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Bin ich ein Teil dieser neuen Generation?

18 Dez 2010 16:20 #11412 von Sabine
Liebe Mary!

Es ist interessant, dass du meine Formulierung >es ist nicht so "leicht"< als Negativ-Wertung verstehst - denn durch die Anführungszeichen" um das Wort "leicht" habe ich ja bereits verdeutlicht, dass ich hierin die große Herausforderung und Entwicklungsmöglichkeit sehe, die wir uns doch ganz bewusst gewählt haben, indem wir ein Land geboren sind, wo die vielfältigen (vermeintlich hemmenden) äußeren Einflüsse und Erwartungshaltungen ja ein ganz besonderes Aufgabenfeld darstellen.
Und eine solche erwählte Aufgabe kann wohl kaum negativ sein.

Bei den Aborigines in Australien und zahlreichen anderen Kulturkreisen, ist dieses nicht gegeben und deren Bevölkerung lebt täglich in der Verbundenheit mit der göttlichen Energiequelle.
Wie sagen die Tahitianer: "in der Zeit, in der Ihr Euch täglich etwas sucht, um das Ihr Euch Sorgen machen könnt, leben wir."

Herzliche Grüße
Sabine
19 Dez 2010 00:27 #11413 von kathrinro
Liebe Sabine,

nun finde ich es wiederum interessant, dass Du Marys Posting als Negativ-Wertung Deiner Formulierung verstehst :)

Ich persönlich habe das Gefühl, dass Deine und Mary's Sichtweisen hier völlig gleichwertig nebeneinander stehen. Ich kann beide absolut nachvollziehen:

-Nicht leicht in Europa, da die Gesellschaft von anderen Erwartungen und Vorgaben geprägt ist,

-leicht in Europa, weil wir uns unseren Träumen und unserer Entwicklung widmen können ohne in der Regel von wirklich existenziellen Nöten bedroht zu sein

Liebe Grüße,
Kathrin.
19 Dez 2010 09:23 #11414 von Sabine
Liebe Kathrin,

danke für deinen Hinweis - GLEICHWERTIG sind unterschiedliche Sichtweisen allemal, da kann ich dir nur zustimmen!

Und "Negativ-Wertung" bedeutete hier nicht ABWERTEND oder SCHLECHT, sondern GEGENTEILIG, da wohl das in Anführungszeichen stehende Wort "leicht" meines Postings völlig anders ankam, als von mir gemeint.
Somit ist doch mal wieder anschaulich zu sehen, dass Begriffe, Formulierungen und Ansichten immer subjektiv vom Empfänger wahrgenommen und eingeordnet werden, unabhängig davon, wie der Sender sie gemeint hat.

All unsere Sichtweisen ergänzen sich und schließen sich nicht aus - ich habe einen Teil einer Sichtweise aufgezeigt, Mary einen weiteren und keiner der beiden Teile schließt den anderen aus.

Herzliche Grüße,

Sabine
19 Dez 2010 09:51 #11415 von mary67
Guten Morgen ihr Lieben,

negativ habe ich das nicht gesehen. Eher so, als hätten wir es in Europa schwer, unser Leben zu leben.
Ich glaube, die Vielfältigkeit unserer Möglichkeiten ist manchmal überfordernd. Wir können sooo viel machen, uns immer wieder neue Ziele setzen, an uns und an unserer Lebenart arbeiten und gestalten - die Qual der Wahl sozusagen :lol: .

Wenn ich mir andere Kontinente betrachte, so sehe ich persönlich es als grosses Glück an, in Europa aufgewachsen zu sein und hier leben zu können. Es ist auch hier nicht alles eitel Sonnenschein und doch müssen wir nicht mit Unterdrückung leben oder mit Hungersnot usw.

Ich lebe in Südspanien. Hier kommen jährlich zig Südafrikaner in wirklich kleinen Booten ans Land. Immer wieder gibts Tote dabei. Sie kommen mit schwangeren Frauen, mit Babys und nehmen sehr viel auf sich, um nach Europa zu kommen.
Warum? Weil sie in ihrem Land aus nichtigen Gründen verfolgt werden und ggf. getötet werden; weil sie sich und ihre Kinder nicht ausreichend ernähren können; weil sie furchtbar unterdrückt werden ...

Diese Menschen haben auch ein Ziel: irgendwo hin, wo ich überleben kann.

Wir hier beschäftigen uns mit ganz anderen Zielen - was ich nicht abwerten möchte.

Sonnige Grüsse
Marion
19 Dez 2010 10:43 - 19 Dez 2010 10:45 #11416 von Sabine
Liebe Marion,

ich kann dir nur zustimmen - einerseits haben wir hier in Deutschland und Europa vielfältige Angebote und eine soziale Absicherung, andererseits kann genau das sehr von unserem Inneren ablenken und die vorgegebenen gesellschaftlichen, familiären oder kirchlichen Erwartungen kommen noch hinzu.

In den Kulturkreisen, wo das Bewusstsein des Inneren und Göttlichen völlig selbstverständlich gefühlt und gelebt wird, mangelt es an genau dem, was wir in unseren Landen haben.

Also absolute Relativität, bei der es wohl kein "besser" oder "schlechter" als Wertung gibt.

Ich selbst habe mit Erstaunen festgestellt, wie lange es dauern kann, bis sich ein in äußerer Sicherheit und "Wohlstand" lebender Europäer an die gelassene und friedvolle Lebensweise anderer Kulturkreise gewöhnt.
Als ich vor vielen Jahren zum ersten Mal in Indien war und auch die dort teilweise sehr große äußere Armut sah, war ich diejenige, die dies am wenigsten ertragen konnte, weil ich es nicht kannte. Die davon Betroffenen hatten hiermit nicht die Probleme, die es mir bereitete.
Genausowenig war mir damals die so unglaubliche Gelassenheit und "Langsamkeit" bekannt.
Es dauerte 2 Wochen, bis mir das ständige "NO PROBLEM" und die damit verbundene Ruhe nicht mehr auf die Nerven ging und mich ansteckte....

Kaum wieder zuhause, nervte mich die ewige Hetze, das Suchen und die Geschwindigkeit, der jede Achtsamkeit fehlte.
Erst einige Zeit später fing ich an, diese gelassene Einstellung auch im hiesigen Leben umzusetzen - und eckte natürlich überall an, weil es hier nicht durchgängig üblich ist.

Wie auch immer wir es drehen und wo auch immer wir geboren und aufgewachsen sind - letztendlich können die Blicke auf das Äußere uns nicht frei werden lassen.
Was wir hier im äußeren Überfluss haben, fehlt anderen und was diese an innerer Bewusstheit haben, fehlt uns oft noch.

Noch ist der Ausgleich für alle untereinander nicht hergestellt - aber wir arbeiten ja daran.....

Herzliche Grüße

Sabine
Folgende Benutzer bedankten sich: Martl
19 Dez 2010 19:31 #11421 von Ralf
Hallo Andre,
ich denke wir sind schon Teil dieser neuen Generation.
Besonders weil wir anders denken und uns hier austauschen.
Was mir bei deiner Beschreibung aufgefallen ist, dass Du die Gesellschaft darstellst. Aber wer ist die Gesellschaft. Das sind doch wir, oder? Vielleicht gibt es noch viele Menschen die die alten materiellen Werte für sehr wichtig halten, aber es werden immer mehr, die sich für andere Lebensinhalte entscheiden. Ich weiß das ich die Gesellschaft als Ganzes nicht ändern kann, aber ich kann in meinem persönlichen Umfeld und in meiner Arbeit schon viel dafür tun. Und das kann zu einem Schneeball werden, der immer mehr mitzieht.
Liebe Grüße, Ralf
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