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Der Umgang mit inneren Angstbildern

19 Sep 2008 20:28 - 18 Okt 2008 10:35 #2878 von *Birgit*
Hallo Ihr Lieben.

Ich frage mich, wie gehe ich mit meinen Ängsten um? Und da fand ich diesen Text. im Arbeitsbuch


Der Umgang mit inneren Angstbildern

Der Held in unserem Roman erkundigt sich: »Aber was ist mit den negativen Gedanken? Der Furcht davor, daß etwas Schreckliches geschehen wird, jemand, der uns nahesteht, verletzt werden könnte oder wir nicht erreichen, was wir uns vorgenommen haben?«

Darauf antwortet Pablo ihm: »Die Siebte Erkenntnis sagt, daß Bilder der Angst bei ihrem Auftauchen angehalten und durch etwas Positives ersetzt werden. Daraufhin wird es bald so gut wie keine negativen Bilder oder Gedanken mehr geben. Du wirst nur mehr Ahnungen von positiven Ereignissen haben. Sollten negative Bilder auftauchen, dann rät das Manuskript, sie unbedingt ernstzunehmen, sie jedoch nicht weiterzuverfolgen. Wenn du zum Beispiel ein Bild davon hast, wie du in einem Lastwagen verunglückst, und jemand bietet dir an, in seinem Wagen mitzufahren, so lehne das Angebot ab. «

Angst ist ein natürlicher Bestandteil unseres Lebens und ein Verbündeter, wenn es darum geht, eine Gefahr zu erkennen und ihr aus dem Weg zu gehen. Die Rolle der Angst und ihre Funktion in unserem Leben zu verstehen, kann für unser Selbstverständnis von großer Bedeutung sein. Angst, zusammen mit ihren beiden Derivaten Besorgnis und Rastlosigkeit, steht unserer Entwicklung so lange im Wege, wie wir diese Empfindungen bestimmen lassen, auf welche Weise wir neue Informationen und Verhaltensmöglichkeiten einzustufen haben. Angst entfernt uns aus der Gegenwart, indem sie uns mit Erinnerungen an Vergangenes oder Zukünftiges oder mit im Augenblick irrelevanten Problemen belästigt. Die Siebte Erkenntnis rät uns dazu, den negativen Denkvorgang zu verändern, indem wir unsere Angstbilder durch andere Bilder ersetzen. Es ist auf jeden Fall wichtig, sich mit Angst auseinanderzusetzen, anstatt sie zu ignorieren oder ihr Vorhandensein zu leugnen.

Haben Sie jedoch die in ihrer Angst verborgene Botschaft einmal verstanden, dann üben Sie sich darin, diese negativen Gedanken zu verabschieden und sich einen positiven Ausgang vorzustellen. John, der für seine Lizenz als Bauunternehmer paukte, hatte z. B. große Angst vor der ihm bevorstehenden Prüfung. Er erinnerte sich an seine Zeit auf der Oberschule und seine damaligen Schwierigkeiten bei der Mathematikprüfung. Auf der anderen Seite motivierte ihn der Gedanke daran, bald als selbständiger Unternehmer arbeiten zu können, und er war fest entschlossen, sich so gut wie möglich auf seine Prüfung vorzubereiten. Dieser Entschluß veranlaßte ihn, nach einer neuen Möglichkeit im Umgang mit seiner Angst zu suchen. Jeden Tag reservierte er sich ein paar Minuten, um sich vor der Arbeit an seinem Examen zu entspannen. Er stellte sich vor, wie seine Lizenz mit der Post eintraf und wie stolz er dann sein würde. Packte ihn die Angst vor dem Versagen, erinnerte er sich daran, wie sein Vater die Talente und Fähigkeiten seines Sohnes regelmäßig heruntergespielt hatte und daß er jetzt ein fähiger Mann in der Erwachsenenwelt war, der darauf brannte, im Leben und im Beruf voranzukommen. »Die Menschheit braucht qualitativ gute und schöne Häuser, um darin zu leben, und du wirst sie ihnen verschaffen«, sagte er sich. Diese Übung half ihm dabei, nicht zu verzagen, und er bestand sein Examen.

Achten Sie darauf, in welchen Situationen Sie dazu neigen, furchtsam zu werden. Achten Sie darauf, bei welchen Tätigkeiten Ihre Energie absinkt. Dies könnte zum Beispiel der Fall sein, wenn Sie sich mit jemandem über ihre tragische Vergangenheit unterhalten oder sich über den Alltag oder Ihre Zukunftsängste beschweren.

Die Erkenntnisse von Celestine von James Redfield ; 7te Erkenntnis;


Was kann ich tun, um mit meinen Ängsten umzugehen?
Peter - Christian
22 Sep 2008 21:00 #2897 von hope
Lieber Peter Christian,

erst einmal: diesen Ausschnitt aus diesem Thread hast, Du, wie ich mich meine zu erinnern, auch an anderer Stelle angeführt.
Und nu will ich Dir sagen, dass Du mir damit ein gutes Stück ´auf die Sprünge` geholfen hast - sicher nicht mit Absicht - aber als `ausführendes Organ` einer Fügung allemal ;-)
Du hast mich mich hier kurz hintereinander mit etwas `konfrontiert`, was für mich - gerade in diesem Moment - von sehr großer Bedeutung ist.
Wie gehe ich mir meiner Angst um? Wie werde ich mir dem `fertig`, was aus vergangenen Erfahrungen so lähmend in der Gegenwart wirkt?
Die Antwort gibt der Text: indem ich mir vorstelle, wie `es`anders läuft...
Nun, ich habe durchausmeine Schwierigkeiten, das auch in die Tat umzusetzen, aber ich kenne nun zumindest den Weg. Und das ist schon sehr viel. Es ist ein Anfang und das Gelingen hängt von Bewußtsein und Übung ab , wie ich einfach mal annehme und auch inständig hoffe.
Nun, nach wie vor, bin ich absolut unsicher, wann eine Angst tatsächliche Warnung ist, der ich besser folgen sollte, aber ich glaube, dass ich - mit dem nötigen Vertrauen - auch darauf eine Antort finden werde....

Es geht um Vertrauen... in sich selbst, in das Leben, in die göttliche Führung. Weg vom `Kontrolletti`, annehmen was ist....
Ich glaube, dass ist die Antowrt, wie wir mit unseren Ängsten `umgehen` können.
Im Grunde gehen wir dann auch nicht mehr `mit ihnen um`, sondern sie existieren nicht mehr... nicht, ohne eine wirkliche nachhaltige Berechtigung zu haben, nämlich die, uns wirklich zu schützen.
Im Monmet gibt es bei vielen von uns zu viele Ängste, die diese Funktion wirklich verloren haben und uns lediglich blockieren....
Dies Blockaden aufzulösen, bedeutet, sich mit dem Leben, mit dem Enegiefluss, der göttlichen Kraft zu verbinden...
Und dehalb sollten wir nie aufhören, hier aktiv zu sein.

Alles Liebe

Sylvie
23 Sep 2008 08:29 #2899 von larannha
ich kann zu dem Thema noch ein bißchen Psychologie beisteuern um das Ganze mal zu vertiefen :)


Innere Angstbilder gehören praktisch zur Grundausstattung des Menschen und haben die Angewohnheit insbesondere in großen Lebenskrisen oder bei traumatischen Erfahrungen mit voller Kraft loszubrechen. Jeder, der eine mehr oder weniger große Lebenskrise erlebt hat weiß das und hat das irgendwie transformiert bis zur nächsten großen Krise.

Nach der tiefenpsychologischen Angstlehre (Riemann) gibt es 4 Grundformen der Angst aus denen sich alle anderen Ängste ableiten (z.B Prüfungsangst und ähnliches)Die Grundformen stehen sich paarweise polar gegenüber. Und hier sind sie:

Angst vor der Selbstwerdung vs. Angst vor der Selbsthingabe

Menschen streben nach Individualität und möchten sich von der Masse abheben, gleichzeitig benötigen sie die Gemeinschaft. Hieraus leitet sich die Grundform Angst vor der Selbstfindung ab, die nichts anderes bedeutet als die Angst sich von der Gemeinschaft zu isolieren bzw. isoliert zu werden.
Die Angst vor der Selbsthingabe beschreibt das Gegenteil, das bedingungslose Einlassen und damit die Angst abhängig, ausgeliefert zu sein und das eigene Ich zu verlieren.

Angst vor der Wandlung vs Angst vor der Notwendigkeit

die Angst vor der Wandlung beschreibt das Paradox das wir Menschen nach Sicherheit und Dauerhaftigkeit im Leben streben und sie doch nicht haben denn unser Leben ist begrenzt. Trotzdem planen wir und setzen uns unsere kleinen Ziele. Dem gegenüber steht die Angst vor der Notwendigkeit, das ist die Angst festgehalten zu sein, die Eintönigkeit des Alltags immer zu wiederholen und langsam aber sicher in Vergessenheit zu geraten.


Jeder hat da sein persönliches Strickmuster und "bevorzugt" die eine oder andere Grundform. Alle anderen Angstbilder lassen sich darauf zurückführen.

Um bei dem Beispiel zu bleiben: wenn jemand Prüfungsangst hat, dann könnte die Urangst lauten: Angst vor der Notwendigkeit. Denn was passiert wenn er die Prüfung nicht besteht? Nichts! Alles bleibt wie es ist.Somit kann die Urangst darin bestehen nichts wirklich Großes im Leben zu bewirken (Selbstfindung) und in der Eintönigkeit des Alltags ( Notwendigkeit) verloren zu gehen wenn die Prüfung nicht bestanden wird.

Die Transformation dieser Urängste bearbeitet übrigens fast jeder mit einer Form der Spiritualität.

sich der eigenen Grundform bewußt zu werden kann sehr hilfreich sein bei der nächsten Krise oder auch kleinen Angst oder Unsicherheit.

Viel Spass beim "philosophieren" :)
23 Sep 2008 20:45 #2905 von hope
Hallo Larannha,

klasse Beitrag!
Und zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich das nicht kannte.:(
Du hast geschrieben, dass wir Menschen in der Regel die eine oder andere Grundform der Angst bevorzugen.
Hmm, wenn ich das so lese, habe ich für mich das Gefühl, dass es die Unvereinbarkeit der scheinbar gegensätzlichen Bedürfnisse ist, die zumindest mir zu schaffen macht.
Das Bedürfnis nach Individualität bei gleichzeitigem Wunsch nach Integration und die innere Abwehr gegen das `Festgehalten werden`in Notwendigkeiten bei gleichzeitiger Einsicht, dass viele Dinge unumgäglich sind, um sich überhaupt wandeln zu können...

Ich muss gestehen -ich verstehe noch nicht so ganz, warum die Angst vor der Wandlung im Gegensatz zur Angst vor dem `Festgehalten werden` steht.
Der Hinweis, auf die Vergänglichkeit unseres Lebens scheint mir `zu weit weg zu sein`. Vielmehr vermute ich, dass diese Angst wiederum in der Angst vor Ablehnung und Abgrenzung endet- also im Grunde wieder in die Grundangst, nicht integriert zu sein. Denn wenn wir uns wirklich wandeln, dann bedeutet das doch oftmals, Abschied vom vertrauten Leben nehmen zu müssen, Beziehungen zu ändern/ zu verlieren - zumindest in der Form, wie wir das gewohnt waren. Wir werden damit in `der bisherigen Welt`zu Individualisten....

Öhm, ich glaube, ich drücke mich gerade äußerst kompliziert aus. Tut mir leid - ich kann`s gerade nicht anders. :blush:
Aber vielleicht versteht mich ja der eine oder andere doch, was ich meine und weiß was `Schlaues`zu dem, was ich hier so produziere;-)
Würde mich freuen.
Finde, dass das ein unglaublich wichtiges Thema ist, das uns alle enorm weiterbringen kann.
Sehrt Ihr das auch so?

Alles Liebe

Sylvie
24 Sep 2008 08:35 #2907 von larannha
naja, das ist ja auch schon fast philosophisch und nicht so einfach sich klar auszudrücken :)

Aber du Sylvie hast Recht: natürlich hat die Angst vor der Wandlung nicht nur was mit Vergänglichkeit in Bezug auf das Leben zu tun sondern eben auch mit der Unvorhersehbarkeit des Lebens. Das beinhaltet Verluste, Beziehungsabbrüche usw. usw., die du nicht kontrollieren und beeinflussen kannst. Im Gegensatz dazu bezieht sich die Notwendigkeit auf das ewig Gleiche, die Erstarrung, nichts ändert sich wirklich und alles ist vielleicht sinnlos und endet mit dem endgültigen Tod. (das Leben ist nur ein Zufall)

Irgendwo dazwischen bewegt sich ein jeder und trotzdem hat Angst ja auch positive Seiten:
sie ist unverzichtbar um Gefahren wahrzunehmen und sie treibt uns an und lähmt uns gleichzeitig und damit fordert sie uns auf aktiv zu werden, sie anzunehmen und versuchen zu meistern.

Ich denke, das du andere Lösungsoptionen hast wenn du um diese Grundängste weißt, egal in welche Richtung deine Angst tendiert. Es gibt dir die Möglichkeit vom Problem wegzutreten und mit dir selber in Kontakt zu kommen um zu sehen welche Muster sich bei dir gerade aktivieren und vor allem warum. Das gibt andere Entscheidungsmöglichkeiten als um das offensichtliche Problem zu kreisen und kann dir bewußt machen wie du "tickst". Es geht, glaube ich, weniger darum alles aufzulösen...dann wären wir vermutlich der Erleuchtung näher als wir denken...sondern mehr darum Bewußtsein für das eigene Selbst zu entwickeln um sich so langsam vorzuarbeiten und das Positive der Angst, den Aufforderungscharakter anzunehmen!

liebe Grüße :)
24 Sep 2008 11:29 #2908 von Rita
Hallo ihr Lieben,

ich habe immer Probleme zu definieren, was ich als Angst empfinde oder nur als Unbehagen. Vielleicht habe ich RICHTIGE Angst, wie z.B. Todesangst, noch nicht erlebt. Ich denke, ich bin kein ängstlicher Typ. Das merke ich im Alltag, wenn ich mich traue (und vertraue), wo andere "Angst" haben. Sagt jemand "oh nee, das trau ich mich nicht" sage ich, "warum nicht? Das wird schon", auch wenn ich keinen Schimmer von der Lösung habe.

Ich habe auch keine Angst, als Individualist von der Gemeinschaft getrennt zu sein, im Gegenteil. Ich denke, jeder kann mit seinen ganz individuellen Fähigkeiten zum Gelingen und Funktionieren der Gemeinschaft beitragen, wenn er sie der Gemeinschaft zur Verfügung stellt. Auch als individuelle Rita fühle ich mich als Teil des Ganzen.

Vielleicht denke ich ja auch um die Ecke:)

Liebe Grüße von
Rita
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