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Das unangetastete Tabu...

05 Mär 2012 21:51 - 05 Mär 2012 21:57 #17169 von Schmetterling
Hallo ihr Lieben,

als ich den Text „Das unangetastete Tabu der Spiritualität: Kinder“ von Matthias Pöhm las, hatte ich den Impuls, seine provokative Sichtweise mit Euch zu teilen:

Auch nachzulesen auf der Website www.sein.de unter nachfolgendem Link:

www.sein.de/spiritualitaet/ganzheitliche...ualitaet-kinder.html


Das unangetastete Tabu der Spiritualität: Kinder

Könnten Sie zu Ihrem Partner oder zu Ihren Kindern sagen: "Ich will dich, aber ich brauche dich nicht"? Unsere Kultur hat uns das "Festklammern" als hohes Gut mitgegeben. Wir sind aber auf der Welt, um loszulassen. Loslassen ist Liebe.

Wir mögen uns für spirituell fortgeschritten halten, aber beim Thema Ehe und Kinder halten wir oft an den Projektionen fest, die auch unsere Urgroßeltern schon hatten.

In den meisten spirituellen Büchern wird das Thema Ehe und Kinder höflich ausgespart - so als ob hier alles beim Alten bleiben könnte. Aber wir können weder uns noch die Welt verändern, wenn wir uns darüber anlügen, was ist.

Lassen Sie mich einige spirituelle Betrachtungen zu Kindern machen. (Über die Ehe spreche ich ausführlich in meinem Buch)

Vaterschaft und Mutterschaft aus spiritueller Sicht

Wir alle werden eines Tages sterben. Vaterschaft und Mutterschaft werden auf der anderen Seite vollständig aufgelöst. Die Konzepte von Vater, Mutter, Kind sind im Diesseits künstlich erschaffene Rollen, die keiner spirituellen Realität entsprechen. Vater, Mutter, Eltern, Kind ... das sind erfundene Rollenbilder, die es in der spirituellen Wirklichkeit nicht gibt.

Unsere Aufgabe in diesem Erdendasein ist es jedoch, die im Jenseits gültige spirituelle Wahrheit bereits hier zu erfahren. Sie, lieber Leser, sind ein spirituelles Wesen, und der Rest der Realität ist von Ihnen dazuerfunden. Das gilt für uns alle. Unser aller Ziel
ist es, alle Konzepte, die wir erschaffen haben, die nicht zu unserem wahren Wesen gehören, bereits hier auf Erden zu durchschauen und damit aufzulösen.

Die Rollen von Vater und Mutter haben nichts mit Ihrem wahren Wesen zu tun.

Die gesellschaftliche Überhöhung von Familie und Eltern ist aus spiritueller Sicht nicht haltbar. "Den Eltern dankbar sein" ist eine Gesellschaftsschablone, an der in keiner Kultur gekratzt wird. Warum aber soll Dankbarkeit gegenüber den Eltern, die ja behaupten, selbstlos zu geben, etwas Heiliges sein? Warum soll ich meine Eltern mehr achten, als den Bettler am Straßeneck? Fast alle Eltern erpressen ihre Kinder mit dem Begriff "Dankbarkeit".

Die Projektionen in unsere Kinder

Ich habe meine Eltern nicht gebeten, mich in die Welt zu setzen. Der Kinderwunsch fast aller Eltern ist eigentlich der Versuch, innere Löcher zu stopfen. Die Kinder sollen Ihnen "etwas geben". Und dieses "Etwas" ist für das Kind unerreichbar viel. Eine riesige Erwartung lastet so auf den Schultern eines jedes Neugeborenen:

Durch das Kind wollen Eltern ihre innere Leere ausfüllen. Sie wollen wieder mit ihrem Partner etwas zu reden haben. Sie wollen ihre Einsamkeit nicht mehr erleben. Sie wollen einen von allen anerkannten Sinn im Leben. Sie wollen neben ihrem Job eine nicht infrage gestellte Beschäftigung und Aufgabe.

Sie wollen bedingungslos und abgöttisch geliebt werden. Sie wollen, dass ihr Name weitergegeben wird. Sie wollen Ablenkung und Spaß. Sie wollen ein Gefühl der Geborgenheit um sich herum schaffen.

Sie wollen ein süßes, tollpatschiges Kuscheltier zum Rumknuddeln. Sie wollen Bedeutung in den Augen anderer gewinnen. Sie wollen ihre eigenen Eltern nicht enttäuschen. Sie wollen gegen das Vergessenwerden kämpfen. Sie wollen die eigene grenzenlose Bedeutung in den Augen eines ohne sie lebensunfähigen Wesens spüren.

Sie wollen ihre zerrüttete Partnerschaft wieder kitten. Sie wollen ein kleines Wesen mit den eigenen Vorstellungen prägen. Sie wollen als Gegenpol zur depressiven Erwachsenenwelt etwas um sich haben, das sorgenfrei, im Moment lebend, und so herrlich unschuldig ist.

Sie wollen die eigene fehlgelaufene Kindheit ausgleichen. Sie wollen, dass ihr Nachwuchs etwas schafft, was sie nie geschafft haben. Sie wollen durch die erhoffte spätere Bedeutung ihres Nachwuchses in den Augen der Gesellschaft ihre eigene Bedeutung aufwerten. Sie wollen im Alter nicht allein sein.

Sie wollen, dass jemand sie pflegt, wenn sie bedürftig sind. Sie wollen, dass etwas von ihnen weiterlebt. Sie wollen, dass jemand ihr Andenken pflegt. Sie wollen, dass ihr Nachwuchs die Welt rettet, weil sie zu feige waren, selbst die Welt zu retten. Sie wollen ihr Vermögen weitergeben, damit die Illusion erhalten bleibt, sich nicht ein Leben lang umsonst krummgeackert zu haben ....

Niemand hat das Kind gefragt!

Bedingungslose Liebe und Kinder

Und das alles wird dann mit dem Aufkleber "bedingungslose Liebe" etikettiert.
Beim Spiel mit den Kindern geht es von der Elternseite nur um "ich, ich, ich,..." Das Kind ist das Spielzeug, mit dem sie alle ihre Erwartungen und Projektionen erfüllen wollen. Das ist ein Geschäft, aber keine bedingungslose Liebe.

Im spirituellen Reich gibt es aber nur bedingungslose Liebe.

Betäubungsmittel Kind

Das alles wäre nicht schlimm, wenn wir uns darüber nicht anlügen würden. Wir tun so, als ob das alles nicht stimmt.

Wenn Ihr jüngstes Kind 18, 19 wird, dann erkennen Sie auf irgendeiner Bewusstseinsebene im Rückblick, dass die sinnstiftende Glücksquelle doch nur eine Fiktion war. Diese ganze Glücksprojektion und das Sinngebende war nicht erst jetzt, sondern auch im Kleinkindalter nur scheinbar da - Sie haben es damals nur nicht erkannt.

Kinder sind einfach so süß, sie sind unverdorben, ehrlich, unprogrammiert, unschuldig und tollpatschig - man kann mit ihnen knuddeln - und sie brauchen mich doch ... Nach welchem Sinn soll ich denn noch suchen? Das Betäubungsmittel wirkt.

Bei Eltern schlummert im Unterbewusstsein die Angst: Ich habe dich erschaffen, damit du mir Sinn gibst und ich mich nicht so einsam fühle. Bitte erfülle meine Erwartungen. Alle Eltern werden am Ende enttäuscht.

Der vorgenannte Text ist ein Auszug aus dem neuen Buch von Matthias Pöhm „Sie wollen keinen Erfolg - Sie wollen glücklich sein. Der Weg zum Glücksdurchbruch"

Liebe Grüße

Natali
06 Mär 2012 06:35 #17171 von Ulli
:( :(

Kann ich , gottseidank, so nicht bestätigen.

Ich habe meine beiden Kinder, trotz Verhütung, bekommen und wusste im Augenblick der Empfängnis, dass sich nicht verhüten lässt, was kommen soll.

Trotzdem habe ich mich auf sie gefreut und liebe sie sehr!!

Ich freue mich über sie als MENSCHEN, die mir angehören und nicht als Ersatz für meine unerfüllten Bedürfnisse.

Kinder GEBEN mehr als sie nehmen.

Liebe Grüsse ULLI
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06 Mär 2012 15:02 - 06 Mär 2012 15:11 #17173 von nanabosho
Obwohl die Zeilen von Schmetterling unbedingt zu bedenken sind - man erinnere sich z. B. mal, was Jesus über Familie, Mann, Frau, Sohn, Tochter usw. geäußert hat -, kann ich ebenfalls nicht unbedingt bestätigen, dass ich in meiner eigenen Familie (bin bereits Großvater) die genannten Muster s o gelebt oder weitergegeben hätte. Dass sie in meiner Elternfamilie noch eine Rolle spielten, lässt sich nicht leugnen.
Da ich nie vergaß, wie ich mich gefühlt hatte, während ich selbst als Ältester von insgesamt 4 Geschwistern aufwuchs, war ich beispielsweise zu keiner Zeit enttäuscht von meinen eigenen Sprösslingen. Sondern eher heilfroh, sobald ich den Eindruck hatte, dass sie einen Weg für sich fanden. Selber habe ich mit 20 meinem Elternhaus Ade gesagt und bei meinen Kindern war es so ähnlich. - Ich brauchte auch keine Unterhaltung von meinen Kindern, weil ich selbst in so vielen Schwierigkeiten steckte, die mich beschäftigten, dass ich keinerlei Langeweile verspürte. Und Vermögen weitergeben konnte/kann ich erst recht nicht, da ich meines selber verlor.
Dankbarkeit habe ich meiner Erinnerung nach ebenfalls nicht von ihnen erwartet.
Vielleicht brauchten mich meine Kinder nicht, obwohl sie es zu Anfang vielleicht ohne mich schwer gehabt hätten, was den Lebensunterhalt betrifft. Aber ich brauchte sie schon, weil sie mich vieles lehrten, was ich eben erst spät kapierte. Und das mit dem Loslassen, das fällt wahrscheinlich auch nur Müttern schwer, weil sie körperenergetisch viel mehr mit ihren Kindern verbunden sind.
Und wie in Ullis Fall waren sämtliche drei Kinder "Verkehrsunfälle", zwei von ihnen passierten trotz Verhütung. Sie groß zu kriegen empfand ich für mich selbst als außerordentlich anstrengend. Es hat mich fast alle Energie gekostet, über die ich verfügte. In diesem Leben möchte ich bestimmt nicht noch mal eine Familie gründen!
Zu meinen inzwischen sämtlich erwachsenen Kindern pflege ich so etwas wie eine Freundschaft, die manchmal fast ruht, manchmal stärker aufflackert. Sie gehen alle drei einen voneinander sehr unterschiedlichen Weg und es ist wahnsinnig interessant, das zu beobachten. Ich empfand sie schon frühzeitig als stärker und weiser im Vergleich zu mir oder meiner Generation.
In Notzeiten - und es gab welche - halfen wir uns gegenseitig. Soviel "Familienbewusstsein" war eben da, erst recht, da es mal eine Zeit gab, als 95% meines Freundeskreises abrupt wegbrach und ein neuer so schnell nicht entstand. Und diese Haltung ist immer noch geblieben bis heute.
Ich denke, dass eine solche Einschätzung Familien gegenüber nur einem gewissen Teil von ihnen gerecht wird. Alles im Leben ist von Fall zu Fall verschieden und verläuft zuweilen eher geheimnisvoll als durchschaubar. Deshalb glaube ich auch nicht, dass es sich um ein "unangetastetes Tabu" handelt.

Herzliche Grüße,
nanabosho

P.S.: Vielleicht richtet sich das Ganze - habe gerade den Artikel in der SEIN noch mal gelesen - an die verkehrte Zielgruppe. Mir scheint, dass die islamische Kultur das Muster- oder sogar Extrembeispiel des alten Musters ist. Aber die lässt dergleichen Überlegungen wohl kaum an sich heran.
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06 Mär 2012 17:02 #17175 von Martin
Liebe Celestine-Freunde,

es mag einige Eltern geben, für die der Text, den Natali uns zur Diskussion vorstellt zutreffend ist. Gott-sei-Dank sind das nicht alle Eltern (meine waren auch nicht so)!

Wir erleben zwar in dieser Zeit eine immer größere Polarisierung, aber es gibt auch immer mehr Eltern, die ihre Kinder wirklich als Geschenk betrachten und sie auch wie ein göttliches Geschenk mit Achtsamkeit und ganz viel Liebe annehmen und behandeln.

Meine eigene Tochter hat sich uns angekündigt, bevor meine Frau schwanger wurde. Sie hat mir uns meiner Frau unabhängig voneinander die Botschaft übermittelt, dass sie zu uns möchte. Im Grunde glaubten wir beide nicht, ein Kind bekommen zu können (ich hatte Chemotherapie hinter mir, meine Frau hatte schweres Asthma, und die Ärzte hielten es für unmöglich, dass wir je ein gesundes Kind zur Welt bringen könnten). Doch es klappte, und unsere Tochter kam gesund in einer Hausgeburt zur Welt. Und sie ist ein richtiger Engel!

Diese Erfahrung bestätigt mir nochmals, dass alle Kinder als Seelen ihre Eltern aussuchen, weil sie das beste Umfeld zur Verfügung stellen, das sie für die Erfahrung bekommen können, die sie machen möchten.

Die Gründe mögen wir in vielen Fällen mit unserem Verstand nicht erfassen, insbesondere dann, wenn diese Kinder auf der Erde angekommen traumatische Schicksale erleben müssen.
Auf einer Höheren Ebene gibt es jedoch einen Sinn, der das Verständnis der meisten Menschen überschreitet. Wer die "Gespräche mit Gott" gelesen hat und die "Geschichte von der kleinen Seele" kennt, weiß, wovon ich spreche. (Diese Geschichte wurde hier schon im Forum zitiert, und Ihr müsstet sie über die Suchfunktion finden können).

An dieser Stelle möchte ich jedem Menschen ans Herz legen, das ganz Besondere zu sehen, was ein Kind ist und mit aller Liebe und Achtsamkeit mit Kindern umzugehen.

Herzlichst

Martin
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06 Mär 2012 17:16 #17176 von Arafna
diese folgenden zeilen könnte man durchaus als erziehungsgrundsatz annehmen :)

Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber.
Sie kommen durch euch, aber nicht von euch,
Und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht.
Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht eure Gedanken,
Denn sie haben ihre eigenen Gedanken.
Ihr dürft ihren Körpern ein Haus geben, aber nicht ihren Seelen,
Denn ihre Seelen wohnen im Haus von morgen, das ihr nicht besuchen könnt, nicht einmal in euren Träumen.
Ihr dürft euch bemühen, wie sie zu sein, aber versucht nicht, sie euch ähnlich zu machen.
Denn das Leben läuft nicht rückwärts, noch verweilt es im Gestern.
Ihr seid die Bogen, von denen eure Kinder als lebende Pfeile ausgeschickt werden.
Der Schütze sieht das Ziel auf dem Pfad der Unendlichkeit,
und Er spannt euch mit Seiner Macht, damit seine Pfeile schnell und weit fliegen.
Laßt euren Bogen von der Hand des Schützen auf Freude gerichtet sein;
Denn so wie Er den Pfeil liebt, der fliegt, so liebt er auch den Bogen, der fest ist.

Khalil Gibran, arabischer Dichter, 1883-1931



Alles Liebe
Stefan
Folgende Benutzer bedankten sich: Schmetterling, Ulli, Birgit Janzen
07 Mär 2012 11:25 #17185 von Heiko
Man darf aber bei diesen Überlegungen bitte auch nicht vergessen, dass das Kinderbekommen auch schlicht eine biologische Notwendigkeit zur Erhaltung der eigenen Art ist.

Bei allen Überlegungen würde es uns doch nichts nützen, wenn wir aussterben würden.

Ansonsten schließe ich mich den Überlegungen gern an.
Nicht die Kinder sind für uns da, sondern wir für die Kinder.
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Moderatoren: Martinlavida