden...
Es geht um den inneren Frieden und um die Vergänglichkeit bzw. die Zyklen des Lebens auf diesem Planeten.




E. T. spricht hier von denen, die zu einem gewissen Maß an innerem Frieden gefunden haben:

Solange du dich in der physischen Dimension befindest und mit der kollektiven menschlichen Psyche verbunden bist, kann es - wenn auch selten - weiterhin körperliche Schmerzen geben. Das darf nicht mit Leiden, mit geistig-emotionalem Schmerz verwechselt werden. Alles Leiden ist vom Ego geschaffen und auf Widerstand zurückzuführen. Außerdem bist du, solange du in dieser Dimension weilst, ihrer zyklischen Natur und dem Gesetz der Vergänglichkeit aller Dinge unterworfen. Das erscheint dir allerdings nicht mehr als "schlecht" - es ist einfach so. Indem du die "Ist-heit" aller Dinge zulässt, enthüllt sich dir eine tiefere Dimension hinter dem Spiel der Gegensätze, eine anhaltende Gegenwärtigkeit, eine unveränderliche tiefe Stille, eine Freude ohne Ursache jenseits von gut oder böse. Das ist die Freude des Seins, der Friede Gottes.
Auf der Ebene der Form gibt es Geburt und Tod, Schöpfung und Zerstörung, Wachstum und Auflösung der scheinbar getrennten Formen. Überall wird uns dies gespiegelt: im Lebenszyklus eines Sterns oder Planeten, eines physischen Körpers, eines Baumes, einer Blume; im Aufstieg und Untergang von Nationen, von politischen Systemen, Zivilisationen und in den unvermeidlichen Perioden von Gewinn und Verlust im Leben eines Menschen.
Da gibt es Perioden von Erfolg, in denen die Dinge auf dich zukommen und du aufblühst, und Perioden von Misserfolg, in denen sie vergehen, verschwinden, in denen du sie loslassen musst, um Platz für neue Erscheinungen zu machen oder um Transformation zu ermöglichen. Wenn du an dem Punkt festhältst und Widerstand leistest, bedeutet es, dass du dich weigerst, mit dem Fluss des Lebens zu gehen, und dass du leiden wirst.
Es ist nicht wahr, dass der aufsteigende Zyklus gut und der absteigende schlecht ist, außer in der Beurteilung durch den Verstand. Wachstum wird normalerweise als positiv angesehen, aber nichts kann immer nur wachsen. Wenn Wachstum, ganz gleich welcher Art, für immer und immer fortschreiten würde, dann würde es früher oder später monströs und destruktiv. Auflösung ist notwendig, damit neues Wachstum entstehen kann. Das eine kann ohne das andere nicht existieren.
Der absteigende Zyklus ist für spirituelle Erkenntnis absolut essentiell. Du musst auf irgendeiner Ebene zutiefst versagt oder einen tiefen Verlust oder Schmerz erlebt haben, um von der spirituellen Dimension angezogen zu werden. Oder vielleicht wurde gerade dein Erfolg leer und bedeutungslos und entpuppte sich so als Versagen. Versagen liegt in jedem Erfolg verborgen und Erfolg in jedem Versagen. In dieser Welt, also auf der Ebene der Formen, "versagt" natürlich jeder früher oder später und jede Errungenschaft wird am Ende wieder zunichte gemacht. Alle Formen sind vergänglich.
Du kannst weiterhin aktiv sein und Freude daran haben, neue Formen und Situationen zu manifestieren und zu erschaffen, aber du wirst nicht mehr mit ihnen identifiziert sein. Du brauchst sie für dein Selbstgefühl nicht mehr. Sie sind nicht dein Leben - nur deine Lebenssituation.

Usw. usw. Vgl. Eckhart Tolle, JETZT - Die Kraft der Gegenwart. (Am liebsten schreibe ich zwar sonst eigenes, aber von Tolles Zeilen bin ich dermaßen betroffen und begeistert, da ergreift mich die Versuchung, seitenlange Texte hier einzustellen...)


Herzliche Grüße,
nanabosho
01 Sep 2012 18:42 #18223 von Nirvana

nanabosho schrieb: Was haltet Ihr davon? Habt Ihr da irgendwelche Assoziationen?


Mit fällt dazu folgendes ein: (Zitat aus Hagakure)
"Bushido, der Weg des Kriegers, liegt im Sterben."
"...Man kann von jeder Gefahr der Schande frei sein, solange man - wild entschlossen, jeden Moment zu sterben, oder sich bereits für tot haltend - sowohl in seinem Dienst als auch beim Ausüben militärischer Tugend sich ernsthaft bemüht."

Ich denke, wer jederzeit im Hier und Jetzt lebt, zu jedem Zeitpunkt alles getan hat, was getan werden konnte, sich also ganz in sich selbst ruhte und alles tat, was er/sie für wertvoll erachtet hat, der kann in jedem Augenblick zufrieden, erfüllt und völlig angstfrei seinem Tod gegenübertreten.

Nichts im Leben ist so gewiss wie mein Tod...
Dirk Nirvana
10 Sep 2012 22:14 #18278 von Babsi
Was ist eine militärische Tugend ? :silly: Lg Babsi
11 Sep 2012 11:28 #18281 von KeepOnSmiling
Das ist mal eine gute Frage :lol: , liebe Babsi,

ich glaube, Sterben ist eine militärische Tugend ;-)
Auf den Punkt gebracht ist es ja Ziel jeder militärischen Aktivität durch den Tod einzelner ein "großes" Problem zu lösen: Entweder durch den eigenen Tod oder den des Gegners...

Anderseits schreibt Sunzu (ein gern von Managern und Milität zitierter Militärstratege aus dem China von vor mehr als 2000 Jahren), dass der beste Krieg der ist, der ohne Kampf (also auch ohne Tote und Verletze) auskommt...

Naja, Tugend liegt ja immer im Auge des Betrachters und das Militär hat auch eine eigene Meinung ;-)

KeepOnSmiling
OlliKöhl
Folgende Benutzer bedankten sich: Schelm
Moderatoren: MartinYvonne